23.11.2024

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STOLZ AUF UNSERE FRAUEN

Das Heiligste sind germanische Frauen,
die schönste Rasse die Gott erschuf,
mit ranken Gliedern wie weißer Flieder
und Blauaugen wie des Himmels Tuch.

Bezaubernd und klug sind diese Frauen,
gern hören die Männer auf ihren Rat,
der sie beflügelt, ermuntert und leitet,
zum guten Entschluss und redlichen Tat.

So standen Frauen Männern zur Seite,
so wurden die Ehen ein starkes Gespann,
aus dessen gesunden, lebendigen Zellen
jedwedes Gedeihen des Volkes begann.

Solche Frauen besitzen allein Germanen,
wo sich der Geist mit Schönheit gepaart,
heldische Frauen Gefährdungen trotzen,
in germanischer, deutscher Sinnes-Art.

Klugkeit ist nur im Norden erschienen,
in Masse und Klasse von feinster Gestalt,
innig vereint mit dem Freiheits-Impuls,
gegen der Welt Unterdrückungs-Gewalt.

Drum lasst uns den hohen Frauen danken,
den großen Heldinnen unserer Kultur,
mit einem hochheiligen, ewigen, starken
Liebes-, Verehrung- und Treue-Schwur:

Wir Deutschen vergessen keine der Teuren,
Gefährtinnen in Lust und Schmerz und Tod.
Sie warten als Walküren in der Walhalla,
nach der unsterblichen Gottheit Gebot.

Die großen deutschen Frauen:

Mit gerade einmal 25 Jahren ließ der röm. Heerführer Nero Claudius Drusus ab dem Jahre 13 v.0 das linke Rheinufer mit 50 Kastellen befestigen. Besonderen Wert legte er auf die Legionslager in Mainz und Xanten. In den Jahren 11/10 v.0 stießen römische Truppen unter Drusus, tief ins nordwestliche und mittlere Germanien vor. Zwar gewährte der Kaiser seinem Stiefsohn das ehrenvolle Abzeichen der „ornamenta triumphalia“. Aber nachhaltige Erfolge blieben aus. Eine groß angelegte Zangenoperation sollte im Jahr 9 v.0 die Entscheidung in Germanien bringen. Während eine Heeresgruppe an der Lippe entlang nach Osten zog, griff Drusus von Mainz aus an. Die Cherusker zogen sich zurück, so dass Drusus bis an die Elbe gelangte, ohne dass er einen entscheidenden Sieg gewinnen konnte. Dort (etwa bei Magdeburg) soll er mit dem Gedanken gespielt haben, über den Fluss zu setzen. Doch eine erschreckende Erscheinung hielt ihn davon ab. Der röm. Senator und Historiker Lucius Cassius Dio berichtete: „Es trat ihm nämlich eine Frau von übermenschlicher Höhe entgegen und sprach: „Wohin eilst du in aller Welt, unersättlicher Drusus? All dies zu sehen ist dir vom Schicksal nicht bestimmt. Zieh dich zurück; deiner Taten und Tage Ende ist nahe.“ Drusus erschrak und folgte dem Rat, ließ Siegeszeichen errichten und trat den Rückzug an. Die große germ. Seherin sollte Recht behalten. Auf dem Rückmarsch stürzte Drusus so unglücklich vom Pferd, dass auf eine Genesung nicht zu hoffen war. Ein konsternierter Kaiser Augustus schickte umgehend Drusus Bruder Tiberius nach Norden, der den Kranken noch lebend vorfand und nach dessen Tod das Heer übernahm. Dass es bei Drusus offenbar die Götter waren, die ihn von der Nutzlosigkeit seines Unternehmens überzeugten, kann durchaus als Kritik an den aufwendigen Feldzügen in einem abgelegenen, unwirtlichen Land interpretiert werden, das die Kosten seiner Unterjochung niemals einbringen würde.

Thusnelda (um 10 v. - 17 n.0) war eine Tochter des nichtswürdigen Cheruskerfürsten Segestes und die Gemahlin des glorreichen Cheruskerfürsten Armin(ius). Armin markierte als Sieger der Varusschlacht (9 n.0) einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen Germanen und dem Rom-Imperium. Thusnelda wurde von ihrem eigenen Vater an die Römer ausgeliefert, um den ungeliebten Schwiegersohn empfindlich zu treffen. Tusnelda gebar dem Armin, in Gefangenschaft, den Sohn Thumeli(cus) und starb später in Ravenna. Am 26.05.17 wurden Thusnelda und Thumeli(cus) im Triumphzug, der zu Ehren des röm. Feldherrn Germanicus in Rom stattfand, als Trophäen mitgeführt. Ihr Vater Segestes, der von Germanicus einen sicheren Wohnsitz auf dem linken Rheinufer erhalten hatte, wohnte diesem schmachvollen Schauspiel als Ehrengast bei. An solchen Volksverrätern mangelte es der germ. Geschichte leider nicht, erst die NS-Doktrin lehrte die Pflicht eines Volksgenossen seinen Blutsbanden gegenüber. 

Albruna (lat. Albrinia, Aurinia) war eine germanische Seherin, die Anfang des 1. Jahrhunderts im Amt war. Augenscheinlich hatte sie während der Feldzüge des Drusus und Tiberius in der Zeit von 9 v. bis 14 n.0 einiges Ansehen und erscheint deshalb in der „Germania“ des Tacitus. Die Funktion als Seherin ergibt sich aus der Etymologie des Namens und aus der quellenbedingten Vergesellschaftung mit der Seherin Veleda. Albruna bedeutet „die mit Geheimwissen der Alben versehene“. Tacitus, Germania 8, 2.: „Wir haben es unter dem seligen Vespasian erlebt, dass Veleda bei vielen lange göttlichen Platz einnahm; aber auch schon lange vorher wurden Albruna und einige andere verehrt, aber nicht durch Kriecherei als ob sie sie etwa erst zu Göttinnen machen.“

Weleda war eine germanische Seherin vom Stamm der Brukterer zur Zeit Kaiser Vespasians. Ehrenvoll ist ihre Beteiligung am Bataveraufstand des Batavers Iulius Civilis, in dem sie den Sieg für die aufständischen Germanen weissagte. Im Jahr 77 wurde sie von den Römern gefangen genommen.

Hildegard von Bingen (1098-1179) war eine deutsche Benediktinerin, Äbtissin, Dichterin, Komponistin und eine bedeutende natur- und heilkundige Universalgelehrte. Hildegard gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich unter anderem mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie. Sie war auch Beraterin vieler Persönlichkeiten. Von ihr ist ein umfangreicher Briefwechsel erhalten geblieben, der auch deutliche Ermahnungen gegenüber hochgestellten Zeitgenossen enthält, sowie Berichte über weite Seelsorgereisen und ihre öffentliche Predigertätigkeit. Ehrenwert sind ihre Sammlungen des völkischen Heilwissens, die unter dem christenkirchlichen Unterdrückungsterrors damaliger Zeiten nur im Rahmen klösterlicher Bedingungen aufgegriffen werden konnten. Daneben hat Hildegard viel von dem kirchenüblichen Unsinn in Text und Bild verzapft.

Telse Kampen, ein Mädchen aus Hochwörden, einem Dorf aus der Nordermarsch, kämpfte siegreich in der Schlacht von Hemmingstedt, am 17. Februar 1500, an der Spitze der Bauern, neben Wulf Isenbrand, am „Tausendteufelswal“ gegen die Ritter des Dänen-Königs, welche die Freie Bauern-Republik der Dithmarscher unterjochen wollten.

Maria Sibylla Merian (1647-1717) war eine Naturforscherin und Künstlerin. Sie gehört zur jüngeren Frankfurter Linie der Familie Merian. In Frankfurt am Main, wo sie aufwuchs, erhielt sie auch von ihrem Stiefvater Jacob Marrel, einem Schüler des Stilllebenmalers Georg Flegel, ihre künstlerische Ausbildung. Ab 1670 lebte Merian in Nürnberg, Frankfurt am Main und schließlich bei der frühpietistischen Gemeinschaft der Labadisten in Westfriesland. Schon früh begann sie, Insekten zu beobachten und zu züchten. Sie machte zu den verschiedenen Entwicklungsstadien der Schmetterlinge und Falter detaillierte Aufzeichnungen und entwickelte einen neuen Bildtyp, das „Metamorphosenbild“, das diese auf ästhetische Weise illustrierte. Wegen ihrer genauen Beobachtungen und Darstellungen gilt sie als wichtige Wegbereiterin der modernen Insektenkunde. Noch in Nürnberg lebend, publizierte Merian 1679 nach der Veröffentlichung eines noch konventionellen Blumenbuchs in drei Teilen ab 1675 die ersten beiden Bände ihres Lebenswerks, „Der Raupen wunderbare Verwandelung und sonderbare Blumennahrung“. Nach ihrer Zeit bei den Labadisten zog sie 1691 mit ihren beiden Töchtern Johanna Helena Herolt und Dorothea Maria Graff nach Amsterdam und betrieb zusammen mit diesen eine Malwerkstatt.

Dorothea Maria Graff (1678-1743) war eine Blumen- und Insektenmalerin, Kupferstecherin, Akademielehrerin und Kuratorin. Sie war die jüngere Tochter von Maria Sibylla Merian und gehörte damit zur jüngeren Frankfurter Linie der Familie Merian. Gemeinsam mit ihrer Mutter verbrachte sie zwei Jahre in Surinam (ehem. niederländ. Kolonie in Südamerka), wo sie beide Insekten und Reptilien in ihrem tropischen Lebensraum studierten.

