27.12.2021
 
 
Mein Freund, der sinoländische Lehrer Han Yi unterrichtet die Kinder im Kindergarten über die „Wilde Jagd in den Zwölfen“, den deutsch-germanischen Jul-Wochen. 
 
Schanghai ist die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China und mit ca. 15 Millionen Einwohnern, eine der größten Städte der Welt. Hier ist der grandiose Prof. Dr. Han Yi als Lehrer tätig und unterrichtet den Kindern u.a. die deutsche Sprache, deshalb auch deutsche Geschichte, deutsche Brauchtümer, Mythologie und die oding‘sche-Runenlehre. Das Genie dieses Mannes beherrscht Deutsch in Wort, Sprachsinn und Schrift perfekt. Seine Abhandlungen zur deutschen Geschichte sind immer wieder erbaulich und höchst lesenswert. Die Volksrepublik China erweist sich als weltoffen und vorurteilsfrei. Wir danken solchen positiven Kräften der Freundschaft im Fernen Osten und gratulieren der Volksrepublik zu ihren grandiosen technischen sowie sozialen Aufbauleistungen !  
  
„MEIN SINOLÄNDER“
 
Mein Freund, ein kluger Sinoländer,
lehrt Oding-Runen in Schankai.
Als Nikolaus im Kindergarten
ist der Herr Han Yi auch dabei.
 
So funktioniert Kultur-Transfer
zwischen Freunden und Nationen,
denn der Austausch alten Wissens,
mag sich für beide Seiten lohnen.
 
Immer hat uns sehr beschäftigt
die Kultur der Alt-Chinesen,
die wir verehren und bewundern,
in ihrem fremden, schönen Wesen.
 
„Mein Sinoländer“ ist ein Weiser,
hat in Deutschland viel studiert
und dessen National-Geschichte,
ihn zur Freundschaft animiert.
 
Alles wahre, echt Alt-Deutsche
schätzt mein Sinoländer-Freund.
Von neudeutschen Tändeleien
bleibt sein Interesse abgezäunt.
 
Deswegen schätzt er wahre Runen
und des deutschen Volkes Brauch,
davon lehrt er seinen Schülern;
die Alt-Germanen ehrt er auch.
 
So verbindet uns die Freundschaft
über weite Himmelsstrecken.
Und der Systeme Differenzen
können Freunde nicht erschrecken !
 
Sein Brief vom 24.12.2025:

 

Liebe Freunde!

Angeischts auch heutiger Bestätigungslosigkeit muß ich davon ausgehen, daß meine diesjährige Weihnachtskarte trotz aller Benügungen nicht rechtzeitig zu Euch gefunden haben. Schade, denn zwar wage ich mich in Gedankentiefe und öffentlicher Wirksamkeit nicht einmal ansatzweise mit beiden heuer Geschiedenen zu messen (deren hiermit anbrünstigst gedacht werden), sehe mich jedoch zumindest in der Pflicht, die Brauchtümer um Weihnachten als deutschestes aller Feste fortzupflegen; ja im Stil des Hamburger Klaus, der mich zum Totensonntag 2011 endgültig unserem Kreise zugeführt hatte... Insofern sei mir gestattet, zwei Klassiker gleich aus seiner Hinterlassenschaft anzuhängen. Als Buch bzw. Musik zum selben Anlaß sei noch einmal allen Herrn D. Muniers "Deutsche Weihnacht" und die legendäre Tonaufnahme "Kriegsweihnachten 1940" ans Herz gelegt -- und eben damit wünsche ich Euch aus einsamer Fernostfront frohe Weihnachten, besinnliche und erholsame Ferientage sowie ein friedliches wie fruchtbares 2026 voller Glück und Gesundheit!

