REDE ZUM JUL-FEST

 
JUL-VORTRAG
(gehalten 08.01.7000 n.M.)

 

Wieder feiern wir JUL, das Radfest, das Fest der ewigen Wiederkehr. Wir begehen es zur rechten artgläubigen Zeit, auf der 1. Neumondphase des Sonnenjahres. Mithin ist unsere Feiergemeinschaft die einzige in der weiten germanischen Welt, die diesen Kult so hält wie es die Vorfahren getan haben. Erst der Norwegerkönig „Hakon der Gute“ legte im 10. Jahrhundert das Mittwinterfest-Julfest per Christengesetz auf den 24.12., dem angenommenen Termin der Jesusgeburt - wo man im Julianischen Kalender die Wintersonnenwenden vermutete. Noch heute erinnert in Skandinavien der Knuttag am 13. Januar mit seinem Julbier-Trinkhorn in den Stabkalendern, an das einstige Hochjulfest des Heidentums. Nur deshalb, nur wegen der einstigen christlichen Zusammenlegung von heidnischer Julfeier und Christfest, blieb bis heute die neuheidnische Welt so irritiert, dass sie zumeist keinen Unterschied mehr macht, zwischen Wintersonnenwende und dem Mittwinter-Sonnenbegrüßungsfest - eben Jul.  Die meisten Heidengruppen begehen ihr irrtümliches JULFEST zur Wintersonnenwende, der altheidnischen „Mütternacht“.

Dies ist aber gerade einer der tieferen Zwecke und der Stolz der ODING-Bewegung, dass wir den Christianismus überwinden, zu allererst in seinen Festen, Riten und Brauchtümern. Wer da lässig oder gar fahrlässig handelt, hat die Totalität des notwendigen Kulturkampfes gar nicht recht begriffen Wer da meint, das Christentum würde ohne Kampf weichen, es würde gewissermaßen sich quasi von selbst in Luft auflösen, hat zum einen die starke organisatorisch-finanzielle Position des Gegners nicht ins Kalkül gezogen und verkennt auch völlig die Gesetzmäßigkeiten geistesgeschichtlicher Abläufe. Nichts geht aus dieser Welt, was nicht durch eine angriffsgeistige junge Bewegung verdrängt wird. Kein Mensch und keine Idee, verlassen freiwillig ihre Thronsessel und ihre Pfründe. Etwas nachhelfen müssten wir schon. - Und wer diesen Angriffsschwung aufgrund seiner persönlichen Wesensmerkmale nicht besitzt, der gehört eigentlich auch nicht in die Phalanx der revolutionären ODING-Bewegung. Ich appelliere an die schlummernden Ketzer- und Rebellengeister, denen möchte ich insbesondere zurufen: kommt herbei ihr Umstürzler und Neuerrichter, ihr Gründlichen und Strengen, ihr Radikalen und Starken, ihr JULGEISTER, ihr Neumacher, eure Art wird benötigt zur NOTWENDE des europäischen Hauses - denn fast nichts von den sogenannten geistigen „Werten“, die da über die Jahrhunderte fimbulwinterlich-christlicher Weltkultur heranwucherten, ist es nicht wert auf den Schmutzwäschehaufen der Geschichte geworfen und einem gründlichen Großreinemachen unterzogen zu werden.

Wir warten also auf das - und wirken für das - visionäre Große Julfest im kommenden Jahrtausend, dem Julfest, dem Erinnerungsfest, unserer geistigen Art. Heute aber begrüßen wir in dieser realen Hochjulstunde die ewige Wiederkehr des Lichtes als Lebenssymbol unserer Erde. WIR DANKEN DEM JULGOTT INGO-FRO, DER SINNBILDHAFT JUGENTLICHEN ERSCHEINUNGSFORM DES WELTENLICHTES TIUS-WODIN, DASS ER DAS ALTE JAHR IN FÜR UNS SO GÜNSTIGE BAHNEN LEITETE UND WIR BITTEN UM DIE GLEICHE HULD FÜR DIE KOMMENDE, NUN BEGINNENDE SONNENLAUFZEIT.

