21.02.2026

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Dunja Hayali mit Schwester Maha (sie hat auch einen Bruder).

Eine Frau namens Dunja Hayali (1974-?) moderierte seit 2007 das „ZDF-Morgenmagazin“ und war von 2018 bis 2023 als Moderatorin für das „aktuelle Sportstudio“ tätig. Ihren Anfang nahm ihre berufliche Laufbahn bei „Deutsche Welle Radio“ und „Deutsche Welle TV“. Sie eckt beim Publikum regelmäßig an, durch links-tendenziöse, unsachliche, unlautere und wiederholt durch erlogene Berichterstattung. Der Journalist Julian Reichelt bezeichnete in seiner Sendung vom 19.02.2026 Dunja Hayali, mit ihren KI-Fake-Videos und ihrer Diffamierung von „NIUS“ als „Lügenschleuder vom Lerchenberg“. Julian Reichelt, „Wo immer wir ein Problem haben, haben wir Fingerabdrücke von Dunja Hayali“: „..., dass Dunja Hayali in allen Momenten des großen journalistischen Versagens die prägende Gestalt ist.“ NIUS: „Aber für Schwarz-weiß-Journalismus bekommen sie nicht ihre Milliarden Euro Zwangsbeitrag ... war es Dunja Hayali, welchen Anteil an diesen Schlamassel, an diesem Skandal hat, die doch wie sonst keine andere prominent steht für diesen Haltungsjournalismus der eben komplett aus dem Ruder gelaufen ist.“ Natürlich ist Hayali eine austauschbare Kasper-Figur des ZDF-Senders, aber sie ist eine besonders engagierte Interpretin ihres Brötchengebers.

Das große Betreuungsprogramm des ZDF, zwecks positiver Einstimmung der Öffentlichkeit zum Abbau oder zur endgültigen Abwicklung Deutschlands, wird von mächtigeren Hintergrundkräften bestimmt und planmäßig durchgeführt, als die kleine Redaktion des BRD-ZDF. Da sehen wir Personalien des Tiefen-Staats der USA am Werk, der unter US-Präsident Franklin D. Roosevelt, seit nachweisbar 1932 den propagandistischen Vernichtungskrieg gegen Deutschland begann und im Jahre 1944 den US-Morgenthau-Plan, zwecks der physischen Eliminierung des Deutschvolkes, erarbeiten ließ. Der polnisch-jüdische Aktivist Yascha Mounk (1982-?) hatte die Freundlichkeit, die deutsche Öffentlichkeit, in mehreren Stellungnahmen darüber aufzuklären, dass die Abschaffung des deutschen Volkes, unter dem Begriff „das große Experiment“ weiter fortdauert und, wie er hofft, trotz zu erwartenden Widerständen, auch gelingen wird. Mounk ist seit Jugendtagen SPD-Mitglied, nahm 2017 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an und lehrt als US-amerikanischer Politikwissenschaftler an der „Johns Hopkins University“ in Baltimore. Seit April 2023 fungiert er auch als Mitglied des Herausgeberrates der Wochenzeitung „Die Zeit“. Zusätzlich unterhält einen Podcast „The Good Fight“. Dialektisch höchst geschickt, bezeichnet er die Vernichtung Deutschlands als Umgestaltung einer „mono-ethnischen Gesellschaft“ in eine „multi-ethnische Gesellschaft“. Fraglos haben sich sämtliche bundesrepublikanischen Alt-Parteien, ausgenommen die AfD, wie ihre Verlautbarungen und ihre realwirksame Politik, mit ihrer Gesetzgebung ausweisen, dem Plan, „das große Experiment“, untergeordnet und sind mithin, in unmissverständlicher Klarheit, als seine Erfüllungsgehilfen zu verstehen.

Was ist nun Dunja Hayali, die in sämtlichen Stellungnahmen ihres Senders und persönlichen Interviews versucht, deutschen Diskutanten, die seit 2014 real-existierende Migranten-Überschwemmung der BRD, klein zu reden oder auszuschwatzen, für eine Person? Ihre Eltern zogen von Bagdad zunächst nach Wien, um Medizin und Pharmazie zu studieren. Ihr Vater Nahed Hayali betreibt in Datteln eine Facharzt-Praxis für Allgemeinmedizin. Sie ist eine bekennende Lesbe, mit eifrig wechselnden Frauen-Beziehungen. Sie ist demgemäß Tochter irakischer Eltern, ursprünglich aus Mossul, wurde 1974 in Datteln, also in Deutschland, geboren. Sie besitzt demzufolge die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie spricht, wie ihre Eltern, die ihre Herkunftssprache an das Kind weitergaben, arabisch, daneben ihr hier gelerntes Schuldeutsch. Ihre Familie gehört der „christlich-chaldäisch/syrisch-orthodoxen“ Glaubensgemeinschaft an. Genauer gesagt, ist ihr Vater „syrisch-orthodox“ und ihre Mutter „chaldäisch-katholisch“. Ihre Eltern hatten sie „katholisch“ angemeldet, aber Dunja trat aus der Katholischen Kirche wieder aus. Wie ist die religiöse Denkweise ihres Elternhauses zu verstehen? Ihr „syrisch-orthodoxer“ Vater gehört einer antiken, sog. „altorientalisch-christlichen“, Gemeinschaft an. Sie entstand in frühchristlicher Zeit im mesopotamischen Raum und wird vom Patriarchen von Antiochien mit Sitz in Damaskus geleitet. Diese Kirche hat wichtige Gemeinden in Syrien, der Türkei, dem Irak und Indien. Die liturgische Sprache dieser Leute, die man als „Jakobiten“ (Jakob gilt als der dritte jüd. Stammvater neben Abraham und Isaak) bezeichnet, ist Aramäisch, also die hebräische Sprache des Galiläers Jeshua-Jesus.

