„ZAHL DES ANTICHRISTEN“ 666 ?

 

THURSEN-/TEUFELS- ODER SONNEN-ZAHL 666 ?

 

Wer ist der Thurse ?

Der widergöttliche titanische Unhold in der germanisch-runischen, wie auch in der 1.000 Jahre später noch fassbaren eddisch-altnordischen Religion !

Das satanische Symbol Sechshundertsechsundsechzig („666“) stammt aus der Bibel. Es wird auch als „Zahl des Tieres“ oder „Zahl des Antichristen“ bezeichnet. Zwar gibt es abweichende Texte, die von 616 sprechen, doch die beiden wichtigsten großen antiken Textzeugen der „Offenbarung“, der „Codex Sinaiticus“ (4. Jh.) und der „Codex Alexandrinus“ (5. Jh.) überliefern, wie die Mehrzahl der späteren Textzeugen, jedoch 666. In der „Offenbarung des Johannes“ 13:18 lesen wir:

„Hier ist die Weisheit. Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“

Die Kommentatoren sind sich nicht völlig einig darüber, wer mit diesem Rätsel gemeint ist. Aber fast alle stimmen darin überein, dass die sogenannte Gematrie (Zahlenmystik) das Werkzeug ist, mit dessen Hilfe wir das Rätsel zu lösen versuchen sollten. Gematrie ist eine alte Methode, die Zahlenwerte von Buchstaben zum Aufspüren der verborgenen Bedeutung eines Wortes zu verwenden. Sie beruht darauf, dass sowohl das klassische Griechisch wie auch Hebräisch keine speziellen Zahlzeichen hatten, sondern statt dessen die Buchstaben als solche verwendeten. Daher steht der erste Buchstabe des Alphabets auch für 1, der zweite für 2 usw. Infolgedessen kann jedes Wort auch als eine Gruppe von Zahlzeichen gelesen werden. Wenn wir ihre Summe bilden, finden wir eine Zahl, die für das Wort steht.

Man nimmt an, dass bei der biblischen „Menschen-Zahl“ in „Offenbarung“ 13:18 ähnlich vorgegangen wurde. Der Autor wollte wahrscheinlich nicht, dass der Name des Betroffenen den außenstehenden Nichteingeweihten bekannt würde -, also verschlüsselte er ihn. Gleichzeitig war es seinen Mit-(Juden-)Christen augenscheinlich möglich, zu erkennen, wer gemeint war. Aber schon im zweiten Jahrhundert gab der Kirchlehrer „Irenäus von Lyon“ (um 135 - um 202) zu, er wisse nicht, wer der Mann sei, für den die Zahl steht. Er schlug Lösungen vor, von denen keine im Licht der heutigen Forschung vollständig befriedigt.

Sucht man unter den Größen der Mythologie dann würde man fündig bei einem menschengestaltigen griechischen Titan, griechisch „Teitan“ (der mit dem germ. Thursen/Riesen identisch ist), was nach Aleister Crowley die griechische Variante des arabischen Namens Sheitan/Teufel sein soll, ergibt nach der griechischen Numerologie bzw. Buchstabensummierung 666:

T E I T A N = 300+ 5+ 10+ 300+ 1+ 50 = 666

Die Zahl 666 sei die Zahl, die der Satan und seine Synagoge zu ihrem Kennzeichen gemacht habe. Die Zahl sei der Name des biblischen Schreckenstieres und die eines Menschen, den jedoch noch niemand kennt. Aber aus Sichtweise der frühen Christensekte könnte auch der traditionell erwartete altjüdische Erlöser - zwangsläufig eine menschlich-heroische Inkarnation des jüdischen Stammesgottes - als der zu erwartende Satan verstanden worden sein. Denn aus judäochristlicher Sicht war der Messias in Gestalt des Jesus ja bereits erschienen, wenn ein neuer jüdisch-konservativer Messias auferstehen würde, müsste der als ein falscher Messias bzw. als teuflischer Antichrist verstanden werden. Ebenso müsste er auf nichtjüdisch-heidnische Zuhörer wirken, wie es Plutarch (45-125 n.0) in seiner SchriftIside et Osiride" über den Judaios ausgebreitet hat. Zu diesem Thema schreibt Erubin, 43b: „Wenn der Messias kommt, werden alle Menschen den Juden als Sklaven dienen“, der Talmud von Babylon, Schahschrift, Seite 120, Spalte 1: „Der Messias wird den Juden die Herrschaft über die ganze Welt geben. Und ihr werden alle Völker unterworfen werden.“ und der Talmud von Babylon, Sanhedrinschrift, Blatt 88b, Spalte 2 und Blatt 89 und 99a, Spalte 1: „Der Messias wird den Juden das königliche Zepter über die ganze Welt geben, und alle Völker werden ihnen dienen und alle Nationen der Welt werden ihnen untertan sein.“ Das griechische Wort „Meissias“ (Meischiach), der Messias, auf den das Volk Israel noch heute so sehnsüchtig wartet (abgesehen von der zionistischen Sichtweise, dass das jüdische Volk sein eigener Messias sei), ergibt nach dem griechisch-pythagoräischen Zahlensystem wie folgt:

M E I S S I A S = 40+5+10+200+200+10+1+200 = 666

Die Kernzahl bzw. die Quersumme von 666 ist jedoch 18 und deren Quersumme 9, die sich als 3x3, also als Lichtzahl schlechthin, zu erkennen gibt. Bestätigend ist die 9. Rune () im germanischen Buchstabensystem des ODiNG-FUÞARK die Sonnenrune „sowilo“. Schon die alten Ägypter teilten die Ekliptik, die Sonnenbahn, in 36 Dekane ein (Quersumme 9). In den germ. bronzezeitlichen „Sonnenwagen von Trundholm“ ist die Zahl 360 ornamental hineingearbeitet. Warum die Himmelskreisbahn der Sonne in 360 Grade eingeteilt wird, ist zunächst vom Zahlensystem der alten Babylonier abgeleitet worden, das von 60 ausgeht. Woher dieser Kulturkreis es übernommen hatte, oder selbst entwickelte, ist unbekannt. Die Zahl 36 hat bezüglich der 666 folgende Bedeutung: Es ergibt die Summe aller Zahlen von 1 bis 36 auch 666.

Als der angreifende Christianismus sich im römischen Reich ausbreitete, war sein größter Konkurrent der Mithraskult, in dem die Sonne verehrt wurde. Der römische Mithras ist der „Unbesiegte Sonnengott“, ist „SOL INVICTVS“. Die Geburt des Mithras, des Lichts, des Sonnengottes, wurde am 25. Dezember des Julianischen Kalenders - zur Wintersonnenwende - gefeiert. Die Christen passten ihren neuen Kunstgott „Jesus“, den sie als „Christos“ bezeichneten, bekanntlich dem Sonnengott an und legten seinen unbekannten Geburtstag auf das Sonnengeburtsfest. Stand hinter der in der „Offenbarung“ vorgenommenen Zuordnung der Zahl 666 zum Teufel also der Versuch, die andere damals große Licht-Religion (Mithras) verächtlich zu machen ? Da die Religionskulturen der Welt überwiegend die Sonne oder Sonnengleichnisse ins Zentrum ihrer Verehrung stellen, ist sehr wohl von „des Menschen Zahl“ zu sprechen, wenn die Symbolzahl der Sonne gemeint sein sollte.

 

Bild: Einäugiger Titan, Symbol des Bösen, des „Teufels“

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