31.01.2022
Nach zypriotischer Überlieferung ist an dieser Säule Schaul-Paulus wegen Gotteslästerung zu einer Tracht Prügel verurteilt worden.
 
„Sankt Pauls Säule“ -
Paphos/Zypern
 
Hier, an dieser schönen Säule,
stand der Wirt der Weltenfäule,
die er der Menschheit eingeschenkt,
damit ihr die Vernunft verrenkt.
 
Es war Saul-Paul der Lügen-Jünger,
der Rabbi und der Gospel-Singer.
Er hatte manchen Streit entfacht,
kriegte dafür ‘ne Prügeltracht.
 
Das ist ihm mehrfach widerfahren,
schließlich, in seinen alten Tagen,
hing man ihn ans Kreuz in Rom,
am blutgetränkten Tiber-Strom.
 
Leider ist das zu spät geschehen,
er durfte von der Säule gehen,
mit wundgehauenem Hinterteil,
sein böses Mundwerk blieb ihm heil.
 
Damit verführte er die Leute,
wurden seines Wahnsinns Beute.
Seine Botschaft war das Kriechen;
schmähte Juden wie die Griechen.
 
Er lehrte Judentum für „Heiden“,
damit verfälschte er den beiden
die Glaubenswerte durch Geschwätz,
den Juden verriet er das „Gesetz“.
 
Was er lehrt‘ war freier Schwindel,
gesponnen in des Hirnes Spindel.
Kein Jesus-Schüler wusste das,
beim Lügen war auf Paul Verlass.
 
Jesus als das Opfer-Lämmchen,
mit gar bitt‘rem Essig-Schwämmchen,
„hat sich für Sünder dargebracht“;
all das hat Paulchen ausgedacht.
 
Kein Schelm gesamter Weltgeschichte,
verdüsterte so viel vom Lichte,
wie dieses Höllen-Meisters Werk,
doch er bleibt ein Machwerk-Zwerg.
 
Angeblich sei der jüdische Polizeibüttel Rabbi Schaul aus Tarsus in Damaskus erst so recht zum römischen Christen-Missionar Paulus geworden. In der Apostelgeschichte steht sowieso nur das was der Christenpropaganda ins Konzept passte. Saul-Pauls Zuträger Lukas nennt ihn darin exakt so lange Saulus, bis der Mann aus Tarsus in Paphos vor dem römischen Statthalter steht. Ab dann ließt man: „Saulus, der auch Paulus heißt…“ – Lukas spricht fortan nur noch von Paulus. Offenbar hat Paulus in Paphos seine Bewährungsprobe bestanden und wurde ermutigt künftig seinen römischen Namen zu benutzen. Wie das Treffen mit dem Statthalter in der AG (13,6-1) beschrieben wird, verfehlt es nicht seine Wirkung auf naive Gemüter. Ein Magier namens Elymas fürchtete seinen Einfluss auf den Statthalter zu verlieren und diesen deshalb vom christlichen Glauben abhalten wollte. Der offenbar frei erfundene „magische Zweikampf” entscheidet angeblich Paulus für sich. Er beschimpft den Magier als Sohn des Teufels und schlägt ihn mit Blindheit. Der Apostelgeschichte zufolge war der Statthalter so überwältigt von dieser Demonstration göttlicher Macht, dass er den christlichen Glauben annahm. Erstmals hatte das Christentum jetzt einen Anhänger aus der römischen Aristokratie gefunden. Die Zyprioten behaupten etwas völlig anderes, nämlich, dass Paulus vor dem Statthalter nichts vermochte, im Gegenteil, dieser ließ ihn wegen Gotteslästerung auspeitschen, an der noch heute gezeigten Säule. Das klingt bedeutend realistischer, denn kein römischer Beamter hätte sich von einem verachteten Juden einen jüdischen Sektenglauben aufschwätzen lassen dürfen, er hätte die größten Probleme mit seinem Amtsvorgesetzten bekommen.
 