Katharina die Große - Zarin von Russland (1729-1796) - Geboren wurde sie als Prinzessin Sophie Auguste Friederike im preußischen Stettin als erste Tochter des Fürsten Christian August von Anhalt-Zerbst-Dornburg und dessen Gattin Johanna Elisabeth, geborene Prinzessin von Hostein-Gottorp. 1744 reiste sie mit ihrer Mutter auf Einladung der russischen Zarin Elisabeth Petrowna an den Zarenhof. Katharina war als Braut für den Thronfolger Russlands, für den Großfürsten Peter Fjodorowitsch, favorisiert worden. In Russland erlernte sie die russische Sprache und konvertierte zum russisch-orthodoxen Glauben. Danach wurde die offizielle Verlobung mit dem Großfürsten bekannt gegeben und aus der Prinzessin von Anhalt-Zerbst-Dornburg wurde Ihre Kaiserliche Hoheit die Großfürstin Katharina Alexejewna von Russland. 1754 gebar sie einen Sohn, den Großfürsten Paul Petrowitsch. Nach dem Tod der Zarin bestieg Großfürst Peter Fjodorowitsch als Zar Peter III. den russischen Thron. Er regierte nur sechs Monate, da seine Amtshandlungen, z. B. Friedensverträge mit Preußen und Säkularisierung der Güter der russischen Kirche sowie Bevorzugung deutscher Militärs in der russischen Armee, nicht von allen führenden Staatsmännern Russlands gebilligt wurden, stürzte Katharina, mit Hilfe der Gebrüder Orlow und anderer russischer Staatsmänner, ihren Gatten und ließ sich als Zarin Katharina II. von Russland krönen. Katharina II. versuchte zum Nutzen Russlands Reformen auf verschiedenen Gebieten durchzuführen. Sie förderte die Weiterentwicklung von Kunst, Kultur und Wissenschaft, organisierte die Besiedlung und Urbarmachung des russischen Südens, indem sie Einwanderer aus Deutschland und anderen europäischen Ländern anwerben ließ. Außenpolitisch war ihr Handeln darauf gerichtet, dass die anderen Staaten Europas in Russland eine Großmacht sehen sollten, die man im internationalen Maßstab unterschätzen sollte. Schon 1766 schrieb Katharina II. in ihrer politischen Schrift Instruction für die zu Verfertigung des Entwurfs zu einem neuen Gesetzbuche verordnete Commission: „Russland ist eine europäische Macht“. Zarin Katharina II. regierte das riesige Russische Reich 34 Jahre lang, setzte die Politik Peter des Großen fort bzw. erneuerte diese selbstständig auf weiterentwickeltem Niveau. Man kann sagen, dass die deutschstämmige Katharina II. die Europäisierung und politische Größe Russlands vervollkommnet hat.

Caroline Lucretia Herschel (1750-1848) war eine deutsche Astronomin. Außerdem war sie Violinistin und Sängerin. Zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützte sie ihren Bruder Wilhelm Herschel bei seinen Forschungen, glänzte aber bald durch eigenständige Leistungen. Ihre wichtigsten Beiträge zur Astronomie waren die Entdeckungen mehrerer Kometen, die Berechnung genauer astronomischer Reduktionen und der Zonenkatalog hunderter Sternhaufen und Nebel.

Luise Herzogin zu Mecklenburg [-Strelitz], bekannt als Königin Luise, vollständiger Name: Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg (1776-1810), war die Gemahlin König Friedrich Wilhelms III. von Preußen. Die unerschütterlich deutsch-preußisch gesinnte Frau trat dem Diktator Napoleon-Bonaparte entgegen, in Verhandlungen um bessere Friedenbedingungen.

Charlotte Albertine Ernestine Freifrau von Stein, geborene von Schardt (auch erwähnt als Charlotta Ernestina Bernardina (1742-1827) war eine Hofdame der Herzogin Anna Amalia und enge Vertraute von Herzogin Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach (geb. von Hessen-Darmstadt), zudem enge Freundin von Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried von Herders Familie und Friedrich von Schiller, deren Werk und Leben stark durch sie beeinflusst wurde.

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), als Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff war eine deutsche Schriftstellerin und Komponistin. Sie gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern des 19. Jahrhunderts.

Marie Christiane Eleonore Prochaska (1785-1813) war eine preußische Freiheitskämpferin, die zur Tarnung unter dem Namen August Renz als Soldat des Lützowschen Freikorps in den Befreiungskriegen kämpfte. Eleonores Vater war Unteroffizier in einem preußischen Bataillon der Garde. Als er 1793 in den Krieg gegen Frankreich ziehen musste, war die Mutter nicht in der Lage, sich um die Kinder zu kümmern. Eleonore und ihre drei Geschwister wurden in das Große Militärwaisenhaus in Potsdam eingewiesen. Dort blieb sie bis 1797 und kehrte dann zu ihrem Vater zurück, der den Dienst verlassen hatte und von seiner Rente und vom Musikunterricht lebte. Um 1809 verließ sie den väterlichen Haushalt und um 1810 diente sie als Köchin in einem Potsdamer Bürgerhaus. Ende Juni 1813 trug sie sich unter dem Namen August Renz in die Stammrolle des Jägerdetachements des 1. Bataillons des Lützowschen Freikorps ein. Das Freikorps verstärkte im Juli 1813 das Armeekorps von General Wallmoden. Die Schlacht an der Göhrde am 16.09.1813 wurde die erste ernste Kampfprobe für die Kompanie und für Prochaska. In der Schlacht wurde sie durch eine Kartätsche schwer verwundet, als sie versuchte, einen verwundeten Kameraden aus der Kampflinie zu tragen. Ein herbeigeeilter Vorgesetzter, der ihre Wunden versorgte, entdeckte ihr wahres Geschlecht und ließ sie in ein Bürgerhaus nach Dannenberg bringen, wo sie drei Wochen später ihren Verwundungen erlag. Eine Meldung der „Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen“ vom 07.10.1813 berichtete: „Heute morgen um 9 Uhr wurde die Leiche der in der Schlacht bei Göhrde verwundeten Eleonore Prochaska zur Erde bestattet, welche als Jäger im Lützowschen Korps unerkannt ihren Arm aus reinem Patriotismus der heiligen Sache des Vaterlandes geweiht hatte. Gleich einer Jeanne d’Arc hatte sie mutvoll gekämpft den Kampf für König und Vaterland […] Trauernd folgten ihr das hannoversche und russisch-deutsche Jägerkorps, Se. Excellenz der Herr Minister und Grandmaitre de la Garderobe außerordentlicher Gesandter Graf von Grote, Ihr Kommandeur und Oberst Herr Graf von Kielmannsegg, mit sämtlichen Offizieren an der Spitze, und zollten ihrem Mut den letzten Beweis öffentlicher Würdigung ausgezeichneter Tapferkeit und weiblichen Heroismus.“ Auch musikalisch wurde ihr ein Denkmal gesetzt: Ludwig van Beethoven komponierte zum Gedenken an die Heldin zu dem (verschollenen) Schauspiel Leonore Prohaska, geschrieben vom Königlich preußischen Geheimsekretär Friedrich Duncker, eine Schauspielmusik (Werk ohne Opus 96), bestehend aus einem Krieger-Chor („Wir bauen und sterben“), einer Romanze („Es blüht eine Blume im Garten mein“), einem Melodram („Du, dem sie gewunden“) und einem Trauermarsch.

Anna Lühring (1796-1866) war als preußische Soldatin zeitweise eine deutsche Berühmtheit. Die Tochter eines Bremer Zimmermeisters begeisterte sich nach dem Einmarsch Tettenborns (Friedrich Karl v. Tettenborn war Offizier, badischer Minister und Diplomat. Im Dienste der russischen Armee Er befreite Hamburg von der französischen Fremdherrschaft und unterwarf die Stadt einer militärischen Schutzbesetzung. Die dauerhafte Befreiung von den Franzosen erfolgte ein Jahr später.) in Bremen und dem Tod der Eleonore Prochaska für die Befreiungskriege. In Männerkleidung ihres Bruders verließ die 17-jährige am 13.02.1814 Bremen. Sie trat unter dem Namen Eduard Kruse vor Jülich dem Lützowschen Freikorps bei. Mit diesem nahm sie an der Belagerung der Stadt Jülich und einigen kleineren Gefechten teil. Nach Bekanntwerden ihrer wahren Identität blieb sie dennoch bei der Truppe, bis diese nach Berlin zurückkehrte. Dort wurde sie für ihre Verdienste geehrt und war gern gesehener Gast in der Berliner Gesellschaft sowie bei Hofe. Am 04.02.1815 wurde sie triumphal in Bremen empfangen, kehrte in ihr Elternhaus zurück, zog allerdings bald nach Hamburg, wo sie einer Erwerbstätigkeit nachging. Erst 1860 erhielt sie, veranlasst durch den ehemaligen Lützower Jäger und Mitbegründer des Demokratischen Vereins in Bremen Johannes Rösing, von ihrer Heimatstadt Bremen eine kleine Pension von 150 Thaler Gold jährlich (dies entspricht heute ungefähr 4.400 EUR) für ihre Verdienste. Ehrungen: General Tauentzien heftete ihr 1814 seine eigene Kriegsdenkmünze für 1813/14 an. Die ihr von Prinzessin Marie Anne, Gattin des Prinzen Wilhelm von Preußen (1783–1851), geschenkte Porzellantasse ist im Focke-Museum ausgestellt.

Johanna Katharina Elisabeth Stegen (1793-1842), wurde als „Heldenmädchen von Lüneburg“ bekannt. Johanna wurde als Tochter des aus Barnstedt stammenden Sülzvogtes (Salzsieders) Peter Daniel Stegen und dessen Ehefrau Sophia Rahel geb. Behrens im Lüneburger Sülzviertel geboren. Während der Befreiungskriege kam es am 02.04.1813 zu einem Gefecht bei Lüneburg zwischen napoleonischen Truppen und den Füsilieren und freiwilligen Jägern des 1. Pommerschen Infanterie-Regiments. Die Aussicht auf die bevorstehende Befreiung Lüneburgs durch preußische und russische Truppen veranlasste auch die Bewohner der Stadt, sich gegen die französische Besatzung zu erheben. Daraufhin musste sich der französische General Joseph Morand unter starkem Beschuss aus der Stadt auf einen nahegelegenen Hügel zurückziehen, wo ein noch intaktes Bataillon in Reserve stand. Der weitere Rückzug in Richtung Reppenstedt wurde ihm jedoch durch russische Artillerie versperrt. Daher entschloss sich Morand, in die Stadt zurückzukehren und sich dort mit einem im Kampf gegen die Preußen und Russen abgeschnittenen sächsischen Bataillon zu vereinigen, da er glaubte, mit der russischen Kavallerie in bebautem Gelände besser fertigwerden zu können als im freien Feld. Als im Laufe des Gefechtes dem preußischen Regiment die Munition auszugehen drohte, versorgte Johanna Stegen die Soldaten mit Kugeln und Schießpulver (Papierpatrone), die sie aus einem von den Franzosen zurückgelassenen umgekippten Munitionswagen aufgesammelt hatte und in ihrer Schürze herbeitrug. Durch diese Tat, die maßgeblich zum Sieg der preußischen Truppen beigetragen hatte, wurde sie als Heldenmädchen von Lüneburg bekannt. Auf Johanna Stegen wurde von den Franzosen eine Kopfprämie ausgesetzt, die allerdings nicht zu ihrer Ergreifung führte.