Im noch ausstehenden Brief habe ich mich für meine Kontaktflaute im ausklingenden 2025 um Verzeihung gebeten. Dann erfolgt das Jahresbericht, daß mir immerhin gelang, Heinrich monatlich übers Wasser zu halten. Er, -- was vor Platzmangel nicht mehr (ganz) im Papier stand -- der gerade heute acht wird, hat schon im Frühjahr richtungsweisend Heilmittel einnehmen und Spielzeuge aufräumen gelernt. Auch im 2. Schuljahr hat er in Sprachfächern nicht nur angeboren zu führen, sondern auch dank der Mathematik eine Bekanntschaft mit dem logischen Denken geschlossen. Das zahlt sich insofern prompt aus, daß er mich nun, nach Chlodwig vs. Theoderich um 500 und Karl vs. Widukind um 800 auch nach Barbarossa und seinem gleichnamigen Löwen vor 1200 (Süd- vs. Ostexpansion) zu fragen weiß, und sich auch endlich für die Zusammenhänge beider Weltkriege zu interessieren anfängt. Körperlich gelang ihm heuer der Durchbruch mit Seilhüpfen und Ballzuspiel, um auch in einem Gezänk seiner Mutter mit dem Nachbarn Konfliktentschlossenheit zutage zu fördern. Leibestüchtigkeit und Charakterstärke zzgl. Kopfklarheit, auf so einen waschechten H-Jungen kann ich nur stolz sein. Als materielle Unterstützung dafür stellen sich ja der Bauernbruch und die Kartoffelsuppe als seine neuen Lieblingsspeisen des Jahres heraus.

Mir selber blieb jedoch verwehrt, wie in früheren Jahren zu Jahreseröffnung, Ostern, Schicksalstag und Weihnachten je eine Festschrift abzufassen und rundzusenden, worin eigentlich der bestmögliche Beitrag liegt, den ich aus dieser Ferne noch zu unserem Kampf u. a. um die Weltanschauung leisten kann. Das liegt zum einen schon an der Erhöhung meines Selbstanspruchs. Als ganz konkretes Beispiel führt sich an, daß ich dieses Jahr mit dem "Osternarrativ" (des F.s Biografie) schon um gut 85% fertig war. Doch allein weil ich bei 2.2.2 "Kunst und Kultur" noch Vieles von Null an zu lernen habe, gelang der bisher 27seitige Entwurf nach 11 Schlafpillen bis zum 08. Mai zur Strandung. Doch sobald er zu Ende geführt wird, kann ich Euch versprechen, daß er auch als Aufklärungsstoff für Alt und Jung, ja einschließlich meines Bubens, taugen wird. Zum anderen liegt es schon an der Konjunktur. Dank Deutschlands Dauerverhunzung -- u. a. dank der Ampel-Mißwirtschaft und der Merz-Kriegstreiberei, Merkels "Gäste" verrichten ihr gewöhnliches Werk dazu -- besteht der Auftrag, den chinesische Rechtskanzleien für deutsche Unternehmen ausführen, in der Abmeldung. Entsprechend hat meine Hochschule im Juni das Fach Germanistik schlechterdings abgehakt (!), während die "Leistungsprüfung" für uns fortgilt. Also hat sich mein Hamsterrad künftighin noch rasanter herumzudrehen. Oder doch nicht, sollten die Gerüchte stimmen, daß die KPC sich zwangsterminbedingt gleich gewaltsam an Formosa vergreifen müsse, ob gewollt oder nicht. Dann wird es spannend, brennt das Kriegsfeuer schon in Osteuropa und Westasien, und seit November auch zwischen Thailand und Burma -- schließlich ist die Welt ja schon seit 80 Jahren todkrank...

Solange die Götter es mit uns so hold haben, daß wir dann dem Weltläuterungsbrand standhalten, werden wir eben jene sein, die am ehesten vorbereitet sind, eine neue Welt aufzubauen! Insofern läßt sich das 1812er Clausewitz-Wort anführen: "Zu fürchten haben wir jetzt eigentlich nichts mehr, alles zu hoffen! In diesem Zustand ist alles, was geschieht, jede neue Bewegung, jeder neue Stoß in der politischen Welt ein Prinzip neuer Hoffnung. So gehe ich jetzt mehr als je der Zukunft mutigen Schrittes entgegen!" In diesem Sinne verbleibe ich trotz aller Umstände und Zweifel

mit zuversichtlichen zeitwendenden Julfestgrüßen
Euer in Treue fester HY.