Apostelgeschichte 20-22
(vom national-jüdischen Mordhass auf das Abweichler-Chamäleon Schaul-Paulus)
 
Paulus wird in Jerusalem verhaftet
 
„… Am nächsten Tag begleitete er die Männer und begann zusammen mit ihnen die vorgeschriebene Reinigung. Dann ging er in den Tempel und meldete dem Priester, dass die Männer ihr Gelübde erfüllt hatten. Nach der festgesetzten Frist von sieben Tagen sollte dann für jeden von ihnen ein Opfer dargebracht werden. Die sieben Tage waren fast vorüber, als einige Juden aus der Provinz Asia Paulus im Tempel wiedererkannten. Sie wiegelten das Volk gegen ihn auf, packten ihn und schrien:
 
»Helft uns, ihr Männer aus Israel ! Das ist er, der mit seiner Lehre überall gegen unser Volk, gegen das Gesetz und gegen diesen Tempel hetzt! Und nicht genug damit! Jetzt hat er sogar Nichtjuden in den Tempel gebracht und dadurch diese heilige Stätte entweiht!« Sie hatten nämlich Paulus zusammen mit Trophimus aus Ephesus in der Stadt gesehen, und nun vermuteten sie, Paulus habe ihn auch mit in den Tempel genommen. Ganz Jerusalem geriet in Aufruhr. Die Menschen liefen zusammen, sie ergriffen Paulus und zerrten ihn aus dem Tempel, dessen Türen man eilig schloss. Die Menge war nahe daran, Paulus umzubringen, als dem Kommandanten des römischen Regiments gemeldet wurde: »Die ganze Stadt ist in Aufruhr!« Mit einem Trupp Soldaten und einigen Hauptleuten lief er sofort zum Tempelplatz. Als die Menge den Kommandanten und die Soldaten sah, hörte sie auf, Paulus zu schlagen. [In nationalen und nationalreligiösen Fragen reagieren die Menschen des Orients traditionell hysterisch und neigen dazu, Probleme mittels Mord aus der Welt zu schaffen.]
 
Der Kommandant nahm Paulus fest und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln. Anschließend fragte er die aufgebrachte Menge, wer dieser Mann sei und was er getan habe. Aber die einen schrien dies, die anderen das, und der Tumult war so groß, dass er letztlich nichts Genaues in Erfahrung bringen konnte. Deshalb befahl der Kommandant, Paulus in die Festung zu führen. Auf den Treppenstufen dorthin mussten die Soldaten Paulus tragen, um ihn vor der wütenden Menge zu schützen. Die Leute drängten heran und tobten: »Weg mit dem! Bringt ihn um!«
 
Als man Paulus gerade in die Festung bringen wollte, sagte er zu dem Kommandanten: »Kann ich kurz mit dir sprechen?« – »Du sprichst Griechisch?«, fragte dieser überrascht. »Dann bist du also nicht der Ägypter, der vor einiger Zeit in der Wüste viertausend bewaffnete Rebellen um sich sammelte und einen Aufstand anzettelte?« »Nein«, erwiderte Paulus, »ich bin ein Jude aus Tarsus und ein Bürger dieser bekannten Stadt in Zilizien. Bitte erlaube mir, zu den Leuten zu reden.« Der Kommandant willigte ein. Paulus blieb auf der obersten Treppenstufe stehen und gab dem Volk mit der Hand ein Zeichen, dass er etwas sagen wollte. Nachdem sie sich beruhigt hatten, sprach er auf Aramäisch zu ihnen:
 
Paulus verteidigt sich vor den nationalreligiösen Juden
 
(22) »Ihr Männer, liebe Brüder und Väter! Hört euch an, was ich zu meiner Verteidigung sagen möchte.« Als die Juden merkten, dass Paulus auf Aramäischzu ihnen redete, wurden sie noch stiller, und er konnte ungehindert weitersprechen: »Ich bin Jude, geboren in Tarsus, einer Stadt in Zilizien. Erzogen wurde ich hier in Jerusalem. Als Schüler von Gamaliel habe ich gelernt, streng nach dem Gesetz unserer Vorfahren zu leben. Ebenso wie ihr wollte ich nichts anderes, als Gottes Gebote zu erfüllen. Deshalb habe ich die neue Lehre der Christen auch bis auf den Tod bekämpft. Männer und Frauen ließ ich festnehmen und ins Gefängnis werfen. Das können der Hohepriester und der ganze Hohe Rat bezeugen. Von ihnen bekam ich Empfehlungsschreiben für die jüdische Gemeinde in Damaskus. Sie gaben mir die Vollmacht, die Christen in jener Stadt gefesselt hierher nach Jerusalem zu bringen und zu bestrafen. [So hysterisch wie Schaul-Paulus, als religiös Konservativer die christlichen Reformer verfolgte, so geschieht es ihm nach seiner Kehrtwendung selbst.]
 
