04.09.2026

Die Lessingstadt Kamenz ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Bautzen in Sachsen. Sie liegt etwa 40 km nordöstlich von Dresden und etwa 30 km nordwestlich von Bautzen.




Einen wesentlichen Programmhöhepunkt bilden die Forstfestumzüge, bei denen über 1.700 in weiß gekleidete Schulkinder am Festmontag- und Donnerstag mit beeindruckendem Blumenschmuck und Fahnen ausgestattet durch die Kamenzer Altstadt ziehen. Die Umzüge starten jeweils auf dem Schulplatz – Montag, 19. August um 13.00 Uhr und am Donnerstag, 22. August um 13.30 Uhr. Danach geht es weiter zum Marktplatz, wo sich die Kinder versammeln und gemeinsam Forstfestlieder singen.
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Ich gebe den unten stehenden Artikel von Dieter Stein in der JF ohne Änderung weiter !



Liebe Leser
vergangene Woche stolperte ich auf X über ein Bild, das zu schön aussah, um wahr zu sein.
Es zeigte einen Zug feierlich schreitender, bildhübscher Schülerinnen in weißen Kleidern, Blumensträuße vor die Körper haltend, dahinter Mitschüler ebenfalls in weißer Kleidung, Flaggen der Region an Holzstangen in der Hand.
Feierlicher Aufzug von Schülern in weißer Kleidung beim traditionellen Forstfest in Kamenz vergangene Woche.
Vor allem aber: schräg über der Brust breite Schärpen in unseren schwarzrotgoldenen Nationalfarben. Das können doch nur KI-Optiken sein, dachte ich zuerst. Im Text las ich jedoch den Hinweis: Es handele sich um einen „Auszug der Schüler in Kamenz“ und den „feierlichen Auftakt“ eines „Forstfestes“ dieses sächsischen Städtchens in der westlichen Oberlausitz.
Es musste sich also um ein reales Ereignis handeln. Wenig später war klar: Die Bilder sind aktuell, in der vergangenen Woche feierte Kamenz sein 250. Forstfest, eine Tradition, die Jahrhunderte zurückreicht und um die sich die Stadtgemeinschaft sammelt. Eine stolze Klassenlehrerin an der Spitze ihrer Schülerinnen, die Scherpen in den Nationalfarben und Blumenschmuck tragen.
Es war einem örtlichen Fotografen gelungen, Stimmung und Gesichter der in diesem Jahr 1.850 Schülerinnen und Schüler besonders anrührend einzufangen. Deren feierlicher Aufzug bildet den alljährlichen rituellen Kern dieses Festes, dessen Zeremoniell sich in wesentlichen Grundzügen unverändert seit 1844 bewahrt hat.
Was an diesen Bildern so fassungslos macht, sind Anmut, Fröhlichkeit und Unschuld, mit der diese jungen Menschen ihre Gemeinschaft feiern. Und das eben im Unterschied zu vielen, ebenfalls schönen, in regionalen Brauchtümern gehaltenen Festen auch ausdrücklich mit den Farben der deutschen Nation. Wobei Abordnungen auch Schärpen in den Farben der Lausitz, Sachsens und von Kamenz tragen.
Anmut, Fröhlichkeit und Unschuld der jungen Menschen sind berührend.
Es gelang mir, den 82jährigen Vorsitzenden des Fördervereins Forstfest Kamenz ins Interview zu holen (Sie können es HIER nachlesen und dort auch eine weitere Auswahl der hinreißenden Bilder sehen).
Die integrative Kraft des Festes erschließt sich umgehend. Faszinierend, wie Eltern, Lehrer, Schüler – die ganze Stadt – mitziehen und diese Tradition mit Leben füllen. Die in der sorbischen Lausitz besonders ausgeprägte Eigensinnigkeit, starkes Traditionsbewusstsein, dazu sächsische Dickschädeligkeit tun ihr Übriges.
Ich interviewte Volker Schmidt (82), den Vorsitzenden des Fördervereins Forstfest Kamenz und langjährigen Schuldirektor. Er ist der umtriebige Organisator dieses traditionsreichen Festes.
Das Erschütternde ist, dass es Deutschland an Momenten solcher festlichen Freude und Tradition mangelt, die selbstverständlichen Bezug explizit auch zur Nation herstellen. Form- und Stillosigkeit prägen heute den öffentlichen Raum und stehen Integration und Zusammengehörigkeit entgegen.
Kamenz lässt sich leider in seiner Besonderheit nicht kopieren – es kann aber zum Nachdenken darüber anregen, wie wir positive Formen der Identitätsstiftung und der Gemeinschaft – gerade auch mit nationalem Bezug – wiederentdecken.
Wenn Sie >>>HIER<<< klicken, können Sie das vollständige Interview mit Volker Schmidt lesen und viele Bilder des Forstfestes bewundern.
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2026/an-kamenz-ein-beispiel-nehmen/
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Noch eine Bitte: Verbreiten Sie diese Mail an Freunde weiter, damit möglichst viele Menschen von diesem wundervollen Fest in Kamenz erfahren!
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Dieter Stein, JF-Chefredakteur" <