So, wie sich von dieser heutigen Mondphase an, die Sonne wieder auf den Nordweg begibt, um ihre Nordkinder wieder mit den Segnungen des Gottesganzes zu überschütten, so ist mit der wieder auferstandenen urgermanischen ODING-Lehre auch wieder die Glaubensbotschaft aus dem direkten Munde der Ahnen zu uns gedrungen. Das ist für alle bewussten, wachen Deutsch-Germanen das höchste herrlichste Jul-Erlebnis unseres zu Ende gehenden Jahrhunderts und Jahrtausends. Mit dieser Befreiungsidee, des ODING-WIZZOD, dem runischen Gottesgesetz, verkünden uns die Ahnen in Walhall, den Beginn des Endes einer schändlichen Verfallszeit. Das ODING-WIZZOD verkündet das Ende unserer geistig-seelischen Knechtschaft unter dem Diktat des Christianismus. Unser Geist befindet sich seit über 1.500 Jahren in orientalisch-christlicher Gefangenschaft. Das ODING bringt uns nun nicht den Führer dieser Befreiungsbewegung - Menschen, Führer, Leiter, Vorbilder, ja sogar Bundeskanzler und Bundespräsidenten können enttäuschen, sie können straucheln, sie können Fehler begehen - sie können im wirklichen und im übertragenen Sinne - Schwarzkonten führen - die reine Lehre kann das nicht. Die reine germanisch-altdeutsche Lehre ist wieder erlernbar, erlebbar, wir haben wieder ein Zuhause - kommt also her ihr Heimatlosen zurück in den Heiligen Hof eurer Art.

Die reine, wahre, aufrichtige germanisch-deutsche Lehre fehlte, deshalb der Niedergang unseres Volkes, deshalb die Orientierungslosigkeit unseres Volksgeistes. Wohin wir greifen, ins vermeintlich deutsche Kulturleben, nichts als orientalisch-mediterran-christlicher Geist, fremdes Gut. Und seit einigen Tagen wissen wir auch aus dem Munde der Links-Postile „Tatz“ (vom 11/12 1999, Eberhard Seidel), ich zitiere: „Europa fußte immer auf der christlich-jüdisch-muslimischen Kultur“, dass zu unseren europäischen Wurzeln, neben christlich-jüdisch-orientalischen, namentlich auch die islamisch-türkischen, gehören. Die germanischen, keltischen Wurzeln, dürfen von gewissen Umerziehern heute bereits als abgeschnitten und unbewusst verschwiegen werden ! - Soweit, liebe Freunde, sind wir schon auf dem Wege der Entselbstung vorangeschoben worden -- Deshalb, so folgert dieser Autor, sei die Türkei ein legitimer Anwärter auf die EU-Mitgliedschaft. Ca. 20 Millionen Menschen aus dem armen Anatolien und seinen Nachbarregionen träumen, aufgrund seriöser Schätzungen, von einer Übersiedelung nach Mitteleuropa. Unter dieser islamischen Lawine, die da möglicherweise noch einmal auf uns zurollt, werden unsere antigermanisch-judäochristlichen Grundfesten erbeben. Wer also meint, der Gegner Christentum sei bereits ein zahnloser Tiger, der hofft als deutscher Heide vergeblich, dass ihm von ganz alleine bald die Manege gehören würde. Kulturkampf wird immer bleiben, wenn auch die Mitbewerber wechseln. Von den derzeitigen naturreligiösen Blumenkindern, diesen neuheidnischen Tralala-Grüppchen, dürfte sich in Zukunft kaum eine behaupten. Wenn es unserem deutschen Heidentum nicht gelingt eine festgefügtes Grundlagenkonzeption der echten Hochreligion aufzurichten, würde die Zukunft das Große Julfest germanischen Menschentums, nicht mehr erleben.

Aber, aber dagegen spricht der urinnerste Glaubenskern unseres indogermanischen Weltverständnisses. Lassen Sie mich dies erklären, das ist das Thema unseres heutigen geistigen Julfestes: Eine schönsten Verheißungen Wodins-Odins unserer germanischen Seelengottheit lautet: „ICH KOMME WIEDER !“ (Havamal) Trennung von Gott ist schmerzlich, ja fürchterlich, ist tödlich. Völker, die ihren Seelengott‚ die Seelenkraft verlieren, gehen unweigerlich zugrunde. So lasst uns alle kräftig dafür sorgen, dass unsere Seele, WODIN, wieder zurückkehrt in unseren Volksleib - auf dass wir wieder eines Tages nach unseren eigenen Seelengesetzen leben dürfen. Die Götter helfen keinen Schlafmützen - der Gott in uns ist gefordert ! - Heraus also zum Appell für die Große Sache !