Die Mutter der Dunja bekennt sich zur sog. „chaldäisch-katholische“ (eigentlich syrische) Kirche, welche eine mit Rom unierte Ostkirche ist, welche dem „ostsyrischen Ritus“ folgt und sich als „katholischer Zweig“ der „Kirche des Ostens“ versteht. Sie entstand ab dem 16. Jahrhundert im irakisch-syrischen Raum, ihr Hauptsitz ist Bagdad. Als Liturgiesprache wird Aramäisch, also hebräisch, verwendet, das Oberhaupt ist der Patriarch von Bagdad. Ihre Wurzeln liegen im antiken Mesopotamien. Man nennt diese Gläubigen auch „Maroniten und Aramäer“. Sie sind direkte Nachfahren jener jüdischen Sektierier, die sich Frühchristen nennen und in Galiläa bzw. im „Nahen Osten“ dem jüdischen Wanderprediger Jeshua-Jesus gefolgt sind. Heute ist die Gruppierung hauptsächlich im Irak, Syrien, der Türkei und im Iran beheimatet, wobei viele Mitglieder aufgrund von islamischen Unterdrückungen oder Verfolgungen, nach Indien, Westeuropa und den USA ausgewichen sind.

Religionsgeschichtlich müssten diese Gruppen, die sich „syrisch-orthodox“, oder „jakobitisch“ oder „aramäisch“ und „maronitisch“ oder „caldäisch-katholisch“ nennen, zum frühchristlichen Zweig der „Mandäer“ gerechnet werden. Es sind bzw. waren nationalgesinnte Rasse-Juden, die sich vor ca. 2000 Jahren, aus den Essenern des „Täufer-Johannes“, von der jüdischen Nationalreligion, dem „Mosaismus“, der glaubensfundamentalistischen Pharisäer und Sadduzäer, getrennt haben und dessen europäische Entwicklung zum „Zionismus“ nicht mitbekamen. Sie trennten sich vom Jerusalemer Tempel-Judentum, weil dieses sich dem Besatzungsstatus von Rom völlig unterworfen zu haben schien und flohen zur Zeit des „Jüdischen Krieges“ (66-70 n.0) in die östlichen Nachbarregionen. Es sind also Angehörige einer monotheistischen, ethnoreligiösen Gemeinschaft mit heute etwa 100.000 Anhängern, vor allem im Irak und dem Iran, die nicht Jesus, sondern „Johannes den Täufer“ als Reformator der jüdischen Religion und Jesus als falschen Propheten ansehen. Mandäer wird man nur durch Geburt. Die völkische Gesinnung gehört bei diesen jüdischen Religionsformen zu den Glaubensgrundsätzen, während sie den heutigen Deutschen als NS-Relikt geschmäht wird. Obwohl die Mandäer im „Koran“ als „Buchreligion“ anerkannt sind, werden sie oft gezwungen, zum Islam überzutreten. Auch die Vorschriften ihres eigenen Glaubens tragen dazu bei, dass die Religionsgemeinschaft gefährdet ist. So verlieren Mandäer die Zugehörigkeit zu ihrer Glaubensgemeinschaft, wenn sie ein Mitglied einer anderen Religionsgruppe heiraten. Dergestalt erklärt sich, dass die Eltern der Dunja Hayali sich zur Ehe entschlossen haben, weil sie, trotz leichter glaubensmäßiger Unterschiedlichkeit, im Kern den gleichen rassisch-religiösen Vorschriften unterlagen.

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Am Montag, dem 31.08.2015, hatte die damalige linkslastige CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel zur alljährlichen Sommerpressekonferenz geladen. Sie verkündete, dass die BRD syrische „Flüchtlinge“ aufzunehmen hätte und „dass wir das zu schaffen haben“. In den Jahren 2015 und 2016, wurden infolgedessen mehr als 2,5 Millionen irreguläre Grenzübertritte verzeichnet. Seither gelten weder deutsche Grenzen, Gesetze noch deutsche Vernunft. Das Asylrecht sagt klipp und klar: Wer als Flüchtling aus einem sicheren Land kommt, hat kein Recht auf Einlass. Doch daran hält sich niemand mehr, allen voran die BRD-Kanzlerin. Sie beruft sich auf das „grenzenlose Schengen-Europa“. Flüchtlingsnot kennt angeblich kein Gebot: „Wir können die Grenzen nicht schließen. Wenn man einen Zaun baut, werden sich die Menschen andere Wege suchen“, erklärt Merkel. Auf gut Deutsch: Wir sind gegen die Überfremdung des Landes machtlos. Natürlich ist eine Nation, wenn sie nicht will, niemals machtlos ! Rund 834.000 syrische Flüchtlinge leben derzeit in Deutschland und erhalten eine Rundumversorgung - sie bilden vor den Afghanen die größte Gruppe unter den „Schutzsuchenden“, die in Wahrheit aggressiven Invasoren gleichen. Etwa 24,2 Jahre alt ist ein durchschnittlicher „Syrien-Flüchtling“, die Mehrzahl sind Männer. Syrer stellten die größte Gruppen ausländischer Tatverdächtigeri, insbesondere im Bereich der Gewaltkriminalität. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 114.889 syrische Staatsangehörige als Tatverdächtige in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst (ohne ausländerrechtliche Verstöße). Ein drastisches Beispiel ist eine syrische Großfamilie die ihr Unwesen im Raum Stuttgart trieb. Dem Clan werden, laut Ministerium, mehr als 160 Straftaten zur Last gelegt. Unter anderem geht es dabei um räuberische Erpressung, Körperverletzung und versuchten Totschlag. Nicht für alle der Straftaten gibt es auch eine rechtskräftige Verurteilung. Im Oktober 2025 sollen diese Syrer aus BW wieder ausgereist sein. Die Familienmitglieder sind nicht abgeschoben worden, sondern haben Deutschland durch sogenannte kontrollierte Ausreisen verlassen. Dabei handelt es sich laut Ministerium um freiwillige, „finanziell belohnte“ Ausreisen, die vom „Sonderstab Gefährliche Ausländer“ vom Ministerium für Justiz und Migration unter anderem „durch Beratungen“ begleitet werden. Es ist mehrfach vorgekommen, dass kriminell auffällige Syrer ihren privilegierten Sonderstatus herauszustellen versuchten durch den Hinweis, sie seien die persönlich von Angela Merkel „eingeladenen Gäste“ in der BRD. Mir wäre es interessant, zu erfahren, wie viele von den sogenannten „syrischen Gästen“ Angehörige von altjüdischen Glaubensformen sind ?