Katharina Lanz (1771-1854) war eine Magd und Tiroler Freiheitskämpferin. Sie gilt als eine Jeanne d’Arc Tirols. Im Unterschied zu Eleonore Prochaska und anderen Heldenfrauen kämpfte sie als Bauernmagd und nicht als Mann verkleidet. Sie kämpfte (wie auch Michael Pfurtscheller und Anton Reinisch) in der Schlacht von Spinges bei Mühlbach (Südtirol) am 02.04.1797 an der Seite eines Inntaler Schützenaufgebots gegen eine Division der napoleonischen Armee. Der Anführer des Landsturms berichtete: „Man sah hier unter anderen eine Bauernmagd aus Spinges, die mit zusammengegürtetem Unterkleide und fliegenden Haaren auf der Friedhofsmauer stehend die anstürmenden Feinde mit ihrer kräftig geführten Heugabel hinunterstieß.“ Etwa ab 1807 wurde diese zur Symbolfigur des Freiheitskampfes der Tiroler in den Franzosenkriegen (Koalitionskriege). In der Pfarrkirche zu Spinges erinnert ein Glasfenster an selbige. Dargestellt ist sie in der Kapellentür, mit der Heugabel gegen französische Soldaten kämpfend und sie so von der Kapelle wegdrängend. Die Bildunterschrift lautet: „Keines frechen Fremdlings Fußtritt Soll das Heiligtum beflecken, Will Altar und Tabernakel Noch mit meiner Liebe decken!“

Auguste Krüger (eigentlich Sophie Dorothea Friederike K. 1789-1848), aus Friedland (Mecklenburg) zog in Männerkleidung mit der Preußischen Armee 1813 bis 1815 in den Krieg. Die Schlachten jener Jahre beendeten die napoleonische Besatzung Europas und damit auch die „Franzosenzeit“ in Mecklenburg. Sie trat bei Ausbruch des Befreiungskrieges vom Jahre 1813 unter dem Namen Lübeck beim Colbergschen Grenadier-Regimente, jetzt Colbergsches Grenadier-Regiment Graf Gneisenau (2. Pommersches) Nr. 9, in das preußische Heer und diente in diesem, nachdem ihr Geschlecht bald entdeckt war, mit des Königs Genehmigung unter obigem Namen bis zum Abschluss des zweiten Pariser Friedens, an allen Kämpfen teilnehmend, zu denen das Regiment berufen war. Bei Groß-Beeren erhielt sie die Feuertaufe, bei Dennewitz wurde sie schwer verwundet. Durch Verleihung des „Eisernen Kreuzes“ und des russischen „St. Georg-Ordens 5. Klasse“ ausgezeichnet, kam sie im November in Holland zum Regimente zurück, wurde zum Unteroffizier ernannt und trat bei dem Unternehmen gegen Herzogenbusch von neuem hervor. 1816 wurde ihr Abschiedsgesuch bewilligt und sie zog sich in das Zivilleben zurück. Damals veranstaltete General v. Borstell, unter dem sie gekämpft hatte, zu ihrem Besten eine Sammlung, die reichen Ertrag lieferte. Sie starb 1848 zu Templin bei Zehdenick in der Mark.

Louise Otto, Geburtsname von Louise Otto-Peters (1819-1895), deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Publizistin. Durch die Jahrhunderte andauernde orientalisch-romkirchliche Diskriminierung der Frau, u.a. mit dem „Erbsünden"-Unsinn, wurde es auch in Germanien nötig, die Frauenrechte neu zu reklamieren. Luise Ottto gilt als Pionierin der deutschen Frauenbewegung und engagierte sich in der Revolution von 1848/49. Sie wuchs sie in einem bürgerlichen, Kunst und Literatur liebenden Elternhaus auf; der Vater war Jurist. Schon als junges Mädchen begann sie zu schreiben. Nach dem zeitigen Tod der Eltern (1835) und ihres Verlobten Gustav Müller, eines Dresdner Juristen und Literaten, beschloss sie, als politische Dichterin und Schriftstellerin zu wirken. Müller hatte sie mit der Literatur und den Ideen der vormärzlichen Opposition in Berührung gebracht. Ihr besonderes Interesse galt von Anfang an der sozialen Frage und insbesondere dem Kampf für Frauenrechte. In Ehe, Familie, Wirtschaft, Gesellschaft und Staat waren Frauen damals benachteiligt, eingeschränkt und teilweise völlig rechtlos. Gleich in ihrer ersten Artikelfolge von 1843/44 trat sie in einer von Robert Blum initiierten Debatte in den „Sächsischen Vaterlandsblättern“ für eine verbesserte Mädchenbildung und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an den Angelegenheiten des Staates ein. Sie erlangte als Journalistin und Autorin sozialkritischer Prosa und Lyrik in der vormärzlichen Oppositionsbewegung Beachtung; ihr Roman „Schloß und Fabrik“ durfte 1846 nur zensiert erscheinen. In der Revolution von 1848/49 unterstützte Louise Otto die deutsche Nationalbewegung und engagierte sich zugleich als soziale Demokratin und Feministin. Mit ihrer „Adresse eines Mädchens“ an den sächsischen Innenminister und die sogenannte Arbeiterkommission, in der sie existenzsichernde Erwerbsmöglichkeiten für Arbeiterinnen verlangte, wurde sie nun deutschlandweit bekannt. Doch auch als Herausgeberin der „Frauen-Zeitung“, die zwischen 1849 und 1852/53 unter dem Motto „Dem Reich der Freiheit werb‘ ich Bürgerinnen“ erschien, machte sie sich einen Namen.

Bertha Sophia Felicita Freifrau von Suttner, geborene Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau (1843-1914), war eine deutsch-österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin. Sie wurde 1905 als erste Frau mit dem seit 1901 vergebenen Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Als Kind und Jugendliche lernte sie mehrere Sprachen, beschäftigte sich mit Musik und reiste viel. 1877 mit Beginn des Russisch-Türkischen Krieges begann ihr Mann Arthur Gundaccar von Suttner Berichte über den Krieg sowie über Land und Leute in deutschen Wochenblättern zu veröffentlichen. Bertha von Suttner begann ebenfalls 1877 mit ihrer journalistischen Tätigkeit und hatte großen Erfolg, wie auch ihr Mann. Sie schrieb für österreichische Zeitungen Kurzgeschichten und Essays, ihr Mann Kriegsberichte und Reisegeschichten. Im Jahre 1885 kehrten sie gemeinsam nach Wien zurück. 1898 wandte sich Bertha von Suttner mit ihrer Schrift „Schach der Qual“ entschieden gegen Tierversuche (damals: Vivisektion). Im Herbst des Jahres 1889, mit 46 Jahren, veröffentlichte sie den pazifistischen Roman „Die Waffen nieder!“. Anlässlich des ersten Bombenabwurfs aus einem Flugzeug im Jahr 1911 durch italienische Piloten warnte sie vor den Folgen einer offensichtlichen Industrialisierung in der Kriegsführung.

Viktoria Savs (1899-1979) war eine deutsch-österreichische Frontsoldatin des WK I.. Sie diente an der Dolomitenfront. Für ihren Einsatz und ihre Tapferkeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie erlangte als das „Heldenmädchen von den Drei Zinnen“ einen höheren Bekanntheitsgrad. 1914 wurde der Vater zu den Kaiserjägern einberufen und in das russisch besetzte Galizien geschickt. Nach einer schweren Verletzung kam er nach Hause, und nach seiner Genesung schloss er sich als Freiwilliger dem Landsturm an. Die gerade 16-jährige Viktoria Savs, die sich nicht mehr von ihrem Vater trennen wollte, täuschte die Musterungskommission in Meran über ihr Geschlecht und konnte so ins Standschützenbataillon „Meran I“ eintreten. In diesem Bataillon, das seit 21.05.1915 auf der Hochfläche von Lavarone (südöstlich von Trient) im Einsatz stand, diente sie unerkannt als Trainsoldat (Schanzarbeiter) „Victor Savs“. Erst am 08.12.1916 erreichte sie bei Armeekommandant Erzherzog Eugen die Genehmigung, als freiwilliger Landsturmarbeiter mit der Waffe in der Hand zu dienen, und rückte zum Landsturminfanteriebataillon „Innsbruck II“ ein, in dem auch ihr Vater als Zugsführer diente. Sie erhielt auch die Genehmigung zum Fronteinsatz. Dort zeigte sie Talent beim Führen von Lasttieren und als Meldegänger auf Skiern. Ab dem 01.12.1916 nahm sie an Kampfhandlungen im Frontabschnitt Drei-Zinnen-Plateau (Tre Cime) teil. Bei einem Angriff auf italienische Stellungen in den Sextener Dolomiten am 11.04.1917 führte sie allein und unter gegnerischem Artilleriefeuer eine Gruppe von 20 gefangenen Italienern hinter die österreichischen Linien. Für Tapferkeit und vorbildliche Führung wurde sie unter anderem mit der Tapferkeitsmedaille in Bronze, dem Karl-Truppenkreuz sowie die Große Silbernen Tapferkeitsmedaille belohnt. Ihr Fronteinsatz endete mit einer Verwundung, die sie am 27.05.1917 erlitt: Durch einen Granateinschlag löste sich ein Felsblock, der ihr den rechten Fuß zerschlug, so dass er nur noch von einigen Sehnen am Bein gehalten wurde. Ihr Bein musste unterhalb des Knies amputiert werden. Noch vor dem Lazarettaufenthalt war im Jänner 1917 durch ihren Vater bekannt gemacht geworden, dass es sich bei dem Soldaten „Viktor Savs“ um eine Frau handelte. Nicht mehr fronttauglich, begann sie für das Österreichische Rote Kreuz zu arbeiten und wurde dort später mit dem silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Nach dem Krieg kam sie über Hall in Tirol und verschiedene Orte in Deutschland nach Salzburg, wo sie sich 1938 niederließ. Am 26.10.1938 beantragte sie die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 01.05. aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.346.727). Sie nahm bis in die 1950er Jahre gelegentlich an Veteranentreffen teil. Viktoria starb im Alter von 80 Jahren in Salzburg.

