13.11.2025

Beschämender Asatru-Schwachsinn !

Diverse Gruppen nennen sich seit einigen Jahren „Asatru“, die man kaum säuberlich auseinanderhalten kann und deren Darlegungen von sehr unterschiedicher Qualität und Sinnhaftigkeit sind. Neben nachweisbar Faktischem findet man darunter auch die tollsten und haarsträubendsten Blödigkeiten. Den Vogel schießen dabei gewöhnlich die US-amerikanischen Ergüsse ab, weil sie von den deutschen und skandinavischen Originalquellen zu weit entfernt sind. Hinsichtlich des altgläubigen „Irminsul“-Symbol des Weltenbaumes hinkten aber auch deutsche Heidengruppen, wie die „Artgemeinschaft“ des Jürgen Rieger und die „Goden“ des Günther Gabke den Einfältigkeiten und Torheiten der US-Autoren kaum nach.

https://steemit.com/deutsch/@weirdrat/wie-an-jedem-9-eines-monats-asatru-odin-world-prayer-day

Wie an jedem 9. eines Monats: ASATRU ODIN WORLD PRAYER DAY

Da heißt es: „Wie an jedem 9. eines Monats feiert auch heute wieder die weltweite Asatru Gemeinde den ODIN WOLRD PRAYER DAY - den Mystiker und Allvater Odin am 9. Tag eines Monats, da die 9 als die mystische Zahl Odins gilt.

Odin, 9 Tage im Weltenbaum hängend, durch eigene Hand verwundet, um in Trance die Grenzen von Leben und Tod und der Unsterblichkeit zu ergründen. Das haben die „Christen“ uns gestohlen bei der „Bekehrung durch Feuer und Schwert“ - den Weltenbaum, daraus wurde das Kreuz in Kombination mit dem Keltenkreuz, der „Gekreuzigte“ mit der Speerwunde, die „Auferstehung“ aus der Nahtod- und Tranceerfahrung Odins .. bis dahin hatten die Christen ein ganz anderes Symbol: Den Fisch ! Erst nach dem Brandschatzen der kelto-germanischen Länder wurde aus dem Fisch ein Kreuz, auf dem ein Mann hing - ODIN !

Und hier eines der bekannten Symbole von Odin, im Weltenbaum hängend - nach und nach verschwand in der Darstellung der hängende Odin und übrig blieb das Symbol von Irminsul:“

Odin_an_Dattelpalme.JPG

Hier hängt Odin irrsinnigerweise an der semitischen Dattelpalm-Ikone (dem orientalischen Lebensbaum) vom Kreuzabnahmebild vom Externstein, das die Benediktiner-Mönche von Paderborn im 12. Jahrhundert einmeißeln ließen. Dieser höchst bedauerliche Schwachsinn geschieht aufgrund  der falschen Wegweisungen von historisch und kunstgeschichtlich ungebildeten heidnischen Führern, wie J. Rieger und G. Gabke !

Ein Asatru-Autor schreibt dazu weiter sehr korrekt: „Wir ehren unserer Götter durch Gaben, wir stehen aufrecht und knien nicht, wir „beten" nicht“ denn Beten kommt vom Bitten, also Ansuchen um das Gewähren eines Gnadenaktes, während Odin der Partner und unerschütterliche Freund an der Seite jener ist, die seine Freundschaft und Unterstützung auch verdienen! Wir liegen nicht auf den Knien, nicht vor unseren Göttern und nicht vor unseren Herrschern, wir stehen aufrecht neben ihnen, Kopf und Hände der Sonne zugewandt !

Wie und wo immer wir Odin feiern, wir feiern damit auch den Bestand unserer Völker und Traditionen, die in diesen Riten weiterleben und unsere tiefen Wurzeln mit dem mystischen Asgard verbinden. Solange wir uns als würdig erweisen, wird auch unser Allvater Odin uns nicht im Stich lassen, wenn es - sehr bald schon - darum gehen wird, ihn und uns vor dem Untergang zu retten.“

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Die isländische und international weit verbreitete Schreibweise Ásatrú wurde erstmals 1945 von Ólafur Briem in seinem Werk Heiðinn siður á Íslandi („Heidnische Sitten auf Island“) verwendet. Die Ásatrú-Anhänger werden im Isländischen als Ásatrúarmenn bezeichnet. Heutzutage wird der Begriff Asatro oder Ásatrú hauptsächlich von nordisch-skandinavisch bzw. wikingerzeitlich-rekonstrukt-ionistischen Gruppen für ihren Glauben verwandt. Jörmundur Ingi Hansen definierte Ásatrú 1992 in folgender Weise: „Meiner Ansicht nach wird die Welt durch zwei wesensverschiedene Urkräfte geprägt, die erbauenden Kräfte der Æsir und die zerstörerischen Kräfte, die wir als Riesen bezeichnen. […] Ásatrú oder Heidentum besteht im Grunde nur darin, diese Zweiteilung zu erkennen und sich für die Seite der Æsir zu entscheiden.“

Anfang der 1970er Jahre begann der ehemalige Angehörige der U. S. Army Rangers Stephen McNallen die Zeitschrift The Runestone zu publizieren. Zur gleichen Zeit gründete er auch die Organisation Ásatrú Free Assembly, deren Nachfolgeorganisation Ásatrú Folk Assembly noch heute existiert. Ebenfalls Anfang der 1970er Jahre begründete Else Christensen die Odinismusbewegung Odinist Fellowship in den USA.

Der Streit um die Orientierung zwischen völkischem Ásatrú (kann nur von Personen gelebt werden, die germanisch/europäischen Ursprungs sind) und dem universalen Ásatrú sowie der Konflikt, ob beim Ásatrú eine „weiße Vormachtstellung“ von Bedeutung sei, führte 1986 zur Auflösung der Ásatrú Free Assembly. Die Universalen Anhänger formierten sich unter dem Namen The Troth neu, die völkisch, teilweise rassistisch Gesinnten als Ásatrú Alliance (AA). McNallen gründete die Ásatrú Folk Assembly (AFA) 1994 als völkisch orientierte Ásatrú-Organisation neu.

Im Jahre 1997 gründete der englische Odinic Rite (OR) eine amerikanische Zweigorganisation, die ebenfalls völkisch geprägt ist. Im selben Jahr schlossen sich daraufhin die drei völkisch geprägten Organisationen (AA, AFA und OR) zur International Asatru-Odinic Alliance zusammen, die jedoch 2001/2002 aufgrund interner Unstimmigkeiten auseinanderbrach.