Spaltung der jüdischen Religion

 Die altisraelische Gesellschaft war heillos theologisch vergiftet. Die begüterte akademi­sche Ober­schicht der Schriftgelehrten dünkte sich haushoch über jene erhaben, die un­kundig, teilnahmslos oder gar unwillig den strengen nationalen Religionsgesetzen gegen­überstanden. Diese „Gesetzes­un­kundigen“ (eigentlich die gesamte soziale Unterschicht) wurden wie Krank­heits­träger erachtet, an denen man fürchtete, sich mit dem Virus des Unheils anzustec­ken. Mit grässlichen Tabus und Verfluchungen wurden sie belegt. Die Heirat mit einer Tochter derselben wurde verboten, denn sie galten als Geschmeiß, Ge­würm, Vieh - und man „darf nicht beim Vieh liegen“ (I 366/7; II 69. 502). Geset­zes­unkundige durfte man töten, durfte sie verhungern lassen (II 515/6. IV 541), sie er­schienen wie Hunde (III 621). Sie durften auch vor Gericht nicht zeugen, bekamen kein öffentliches Amt und waren wie Nichtjuden, Sklaven, Frauen und Kinder vom ge­mein­samen Tischgebet ausgeschlossen (siehe „Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Mischna“, Strack und Billerbeck, Berlin 1922/8).

So standen sich die verschiedenen Stände und Klassen in einer kaum zu steigernden Feindseligkeit gegenüber. Glaubenseifer, Hass, Verachtung und dünkelhafte Selbstge­rech­tigkeit schufen das gesellschaftliche Klima am Vorabend des Jüdischen Krieges. Jede einzelne Gruppe war eifernd überzeugt, sie allein besäße das rechte Gottesver­ständnis. Aus je­ner Bewegung der vom offiziellen Tempeljudentum abgerückten, aggres­siv-revolu­tionä­ren Essenerpartei bzw. aus deren Untergruppe der Nazoräer war der Mann aus Ga­li­läa, Jesus (geb. ca. 6/7 v.0), hervorgegangen. Die Essener bezeichne­ten die reli­giöse Füh­rung in Jerusalem kompromisslos als „Lehrer der Finsternis im Haus der Sünde“, sich selbst aber als „Söhne des Lichtes“. Maßlos anmutende Schimpfreden ge­gen eine verachtenswerte Obrigkeit in Jerusalem hatte schon der Prophet Jesaja im 8. Jh. geführt. Er legte den Herrschenden die Worte in den Mund: „Wir haben mit dem Tod einen Bund und mit der Hölle einen Vertrag gemacht; wenn eine Flut dahergeht, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben die Lüge zu unserer Zuflucht und die Heu­chelei zu unserem Schirm ge­macht.“ (Jes., 28,15) Und er drohte: „...dass euer Bund mit dem Tode zunichte werde und euer Vertrag mit der Hölle aufgelöst sei. Und wenn eine Flut dahergeht, wird sie euch zertreten; sobald sie dahergeht, wird sie euch vertil­gen.“ (Jes., 28,18) Auch in den Augen der Essener waren die Jerusalemer Höllenfür­sten der kommenden Flut ver­fallen. Einen „Neuen Bund“ wollten sie er­richten, in Beru­fung auf dem Propheten Je­remia: „Siehe, Tage kommen, spricht Je­hova, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen werde: nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe, da ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Lande Ägypten herauszuführen, welchen meinen Bund sie gebro­chen ha­ben.“ (Jer. 31,31f)