Katharina Paulus (1868-1935) erfand das Fallschirmpaket. Die erste deutsche Berufsluftschifferin, Katharina Paulus, machte im Jahr 1913 eine bahnbrechende Erfindung: das „Fallschirmpaket“. Sie faltete den Fallschirm zusammen und verstaute ihn samt Fangleinen in einem Verpackungssack. Fertig war der Fallschirm, wie wir ihn heute kennen: Nach dem Absprung wird der Verpackungssack aufgerissen und der Schirm freigegeben. Der von Katharina erfundene „Paulus-Schirm“ rettete in WK I. vielen Artillerie-Beobachtern das Leben, wofür ihr das „Verdienstkreuz für Kriegshilfe“ verliehen wurde. Noch heute ist jedem Fallschirmspringer der so genannte „Paulushaken“ am Fallschirm ein Begriff.

Therese Elisabeth Alexandra Nietzsche (1846-1935), bekannt als Elisabeth Förster-Nietzsche, war die Schwester des Philosophen Friedrich Nietzsche. Als alleinige Nachlassverwalterin ihres Bruders und Gründerin und Leiterin des Weimarer „Nietzsche-Archivs“ nahm sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erheblichen Einfluss auf die Nietzsche-Rezeption in Deutschland. Nach WK II. wurden ihr Fälschungen an Nietzsches Schriften unterstellt. Sie wird für einige Deutungen der Philosophie ihres Bruders, besonders für die Nietzsche-Rezeption der NS-Ära kritisiert. Das von ihr verbreitete Nietzsche-Bild kam jedoch dem damaligen Zeitgeist entgegen und wurde von zahlreichen Gelehrten und Literaten weitgehend geteilt.

Cosima Francesca Gaetana Wagner, geborene de Flavigny (1837-1930) war eine Festivalleiterin. Sie war zunächst die Ehefrau des Hans von Bülow und wurde die Muse des Genies Richard Wagner. Nur ein halbes Jahr nach dem Tod Wagners übernahm sie als Platzhalterin für den Sohn die Leitung der Bayreuther Festspiele. Diese übergab sie 1908 an Siegfried W., der sie bis zu seinem frühen Tod 1930 behielt. Sie leitete von 1883 bis 1908 die grandiosen Festspiele.

Agnes Miegel (1879-1964) war eine glühende deutsch-nationale, ostpreußische Dichterin und Journalistin. Miegel, bislang eher unpolitisch gewesen, passte als besonders heimatverbundene Dichterin hervorragend in die Blut-und-Boden-Ideologie der NS-Bewegung. Seit Jahren hatten die im Wartburgkreis zusammengeschlossenen Autoren durchzusetzen versucht, dass als deutsche Literatur nur zu gelten habe, was „sich gegen internationalistische, modernistische und pazifistische Tendenzen“ richte. Für diese Autoren war die Weimarer Republik dafür das negative Sinnbild. Miegel hingegen wurde durch NS-Aktivisten zur Ikone erhoben. Die Autorin schloss sich bereits früh dem Aufbruch an, schrieb passende Gedichte und wurde angesichts der außenpolitischen Erfolge Hitlers, welche Ostpreußen anscheinend absicherten, zur begeisterten Anhängerin des NS-Führers.

Haila, genannt Hella Gräfin von Westarp (1886-1919) war eine deutsche Adlige. Sie war Sekretärin der völkisch-antijüdischen „Thule-Gesellschaft“ und wurde beim sogenannten „Geiselmord im Luitpold-Gymnasium“, mit neun weiteren Opfern, von kommunistischen Mördern sinnlos erschossen. Die Thule-Gesellschaft war ein volksbewusster politischer Bund, der gegen Ende des WK I. im August 1918 in München von Rudolf von Sebottendorf gegründet wurde und in seiner stärksten Phase im Winter 1918/19 rund 1500 Mitglieder hatte. Sie bekämpfte die Novemberrevolution von 1918, den von Kurt Eisner (USPD) ausgerufenen Freien Volksstaat Bayern sowie die nachfolgende Münchner Räterepublik, die sie als Ausfluss einer „jüdischen Weltverschwörung“ ansah. Nach 1919 verlor sie an Bedeutung und löste sich 1925 auf.

Mathilde Friederike Karoline Ludendorff (1877-1966), geborene Mathilde Spieß, verwitwete von Kemnitz, war eine deutsche Lehrerin, Psychologin, Psychotherapeutin, Ärztin, Historikerin, Philosophin und überaus fruchtbare Schriftstellerin. An der Seite ihres dritten Ehemannes Erich Ludendorff wurde sie eine fundierte Vertreterin der völkischen Bewegung (die germ. Runen blieben ihr fremd). Sie begründete die völkische Bewegung der „Deutschen Gotterkenntnis“ und veröffentlichte mit ihm gemeinsam aufklärerische Schriften über das von ihr als „überstaatliche Mächte“ bezeichnete Okkultisten, des Judentums, der Jesuiten und Freimaurer. Grandiose Schiften wie: Triumph des Unsterblichkeitwillens, (1921), Das Geheimnis der Jesuitenmacht und ihr Ende, (1929), Induziertes Irresein durch Occultlehren (1933), Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende, (1939), In den Gefilden der Gottoffenbarung, (1959).

Sophie Rogge-Börner, auch: Pia Sophie Rogge-Börner, Pseudonym: Christa Hoch (1878-1955) war die Tochter eines preußischen Offiziers und Schriftstellerin. Sie wuchs in diversen Garnisonsstädten auf. 1896 legte sie das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab. 1910 heiratete sie den Oberstabsarzt der Marine Max Rogge, mit dem sie einen Sohn hatte. 1912 veröffentlichte sie einen Band mit Erzählungen. Nach dem Ersten Weltkrieg begann sich Sophie Rogge-Börner politisch zu engagieren und wurde von 1919-1923 Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei. Sie steigerte sich zunehmend und trat der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung (NSFB) und dem „Deutschen Frauenorden“ (DFO), einer Vorläuferorganisation der NS-Frauenschaft bei, in dem sie die Führungsposition zu erlangen suchte. Im DFO konnte sie sich mit ihren Vorstellungen einer „nationalen Frauenbewegung“ nicht gegen dessen Gründerin Elsbeth Zander durchsetzen. Ab Mitte der Zwanzigerjahre veröffentlichte sie zahlreiche Flugschriften und Zeitschriftenbeiträge, in denen sie ihr Ziel, die gesellschaftliche Emanzipation der „arischen“ Frau, propagierte. 1929/30 war sie kurzzeitig Mitglied der Deutschvölkischen Freiheitsbewegung. Von 1933 bis 1937 war sie Herausgeberin der in Berlin erscheinenden Zeitschrift „Die deutsche Kämpferin“. In den folgenden Jahren bis zum Ende des WK ii. verlegte Rogge-Börner den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Veröffentlichung literarischer Werke, die stark von der nordischen Mythologie geprägt waren. In der DDR wurden Rogge-Börners Schriften „An geweihtem Brunnen“ (1928), „Die Lebenden rufe ich! 10 Jahre Kriegsschuldlüge“ (1929), „Nordischer Gedanke und Verantwortung“ (1930), „Zurück zum Mutterrecht?“ (1932), „Der Kornett“ (1936) „Die innere Gestalt der nordischen Frau“ (1937), „Auf Ahnengrund“ (1943), „Die Brücke“ (1944) auf die „Liste der auszusondernden Literatur“ gesetzt.

Elsbeth Zander (1888-1963) war eine nationale Sozialistin, Gründerin des „Deutschen Frauenordens“ und Leiterin der NS-Frauenschaft. Zander lebte nach WK I. in Berlin und arbeitete dort in verschiedenen völkischen Frauenorganisationen mit. Außerdem war sie Mitglied des „Deutsch völkischen Schutz- und Trutzbundes“ und des „Bismarck-Bundes“. Zander gründete im September 1923 den „Deutschen Frauenorden“ (DFO), der 1928 als Gliederung der NSDAP anerkannt wurde. Sie selbst trat der Partei am 01.04.1926 bei (Mitgliedsnummer 33.511). Im Jahr 1931 wurde der DFO aufgelöst und die NS-Frauenschaft (NSF) gegründet, deren Leitung Zander übernahm. Nach ihrem Ausscheiden aus der NSF arbeitete sie bis zu ihrer Pensionierung 1941 in der Gauleitung Kurmark der NSDAP. Nach WK II. lebte Zander zunächst in Erkner bei Berlin und siedelte im Juli 1960 in die Bundesrepublik Deutschland über, wo sie drei Jahre später in Nürnberg starb.

Amelie Hedwig Boutard-Beese (1886-1925), besser bekannt unter ihrem Rufnamen Melli Beese, war eine deutsche Pilotin. Sie ging in die Geschichte ein als die erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb eines Privatpilotenscheins ablegte.

Elly Maria Frida Rosemeyer-Beinhorn, geboren und bekannt als Elly Beinhorn, manchmal auch Elli Beinhorn (1907-2007) war eine populäre deutsche Fliegerin. Ihre autobiografischen Bücher erreichten ein breites Publikum. Im Alter von 21 Jahren begann sie mit einer Fliegerausbildung in Berlin und erwarb 1929 einen Pilotenschein. Anschließend war sie als Kunstfliegerin tätig, bis sie 1931 durch einen Alleinflug nach Afrika von sich reden machte. Im Jahr darauf erlangte sie durch eine Weltumrundung deutschlandweite Bekanntheit und wurde mit dem Hindenburg-Pokal ausgezeichnet. Weitere Langstreckenflüge folgten, und Mitte der 1930er Jahre stellte Beinhorn mehrere Rekorde auf, wie das Überfliegen von drei Kontinenten an einem Tag. 1936 heiratete sie den ebenfalls sehr bekannten Rennfahrer Bernd Rosemeyer. Nach dem Zweiten Weltkrieg erneuerte sie 1951 ihren Pilotenschein. 1991 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Sie starb im Alter von 100 Jahren bei München.

Helene Bertha Amalie „Leni“ Riefenstahl (1902-2003), die Berlinerin, war eine deutsche Filmregisseurin, -produzentin und -schauspielerin sowie Drehbuchautorin, Schnittmeisterin, Fotografin und Tänzerin. Sie gilt als eine der bedetendsten Persönlichkeiten der Filmgeschichte. Sie wird von vielen Filmschaffenden und -kritikern als „innovative Filmemacherin und kreative Ästhetin“ angesehen und von Vaterlandsfreunden als hervorragende Propagandistin des deutschen Gedankens und des Dritten Reiches. Nachdem Leni ihre ursprünglich eingeschlagene Tanzkarriere aufgrund einer Knieverletzung hatte beenden müssen, etablierte sie sich während der 1920er Jahre als Schauspielerin im Bergfilmgenre. Ihr Filmdebüt gab Riefenstahl in einer Gymnastikszene in dem Dokumentarfilm „Wege zu Kraft und Schönheit“ aus dem Jahr 1925; dieser Thematik blieb sie bis zum Lebensende treu. Unter dem Titel „Olympia“ veröffentlichte sie 1938 eine zweiteilige Dokumentation über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Der Film wurde vielfach als ästhetisches Meisterwerk gelobt. Riefenstahl bekam für ihre Arbeit unter anderem den Deutschen Nationalen Filmpreis 1937/38, die Coppa Mussolini, eine olympische Goldmedaille vom Internationalen Olympischen Komitee und den Kinema-Jumpō-Preis Japans verliehen. Mit „Der Sieg des Glaubens“ entstand der erste von insgesamt drei Propagandafilmen, die Riefenstahl in den Jahren 1933 bis 1935 über die Reichsparteitage der NS-Bewegung in Nürnberg drehte.