Als ich auf meiner Reise Damaskus schon fast erreicht hatte, umgab mich zur Mittagszeit plötzlich vom Himmel her ein strahlend helles Licht. Ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme: ›Saul, Saul, warum verfolgst du mich?‹ ›Wer bist du, Herr?‹, fragte ich und hörte als Antwort: ›Ich bin Jesus aus Nazareth, den du verfolgst.‹ Meine Begleiter sahen genauso wie ich das Licht, aber sie verstanden nicht, was gesagt wurde. ›Was soll ich tun, Herr?‹, fragte ich nun, und der Herr antwortete mir: ›Steh auf! Geh nach Damaskus. Dort wird man dir sagen, welche Aufgabe Gott für dich bestimmt hat.‹  Von dem hellen Licht war ich so geblendet, dass ich nicht mehr sehen konnte und meine Begleiter mich nach Damaskus führen mussten. [„Damaskus“ war das Codewort für Khirbet Qumran, die Hauptstelle der Essener/Urchristen]
 
Dort lebte ein Mann, der Hananias hieß. Er war fromm und hielt sich gewissenhaft an das Gesetz, so dass er bei allen Juden in Damaskus hoch angesehen war. Dann erklärte er mir: ›Der Gott unserer Vorfahren hat dich erwählt, seinen Willen zu erkennen. Du durftest seinen Sohn sehen, der als Einziger vollkommen gerecht ist, und durftest hören, wie er selbst zu dir spricht. Denn du sollst allen Menschen gegenüber das bezeugen, was du gesehen und gehört hast. Zögere also nicht länger! Lass dich taufen und bekenne dich damit zu Jesus, dem Herrn! Dann wirst du von deinen Sünden reingewaschen werden.‹ [Das ist die religiöse völlig willkürliche Erfindung der Saulus-Paulus: Wer an Jesus glaubt, wird sündenfrei.]
 
Später kehrte ich nach Jerusalem zurück. Eines Tages betete ich im Tempel. Da erschien mir der Herr in einer Vision und sagte: ›Beeil dich und verlasse Jerusalem so schnell wie möglich, denn die Menschen in dieser Stadt werden dir nicht glauben, was du von mir sagst.‹  ›Herr‹, antwortete ich, ›aber gerade sie müssten doch wissen, dass ich alle, die an dich glaubten, ins Gefängnis werfen und in den Synagogen auspeitschen ließ. Als dein Zeuge Stephanus [älterer Bruder von Jeschua/Jesus] getötet wurde, stand ich dabei; ich hatte in die Steinigung eingewilligt und bewachte die Kleider seiner Mörder.‹ Doch der Herr befahl: ›Geh, denn ich will dich weit weg zu den nichtjüdischen Völkern senden.‹«
 
Paulus beruft sich auf sein römisches Bürgerrecht
 
Bis dahin hatten alle Paulus ruhig angehört. Doch nun begannen sie zu schreien: »Weg mit ihm! Er darf nicht länger leben!« Voller Empörung zerrissen sie ihre Kleider und wüteten, dass der Staub hoch aufwirbelte. Da ließ der Kommandant Paulus in die Festung bringen und befahl, ihn auszupeitschen und zu verhören. Auf diese Weise wollte er erfahren, weshalb die Menge so erregt den Tod von Paulus forderte. Man hatte den Apostel bereits zum Auspeitschen festgebunden, als Paulus den dabeistehenden Hauptmann fragte: »Seit wann ist es bei euch erlaubt, einen römischen Bürger auszupeitschen, noch dazu ohne Gerichtsurteil?« [Um seine Haut zu retten beruft er sich nun auf seinen römischen Pass. - Den Juden ist er Jude, den Römern mimt er den Römer.]
 
Der Hauptmann lief zum Kommandanten und benachrichtigte ihn: »Der Mann ist ein römischer Bürger! Was willst du jetzt tun?« Da ging der Kommandant selbst zu Paulus und fragte ihn: »Stimmt es, dass du ein römischer Bürger bist?« – »Ja, das stimmt«, erwiderte Paulus. Der Kommandant erklärte: »Ich habe für dieses Bürgerrecht ein Vermögen gezahlt.« »Ich aber wurde schon als römischer Bürger geboren«, erwiderte Paulus. Die Soldaten, die ihn verhören sollten, banden ihn sofort los, denn der Kommandant fürchtete, Schwierigkeiten zu bekommen, weil er befohlen hatte, einen römischen Bürger auszupeitschen.
 