Die Qumraner vom „Neuen Bunde“ lebten im krassen Gegensatz zum offiziel­len jüdi­schen Mondkalender nach einem Sonnen­zeitweiser und beteten konsequent nicht in Richtung Jerusalem, sondern zum Sonnenaufgang hin, weil ihnen der Jerusalemer Tem­pel durch Frevel und Lüge unrettbar verdorben schien. Die Morgensonne galt ihnen als Sinnbild des göttlichen Aufganges, und sie hielten den nicht­jüdischen Ritus der Was­ser­taufe. Philon von Alexandrien (25 v.0 - 40 n.0) schrieb: „Sie halten den Körper für vergänglich, die Seele aber für unsterblich.“ Auch darin standen sie im Widerspruch zum traditionellen und offiziellen Judentum. Das „Alte Testament“ kennt weder die Unsterb­lichkeit der See­le noch irgendwelche Gefilde der ewigen Seligkeit. Zum Ver­ständnis der Essenerge­mein­schaft müssen mehrere außerjüdische Vorbilder herangezo­gen werden, beispiels­weise auch die Bruderschaften der griechischen Philosophie, insbe­sondere die elitären Schulen des Pythagoras. Es erwies sich als richtig, was der jüdische Historiker Flavius Josephus mitteilte: „Sie suchen sehr nach alten Büchern und lesen sie, erfor­schend, was in fremden Ländern getan wird, Verständnis aus ihnen empfangend und aufmerksam auf das, was der Seele und dem Leibe zum Nutzen ist.“ (Jüd. Krieg II 8,2) So wünschten sich besonders die eifernden Essener, von den Wohn­be­zirken der gemeinen Juden, der vermeint­lichen Sünder, abzu­sondern, zogen in die judäi­sche Wüste und er­richteten in der Nähe des Toten Meeres ein Zentrum (Qum­ran, ab ca. 150 v.0), wo sie in klösterlicher Zucht ihr Gemein­schaftsleben organi­sierten. Auch die Zerstörung ihrer Ansiedlung durch ein Erdbeben im Jahre 31 v.0) scheint sie im Eifer eher bestärkt zu haben, obschon sie die Stätte jahr­zehntelang verödet liegen lie­ßen. Sie werden von da ab noch strenger gegen sich selbst und andere vorge­gangen sein. Ihr geistiger Führer war in den Jahren ca. 15-25 n.0 Johannes der Täufer, von dem sich die Mandäer als Glau­bensvolk direkt ableiten. Er empfing in der Nähe der Siedlung Qumran zuweilen gro­ße Scharen von Pilgern. Manche waren Es­sener, die von weit hergekommen waren, um von ihrem Sektenoberhaupt die Was­sertaufe zu erhalten; andere waren begie­rig, die Pre­dig­ten des Johannes zu hören, und wurden nach gelunge­ner Überredung mit der Taufe in den johanneischen Sektenverband aufgenom­men. Fla­vius Jose­phus berichtete, dass die Essener den Brauch übten, Kin­der zu adoptieren, die sie ganz ih­­rem Einfluss aussetzten, sie also zu fanati­schen Glau­benskämp­fern ausbil­deten. Sowohl von Johannes (Lk. 1,80) wie auch von Jesus (Lk. 4,1) wird berichtet, dass sie „in der Wüste“ waren. Johannes nahm of­fenbar schon als Kind, Jesus vielleicht als Jüng­ling die Bot­schaften der Essener in sich auf. Völlig abwegig wäre der Gedanke, Johannes der Täu­fer hätte von Anfang an einen eige­nen Sonderweg beschrit­ten, er wäre kein Es­sener gewesen. Diese streitbare fanatisch-ze­loti­sche Gemein­schaft würde unmittel­bar vor ihrer Haustüre keine andere als nur die Pre­digt ihres Sek­ten-Evan­geliums gedul­det haben. Zudem beweisen Funde in den vielen nahegelegenen Höhlen, dass auch etliche Anhänger im Umfeld der klösterlichen Kleinsiedlung wohnten. In dieses essenische Hoheitsgebiet hätte sich kein Fremder mit falschem Zungenschlag hineinwagen dürfen. Die Entfernung zwischen Qumran und der Taufstelle be­trägt nur ca. 15 Kilo­meter. „Er tauf­te zu Bethabara jen­seits des Jordans“ (Joh. 1,28). Wir müssen Johannes als den Ge­gen­hohepriester der essenisch-nazoräi­schen Sonder­ge­meinde im damaligen Judenstaat ansehen.

Aufschlussreich ist die Schilderung des Zeitgenossen Flavius Josephus, der aus Sicht des nüchternen Beobachters die leidenschaftlichen, für das Judentum so typischen Schwarm­geister beschrieb. Die hat es vor, während und nach Johannes und Jesus alle­zeit gegeben: „Es waren dies Verführer und Betrüger, die unter dem Vorwand göttli­cher Sendung auf Umwälzung und Aufruhr hinarbeiteten und das Volk zu religiöser Schwärmerei hinzurei­ßen suchten, indem sie es in die Wüste lockten, als ob Gott ihnen dort durch Wunder­zeichen ihre Befreiung ankündigen würde“ (Jüd. Krieg II. 13,6). Jedenfalls wanderte auch Jesus zu Johannes und dessen Schülerkreis in die Wüste hin­aus, schloss sich an und ließ sich unterrichten. Es entwickelte sich ein echtes, länger wäh­rendes Jüngerverhältnis (Lehrer-Schüler-Beziehung). Bei den Essenern war bekanntlich die Wassertaufe fester Be­standteil ih­res religiösen Brauchtums. Die Taufe Jesus durch Johannes bedeutete nichts anderes als die Aufnahme in den johanneischen Verband unter der Schirmherrschaft des Essener­tums. Über diese Anfangsphase berichten die mandäischen Schriften: Im Ginza le­sen wir, wie Jesus als Neuankömmling zuerst „in Demut einhergeht, die Taufe des Jo­hana [Johannes] empfängt und erst durch die Weis­heit des Johana weise wird.“ Er scheint seinen Lehrer zu Beginn der Schülerphase mit überschwänglichen Worten geprie­sen zu haben, was sogar noch aus einigen Evangelien­stellen hervorgeht (z.B. Mt. 11,7-11). Zweifellos wurde er dessen Lieblingsschüler. Die genannte Stelle besagt aber auch in aller Klarheit, was unüberbrückbar zwischen die bei­den treten musste: Jesus schmeichelte dem Johannes, er sei der Größte unter den Men­schen, „... aber der Kleinste im Him­mel­reich ist größer als er.“ Gleichzeitig lockte er seine Zuhörer: „Wer sich selbst ernied­rigt wie ein Kind, der ist der Größte im Himmel­reich.“ (Mt. 18,4) Da sich Rabbi Jesus ja in zunehmendem Maße selbst vom „Himmel­reich“ ableitete, degradierte er damit den po­pulären Täufer-Johannes zur Bedeutungs­losigkeit.