Elfriede Wnuk, verheiratete Mölk (1916-1999) war eine deutsche Rot-Kreuz-Schwester in WK II.. Als zweite Frau wurde sie nach Hanna Reitsch mit dem „Eisernen Kreuz II. Klasse“ ausgezeichnet. Elfriede leistete seit dem 01.09.1939 Frontdienst im Deutsch-Sowjetischen Krieg. Sie nahm am Vormarsch im Mittelabschnitt der Ostfront teil und erlebte die winterlichen und sommerlichen Verteidigungskämpfe bei Orel, wo sie im Kriegslazarett 509 nahe Orel/Orjol Dienst tat. Am 19.09.1942 wurde ihr das „Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen, überreicht wurde es ihr von Generalarzt Willy Zillmer. Zuvor war sie im Zuge eines sowjetischen Fliegerangriffs durch Bombensplitter so schwer verletzt worden, dass ihr ein Bein amputiert werden musste. Weitere Auszeichnungen: „Verwundetenabzeichen (1939) in Silber“ als DRK-Schwester, „Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42 mit Bandspange“. 1962 widmete ihr das „Ostpreußenblatt“ eine mehrteilige Serie.

Maria Goeppert-Mayer (1906-1972) bekam 1963 den Physik-Nobelpreis für ihre Aufklärung der Schalenstruktur des Atomkerns. Maria war das einzige Kind des Göttinger Professors für Kinderheilkunde Friedrich Goeppert und seiner Frau Maria. Ihr Vater war der siebte in einer ununterbrochenen Abstammungslinie von Professoren. Maria studierte Mathematik und bald Physik – für beide Fächer war Göttingen damals die Hochburg, u.a. lehrten dort Max Born, James Franck und  andere spätere Nobelpreisträger. Marias Vater starb 1927. Die Mutter begann, Zimmer an Studenten zu vermieten. Einer der Studenten war Joseph Mayer, Student der physikalischen Chemie aus den USA. 1930 promovierte Maria Goeppert bei Max Born über Doppel-Photonen-Prozesse, einen quantenphysikalischen Effekt. Sie heiratete Joe Mayer und ging mit ihm nach Baltimore, wo er eine Professur an der Johns-Hopkins-Universität bekam. Für die gleich qualifizierte Maria Goeppert-Mayer gab es wegen der Nepotismus-Beschränkung keine Stelle. Sie gebar ihm zwei Kinder, Marianne (1933) und Peter (1938). Und schrieb zusammen mit ihrem Mann das Lehrbuch „Statistische Mechanik“, das ein Klassiker wurde. Lange vor dem Kriegseintritt der USA 1941, sind alle verfügbaren Naturwissenschaftler des Landes für kriegswichtige Programme eingesetzt worden, auch für die Atom-Sprengstoff-Erforschung. Vom Atombomben-Planabwurf gegen Deutschland konnte sie nichts wissen. Ebenso nichts von der jüdischen Atom-Intrige des Einstein-Szilárd-Teller-Briefes an US-Präsident Roosevelt vom August 1939, mit der Anregung, Atomwaffen gegen die Deutschen zu entwickeln. Nach dem Krieg gingen Maria und Joe an das Atomforschungszentrum in Chicago. Nunmehr Professorin, wenn auch unbezahlt, entwickelte Goeppert-Meyer ihre Theorie vom zwiebelartigen Aufbau des Atomkerns, den man sich bis dahin unstrukturiert vorgestellt hatte. Dafür bekam sie 1963 mit Eugene Wigner und Hans Jensen den Nobelpreis.

Hanna Reitsch (1912-1979) war eine der bekanntesten und erfolgreichsten Fliegerinnen im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Reitsch erflog mehr als 40 Rekorde in allen Klassen und Flugzeugtypen. Während der Zeit des Dritten Reiches war sie als seelenvolle Unterstützerin des NS-Gedankens der Volksbefreiung aktiv. Ab dem Winter 1943/1944 setzte Reitsch sich für die Entwicklung der „Selbstopfer“-Flugzeuge ein. Dieses Projekt, das sie am 28. Februar 1944 Adolf Hitler vorschlug, sah bemannte Bomben vor, bei denen der Tod des Piloten in Kauf genommen wurde, ähnlich dem japanischen Tokkōtai („Kamikaze“). Das Sonderkommando Elbe (Skdo.) (auch Rammkommando Elbe) war eine Einheit der deutschen Luftwaffe in der Endphase des WK II., um die Einflüge der angreifenden Bomberverbände der 8th Air Force trotz zunehmender materieller Unterlegenheit zu stoppen, zumindest aber zu reduzieren. Nachdem Hermann Göring von Hitler aller Ämter enthoben worden war, flog Hanna Reitsch dessen Nachfolger Robert Ritter von Greim am 26. April 1945 mit einem Fieseler Storch in das von der Roten Armee bereits eingeschlossene Berlin, damit dieser von Hitler persönlich unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalfeldmarschall zum Oberbefehlshaber der Luftwaffe ernannt werden konnte. Hanna wollte bei A.H. bleiben, um mit ihm zu sterben, doch sie musste seinem Befehl folgen und wieder abfliegen. In der Nacht vom 28. auf den 29. April 1945 nutzten Reitsch und Greim die Charlottenburger Chaussee als Startbahn, um mit dem letzten Flugzeug, einem kleinen Arado Ar 96 Schulflugzeug, weiter nach Plön zu fliegen, wo sich zu dieser Zeit noch Hitlers Nachfolger Karl Dönitz aufhielt. Im Anschluss flohen Reitsch und Greim weiter nach Kitzbühel in Tirol, wo sich Greim vor ihren Augen erschoss und sie in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet.

Melitta Klara Schenk Gräfin von Stauffenberg, geborene Schiller (1903-1945) war eine Ingenieurin und Fliegerin. Sie studierte Mathematik, Physik und Flugmechanik an der Technischen Hochschule München. Von 1928 an arbeitete sie als Diplom-Ingenieurin an der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin-Adlershof. Im Oktober 1939 wurde sie zur Erprobungsstelle Rechlin der Luftwaffe abkommandiert. Hier setzte sie ihre Arbeit an Zielgeräten für Sturzflug- und Schießvisiere fort. Um ihre Verbesserungen an den Geräten auszuprobieren, führte sie selbst etwa 2500 Sturzflüge mit Sturzkampfflugzeugen der Typen Junkers Ju 87 und Ju 88 durch. 1942 wurde Stauffenberg an die Technische Akademie der Luftwaffe in Berlin-Gatow versetzt, wo sie ihre Forschungsarbeiten und Testflüge fortsetzte. Am 22.01.1943 erhielt sie das Eiserne Kreuz II. Klasse und das „Militärfliegerabzeichen in Gold mit Brillanten und Rubinen“. Einen Monat später wurde sie mit dem Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. Anfang 1944 wurde sie mit der Beurteilung „sehr gut“ promoviert. Ab dem 01.05.1944 war Melitta von Stauffenberg technische Leiterin der „Versuchsstelle für Flugsondergeräte“. Sie war mit dem Bruder des Attentäters verheiratet. Am 08.04.1945 ist sie am Steuer einer Bücker Bü 181 bei Straßkirchen (in der Nähe von Straubing) von einem US-amerikanischen Jagdflugzeug abgeschossen und tödlich verletzt worden.

Maria Bierganz, verh. Janke (1927-2013) war von Geburt eine Kölnerin und nach dem Umzug der Eltern in das Eifelstädtchen Monschau, eine dortige BDM-Scharführerin, die im Herbst 1944 als „Mary of Monschau“ als Beispiel für die NS-begeisterte Hitlerjugend in die Schlagzeilen der alliierte Propagandapresseorgane gebracht worden ist. Maria war eine gute Sportlerin und von ihrer ganzen Art der Idealtyp eines deutschen Mädels, sie war mit Leib und Seele bei der Hitlerjugend; zahlreiche Verpflichtungen übernahm sie freiwillig. Sie war stolz einer mächtigen patriotischen Bewegung anzugehören und dafür ihr Bestes zu geben. Idealismus und Einsatzwille erlahmten auch im Kriege nicht, im Gegenteil. Nach der Arbeit ging sie zu irgendwelchen Einsätzen: Erste-Hilfe-Dienst, Versorgung der Ausgebombten, Betreuung der aufs Land „verschickten“ Kinder, Nachtdienst in der Luftwarnzentrale. Am 6. Januar 1945 wurde Maria unter dem Decknamen Scholtz wegen Sabotageverdacht verhaftet. US-General Eisenhower vernahm sie persönlich vor dem Kriegsgericht im belgischen Spa. Die Propaganda des Deutschen Reiches nahm die Verhaftung der 17-jährigen zum Anlass ein „Durchhalteplakat“ zu entwerfen. Die junge Frau sollte als Vorbild dienen für die Unbeugsamkeit der deutschen Jugend. Die Resonanz im Volk war groß und es ist naheliegend, dass die Propaganda mit ihrem Widerhall der jungen Frau das Leben gerettet hat, denn jetzt konnte man sie nicht mehr als Unbekannte, ohne Aufsehen zu erregen, so nebenbei beseitigen, wie es das US-Militär unter Dwight David Eisenhower mit zahllosen deutschen Gefangenen getan hat.

Marga Faulstich (1915-1998) war eine deutsche Chemikerin. Sie arbeitete 44 Jahre lang für die Schott-Glaswerke und entwickelte in dieser Zeit über 300 Typen optischer Gläser. In dieser Zeit reichte sie rund 40 Patente ein. Sie war außerdem die erste weibliche Führungskraft bei Schott-Glas in Mainz.

