05.11.2025

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Die Kiefer wird auch Föhre genannt und ist in Fachkreisen als Pinus bekannt. Sie bildet eine Pflanzengattung unter den Nadelholzgewächsen. Die Kiefer ist vorrangig in Europa und Asien verbreitet, insbesondere in den Wäldern Deutschlands, im Osten, Skandinaviens und Sibiriens. Das rötliche Holz der Kiefer wird heutzutage beim Bau, zur Papier-, Verpackungs- und Möbelherstellung genutzt. Kiefern tragen ihre Blüten von März bis September, vor allem im April und Mai. In dieser Zeit kann die Pflanze durch die fliegenden Pollen allergische Reaktionen auslösen („Inhalationsallergene“).

Was ist von Kiefernpollen bekannt ? Manche Menschen erleben davon Symptome wie Niesen, Schnupfen und juckenden Augen. Allergiker wissen wohl am besten über Kiefern- oder Pinien-Pollen Bescheid. Jeden Frühling lassen die männlichen Blüten, die am Ende der Kiefernzweige sitzen, ihren gelben Blütenstaub fallen. Doch kitzeln diese nicht nur in der Nase, sondern sollen auch noch stärkende sowie heilende Kräfte für den Körper haben. Endgültige wissenschaftliche Studien über diese Superspeise sind noch nicht vorhanden, doch die chinesische Medizin setzt bereits seit Hunderten von Jahren auf die gesundheitsfördernde Wirkung der Kiefernpollen.

In jüngerer Zeit nutzen auch immer mehr europäische Verbraucher die Kiefernpollen als Nahrungsergänzungsmittel, das positive Effekte auf Energie, Anti-Aging und die allgemeine Gesundheit haben soll. Da Studien auf antioxidative, immunmodulatorische und leberschützende Eigenschaften hindeuten, sowie die Anwesenheit von Testosteron, gelten sie zunehmend als Geheimmittel zur Potenzsteigerung. Sie werden zur Steigerung des Testosteronspiegels eingesetzt.

Kiefernpollen werden von Sportlern und anderen Menschen als natürlicher Energieschub verwendet, da Studien auf ermüdungshemmende Wirkungen hindeuten. Forschungen deuten darauf hin, dass Kiefernpollen die Alterungsprozesse verlangsamen und altersbedingte Effekte im Nerven- und Entzündungssystem umkehren könnten. Studien zeigen weitere positive Wirkungen wie antioxidative, immunmodulatorische und leberschützende Effekte. Sie sollen voller Nährstoffe stecken, die Leber entgiften und, wie erwähnt, die Libido steigern können. Die Pollen haben ihren guten Ruf vor allem ihrem konzentrierten Nährstoffgehalt zu verdanken. Im Blütenstaub der Kiefern stecken nämlich Vitamin-B-Komplexe wie B-Carotin, Folsäure sowie B1, B2, B3 und B6, die wichtig für starke Nerven, Konzentration und einen funktionierenden Stoffwechsel sind. Hinzu kommen wertvolle Mineralien wie Calcium, Eisen, Mangan, Magnesium, Natrium, Zink und viele mehr, die den Organismus in seinen täglichen Funktionen unterstützen, Haut und Haare gesund halten und Energie spenden. Hinzu kommt, dass Kiefernpollen als Antioxidantien gelten, sprich „böse“ freie Radikale stoppen und so Zellschäden vermeiden. Sie enthalten außerdem zwanzig Aminosäuren, die den Muskelaufbau unterstützen und für die Bildung von Protein-Bausteinen essenziell sind.

Die Blütenpollen der Kiefern wirken also antibakteriell, stärken somit das Immunsystem und helfen der Leber, sich zu regenerieren. Ein echtes Powerpaket also, diese Pollen der Kiefern. Um sie rankt sich außerdem das Gerücht, dass sie die Fruchtbarkeit von Mann sowie Frau steigern und für mehr Lust sorgen sollen. Grund dafür ist das Hormon Androgen, das im gelben Blütenstaub steckt. Es regt die Testosteronproduktion im Körper an und hilft so, die Balance zwischen männlichen und weiblichen Hormonen im Blut zu regulieren. Besonders für Frauen ein super Effekt, da diese häufig unter einem Testosteron-Mangel leiden, was zu sexueller Unlust führen kann. Noch eine Überraschung steckt in den Pollen der Kiefer: Der Stoff Phenylalanin ist eine Vorstufe der Aminosäure Levodopa, der nachgesagt wird, den weiblichen Orgasmus zu fördern.

Die antibakteriellen und antioxidantischen Kiefernpollen haben auch Superkräfte, was unsere Haut betrifft. So können sie Ekzeme, Unreinheiten und Irritationen lindern. Dafür einfach den Blütenstaub mit einem Pflegeprodukte deiner Wahl vermischen und die Mixtur direkt auf die betroffenen Stellen auftragen. Die englisch sog. „Pine Pollen“ können als Pulver, Tinktur oder Kapseln gekauft werden. Davon sollte man ein bis zwei Esslöffel täglich einnehmen – am besten langsam im Mund zergehen lassen. Über die Schleimhäute werden die Nährstoffe nämlich direkt aufgenommen. Das Pulver und die Tinktur kann aber auch in Müslis, Joghurts oder Smoothies eingerührt werden.

Kiefern- und andere Blütenpollen werden im kommerziellen Maßstab meist mit „Pollenfallen“ gesammelt, die vor dem Flugloch des Bienenstocks angebracht werden. Die Imker installieren am Eingang des Bienenstocks ihre „Pollenfallen“. Diese sind mit engmaschigen Gittern oder Lochblechen ausgestattet. Die Bienen, die hindurchklettern müssen, verlieren ihre wertvolle Beute, die sie an den Hinterbeinen in den Pollenhöschen transportieren, zu einem Teil, der dann aufgefangen und nach der Ernte getrocknet und gereinigt wird.

Der Pollen fällt durch die Gitter in eine darunterliegende Schublade oder einen Auffangbehälter. Für die industrielle Wildsammlung von Kiefernpollen werden spezifische männliche Kiefernzapfen zur richtigen Zeit im Frühjahr geerntet. Der gesammelte Pollen wird regelmäßig entnommen, getrocknet, um Schimmel zu verhindern, und gereinigt, um ihn haltbar zu machen. Die Pollenfalle wird nicht ständig genutzt, um sicherzustellen, dass das Bienenvolk genügend Nahrung hat. Für die manuellen Pollenernten stehen in China auch pezialisierte Sammler bereit die männlichen Kiefernzapfen (die den Pollen tragen) von Hand aus den Bäumen zu streichen, meist im Frühjahr. Es werden nur die besten Zapfen zur optimalen Zeit geerntet, um die höchste Qualität und Wirksamkeit zu gewährleisten. Nach der Ernte wird der Pollen aus den Zapfen gelöst. Anschließend wird er oft mikrovermahlen, um die Zellwände aufzubrechen und die Bioverfügbarkeit für den menschlichen Konsum zu erhöhen.