24.08.2014
KÜMO-FAHRTEN
Seefahrt ist ein Ding mit Pfiff,
die weiße „Graeko“ war mein Schiff.
Ich fühlte in mir Wiking-Blut,
mich zog’s hinaus zur grünen Flut.
Der Kapitän sucht’ einen Koch,
nur war ich nie ein Koch jedoch.
Drum rührt’ ich Puddingchen und Breie,
zum Einstand meiner Seekoch-Weihe.
So war bald Puddingkoch mein Name,
ansonsten war ich nicht der Zahme:
Wenn Susi mal in Rostock schmollt’,
war Jola mir in Danzig hold.
Bald geriet ich aus der Klemme,
damit ich jede Speise stemme,
sandt's Mütterlein, nach Bitt-Gesuch,
mir Dr. Oetkers Lehrkochbuch.
So war ich bestens präpariert,
hab’ feinste Speisen bald serviert -;
und hab’ als Vollkoch, hoch geehrt,
die Ost- und Nordsee überquert.
In Finnland quälten uns die Mücken,
kein Schmuggel tät in Schweden glücken,
die Mädels war’n in Polen willig,
Engländer schienen wahrhaft grillig.
Der Kümo „Graeko“ zog die Bahn,
der Käpt'n war zumeist’ im Tran,
er soff zu gern den Whisky pur,
dann trat sein Geist aus jeder Spur.
Matrosen, Maaten, all’ die Mannen
zwei Themen ganz allein besannen:
Wie findet man an jedem Pier
möglichst preiswert Weib und Bier.
Was war dann auch das Resultat,
der zuchtlos wilden Seemanns-Art ?
Die „Graeko“ sank mit Mann und Maus,
doch ich war glücklich schon zuhaus’.
Ein Küstenmotorschiff, kurz Kümo, ist ein motorisiertes, kleineres Frachtschiff.
Seefahrt ist ein Ding mit Pfiff,
die weiße „Graeko“ war mein Schiff.
Ich fühlte in mir Wiking-Blut,
mich zog’s hinaus zur grünen Flut.
Der Kapitän sucht’ einen Koch,
nur war ich nie ein Koch jedoch.
Drum rührt’ ich Puddingchen und Breie,
zum Einstand meiner Seekoch-Weihe.
So war bald Puddingkoch mein Name,
ansonsten war ich nicht der Zahme:
Wenn Susi mal in Rostock schmollt’,
war Jola mir in Danzig hold.
Bald geriet ich aus der Klemme,
damit ich jede Speise stemme,
sandt's Mütterlein, nach Bitt-Gesuch,
mir Dr. Oetkers Lehrkochbuch.
So war ich bestens präpariert,
hab’ feinste Speisen bald serviert -;
und hab’ als Vollkoch, hoch geehrt,
die Ost- und Nordsee überquert.
In Finnland quälten uns die Mücken,
kein Schmuggel tät in Schweden glücken,
die Mädels war’n in Polen willig,
Engländer schienen wahrhaft grillig.
Der Kümo „Graeko“ zog die Bahn,
der Käpt'n war zumeist’ im Tran,
er soff zu gern den Whisky pur,
dann trat sein Geist aus jeder Spur.
Matrosen, Maaten, all’ die Mannen
zwei Themen ganz allein besannen:
Wie findet man an jedem Pier
möglichst preiswert Weib und Bier.
Was war dann auch das Resultat,
der zuchtlos wilden Seemanns-Art ?
Die „Graeko“ sank mit Mann und Maus,
doch ich war glücklich schon zuhaus’.
Ein Küstenmotorschiff, kurz Kümo, ist ein motorisiertes, kleineres Frachtschiff.
Die „Graeko“ sank am 12.01.1978 wegen nicht genügend gesicherter Ladung mit 8 Seeleuten.
Die Geschichte der Büsumer Werften hängt im wesentlichen mit der Geschichte bzw. der Entwicklung des Büsumer Hafens zusammen. Der erste Büsumer Hafen wurde, wie archäologische Funde zeigen, ca. 1000 v.0. im Bereich der heutigen Alleestrasse/Hafenstrasse angelegt.
Um 1720 entstand das heutige Hafenbecken I. Im Jahre 1885 führte der Störfischer Wilhelm Külper das Fischen mit Netzen aus Segelbooten in Büsum ein. Daraus entwickelte sich relativ schnell die Kutterfischerei - bereits 1895 betrieben 12 Boote auf diese Art und Weise den Krabbenfang. Daraus ergab sich schnell der Bedarf an einer Reparaturmöglichkeit in Büsum - bislang wurden Reparaturen durch „trockenfallen lassen“ bei Niedrigwasser durchgeführt. So konnten allerdings nur kleinere Reparaturen durchgeführt werden, die die Dauer einer Tide nicht überstiegen. In seiner Generalversammlung vom 10. Januar 1902 beschloss daher der Büsumer Fischereiverein einen „Antrag an das Kirchspiel um Überlassung eines Grundstücks am Hafen zwecks Anlegung eines Hellings“ zu stellen. Diesem Antrag wurde im März stattgegeben. Diese erste Büsumer Werft befand sich auf dem Gelände des heutigen Tonnenhofes und wurde vom Schiffszimmermann Albers betrieben. 1903 übenahm das „Ministerium der öffentlichen Arbeiten“ des preußischen Staates den Hafen. 1905/1906 - wurde das Hafenbecken vergrössert und mit dem Bau des Hafenbeckens II begonnen, dass vor allem als Liegeplatz für die grösseren, dem Schollenfang dienenden Schiffen vorgesehen war. Bis 1910 wurden auf der Werft Boote und kleine Kutter ohne Motorantrieb gebaut. 21.01.1911 - Der erste Motorfischkutter „Seerose“ läuft vom Stapel 1961 - Im Juli wird die „Graeko“, das erste über 1000 tdw große Frachtschiff abgeliefert. Insgesamt läuft der Betrieb auf voller Leistung.
1985/1986 - Bis kurz vor dem „Aus“ zeigen die Büsumer Schiffbauer noch einmal all ihr Können. Mehrere Schiffe werden in Büsum teilweise im Dock, teilweise an Land liegend verlängert. Doch alle Mühen und alles Können der Mitarbeiter der Büsumer Werft GmbH können die Schliessung der Werft nicht verhindern. Am 30. September endet um 15:30 h die letzte Schicht auf der Büsumer Werft, nachdem der Mutterkonzern einen Vergleich beantragt hat. Die Büsumer Werft und auch die Schlichting Werft in Travemünde werden daraufhin "abgewickelt". SOMIT GEHEN 85 JAHRE SCHIFFBAUTRADITION IN BÜSUM ZU ENDE. 1987 Versucht die Timm Metall- und Schweisstechnik die Werftätigkeit auf dem Gelände der Büsumer Werft wiederzubeleben - allerdings ohne Erfolg. Auch ein neuerlich nach Büsum verbrachtes Dock kann nicht helfen. Heute findet man in Büsum noch zwei Betriebe mit Werfttätigkeit. Die Werft von Reimer Landberg hat sich auf Reparatur und Umbau hauptsächlich von Holzschiffen aller Art spezialisiert und Fa. Mascheider kann mit einer Slipanlage (die übrigens in Teilen aus einer Anlage der Schlichting Werft Travemünde, quasi die „Mutterwerft“ der Büsumer Werft, besteht) kleinere Einheiten zu Reparatur- und Malerarbeiten aufslipen.