Sorgenfalten

I. WIE WAR DAS EIGENTLICH ?

Im Westergotländischen Skara, dem ältesten Bistum Schwedens, steht die Kirche von Dimbo-Ottravad, Mitte 12. Jh., auf einen alten Hügelgrab errichtet. Der Taufstein besitzt insgesamt 8 Bildfelder, er steht heute im Historischen Museum von Stockholm.
 
 
WIE WAR DAS EIGENTLICH,
 
als wir unsere eigene Religion verloren und zu Christen gemacht wurden ?

 

Die norwegischen Könige Olaf Tryggvason (Regierungszeit: 95-1000) und Olaf der Dicke (Regierungszeit: 1015-1028) sorgten für die Ausbreitung des Christentums unter unseren nordwestgermanischen Volksgeschwistern. Besonders Olaf der Dicke wütete mit rücksichtsloser Brutalität gegen seine heidnischen Untertanen, bis sie ihn 1028 aus dem Lande jagten. Bald nach seinem Tode wurde er auf Betreiben der christlichen Partei zum „Heiligen“ und „Schutzpatron Norwegens“ hochstilisiert -. bis zum heutigen Tage.

 

Der altisländische Bericht über die christlich-missionarische Mordbrennerei, die „Olaf-Saga“ (Tryggvason), Kapitel 150, wo es gegen den Großbauern Raud ging, lautet: „Der Bischof Sigurd tat seine Messgewänder an und ging vor auf den Vordersteven des Königsschiffes. Er ließ Kerzen anzünden und streute Weihrauch. Dann stellte er das heilige Kreuz auf den Vordersteven, las aus dem Evangelium und sprach viele andere Gebete. Endlich besprengt das ganze Schiff mit Weihwasser, hierauf ließ er in die Förde einrudern.

 

Als sie vor das Gehöft des Bauern Raud kamen, stürmten sie auf das Gemach zu in der der Bauer schlief, und brachen die Tür auf. Raud wurde nun gefangen genommen und gebunden, aber alle anderen Männer drinnen wurden erschlagen oder gefangen. Dann gingen die Königsmannen zu dem Gemach, in dem Rauds Knechte schliefen. Von diesen wurden einige getötet, andere gebunden, manche auch verprügelt.

 

Nun ließ der König Raud vor sich führen und gebot ihm, sich taufen zu lassen. - „Ich werde“, sagte der König, „dir dein Eigentum nicht nehmen, ich will vielmehr dein Freund sein, wenn du das zu würdigen verstehst.“

 

Raud aber sagte: „Einschmeichelnd setzt du deine Rede, o König ! Aber ich möchte den Glauben nicht lassen, den ich habe und den mich mein Vater lehrte, denn man kann nicht sagen, dass unser Gott Thor wenig vermöge, er sagt ungeschehene Dinge voraus und ist in aller Not unbedingt zuverlässig. Darum will ich die Freundschaft nicht brechen, so lange er mir Treue hält. Doch ich will anderen nicht verwehren, den Glauben zu haben, der jedem wohl gefällt.“

 

So ließ der König ihn ergreifen und ihn, das Gesicht nach oben, auf einen Baumstamm binden und befahl dann, ein Sperrholz zwischen seine Zähne zu stecken, um den Mund offenzuhalten. Dann ließ der König eine Otter bringen und an seinen Mund führen, die Otter wollte nicht hineinkriechen und schreckte immer zurück, wenn Raud gegen sie blies. Da befahl der König, einen hohlen Stengel von Angelikawurz zu bringen und Raud in den Mund zu stecken. Sie ließen nun die Otter hineinkriechen und brachten an das äußere Ende ein glühendes Eisen, so dass die Otter Raud in den Mund kroch, dann weiter in seine Kehle glitt und ihm dann von innen ein Loch in die Weichen fraß. So musste Raud sein Leben lassen.

 

König Olaf aber erbeutete da eine große Menge Goldes und Silbers und anderer Beute an Waffen und mancherlei kostbaren Wertsachen. Alle Männer aber aus Rauds Gefolge ließ der König taufen. Die die Taufe aber nicht wollten, ließ er töten oder martern.“

 

Von den Mordgesetzen „Karls des Großen“, welche das Heidentum unter Todesstrafe stellten -, bis hin zum heutigen Terrorparagraphen 166 StGB, welcher jegliche noch so berechtigte scharfe Kritik an der Christenkirche mit Gefängnis bedroht, geht die blutige Spur der Heidenverfolgung.