VOM SINN

VOM SINN

 

Was ist der Sinn des Lebens ?
Gott, Natur und der Menschheit zu dienen !
Wie diene ich diesen am besten ?

 

Gott (das GOD) ist das Heil, die Menschheit verlor das Heil und zerstört die Natur; also musst du heil werden, um Heil bringen zu können. Wie werde ich heil ?

 

Bejahe dein Schicksal ! Das heißt persönlich: bleib dir selbst treu - und überpersönlich: gib frei dich hin der eingeborenen Liebe zu den „Göttern des Himmels“, zur „Mutter Erde“, zum Vaterland, zur Gerech­tig­keit - und handele entsprechend !

 

Das Unheil wuchert, enthemmt krebsartig; die Seelen verschlammen; die Lüge herrscht und die Ver­blendung; der „Teufel“, der Materiegötze, triumphiert; die Not schreit zum Himmel; der Mensch ist schwach: der Weg zum Heil bedarf eines Übermenschen - wie werde ich Übermensch ?

 

Unseres Gottes Offenbarungen sind vielfältig und all seine Offenbarungen sind uns helfende Hände zum Heil, brüderliche Weggenossen, Brücken zum Übermenschen. Die Götter der Natur, des Schicksals, des Willens und der Weite, das Reich der Mütter und ewigen Ideen, der Urbilder und Urtöne, die Sterne, Planeten, Mond, Sonne, Äther, Wolken und Stürme des Himmels, die Elemente, Pflanzen und Tiere, Berge, Wälder, die Einöden und Meere der Erde, - das sind die göttlichen Quellen magischer Kraft, trinke von ihren heilenden Wassern soviel und sooft du kannst, bete zu ihnen, berausche dich zu heiliger Begeisterung an ihnen, verbinde und verbünde dich mit ihnen und du wirst unbesiegbar ...

 

Gott offenbart sich aber auch in auserwählten Menschen - Einheriern - als da sind die Helden der Ge­schichte, die Denker des Geistes und der Wahrheit, die Dichter, die vom Leid und Licht der Welt uns sangen, die Heil’gen, die durchs Leid der Welt zum Licht sich rangen, die Magier, die das Leid der Welt durch Gotteskraft bezwangen - das sind deine dir von Gott gesandten Vorbilder, verehre sie, strebe ihnen nach: sie zeigen dir, wie das schier Unmögliche Wirklichkeit werden kann; sie stärken deinen Glauben an das Wunder, das zu vollbringen dir aufgegeben, das du vollbringen kannst. Gibt es in jeder Zeit nur wenige Große, so gab es im Laufe der Zeiten doch ihrer viele: ihre Fülle verwirrt uns. Wähle deine Leitbilder aus.

 

Gott redet in vielen Zungen, zu dir redet er in deiner Zunge. Willst du dir Irr- und Umwege ersparen, so bete zu den Göttern deiner Landschaft, höre auf die Götter deines Himmels und Geistes, deines Blu­tes und Bodens, blicke auf die Helden, Dichter und Denker deines Volkes. Sie, die deiner Art gemäß sind, in deiner Sprache dachten, schrieben und redeten, verkürzen dir den Weg zu Gott, zur Unendlich­keit und Ewigkeit, zum Sein; denn die Sprache ist das Haus des Seins. Und vergiss bei allem Drang ins Große und Ferne deine Nächsten nicht! Liebe Mutter und Vater, Weib/Mann und Kinder, verehre die Ahnen, durch die du und deine Nachkommen verwoben sind im Gewebe deines Volkes. Ein Besonde­rer Ehren­platz in Herz und Hain gebührt dabei dem Totenheer der im Kampf für die Heimat oder hohe Menschheitsgüter Gefalle­nen, dem dereinst anzugehören der höchste Wunsch des rechten Menschen ist: Lass’ dein Ich aufgehen in der Größe deines Volkes, in der Weite des Weltalls, im Abgrund Gottes - und du bist frei, frei von Furcht, frei zur befreienden Tat des Gerechten. So wirst du tapfer, gütig, stark und fromm dem Heil der Seele, der Natur und der Menschheit am wirksamsten dienen. - Und die Gunst der Gottheit ist dann dir gewiss. So erfüllst du den Sinn des Daseins.

 

Nun spanne den Bogen, nimm das Ziel ins Visier, einäugig - und wenn die Stunde schlägt, lass’ schwir­ren den Pfeil ! Besteige nun den Berg der Weisheit, näher dem himmlischen Lichte, werde rund wie der ODING-Ring deiner Ahnen, werde schwer im Kreis der Vollkommenheit - und wenn die Zeit reif ist, lass’ rollen das Rad, hinab in die Täler, wie ein Feuerwirbel...!

 

Reife zur strah­lenden artgläubigen Frucht - bis sie göttlich glänzend dann fällt in den Schoß der Erde - als Saat für kommende Ernten. Folge deinem Stern ... werde selber ein Stern, zieh’ selig deine vorgeschriebene Bahn, leuchte der Fin­sternis und sei es nur einen Tag ...

 

Das war die Rede vom Sinn.

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