Nachdem Jesus mythisches Wissen und Überredekunst seines Lehrers erschöp­fend aus­ge­beutet hatte, begann er sich von diesem mehr und mehr abzuwenden, ja, er fing an zu predigen, er selbst sei derjenige, den Johannes als den großen kommenden Erlöser ver­kün­dete; er selbst wäre der Messias/Christus (der Gesalbte), der zum Ende der Welt­zeit er­wartet wurde. Für die erhitzte Phantasie des Jesus schien jetzt die Endzeit unmit­telbar bevorzustehen. Dass er sich darin gründlich getäuscht hatte, muss nicht näher aus­geführt werden. Johannes und der feste Kern seiner essenischen Anhängerschaft machte diesen Schritt nicht mit und erklärte den Messiasanspruch Jesu für Exaltiertheit und Verrückt­heit. Der Ginza berichtet: „Dann aber verdrehte er [Jesus] die Rede des Jo­hana [Johan­nes], verän­derte die Taufe im Jordan, verdrehte die Rede der Wahrheit und predigte Frevel und Trug in der Welt.“ Der essenischen Schule, aus der Jesus her­vorging, galt die veränderte Lehre eine Irrlehre. Johannes und die Nazoräer nahmen Anstoß und „är­ger­ten sich an ihm“ (Mt. 13,57); „und sie wurden voll Zorn, als sie ihn reden hörten“ (Lk. 4,28), d.h. sie ver­moch­ten die plötzliche Wandlung vom kleinen Schüler zum gott­ge­sendeten Messias nicht mitzuvollziehen. Jesus hatte die Stirn, in An­sprachen vor den Jo­hannes­jün­gern deren Mei­ster herabzusetzen, sich selbst als den be­deutenderen hinzu­stel­len, Jo­han­nes lediglich als seinen Vorankünder oder Wegbereiter zu bezeichnen, und folgerichtig begann er auch, des­sen essenisch-mei­sterlichen Taufritus nachzuahmen (Lk. 7,24-29). Wie überspannt und abstoßend die Selbstüberhebung des Jesus auf die mei­sten seiner früheren Genossen ge­wirkt haben muss, besagt die Stelle im Ginza von der „Verkündung des Lügenmessias: Ich bin Gott, ich bin Gottes Sohn.“ Geradeso berichten die Evangelien, man warf ihm vor: „Du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.“ (Joh. 10,33) Daraufhin spal­tete sich die Gemeinde.

Jesus gelang es, einige An­hänger des Johannes auf seine Seite zu ziehen. Gegenüber dem orthodoxen Judentum gab es zwischen den beiden Gruppen eine gewisse Solidari­tät, aber untereinander herrschte bald scharfe Konkurrenz. Fortan gab es ein Nebenein­ander von Johannesjüngern und Jesusjüngern. Wie immer in solchen Fällen, standen etliche auch dazwischen, schwankten hin und her und fanden keine endgültige Entschei­dung. Die Johannesjünger fasteten, die Jesusjünger nicht (Mk. 2,23ff; Mt. 9,14f). Die Jesus­jünger verstießen sogar gegen das strenge Sabbatgebot (Mk. 3,20ff), obschon die Esse­ner die Sabbatruhe noch peinlicher einhielten als Pharisäer und Sadduzäer (Jüd. Krieg II 8,9).

Jesus gab sich durchaus weltlich, den fleischlichen Freuden zugetan, zumindest nicht abgeneigt. Er pflegte mit einer Freundin umherzuziehen. Im „Evangelium des Phillipus“ (Nag-Hammadi II,3) bekundet der Spruch 32: „Es waren drei, die allezeit mit dem Herrn wandelten: Maria, seine Mutter, und ihre Schwester und Magdalene, die man seine Gefährtin nennt. Denn [eine] Maria ist seine Schwester und seine Mutter und seine Gefährtin.“ Der Spruch 55 sagt: „Und die Gefährtin von [Jesus] ist Maria Magdalena. Der [liebte] sie mehr als [alle] Jünger, und er küsste sie [oftmals] auf ihren [Mund]. Die übrigen [Jünger], sie sagten zu ihm: ,Weshalb liebst du sie mehr als uns alle ?` Es antwortete der Erlöser, er sprach zu ihnen: ,Weshalb liebe ich euch nicht [so] wie sie ?`“ Spruch 56: „Wenn ein Blinder und einer, der sieht, beide im Finsteren sind, sind sie nicht voneinander unterschieden. Wenn [aber] das Licht kommt, wird der, der sieht, das Licht sehen, und der Blinde wird im Finsteren bleiben.“ Im 1946 zu Nag-Hammadi in Mittelägypten gefundenen „Thomasevangelium“, einem alten Kodex aus dem 2. Jahrhundert (Logion 114), kommt zum Ausdruck, dass die männlichen Parteigänger des Jesus seinen Frauenverkehr nicht schätzten; da heißt es: „Simon Petrus sagte zu ihnen: ,Mariham soll von uns gehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig !`“ Wie stark die Spannungen innerhalb der Gruppe waren, kommt in den weiteren Dialogen zum Ausdruck (21): „Maria sprach zu Jesus: ,Wem gleichen deine Jünger ? Er sprach: Sie gleichen kleinen Kindern, die sich auf einem Feld niedergelassen haben, das ihnen nicht gehört. Wenn die Herren des Feldes kommen, werden sie sagen: Lasst uns unser Feld. Sie (die Jünger) sind ganz nackt wehrlos) in ihrer (der Herren) Gegenwart, damit sie es ihnen lassen und ihnen ihr Feld geben.“ Ebenso findet sich dort (NHC II, 2) ein Gespräch zwischen einer Frau namens Salome und Jesus aufgeschrieben: Salome sagte (61): „,Wer bist du, Mensch ? Du bist in mein Bett gestiegen und hast von meinem Tisch gegessen.“ [sie meint damit: „Du hast mich penetriert und hast dich zusätzlich noch bei mir durchgefuttert] Jesus sagte zu ihr: ,,Ich bin der, der entstanden ist aus dem, was gleich ist. Man gab mir von dem, was meines Vaters ist. [Jesus antwortet auf den Vorwurf der Frau also: Ich/wir kommen alle aus der gleichen Ursubstanz, ob ich jetzt bei deinem Körper liege oder von deiner Speise esse, was soll es, alles kommt doch aus Gott, auch du und ich; warum sollen wir uns nicht gemeinsam daran erfreuen !] [Salome sagte daraufhin:] ,,Ich bin deine Jüngerin. [also: Wenn du es so siehst, wird es schon richtig sein !] [Jesus sagte zu ihr:] ,,Deshalb sage ich: Wenn er/es gleich ist, wird er/es sich mit Licht füllen/gefüllt werden, wenn er/es getrennt ist, wird er/es sich mit Finsternis füllen/gefüllt werden.‘ [d.h.: Wenn wir erkennen, dass wir alle eigentlich gemeinsam - auch die scheinbaren Gegensätze von Frau und Mann - aus Geist sind, wird uns alles licht -, wenn wir aber diese materielle Scheintrennung im Vordergrund sehen, dann bleibt uns alles finster und unserem Begreifen verschlossen !] Der Codex II von Nag Hammadi, in dem das „Thomasevangelium“ überliefert ist, gilt al eine geschehnisnahe Quelle. Er wird ca. auf das Jahr 400 datiert, aber seine Entstehungszeit im östlichen Syrien um Mitte des 2. Jhs. angenommen. Es ist aber nachweisbar, dass die Handschrift eine bedeutend ältere koptische Vorlage gehabt hat. Bereits 1952 hat H.-Ch. Puech festgestellt, dass Teile dieses Evangeliums schon längere Zeit in griechischer Sprache vorlagen, nämlich in den um die Jahrhundertwende gefundenen Oxyrhynchus Papyri 1,654 und 655.