Margarethe Schmitt (1902-1978) - Herman Wirth heiratete in Berlin am 08.08.1916 die sehr nationalgesinnte zierliche Margarethe Schmitt, die Tochter des akadem. Kunstmalers Prof. E. Vital Schmitt. Sie schenkte ihm vier Kinder: 1919 Geburt des Sohnes Volkhart, 1921 Geburt des Sohnes Gernot, 1923 Geburt der Tocher Adela, 1929 Geburt der Tochter Ilge. Am 12.12.1916 wurde H. Wirth in Berlin der Ehrentitel eines Titularprofessors verliehen. Ab 1922 wurde er für einige Zeit Gymnasiallehrer in Sneek/Friesland und schaffte sich in diesen Jahren die Grundlagen für seine symbolhistorischen Arbeiten zur sog. Vorgeschichte und Urreligionsgeschichte, die er in den Folgejahren weiter vertiefte. Durch seine öffentlichen Vorträge zu diesen Themen wurde er auch in Deutschland bekannt. 1924 zog er mit seiner Familie in sein neues Haus nach Marburg/Lahn. Wie mir Herman Wirth mitteilte, war ihm von Anbeginn seiner Forschungsarbeit seine Margarethe die treibende Kraft. Das hat er im Vorwort bzw. Widmungen zu seinen Werken auch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Margarethe trieb ihn, in ihrer Liebe und unstillbaren Wissbegierde zur germano-deutschen Mythologie, Antworten zu suchen, die er sich schließlich aus den Fingern saugte und oftmals jeder regulären Grundlage entbehrte. Sein Buch „Aufgang der Menschheit“, 1928, widmete er Margarete Wirth-Schmitt, „der edlen Seherin unseres Geisteserbes“. In „Was heisst deutsch?“, 1931, schrieb er: „Einst war die Trägerin und Hüterin dieser unserer alten Gottesfreiheit ...die Frau“ (S. 57 ff): „Gib dem Volke seine Volksmütter wieder! Dafür ist es nötig, daß es sein Odal wieder erhält.“ In der Fachwelt erhob sich immer berechtigtere und schärfere Kritik an Herman Wirth, besonders nach seiner unverantwortlichen Veröffentlichung einer beschönigten bzw. verfälschten Übersetzung und Kommentierung der „Oera-Linda-Chronik“ (1933), eines niederländischen Freimaurer-Romans, dessen Textteile im Jahr 1860 ein Cornelis over de Linden erstmals vorgezeigt hatte. Das von H. Wirth initiierte „Deutsches Ahnenerbe“ übernahm in der NS-Zeit der Reichsführer-SS Heinrich Himmler. Der schickte Wirth 1935 u. 1936 auf zwei Expeditionen nach Skandinavien, um seine abstrusen Theorien mit einer Felsbilderdokumentation über die dortigen Symbole zu beweisen. Wirths „Forschungsergebnisse“ gestalteten sich katastrophal. Er missdeutete die Felsbilder („Kalenderscheibe von Fossum“), übersah eine Reihe der wichtigsten und fälschte andere, damit sie in seine Vorstellungen passten. Im Jahr 1974 gelang es ihm in Fromhausen bei den Externsteinen, eine Ausstellung „Ur-Europa-Museum“ zu eröffnen. Ich nahm Kontakt zu Margarethe und Herman Wirth auf und lernte die beiden lieben Menschen kennen und schätzen. H. Wirth hat sich in vielen Punkten total geirrt. Seine gesamte Urzeichen-Fantasie ist ein nachweislicher Trugschluss, ebenso wie seine Runendeutungen, wo er Frühlingsrunen im Herbst und Herbstrunen im Frühjahr zu erklären versuchte. Aber seine lebenslangen Bemühungen um die geistige Frühgeschichte unserer Nation bleiben aller Ehren wert und die wunderbare starke, tapfere deutsche Frau an seiner Seite gehört zu den liebenswertesten Volksmüttern des Deutschtums.

Magda Goebbels (1901-1945) war die bildschöne Tochter der Auguste Behrend und dem Wasserforschungsingenieur Hubert Oskar Ritschel, der u.a. in Brüssel zu tun hatte. Bei Beginn des WK I. zogen Mutter und Tochter nach Berlin; dank der Unterstützung ihres Vaters konnte Magda weiterhin ein Mädcheninternat besuchen, in Brüssel besuchte sie die katholischen Klosterschulen in Vilvoorde. Während zahlreicher Besuche bei ihrem Vater Ritschel, der in Duisburg lebte, wurde ihr der Buddhismus vermittelt. Auf einer Bahnfahrt im Februar 1920 lernte Magda den Industriellen Günther Quandt kennen, der doppelt so alt wie sie und verwitwet war. Sie fanden Gefallen aneinander, verlobten sich und heirateten am 4.01.1921. Magda wechselte, auf Quandts Wunsch, zur protestantischen Kirche. Magda Quandt war seitdem für die Erziehung der zwei Kinder aus Quandts erster Ehe zuständig. Am 01.11.1921 kam ihr gemeinsamer Sohn Harald zur Welt. Doch die Harmonie stellte sich nicht so recht ein, beide Eheleute begingen einen Seitensprung. Im Sommer 1929 wurde die Ehe geschieden, sie erhielt das Sorgerecht für Harald und u.a. eine Abfindung von bedeutender Summe. Ihre erste Berührung mit der NS-Ideologie erfuhr Magda in einem politischen Club namens „Nordischer Ring“. In diesem Debattierzirkel verkehrten Adlige wie Viktoria von Dirksen und Marie Adelheid Prinzessin Reuß-zur Lippe. Hier empfahl ihr im Spätsommer 1930 Prinz „Auwi“ aus dem Haus Hohenzollern, ein Sohn des abgedankten Kaisers Wilhelm II., der ihr als Mittel gegen Langeweile und Depression anriet, sich bei einer Ortsgruppe der NSDAP, zu ehrenamtlicher Parteiarbeit, einzubringen. Zunächst besuchte sie am 30.08.1930 eine Veranstaltung der NSDAP im Berliner Sportpalast, auf der Dr. Joseph Goebbels sprach. Zum folgenden Tag, dem 01.09.1930, trat sie der NSDAP-Ortsgruppe Westend bei (Mitgliedsnummer 297.442), wurde kurz darauf Leiterin der örtlichen NS-Frauenschaft und begann mit der Lektüre von Alfred Rosenbergs „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“. Sie war von der männlichen Tapferkeit des Intellektuellen Dr. Goebbels beeindruckt und meldete sich in der Zentrale der Berliner NSDAP und bot dort ihre Mitarbeit an. Er machte sie zur Betreuerin seines Privatarchivs. Sie sammelte und ordnete z. B. Zeitungsartikel über Dr. Goebbels aus der in- und ausländischen Presse, wobei ihre ausgezeicheten Sprachkenntnisse zustatten kamen. Im Herbst 1931 lernte Magda Adolf Hitler persönlich kennen, beim Tee im „Hotel Kaiserhof, Berlin. Hitler sagte noch am selben Abend zu seinem Wirtschaftsberater und SA-Stabschef Otto Wagener: „Diese Frau könnte in meinem Leben eine große Rolle spielen, auch ohne dass ich mit ihr verheiratet wäre. Sie könnte bei meiner Arbeit den weiblichen Gegenpol gegen meine einseitig männlichen Instinkte spielen... Schade, dass sie nicht verheiratet ist.“ Magda verliebte sich von Stund an in Hitler, was sie der Leni Riefenstahl gestand und, dass sie Dr. Goebbels nur geheiratet habe, um in Hitlers Nähe sein zu können (Riefenstahls Memoiren, S. 201). Am 19.12.1931 fand ihre Hochzeit mit Dr. J. Goebbels statt. Adolf Hitler war Trauzeuge. Familie Goebbels war häufig auf den Obersalzberg in Hitlers Privatresidenz eingeladen. Immer wieder verbrachten Magda und Hitler gemeinsame Zeit auch ohne J. Goebbels, mitunter tagelang. Von der NS-Selbstdarstellung zur „Übermutter“ stilisiert, wurde Magda Goebbels ein Vorbild für die „deutsche Frau“, sie wurde Vorzeigemutter und repräsentierte das „Dritte Reich“ bei Empfängen, Bällen und Staatsbesuchen. Magda gebar J. Goebbels sechs Kinder: Helga, Hildegard, Helmut, Hedwig, Holdine und Heidrun. 1938 ließ Magda das Leben ihrer Kinder verfilmen: Sie wurden als „rein arische“ Kinder gelobt. Als der 2. Weltkrieg begann, machte Magda eine Ausbildung zur Rotkreuzschwester und pflegte zweimal in der Woche verwundete Soldaten. Mit der zunehmend aussichtslos werdenden Kriegslage, durch die alliierten Terror-Bomber, erkrankte Magda des Öfteren und wurde Anfang 1944 für mehrere Tage in ein Sanatorium eingeliefert. Als Magda am 20.07.1944 vom Attentat auf Hitler erfuhr, erlitt sie einen Nervenzusammenbruch. Am Telefon schwor sie ihm ihre „ewige“ Treue und erklärte sich bereit, für ihn zu sterben, „wenn in Berlin die Russen stehen“. Dafür sei sie nun zum „Äußersten“ entschlossen. Magda zog am Nachmittag des 22.04.1945 mit ihren Kindern in den Führerbunker. Am 28.04.1945 schrieb Magda einen Abschiedsbrief an ihren Sohn Harald Quandt, damals 23 Jahre alt, der sich in einem alliierten Kriegsgefangenenlager befand: „Mein geliebter Sohn! Nun sind wir schon 6 Tage hier im Führerbunker, Pappa, deine sechs kleinen Geschwister und ich, um unseren nationalsozialistischen Leben den einzigmöglichen ehrenvollen Abschluss zu geben … Ob Du diesen Brief erhältst weiss ich nicht, vielleicht gibt es doch eine menschliche Seele, die es mir ermöglicht, letzte Grüße zu senden. Du solltest wissen, dass ich gegen den Willen Pappa’s bei ihm geblieben bin, dass noch vorigen Sonntag der Führer mir helfen wollte hier herauszukommen. Du kennst deine Mutter, wir haben dasselbe Blut, es gab für mich keine Überlegung. Unsere herrliche Idee geht zu Grunde, und mit ihr alles was ich Schönes, Bewundernswertes, Edles und Gutes in meinem Leben gekannt habe. Die Welt, die nach dem Führer und dem Nationalsozialismus kommt ist nicht mehr wert darin zu leben und deshalb habe ich auch die Kinder hierher mitgenommen. Sie sind zu schade für das nach uns kommende Leben und ein Gnädiger Gott wird mich verstehen, wenn ich selbst ihnen die Erlösung geben werde. Du wirst weiterleben, und ich habe die einzige Bitte an Dich: Vergiß nie, daß Du ein Deutscher bist, tue nie etwas, was gegen die Ehre ist und sorge dafür, daß durch Dein Leben unser Tod nicht umsonst gewesen ist. Die Kinder sind wunderbar …, niemals ein Wort der Klage oder ein Weinen. Die Einschläge erschüttern den Bunker. Die Größeren beschützen die noch Kleineren, und ihre Anwesenheit ist schon dadurch ein Segen, dass sie dem Führer ab und an ein Lächeln abgewinnen. Gott gebe, dass mir die Kraft bleibt, um das Letzte und Schwerste zu schaffen. Wir haben nur noch ein Ziel: Treue bis in den Tod dem Führer. Harald, lieber Junge - ich gebe dir noch das mit, was mich das Leben gelehrt hat: Sei treu! Treu dir selbst, treu den Menschen und treu deinem Land gegenüber … Sei stolz auf uns, und versuche uns in freudiger Erinnerung zu behalten …“ Vielfache Aufforderungen, wenn schon nicht sich selbst, dann wenigstens die Kinder aus dem Bunker zu retten, beantwortete sie ablehnend. Laut Zeugenaussagen soll Magda Goebbels beim Anblick ihrer Kinder immer wieder in Tränen ausgebrochen sein. Am 01.05.1945 wurden die sechs Kinder des Ehepaars Goebbels mit Gift getötet. Laut Rochus Misch verabreichte Magda Goebbels ihren vier bis zwölfjährigen Kindern Kakao, in dem sie vorher ein Schlafmittel aufgelöst hatte. Danach habe sie ihren Kindern die Haare gekämmt und sie anschließend in weiße Nachthemden gekleidet. Während sie dies tat, habe sie ihren Kindern noch Hoffnungen gemacht, dass sie in ein paar Tagen wieder daheim in Schwanenwerder seien. Dann sei sie zusammen mit den Kindern und einem der Ärzte, Ludwig Stumpfegger, ins Kinderzimmer gegangen. Gegen 21 Uhr tötete sich Magda Goebbels mit Blausäure. Dr. Joseph Goebbels tötete sich am nächsten Morgen nach ihrem Suizid. Ihre Leichen wurden noch in derselben Nacht von Angehörigen der Bunkerbesatzung verbrannt.

