06.09.2013 / 29.08.2025
 
 
Laut einem aktuellen Beitrag der britische Fachzeitschrift „Lancet“ (i.J. 2011), aus der Feder der australischen Krebsforscher Kara Britt und Roger Short, stehen Nonnen und andere kinderlose Frauen stärker in der Gefahr, Eierstock- und/oder Gebärmutterkrebs zu bekommen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sie ist jedem Tierzüchter wohlbekannt; jedes weibliche Tier sollte zumindest einmal „geworfen“ haben, damit es organisch gesund bleibt; für den Menschen, dem weitest entwickelten bzw. intelligentesten Wesen der Gattung „Säugetiere“, gilt das gleiche Naturgesetz.
 
Welche Perfidie hinter unseren täglichen Nachrichten lauert, ersieht man nun wieder einmal in schlimmer Weise daran, dass im gleichem Atemzuge dieser medizinischen Darlegung, sofort der Unsinn nachgeschoben wird, katholische Ordensfrauen würden nicht deshalb höhere Krebsraten aufweisen als profane Mütter, weil sie keine beglückenden Orgasmen und keine gesundmachenden Schwangerschaften bekommen, sondern – man lache sich kaputt – weil sie keine Pille nehmen! Die Gefahr eines Tumors an Eierstöcken oder Gebärmutter könne für Nonnen um bis zu 60 Prozent sinken, wenn sie hormonelle Empfängnisverhütungsmittel nähmen, heißt es. -- Also nicht die unnatürliche liebes- und kinderlose Lebensweise sei schuld, vielmehr das Fehlen der Pitzer-Pillen-Chemie. Wenn „pervers“ unnatürlich bedeutet, dann leben wir (Nonnen sowieso!) in einer durch und durch perversen Ära.
 
NONNEN-LÜGEN
 
Von Lügen gibt es viele Arten,
von den plumpen bis aparten,
den geschickt gewebten feinen,
bis zu brutalen hundsgemeinen.
 
Doch die schlimmste aller Lügen
ist es, die Natur betrügen.
Diese wird sich immer rächen,
jeden Lügner schuldig sprechen.
 
Wenn die Natur hält ihr Gericht,
nach Prüfungen ein Urteil spricht,
dann kann nur lauten ihr Gebot,
bei Sünde: Krankheit oder Tod !
 
Wer sich an der Natur versündigt,
dem wird Lebenskraft gekündigt !
Recht allein schenkt sie mitnichten,
erwartet den Tribut der Pflichten.
 
Den Frauen wollte sie gewähren,
das Glück, die Babys zu gebären;
doch allen die der Pflicht entsagen,
schickt sie ihre Krankheitsplagen.
 
Nur Mütter bleiben froh, gesund,
an Brüsten und am Muttermund.
Auch in den Seelen bleiben sie’s,
dort blüht das wahre Paradies.
 
Doch jene die den Leib verachten,
allerhöchstem Lohn nachschmachten,
feig’ dem Lebenskampf entweichen,
Jenseits-Freuden zu erschleichen,
 
vom Wahn betört auf Worte bauen,
den eig’nen Sinnen nicht vertrauen,
die Zeugen der Natur verlachen,
sich zu Kloster-Sklaven machen,
 
hochfahrend „Christie-Bräute“ nennen,
betört, aus echtem Leben rennen,
den Blick in Mutters Antlitz meiden,
die soll’n nach Mutters Willen leiden !
 
Jene Närrinnen nennt man Nonnen,
Sünderinnen am Lebensbronnen,
weil sie sich der Lust verweigern
müssen sich Tumore steigern.
 
Weil sie keine Kindlein wollen,
dem guten Weg kein Opfer zollen,
pocht der Böse Krebs ans Tor,
zieht sie aus dem Wahn hervor.
 
Da hilft weder Fleh’n noch Beten,
kein Beichten und kein Bibel-Kneten,
da hülf’ allein’ „natürlich leben“
und Mutter Natur die Ehre geben !
 
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29.08.2025 - „Massengrab mit Babys“: Archäologen untersuchen Gelände der katholischen Kirche (von Ole Wetjen) – „Im irischen Tuam läuft derzeit eines der heikelsten Projekte, das die Archäologie des Landes je gesehen hat. Denn auf dem Gelände eines früheren katholischen Mutter-Kind-Heims werden die sterblichen Überreste von fast 800 Babys und Kleinkindern vermutet. Über Jahrzehnte sollen sie unbemerkt in einem stillgelegten Abwassertank gelegen haben.

Archäologie deckt dunkles Kirchen-Kapitel auf

Ins Rollen brachte die Aufarbeitung die Hobby-Historikerin Catherine Corless, als sie bei ihren Nachforschungen auf Ungereimtheiten stieß. Dabei bemerkte sie, dass von 796 verstorbenen Kindern aus dem Heim kein einziges auf Friedhöfen bestattet worden war. „Wir […] verglichen unsere Listen, alphabetisch. Meine Liste mit 796 Babys, seine mit allen Bestattungen. Kein einziges dieser Kinder war darauf zu finden. Die Frage lag auf der Hand: Wo sind all diese Leichen?“, wird Corless von der Welt zitiert.

Ihre Enthüllungen stürzten Irland in eine Debatte über seine Vergangenheit. Jahrzehntelang mussten ledige Mütter in kirchlichen Einrichtungen schuften. Ihre Kinder galten dabei als „Sünde“, von denen man viele misshandelte oder zur Adoption freigab. Die Untersuchung in Tuam zeigt nun, wie systematisch die Kirche dieses Leid verschwieg. Colin Mills, der schon fast 50 Jahre in der Gegend wohnt, fasste es passend zusammen: „Wir wussten immer, dass es dort ein kleines Massengrab mit Babys gab. Das Ausmaß begriffen wir erst, als Catherine Corless es aufgedeckt hat.“

Alles soll unter die Lupe genommen werden

Auch die Angehörigen der Kinder hoffen durch die Ausgrabungen endlich auf Antworten. Anna Corrigan etwa sucht seit Jahren nach ihren Brüdern, die in Tuam geboren wurden. Einer starb mit 14 Monaten, der andere verschwand spurlos. Für sie und viele andere steht die archäologische Ausgrabung für die Chance auf die Wahrheit und ein würdevolles Begräbnis. Die katholische Kirche und die Schwestern des Ordens haben inzwischen zwar um Verzeihung gebeten, doch für die Betroffenen sei das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Niemand fragte: ‚Was sollen wir tun?‘ Sie lasen die Erklärung ab und damit war die Sache für sie erledigt“, so Corless.

Insgesamt sollen die Ausgrabungen zwei Jahre dauern. Ein internationales Team mit Mitgliedern aus den Bereichen Archäologie, Forensik und DNA-Forschung arbeitet auf dem streng abgeschirmten Areal. „Wir haben forensische Archäologen, Bioarchäologen, Fotografen, Leute für die Katalogisierung der Überreste“, erklärte Projektleiter Daniel MacSweeney. Jeder Zentimeter Boden solle überprüft werden. Auch ein eigenes Labor haben die Forschenden eingerichtet, um DNA-Analysen durchzuführen.“