Des Jesus essenisch eingestellter Freundeskreis, seine Familie, „die Seinen“, die es gut mit ihm meinten, suchten den - selbst für die damaligen überspanntesten jüdischen Gemüter - von einer ganz außerordentlich anmutenden religiösen Psychose ergriffenen Zimmermanns­sohn; sie wollten ihn festhalten, zur Vernunft bringen, denn sie waren überzeugt, er sei wahnsinnig geworden. In Mk. 3,21 lesen wir: „Und als es seine Brüder hörten, gingen sie aus, ihn zu fangen, denn sie sagten, dass er aus seinem Verstande herausgegangen sei.“ Die Freunde meinten: „Ein Dämon ist über ihm und er ist völlig irrsinnig.“ (Joh. 7,20) „Von da an drehten sich viele Jünger um und gingen mit ihm nicht weiter.“ (Joh. 6,66) Bezeichnend ist der Satz: „Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn.“ (Joh. 7,6) Jesus wurde aus der Ge­meinde ausgestoßen und als Irrlehrer verflucht. Es heißt: „sie warfen ihn aus der Stadt“ (Lk. 4,29) oder „sie warfen ihn aus dem Wein­berg“ (Mk. 12,8); Symbolbegriffe wie das „Hinauswerfen“ aus „Stadt“ und „Wein­berg“ bedeuteten im essenischen Verband soviel wie „den Bann vollziehen“. Das Bild der Pflanzung wie des gehegten Weinberges haben die Qumraner oft auf sich ange­wen­det (z.B. Gesetzes­rolle VIII,5). Dass Jesus von seinen ehemaligen Glaubensbrüdern ver­flucht wurde, geht aus frühchristlichen Schriften (1. Kor. 12,3) deutlich hervor: Die Verdammungsformel lautete: - „Verflucht sei Jesus“. Johannes muss selbst noch kurz vor sei­ner Festnahme durch die pharisäisch gelenkte Obrigkeit oder aus dem Kerker her­aus vor seiner Ent­hauptung sei­nen ehemaligen Lieblingsschüler als ungetreu erkannt, verworfen und über ihm den Bann ausgerufen haben. Deshalb durfte Jesus unmöglich nach dem Tode des großen Lehrers dessen Nachfolge in der Lei­tung des Nasoräerver­bandes antre­ten. Die Warnung vor ihm ging in die johanneisch-mandäischen Liturgien ein. So heißt es in der Oxforder Samm­lung XX,10: „Nehmet euch in acht, meine Freunde, nehmet euch in acht, meine Brü­der, vor dem nichtigen Jesus Christus, vor dem, der die Gestal­ten ver­dreht und die Worte meines Mundes ver­ändert...“. Im man­däischen Buch des Herrn der Größe wird „Christus der Verführer“ genannt; oder es heißt: „er ist der Sa­tan“, „der Lügenmes­sias“, der „Höllenfürst“; und weiter: „dem Lü­genmessias sind die verborgenen Dinge nicht geoffenbaret“, oder: „Je­sus der Heiland nennt er sich, er ist der Satan“.

Deckungsgleich berichten die Qumraner Schriftrollen (Habakuk-Kommentar) einerseits vom „Leh­rer der Gerechtigkeit“, der alle Geheimnisse der Propheten-Worte zu wissen bekam (II,9; VII,5), in dem Johannes der Täufer zu erkennen ist - und andererseits vom „Lügenpriester“, dem „Mann der Lüge“, „Lügenprophet“, „Lügenprediger“, der „das Gesetz verworfen hat inmitten ihrer ganzen Gemeinde“, „der viele verleitete... eine Ge­meinde der Lüge zu errichten“, womit nur Jesus gemeint sein kann. Er ist einst als Au­ßenstehender in die Urge­meinde aufgenommen worden, erwies sich dann aber als Ab­trünniger, mit dem der „Lehrer der Gerechtigkeit“ in Streit geriet, weil er die Lehre der Gemeinde zum Teil nachahmte, in anderen Teilen verfälschte und etliche Gemein­de­mitglieder auf seine Seite hinüberzog. Ebenso berichtet die Damaskusrolle (B XX 11-16) vom „Mann der Lüge“ und den „Män­nern des Streites“ oder den „Männern des Ge­schwät­zes“, die sich ihm angeschlos­sen ha­ben und „Irriges geredet gegen die Gesetze der Gerechtigkeit“. Folgt man dieser Textaussage, fand eine Spaltung statt, die einen Teil der Anhänger des Leh­rers seinem Einfluss entzog. Wörtlich heißt es: „Sie haben den zu­verlässigen Bund ver­schmäht, den sie geschlossen hatten [oder: „dem sie sich ange­schlos­sen hatten“] im Lande Damaskus [d.h. dem Neuen Bund]“. Laut Qumraner Schrift­rol­len ist der „Lügenmann“ (Jesus) der Gegenspieler des „Lehrers der Gerechtig­keit“ (Jo­hannes), also ein Gegner in­nerhalb der Gemeinde. In der Damaskusschrift (B XX,14) wird der „Lehrer der Gerech­tigkeit“ auch „alleiniger Leh­rer“ geheißen. Dieser Wechsel in der Bezeichnung muss ei­nen Anlass haben, wahrschein­lich doch den, dass seine Auto­rität in der Gruppe selbst oder in verwandten Kreisen be­stritten worden ist. Bestritten wurde sie, wie wir wissen, von dem ungetreuen Schüler Jesus. Aus den Schrif­ten geht auch dies hervor: Der Lehrer wurde nicht für den Messias angesehen, denn es wird aus­drücklich gesagt, der Messias käme erst (Damaskus V XX, 1). Die Pre­digt des Johannes lautete geradeso: Der Erlöser werde erst in der Zukunft kommen. Dann wird von der Wegnahme des „Lehrers der Gerechtigkeit“ gesprochen (B XIX,35f u. XX,14), womit die Verhaftung des Johannes beschrieben ist. Auch der Ha­bakuk-Kommentar (XI,6) be­richtet, der feindliche Hohe­priester von Jerusalem, der „Fre­velpriester“, hätte nach dem „Lehrer der Gerechtigkeit“ in der Wüste ausgegriffen, ihn „aufgesucht“, „um ihn in jä­hem Zorn im Hause seiner Haft zu verder­ben/verschlin­gen“, schließlich also zu töten. Dass Johan­nes der Täufer tatsächlich auf Anstiften der Sy­nago­genlei­tung von Herodes ge­köpft wur­de, steht außer Frage. Während dieser Verfolgun­gen und nach der Hinrich­tung des Johannes tauchte Jesus unter und hielt sich einige Zeit versteckt (Mt. 14,13).