Elly Ney (1882-1968) war eine deutsche Pianistin, die als Interpretin des klassisch-romantischen Repertoires, besonders der Klavierwerke Ludwig van Beethovens, internationale Anerkennung fand. Nach 1933 trat sie aktiv für NS-Befreiungs-Ideologie ein und diente als Künstlerin in deutsch-nationalen Sinne. Diese Haltung führte seitens der Kriegsgewinnler und ihren Nutznießern nach WK II. zu den hinlänglich bekannten würdelosen Debatten über ihre Person. Elly Ney wurde als Tochter des Feldwebels Jakobus Ney und der Musiklehrerin Anna Ney in Düsseldorf geboren. Da ihre Mutter nicht in einer Kaserne leben wollte, wechselte der Vater auf eine Beamtenstelle in Bonn. Kindheit und Jugend waren geprägt von einem sowohl soldatischen und musischen Elternhaus. Mit zehn Jahren wurde die hochbegabte Elly Franz Wüllner, dem Direktor des Konservatoriums Köln vorgestellt, wo sie dann neun Jahre lang Schülerin von dem generösen Isidor Seiß war. Mit neunzehn Jahren gewann sie den „Mendelssohn-Preis“ der Stadt Berlin, mit zwanzig erhielt sie in Köln den „Ibach-Preis“. 1903 setzte sie ihre Ausbildung in Wien bei Theodor Leschetitzky fort, wechselte aber bald zu Emil von Sauer. Nach Beendigung ihres Studiums in Wien war Elly Ney von 1904 bis 1907 Lehrerin am Kölner Konservatorium und baute sich gleichzeitig eine Karriere als Konzertpianistin auf. 1911 heiratete sie den niederländischen Dirigenten und Violinisten Willem van Hoogstraten. Das Paar lebte zunächst in Schlangenbad und später in Bonn. Nach dem Ausbruch des WK I. verlor Hoogstraten seine Stellung als Kurkapellmeister in Honnef. Zusammen mit dem Schweizer Cellisten Fritz Otto Reitz gründete das Paar das erste Elly-Ney-Trio und gab in Deutschland, der Schweiz und in den Niederlanden Konzerte. 1918 bekam das Ehepaar eine Tochter, die spätere Schauspielerin Eleonore van Hoogstraten. Von 1921 an lebte und wirkte Elly Ney in den USA, wo sie in ihren Konzerten als Interpretin des klassisch-romantischen Repertoires mit besonderem Schwerpunkt der Werke von Chopin, Brahms und Beethoven ihren Ruf als Pianistin festigte. Dort entstanden in den 1920er Jahren ihre ersten Plattenaufnahmen.

Ab 1930 verlagerte sie ihren künstlerischen Wirkungskreis wieder nach Europa. Mit dem Geiger Wilhelm Stross und dem Cellisten Ludwig Hoelscher gründete sie 1932 erneut ein Trio, das als Elly-Ney-Trio international agierte. Im Jahr 1933 beantragte Ney die Wiedereinbürgerung in Deutschland und erhielt sie. Elly Ney begeisterte sich für Adolf Hitler und wandte sich dem NS-Gedankengut zu. In einem Brief an Willem van Hoogstraten vom März 1933 schrieb sie: „Eben hörte ich Hitler 45 Minuten sprechen. Bin tief erschüttert. Eine ungeheure Gewalt. Lies die Rede! … Das ist Wahrheit einer tief empfindenden und entflammten Menschenseele. Hitler sprach mir aus der Seele über die Kunst. … Endlich wird es ausgesprochen und wird die Bahn frei.“ Mit Erlass vom 19.04.1937 wurde ihr von Hitler der Titel „Professor“ verliehen, zum 01.05.1937 trat sie der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 6.088.559). Für ihre Mitarbeit bei den Olympischen Spielen 1936 verlieh ihr Hitler ihr 1937 eine Erinnerungsmedaille. Ney war Mitglied weiterer nationalsozialistischer Organisationen, unter anderem als Ehrenmitglied im „Bund Deutscher Mädel“ (BDM), und hielt Reden an die Jugend, in denen sie Beethoven und die „nordische Musik“ im Geist des Nationalsozialismus zu deuten verstand. Ihre missionarische Musikauffassung bewies sie 1942 in Görlitz, wo sie die zweite Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana unter Protest verließ, das Werk als „Kulturschande“ bezeichnete und ein lokales Aufführungsverbot erreichte. Ney spielte im Verlauf des Kriegs zunehmend Konzerte in Lazaretten und Krankenhäusern. 1943 erhielt sie das „Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse“ für Truppenbetreuung. 1944 wurde sie von Hitler in die „Gottbegnadetenliste“ der unersetzlichen Künstler aufgenommen.

Nach Kriegsende spielte sie Mitte 1945 für deutsche Kriegsgefangene auf dem Rittergut in Sierkshagen (britische Besatzungszone bei Neustadt/Holstein), das als Kriegsgefangenenlager errichtet war. In der Scheune des Gutes gab sie ein etwa vierstündiges Konzert für die Gefangenen. Auch nach Ende der NS-Ära blieb Ney mit Kreisen früherer NS-Musikfunktionäre in enger Verbindung. So berichtete der gutdeutsche Felix Oberborbeck in den von ihm herausgegebenen „Rundbriefen an ehemalige Lehrkräfte und Studierende der von den Nationalsozialisten gegründeten Hochschule für Musikerziehung“ in Graz-Eggenberg, den „Eggenberger Chroniken“, über ein Treffen vom 1. bis 8.06.1947 auf Gut Waitzacker bei Weilheim/Oberbayern: „Mancher Gast trat überraschend auf, von allen jubelnd begrüßt: Willhelm Twittenhoff, Elly Ney, Willem van Hoogstraten, Heinz Müller, eben aus Frankreich heimkehrend, und mancher, der nicht gemeldet war!“ Der erwähnte Musikpädagoge Willhelm Twittenhoff war seit 1937 ebenfalls Mitglied der NSDAP sowie in leitenden Positionen während der NS-Jahre. Am 23.06.1935 sagte Elly Ney in ihrer Ansprache zum Auftakt des 5. „Volkstümlichen Beethovenfestes“ in Bonn: „Wir haben ja das wunderbarste Vorbild an unserem Führer, bei dem jedes Wort und jede Handlung eine Wiedergabe ist von heiligster Überzeugung, von unerschütterlichem Glauben. Diesen Glauben wollen wir doch in uns hüten und stärken, er ist unser Stern, dem wir treu bleiben wollen, er ist unser Quell, aus dem die göttliche Musik unseres Meisters entsprang. … Was ist denn klarer, wahrer, echter als die Musik unseres Beethoven? Gerade diese Musik brauchen wir heute, die Musik des Kämpfers und Siegers für die Kämpfenden und Siegenden. Das ist die Quelle, die im Herzen unseres Volkes als Gottesgabe verborgen liegt, die uns erlöst vom Banne des Feindlichen, Fremden, die uns zur Besinnung führt auf unsere Pflichten für unser Volk, unsere Jugend.“ Wegen ihrer treuen deutschnationalen Bekenntnisse wurde Elly Ney, die in den 1920er und 1930er Jahren maßgeblichen Anteil an der Gestaltung und Entwicklung der „Beethovenfesttage“ in Bonn gehabt hatte und mit dem Elly-Ney-Trio sowie als Solistin die dominante Musikerin dieser Musikereignisse gewesen war, von der schäbigen Unverantwortlichen der Stadt Bonn bis 1952 mit einem Auftrittsverbot erfolgt. Sie gab Konzerte in Gefängnissen und Flüchtlingslagern, veröffentlichte 1952 eine Autobiographie und spendete für den Neubau der Bonner „Beethovenhalle“. In ihrem Nachlass fand sich ein Sparbuch mit dem Zweck „Spenden für den Wiederaufbau der Beethovenhalle“. Der Betrag von ca. 75.000 DM wurde 1995 für Renovierungsarbeiten an der Beethovenhalle verwendet. 1952 erhielt sie die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Tutzing in Bayern aufgrund ihrer Verdienste um die Musik und ihrer musikalischen und kulturellen Aktivitäten an ihrem damaligen Wohnort. Sie unternahm weiterhin ausgedehnte Tourneen und spielte zwischen ihrem 79. und 86. Lebensjahr einen Großteil ihres Repertoires als Solistin oder unter ihrem Lebenspartner Willem van Hoogstraten als Dirigent. Am 06.02.1965 gab sie im Kanzlerbungalow für Ludwig Erhard und ausgewählte Gäste ein Hauskonzert. Im Herbst 1964 nahm sie als Solistin im Alter von 82 Jahren an einer 19-tägigen Tournee des Berliner Symphonischen Orchesters unter C. A. Bünte durch die Bundesrepublik Deutschland teil. Zu ihrem 85. Geburtstag gab die Stadt Bonn einen Empfang. 1968 starb die wunderbare große deutschgesinnte Künstlerin 86. Lebensjahr in Tutzing und wurde auf dem dortigen Neuen Friedhof neben ihrem Ehemann Willem van Hoogstraten beerdigt. Wir verneigen uns vor diesem untadeligen deutschen Vorbild-Frau !