Paulus vor dem Hohen Rat der Juden
 
Der Kommandant wollte endlich genau wissen, was die Juden Paulus eigentlich vorwarfen. Deswegen befahl er am nächsten Tag den obersten Priestern und dem Hohen Rat, sich zu einer Sitzung zu versammeln, und nachdem man Paulus aus dem Gefängnis geholt und ihm die Fesseln abgenommen hatte, wurde auch er dorthin gebracht.“
 
-o-o-o-o-
 
Aggressive religiös-jüdische Opposition gegen Abweichler vom jüd. [Grund-]„Gesetz“ 
 
Die Juden, die Paulus' Botschaft ablehnten, waren auf seinen Erfolg eifersüchtig, widersprachen ihm und lästerten gegen ihn (Apostelgeschichte 13, 45). Das brachte Paulus zur Überzeugung, dass er nunmehr nur die Heiden [Nichtjuden] lehren sollte. Er war darin wieder sehr erfolgreich und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Region - das führte jedoch auch zu weiteren Feindseligkeiten seitens der [christlich-] ungläubigen Juden. Sie wiegelten die Stadtführung auf sowie einige der wohlhabenden gottesfürchtigen Frauen, die die Synagoge unterstützten, und erreichten, dass die zwei Apostel aus dem Gebiet gejagt wurden.
 
Bei ihrem ersten Besuch gingen Paulus und Barnabas auch hier wieder in die Synagoge, und viele Juden und Nichtjuden wurden von ihrer Botschaft überzeugt. Das erboste die übrigen Juden und sie vergifteten die Stimmung der Nichtjuden gegen die neuen Gläubigen. Unbeeindruckt setzten Paulus und Barnabas ihre Tätigkeit noch einige Zeit fort. Erst als ein geplanter Anschlag gegen sie aufgedeckt wurde, flohen sie vor einer drohenden Steinigung um ihr Leben (Apostelgeschichte 14, 1-6).  
 
Als Paulus einen Gelähmten heilte, der in den Toren der Stadt Lystra saß, erregte das großes öffentliches Aufsehen. Die das Wunder gesehen hatten, waren überzeugt, dass „die Götter“ zu ihnen gekommen waren. Die Menschen hier waren ganz anders als alle, die Paulus und Barnabas bisher erlebt hatten. Sie waren Heiden [Begriff für Nichtjuden], die an die griechischen Götter glaubten. Unmittelbar außerhalb der Stadt befand sich ein Tempel, dem Zeus geweiht, dem Vater aller Götter. Die Menschen sahen offenbar in Barnabas Zeus und in Paulus Hermes, da dieser in der griechischen Mythologie den Zeus begleitete und sein Sprecher war. Die örtlichen Priester des Zeus reagierten sofort und kamen mit Kränzen und Stieren und wollten samt dem Volk Opfer darbringen. [Griechen reagierten offen für neue Gedanken, Juden reagierten toleranzlos, mit Hass und Morddrohungen in nationalreligiösen Fragen.]
 
Mit der Ankunft feindlich gesinnter Juden aus Antiochia und Ikonium, die gehört hatten, was sich in Lystra ereignet hatte, nahmen die Dinge eine bedrohliche Wende. Man wiegelte das Volk dermaßen auf, dass es Paulus steinigte und ihn für tot außerhalb der Stadt liegen ließ. Die Wenigen, die auf Paulus' Botschaft reagiert hatten - zweifellos auch der junge Timotheus und seine Familie -, sahen, wie Paulus durch ein Wunder wieder aufstand und in die Stadt zurückging. [Paulus hatte sich also zu seinem Selbstschutz totgestellt.]  
 
Obwohl Paulus auch ein Pharisäer [nationaljüdisch gelehrter Mann] gewesen war und Barnabas ein Levit, hatten weder sie von den Heiden eine Beschneidung [Vorhaut-Beseitigung am Penis, als leibliche Bezeugung zum Mosaischen Glauben.] verlangt, noch hatte die Kirche im syrischen Antiochia solches gefordert. Der Streit konnte nicht so einfach beigelegt werden; so wurden Paulus und Barnabas nach Jerusalem gesandt, um sich dort mit den Aposteln und Ältesten zu besprechen und eine Entscheidung zu suchen. Sie wurden dort positiv aufgenommen, als sie berichteten, wie sich die Kirche unter den Nichtjuden entwickelt hatte. Aber es kam wieder zum Streit [Die Jerusalemer Altgemeinde der Judenchristen trat für die Beschneidung ein; sie wollten von den nationaljüdischen Traditionen keinesfalls abweichen.]. „Da traten einige von der Partei der Pharisäer auf, die gläubig geworden waren, und sprachen: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz des Mose zu halten“ (Vers 5). Diese Männer bestanden darauf, dass Heiden beschnitten werden müssten, damit die pharisäische Auslegung des mosaischen Gesetzes bewahrt bliebe….“ [Christianismus begann ganz eindeutig als jüdische Sekte, die wesentlichen Neuerungen führte allein Paulus ein.]