Unser wichtiger Textblock in der Damaskusrolle (B XX11-16) lautet: „Die Männer des Geschwätzes haben Irriges geredet gegen die Gesetze der Gerechtigkeit. Sie haben den zuverlässigen Bund verschmäht, den sie geschlossen hatten im Lande Damaskus [Qum­ran]. Von dem Tage, an dem der alleinige Lehrer fortgenommen wurde, bis zur Ver­nichtung der Männer des Streites, die gegangen waren mit dem Mann der Lüge, sind es 40 Jahre. In jener Zeit entbrennt der Zorn Gottes gegen Israel.“ Hier wird davon ge­sprochen, die Spalterpartei sei vernichtet worden. Abgesehen davon, dass gegnerische Gruppen sehr gerne voneinander vorschnell behaupten, sie seien endlich zerstört, wird die Jesusgruppe wahr­haftig am Rande ihrer Auflösung gestanden haben. Die Tötung ih­res zweiten Anfüh­rers, des Jakobus 62 n.0, gehörte nämlich zu einer größeren Aktion der hochpriesterli­chen Behörden unter Herodes Agrippa II auch gegen die kleinen Mit­läufer. Es gab einen Be­fehl, alle Mitglieder der Jesussekte festzunehmen. Es werden nicht wenige getötet wor­den sein (Clemens Romanus, Erkenntnisse I. 71, aus ersten Jahren 3.Jh.). Dass es sich dabei um einen großen Polizeischlag gehandelt haben muss, ist zu ersehen, weil in seinem Gefolge ernstzunehmende innenpolitische Spannungen entstan­den, in deren Verlauf der Hohepriester auf römischen Befehl hin seines Amtes enthoben wurde. Was die Nennung der 40 Jahre betrifft, könnte man annehmen, daß es sich da­bei um eine symbolische, im jüd. Denken immer wiederkehrende Zahl handeln würde, aber von der Tötung des Täu­fer-Johannes bis zum Ausbruch des Jüdischen Bür­gerkrie­ges, dem Beginn der altjüdi­schen Endphase, liegen wahrhaftig ca. 40 Jahre: von 26 bis 66 n.0. Die Damaskusrolle wäre demzufolge unmittelbar vor Beginn der Unru­hen ge­schrieben worden. Genauer könnten wir uns die historische Schau kaum wün­schen.

Die in mehreren Qumran-Schriftrollen (Kommentare zu den Büchern Habakuk, Micha, Zephanja und zu Psalm 57 u. 68) wiederkehrenden Gegensätzlichkeiten zwischen dem „Lehrer der Gerechtigkeit“ und dem „ruchlosen Priester“ sind ein Topos, ein festes Denk- und Ausdrucksmuster dieser Literaturgattung. Sie haben ihre Wurzeln in der Mak­kabäerzeit (175-135 v.0), als die fundamentalistische nationaljüdische Bewegung alle Auf­weichungstendenzen, also Kompromisse gegenüber hellenistischen Neuerungen be­kämpf­te. Die Radikalnationalen warfen den Realpolitikern Anpassung und Kollabora­tion mit dem Besatzungsregime vor. Die „Lehrer der Gerechtigkeit“ waren entschiedene Tho­ralehrer. Im Micha-Kommentar werden die Priester Jerusalems Verführer und ihre ein­fältigen An­hänger das letzte feindliche Geschlecht genannt. Im Zephanja-Kommentar nennt der Verfasser Jerusalem und alle Einwohner des Landes Juda, über die der Zorn Gottes kommen werde. Im gleichen Sinne werden Juda und Jerusalem im Haba­kuk-Kommentar verflucht, an anderer Stelle „die Stadt Jerusalem, wo der gottlose Prie­ster Gräuel verübt und das Heiligtum Gottes verunreinigt hat“. Der letzte Gerech­tig­keitsleh­rer einer lan­gen Ahnenkette vor ihm aber war Johannes der Täufer; 40 Jahre nach sei­ner Ermor­dung brach das „Strafgericht Gottes über den Frevelpriester“ und das vorläu­fige Ende über Israel herein. (Auszug aus „Hassprediger Jesus“)

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Dunja Hayali und Iris Berben, Gesinnungsschwestern (04.08.2017). die gemeinsam gegen „Rassismus und Antisemitismus“, in der sehr bekannten links-tendenziösen Ausprägung, aktiv sind.

