Grundzüge der ODING-Religion

 

Grundzüge der ODING-Religion

 

Vernünftiger und spannender als beispielsweise nach Mitgliederzahlen und Organisa­tions­ge­fügen der GOD (Glaubensgemeinschaft-ODING-Deutschland) zu fragen, wäre die Erkun­di­gung nach den Grundsätzen der ODING-Religion, welche die GOD verkündet. Was sollte nach Meinung der GOD ein ODING-Anhänger beachten, wie sollte er leben, in welcher Weise müsste er sein Leben einrichten. Gibt es eine bestimmte Form der Götteranbetung, gibt es eine ODING-Moral, einen ODING-Ritus ? Die Christen lehren beispielsweise diesen verschrobenen Ideenwust, dass der hebräische Stammesgötze Jahwe der weisungsbefugte Weltengott für sämtliche Menschen wäre, der einen „Menschensohn“ zur „Mensch­heits­erlösung“ auf die Erde geschickt hätte, und dass jeder selig würde, wer an ihn glaube und den Grundsatz befolgen würde: „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst !“ Dass dieses paradoxe Ansinnen reine unlebbare Theorie ist, und dass die meisten Christen völlig anders leben als sie von sich gern behaupten würden, steht auf einem anderen Blatt.

 

Welcher Art sind nun die antichristlichen Alternativen der vorgeblich altgermanischen ODING-Lehre ? In der Tat, das sind die Fragen, die interessierte junge, dem Heimatglauben oder ernsthaften Heidentum gegenüber aufgeschlossene Menschen erfragen müssten. Dazu soll auch kurz und bündig und allgemeinverständlich geantwortet werden:

1. Die ODING-Religion ist nicht unbedingt eine exklusive Lehre, die sich ausschließlich an germanische, keltische bzw. indogermanische Menschen wendet, also Menschen, die dieser nordischen Artgemeinschaft angehören. Jeder innerlich Nahestehende vermag sich anzuschließen. An wahrhaft willentlich Fremdartige richtet sich die ODING-Botschaft natürlich nicht. Wie in jeder natürlichen Volksreligion können sich Menschen die aus gleichen Ahnen­stäm­men hervorgehen, anerkannte Bekenner des ODING-Glaubens werden, aber auch ihre Freunde und Weggefährten. Den Mischlingen aus urverwandten Haplogruppen kann der Weg nicht versperrt werden. Fast jeder Mensch besteht aus einer Vielzahl von Erbeigenschaften, zum Teil recht unterschiedlichen Ursprunges. Fühlt sich ein Mischling ganz deutlich und überwiegend der hyperboreischen Art zugehörig, bleibt ihm auch der Weg zum ODING-Verständnis und - Glauben, und -Gemeinschaft, nicht verschlossen.

 

2. Die ODING-Gemeinschaft ist vom Sein eines gutwilligen Gottes überzeugt, aus dessen Kraft­willen (Energie) das All hervorgegangen ist. Weil allein aus einer polaren Grundordnung das Leben und Weiterwerden möglich ist, gab Gott These und Antithese in die Welt. Beide Kräfte gehören zum Ur-Es, wie die rechte die linke Hand des Menschen. Nach diesem Verständnis ist Gott nicht der fremde Schöpfer, der der Weltentwicklung aus seinen Über­welten zusehen würde, Gott ist vielmehr die wesenseigenen Antriebskraft in jeglichem Anteil seiner und unserer Welt. Gott ist die Polarität, die zu einer Klärung ihrer selbst drängt. Der Mensch ist fleischgewordener Gottesgedanken, der Mensch selbst ist mit Gott identisch (vgl. junge Schelling, Hegel). Religionsgeschichtlich nannten unsere Ahnen den guten Lichtanteil des Himmelsgottes „Di“, Dyaus, Zeus, Ju-piter, Ti-watz, Tiu, Tyr. Sie erkannten auch, dass Gott Tag und Nacht, Licht und Finsternis umfasst, dass er mehr als nur Licht allein ist, dass er der Urgedanke, die Uridee, die Urseele ist, und sie nannten ihn Wodan-az, Wodin, Od, Odin.

 

3. Der geliebte Sohn Wodins ist Balder, der Geist der Güte, der Gerechtigkeit, der Ritterlichkeit, der Milde, der Helligkeit. Hier offenbart sich der eddische ODING-Ethos. Der gute Anteil Wodins erscheint wie eine Ziel­vor­stellung und wie ein Heilsplan der Menschheit. Nach dem guten Vorbild sich zu ordnen und zu richten, so lautet die Predigt des ODINGs. Baldurisch zu werden ist Menschen­auf­gabe. Das schließt die kämpferische Lichtritterschaft mit ein, nicht nur gut, sondern auch gerecht und kühn soll der Mensch sein. Wer das Gute, Helle anstrebt, versucht das Dunkle, Ungute, Niederere, Niederträchtige und Untermenschliche zu überwinden. In diesem Sinne soll der ODING-Mensch auch ein Drachenüberwinder, ein „Sankt-Georg“-Mensch sein, wie er aus heidnisch-christlichem Synkretismus her allgemein bekannt ist.

 

4. Die Gegenkraft Gottes, also der in Gott selbst wirkende, aber zu überwindende Widerstand auf dem Wege zum endsieglichen Heil ist, laut Runenlehre, der riesische bzw. titanische Thurse, der astrologische Saturn. Mit ihm verbindet der ODINGist bzw. der Odingi das übertrieben materielle Streben, die seelenlose Weltsucht, die gottferne Kälte, die Dunkelheit im stofflichen und geistigen Verständnis. Diese Kraft zu bekämpfen ist höchste Aufgabe des ODINGisch erhellten Nordmenschen; dieser Kampf ist sein höchster Gottesdienst. Beim Rückschauen in die indogermanische Geschichte und Religionsgeschichte stellen wir fest, dass sich dieses Ringen - gleichgültig wie die jeweiligen politischen und weltanschaulichen Zustände waren - wie ein roter Faden schlingt. Dieser Faden ist die Orientierungshilfe für den ODING-Gläubigen. Völlig unabhängig davon, welchen zeitgeistbedingten, modischen Rock er anhatte. Jeder Mensch, welcher sich in diesem Kampf für Recht, Gerechtigkeit, Freiheit und die weiteren hohen Ideale der Menschheit überwiegend einsetzte und sein persönliches Wohl hinten anstellte, war und ist unbewusst ein Kämpfer des baldurischen Lichtgeistes und somit ist er ODINGist. Für keinen einzigen unserer Heldenahnen, die auf diesem Felde der Ehre kämpften und fielen, müssen wir uns schämen -, und seien ihre Taten im Kampf gegen die Thursenbrut auch noch so brachial und blutig gewesen. Wurde Blut vergossen und wurden stoffliche Leiber getötet, unter der Prämisse der Menschheitserlösung vom Übel des Thursen-Saturns, dann geschah es im Sinne des göttlichen Heilsauftrages, dann war es gut. Größer und baldurischer freilich sind die Taten der Liebe ! 

Das sind die Grundzüge des ODING-Glaubens ! --- gibu auja asa !

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