Luise Jodl, geb. Luise von Benda (1905-1998), war die zweite Ehefrau von Generaloberst der Wehrmacht, Alfred Josef Ferdinand Jodl (1890-1946) der als untadeliger Soldat seine Pflicht tat, bis er am 16.10.1946. von der scheinheiligen US-Rachejustiz zu Nürnberg gehängt also ermordet worden ist. In Wirklichkeit war das ein interalliiertes Okkupationsgericht über Deutschland. Dass ein Soldat vor dieses politische Gericht der WK.II-Sieger gezogen wurde, war eine US-Schurkerei zu der sich auch einige Offiziere der Sieger in diesem Sinne aussprachen. Jacksons Antwort war eine unverschämte US-Propaganda-Lüge (Luises Buch S. 215f): „Ich habe es klargemacht, daß wir diese Militaristen nicht verfolgen, weil sie ihrem Land dienten und in den Krieg gezogen sind. Nicht weil sie Kriege geführt, sondern weil sie zum Krieg getrieben haben.“ keiner der angeklagten Militärs hatte jemals zu einem Krieg angeregt, der deutsche Generalstab war und blieb stets unpolitisch. Der US-Chefankläger Robert H. Jackson war Hauptanklagevertreter bei der Nürnberger-Prozess-Farce. Er arbeitete von Beginn an mit selektiertem und manipuliertem Anklagematerial und betonte in brutaler Offenheit, dass dieser Prozess als „eine Fortsetzung der Kriegsanstrengungen“ der Alliierten, bzw. Feinde Deutschlands zu verstehen sei. Schon am 24.11.1945 hatte er sich gleich zu Prozessbeginn derart geäußert. Es ging zunächst darum, ob die Verteidigung Abdrucke der Dokumente bekam. Jackson wehrte sich energisch dagegen und betonte, dass damit der eigentliche von den USA erstrebte Zweck des Prozesses gefährdet würde. Daraufhin fragte Lord Justice Lawrenze, was denn dieser Zweck sei. Jacksons Antwort war: „Die Welt muss überzeugt werden, dass das Hitler-Regime so verbrecherisch war, wie es die USA immer dargestellt haben. Nur so kann man dem deutschen Volk die Politik der Bestrafung klarmachen.“ Dokumente über polnische und russische Greueltaten wurden vom Gericht als „vollkommen unerheblich“ zurückgewiesen. Es ging alo nie um Gerechtigkeit, vielmehr um die Legalsierung der mörderischen Schandtaten an Deutschland. - Die geradezu übermenschlich starke, tapfere und liebevolle Luise stand als Sekretärin - immer bedacht ihrem angeklagten Mann helfen zu können - diese grausame Prozess-Komödie bis zum bitteren Ende durch. Sie wurde zur Schriftstellerin, sie veröffentlichte 1976 das erschütternde, aufklärende Buch über den Schandprozess: „Jenseits des Endes - Leben und Sterben des Generaloberst Alfred Jodl“. Luise Jodl legte in ihrem Buch den soldatischen Standpunkt ihres Mannes dar (S. 300): „In einem Krieg wie diesem, in dem durch Bombenteppiche Hunderttausende von Frauen und Kinder vernichtet wurden und in dem durch Partisanen jedes, auch jedes Mittel anwandten, das ihnen zweckmäßig erschien, sind harte Maßnahmen, auch wenn sie völkerrechtlich bedenklich erscheinen sollten, kein Verbrechen vor Moral und Gewissen. Denn ich glaube und bekenne: Die Pflicht gegen Volk und Vaterland steht über jeder anderen. Sie zu erfüllen war mir Ehre und höchstes Gesetz.“ Luise Jodl steht symbolisch für eine ganze Kriegsgeneration von Frauen, die von den WK-Siegern geschunden, gedemütigt, verhöhnt, entrechtet, beklaut, zu Hunderttausenden genotzüchtigt, krank gemacht und halb verhungert, am Ende noch zu Witwen gemacht worden sind.  

Margarethe Anna Ottillinger (1919-1992) war eine deutsch-österreichische Beamtin und führende Wirtschafts-Managerin. Ihre Eltern Eltern waren der Bäcker Anton Ottillinger und Theresia Smejda. Sie studierte an der Hochschule für Welthandel in Wien und wurde 1941 zur Doktorin der Handelswissenschaften promoviert. Nach Kriegsende arbeitete sie als Konsulentin beim österreichischen Bundesminister für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung. Am 5.11.1948 wurde Ottillinger an der alliierten Zonengrenze (Ennsbrücke) auf dem Weg nach Wien von sowjetischen Soldaten aus des Ministers Auto heraus verhaftet, unter unsäglichen Schikanen und Entwürdigungen in den sowjetischebn Gulag deportiert und wegen „Spionage“ zu 25 Jahren Haft verurteilt. Sie verbrachte sieben Jahre im Terror russischer Haftanstalten. Die Schikanen waren vielfältig: Verweigerung der weiblichen Hygiene, Speisen, die unter der Tür in die Zelle geschoben wurden, waren so glühend heiß, dass sie nicht angerührt werden konnten, und bevor sie mundgerecht waren, wieder zurückgezogen wurden, während ihrer nächtlichen stundenlangen Verhöre darf sie nicht sitzen, ihr Bettgestell ist ohne Matratze und Decke, sie muss pausenlos 24 Stunden stehen, nicht einmal in die Hocke gehen, wenn sie zusammenbricht, wird sie mit eiskaltem Wasser überschüttet. Die Russen werfen ihr vor, amerikanische Spionin zu sein. Erst 1955 wurde Ottillinger schwerkrank aus der Haft entlassen und durfte nach Wien zurückkehren, wo sie am 25.06. eintraf. Noch im selben Jahr nahm sie ihre Tätigkeit in der Österreichischen Mineralölverwaltung (ÖMV AG) auf. Bereits 1956 wurde sie als einzige Frau in den Vorstand berufen und hatte diese Position bis zu ihrer Pensionierung 1982 inne. Ottillinger organisierte 1968 die ersten Gaslieferungen aus der Sowjetunion über neue Pipelines nach Österreich, in das erste Gaszentrum Österreichs in Baumgarten, das nach Gasfunden in Weiden-Zwerndorf 1959 in Betrieb ging. Sie legte damit den Grundstein für eine der bis heute wichtigsten Erdgasdrehscheiben Europas. 1956 wurde die segensreiche Aktivistin von der sowjetischen Justiz rehabilitiert, aber erst am 16.03.1994, auf Basis des russischen „Gesetzes über die Rehabilitierung von Opfern politischer Repressionen“, von allen ihr zur Last gelegten Vorwürfen endgültig freigesprochen. Die christgläubige Margarethe trat unter anderem als großzügige Förderin des Baus der sogenannten „Wotrubakirche“ auf, die aus 152 Betonblöcken am Wiener Georgenberg entstand, nach den Vorstellungen des Bildhauers Fritz Wotruba und des Architekten Fritz Gerhard Mayr. In ihren letzten Jahren trat sie in die katholische „Ordensgemeinschaft der Servitinnen“ ein. Ingeborg Schödl schrieb über Margarethes Leben das Buch „Im Fadenkreuz der Macht“, 2004.

Ursula Meta Hedwig Haverbeck-Wetzel (1928-20.11.2024) war eine deutsch-nationale Aktivistin. Sie wurde unter anderem mehrmals wegen „Leugnung des Holocaust“ verurteilt und war zuletzt von Mai 2018 bis November 2020 inhaftiert. Sie hatte über Jahrzehnte die Literatur über das studiert was man gemeinhin als Holocaust bezeichnet. Kurz vor ihrem Tod war das amtsärztliche Urteil erfolgt, dass die über 90-Jährige erneut in Beugehaft genommen werden sollte. Die für anständige Deutschen geltende Verpflichtung fasste Ursula Haverbeck in nachfolgende Verse zusammen, der sie am 5.11.2018 im Gefängnis in Bielefeld-Brackwede gedachte:

Verantwortung

Schwer ist es zu verstehn,
dass Menschen ohne jeden Sinn
stur, Tag um Tag im Trott dahin,
den Weg der großen Lüge gehn.
Der Lüge Last ist schwer -
der Mensch wird klein und krumm -
aus Angst ganz blind und dumm -
sieht keinen Ausweg mehr.
Der doch so greifbar nahe liegt,
er muss nur endlich wagen
die Wahrheit laut zu sagen,
die letzten Endes immer siegt.
Was wartest Du? Mach Dich bereit
zu dienen der Gerechtigkeit !

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 Mädel aus Ostpreußen

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Freunde, Kameraden, Kritiker und Mitdenker!

von einem meiner meist geschätzten Mitdenker,

dem Lichtbringer deutsch-germanischen Bewußtseins und dem herausragenden Universalgelehrten und Forscher des Universums der Runen, stammt der nachfolgende Beitrag, der den Respekt und die unbedingte Anerkennung unseres germanischen Wesens für deutsche Frauen widerspiegelt.

Deutschen Frauen gehörte zu allen Zeiten unsere ganz besondere Achtung und Liebe, was auch mit der 2. Strophe des "Liedes der Deutschen" manifestiert ist.

Nutzt die Netzseite "https://oding.org/poesie-2/heilraetinnen-hexen/stolz-auf-unsere-frauen"

und staunt über die vielfältigen Wissenskomplexe, die uns unser Gerd Hess bekanntmacht.

Hab allerbesten Dank, lieber Gerd - beste Heilsgrüße

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