Iris Renate Dorothea Berben (1950-?) wurde als Einzelkind ihrer Eltern, der Gastwirte Heinz und Dorothea Berben geboren. Nach Scheidung der Eltern zog das Mädchen im Alter von vier Jahren mit ihrer Mutter von Detmold nach Münster und nach Hamburg, anschließend lebte sie zwei Jahre bei den Großeltern in Essen. In Hamburg besuchte Berben die Grundschule sowie mehrere Landschulheime. Als sie zwölf Jahre alt war, zog ihre Mutter nach Portugal. Das heimatlose Mädchen suchte früh Anschluss im Engagement bei der linksextremen „Hamburger APO“. Als Siebzehnjährige begann Berben zunächst in verschiedenen Kurzfilmproduktionen der Hamburger Kunsthochschule aufzutreten. 1978 wurde sie bekannt im Film „Zwei himmlische Töchter“ von Spielleiter Michael Pfleghar, der sich später erschossen hat. Neben mehreren Fernseh- und Kinofilmen war sie an der Seite von Diether Krebs, als Nachfolgerin der Jüdin Beatrice Richter, Teil der freizügigen Comedy-Show „Sketchup“ und übernahm die Titelrolle in der ZDF-Krimi-Reihe „Rosa Roth“. Sie spielte in einigen weiteren Filmen mit sowie als Synchronsprecherin. Sie sprach auch diverse Hörbücher ein. Michael Verhoeven inszenierte 2002 ihre gegenüberstellenden Lesungen aus dem „Tagebuch der Anne Frank“ und den Tagebüchern von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels.

Nach dem Sechstagekrieg 1967 reiste Berben erstmals nach Israel. 2002 erhielt sie vom „Zentralrat der Juden in Deutschland“ den „Leo-Baeck-Preis“ aufgrund ihres kontinuierlichen Engagements gegen deutschen „Rechtsextremismus“, „Antisemitismus“ und für das „Existenzrecht Israels“. Im August 2007 eröffnete sie als Schirmherrin die Ausstellung der „United Buddy Bears“ in Jerusalem. Sie ist Erstunterzeichnerin der Initiative „Stop the Bomb“, die sich gegen das iranische, aber nicht gegen das israelische „Atomwaffenprogramm§ wendet. Ferner unterstützt Iris Berben den Verein „Gesicht Zeigen!“ Für ein „weltoffenes Deutschland e. V.“, der sich bundesweit gegen „Fremdenfeindlichkeit“, „Rassismus“, „Antisemitismus“ und „rechtsextreme Gewalt“, nicht aber gegen linksextreme Gewaltakte, einsetzt. Sie ist Schirmherrin des „Magen David Adom-Israel in Deutschland e. V.“, der den „Magen David Adom“ (Roter Schild Davids, Israels nationaler Rettungs- und Blutspendedienst) unterstützt. Eine weitere Schirmherrschaft übernahm sie mit dem Musiktheater-Projekt Die Kinder der toten Stadt, das Schulen mit pädagogischem Begleitmaterial für Aufführungen zur Verfügung steht und durch den Ansatz der Musik neue didaktische Wege im Sinne der „Erinnerungskultur“ anbietet. Darüber hinaus ist Berben eine Unterstützerin des Jungen Deutschen Films. Berben ist zudem Kuratoriumsmitglied der Deutschen AIDS-Stiftung. Seit 2016 sitzt sie in der Jury zur Verleihung des „Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises“. Berben unterstützte bei mehreren Wahlen öffentlich die SPD. Beim Festakt zum 150-jährigen Geburtstag der SPD im Mai 2013 präsentierte Berben die „Geschichte der deutschen Sozialdemokratie“. Sie unterstützt die 2016 von der SPD initiierte Kampagne „Meine Stimme für Vernunft“. Berben beteiligte sich außerdem ehrenamtlich als Rezitatorin am „Erinnerungsprojekt“ zum jüdischen Dichter Curt Bloch, der in der Zeit von 1942 bis 1945 in den Niederlanden untergetaucht war.

Iris Berben war in einer Beziehung mit dem Israeli Abi Ofarim (geboren als Abraham Reichstadt 1937-2018), der sich von seiner jüdischen Frau Esther Sajed 1970 scheiden ließ. Seit Ende der 1960er Jahre war der etwa 30-jährige Sänger und Gitarrist Abi mit der damals 19-jährigen Schauspielerin Iris Berben liiert, die später, von 1974 bis 2006, mit dem israelischen Geschäftsmann Gabriel Lewy zusammen war. Berben wurde 1971 Mutter von Oliver Berben, dem späteren Filmproduzenten und Vorstandsvorsitzendem der „Constantin Film“, welcher also der Halbbruder des Gil Ofarim sein müsste, der durch seinen Leipziger-Lügenskandal von 2021 in trauriger Weise Berühmtheit erlangte. Im Januar 1979 war Abi Ofarim wegen Drogenbesitzes (Kokain) und des Verdachts auf Steuerhinterziehung verhaftet worden. Er verbrachte einen Monat in der JVA München-Stadelheim in Untersuchungshaft, wo er eine Entzugsbehandlung erhielt und wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. In dritter Ehe war Abi Ofarim, ab 1983, mit der blonden deutschen Sandra Hirt verheiratet, die sich 2004 von ihm scheiden ließ. Sie gebar ihm die Söhne Gil (1982) und Tal (1984). Nach der „Halacha“ (jüd. Religionsgesetz) sind weder Gil u. Tal Ofarim noch Oliver Berben, als echte Juden anzusehen, denn beider deutsche Mütter sind bekanntlich keine Jüdinnen. Gil Ofarim hat mit seiner frei erfundenen Antisemitismus-Vorwurf-Affäre, bei der er fälschlicherweise behauptete, ein Leipziger Hotelmitarbeiter habe ihn wegen seines „Davidsterns“ diskriminiert, nicht nur Menschen und dem betreffenden Hotel schwerste Schäden zugefügt, darüber hinaus ganz Deutschland beleidigt und geschmäht, denn er endete seine Video-Lügengeschichte mit dem demonstrativen Satz, gewissermaßen, seht her, so sieht es aus: „Deutschland 2021!“