Nach den Denkkategorien unserer indogermanischen Vorfahren bewegt sich die Welt nach dem Gesetz des ewigen Kreislaufs. ALLES WAS WIR LIEBEN KEHRT ZURÜCK, so lautet dieser Glaube. Dieses KREISLAUF-GESETZ oder dieser KREISLAUF-GLAUBE, ist etwas so Tröstliches, Seelenstärkendes, und etwas so spezifisch Indogermanisches, dass wir diese Idee schon deshalb einmal in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen rücken müssen - weil sie so schön und weil sie so nordisch ist. Gerade dieser Aspekt ist vielen Freunden gar nicht recht bekannt und bewusst. Den alten orientalisch-afrikanischen Religionskulturen war der Kreislaufgedanken zwar nicht unbekannt, aber er spielte eine untergeordnete Rolle. Auch die Ägypter erlebten ja, dass die Sonne jeden Tag im Osten wieder auftauchte; sie stellten sich das Gestirn in einem Schiff fahrend vor, welches über das Unterweltmeer wieder zum Osthorizont gelangt - eigentlich in einer Neugeburt dort wieder verjüngt aufgeht. Diese mehr technisch-mechanischen Beobachtungen und Vorstellungen, verknüpften sich aber nie mit gedanklichen Überhöhungen der Philosophie und Theosophie Eine Kreislauftheologie hat sich weder in Ägypten noch in den orientalischen Religionen entwickelt. Der ägyptische Tote, der Verstorbene, vollzieht eine gefahrvolle Jenseitsreise, wird in der anderen Welt ein Diener des Jenseitsherrn Osirs und lebt als Geistwesen in den Totenländern. Eine kreislaufmäßige Rückkehr, ein Wiedererwachen gibt es nicht - er bleibt im Totenland. Auch  die sumerisch-babylonische Legende von Gilgamesch, der das Kraut des ewigen Lebens auf einer abenteuerlichen Reise sucht, das Kraut findet, es aber wieder an die Schlange verliert, zeigt, dass es nach diesen altorientalischen Allegorien keine Flucht vor dem absoluten Tode zu geben scheint. Bis in die jüdisch-christlichen Traktate ist diese Gedankenwelt des alten Orients erhalten geblieben. In den christlichen Urvorstellungen gibt es keine wiederholten Erdenleben, kein rhythmisches Neuerwachen, keine theologische Kreislaufidee - mithin kein ewiges Leben der Seelen ! Vielen Menschen ist das ganz überraschend, weil sie sich in der Christenlehre und ihrer Entstehungsgeschichte eben nur ungenügend auskennen. Und manch ein Ignorant erklärt kurzerhand alles was er nicht so recht versteht und in seinem schlichten Weltverständnis bisher noch keine Erklärung gefunden hat, für christlichen Mummenschanz und schüttet dann das Kind mit dem Bade aus, d.h. er verwirft ur-arische Ideenmuster mitsamt seiner Kirchenabkehr, weil er die Spreu vom Weizen nicht zu trennen weiß. Da ist noch viel Gedanken- und Aufklärungsarbeit zu leisten. Im altjüdischen Mosaismus ist die Vorstellung einer ewig lebenden Menschenseele so fremd wie den angeworbenen künstlichen Juden, die wir Christen zu nennen pflegen. Der Gedankenkreis menschlicher Hirne dreht sich um das Leben - das eigene Leben und das Leben insgesamt. Und hier, auf diesem brennenden Feld des Sinnens, kommen die  Kulturkreise der Völker der Welt zu ganz unterschiedlichen Auffassungen, die von ihrer Urprägung her bestimmt werden. In der voneinander abweichenden Betrachtung des menschlichen Lebens - und seines Seelenlebens - erkennen wir, ob eine Volkszugehörigkeit oder die Einzelnen, mehr nordisch oder mehr mediterran-vorderasiatisch und semitisch (arabisch) gepolt sind.

Der indogermanisch-nordische Mensch - sowie jene, die diese nordischen Lehren schulmäßig aufgenommen haben - glaubt intuitiv-genetisch bestimmt, an die zyklische Wiederkehr des Seins und auch seines Seins, eben an das Ewige Leben seiner Seele - im unendlichen Kreislauf.

Der ursüd-semitische Mensch glaubt dagegen an eine lineare Seinsentwicklung, welche mit der einmaligen Weitschöpfung, also einer Geburt der Dinge, beginnt und mit einer Endkatastrophe - dem Jüngsten Gericht - endet, mit Auferstehung der Toten und einem langweiligen Dauer-„Hosianna-Singen“. Zwei Verständnismodelle stehen sich hier grundsätzlich gegenüber - wobei natürlich einzuschränken wäre, dass durch Mischungen der Völker und ihrer Ideen, Halb- und Mischformen des Denkens gewuchert sind.

Das Kreislaufprinzip ist ja in erster Linie nicht getragen von der Hoffnung auf Dauer, sondern der rhythmischen Gliederung der Dauer. Das Auf und Ab und Wiederaufleben macht den Kreislauf aus. Denn immer wieder gelangt die Erscheinungswelt an ihren Endpunkt, welcher im Übergang wieder zum Neubeginn wird. Im nordgermanisch-heidnischen Völuspa-Gedicht (Strophe 57-58) heißt es über den ewigen Kreislauf des Versinkens und Neuerstehens: „Schwarz wird die Sonne, die Erde sinkt ins Meer, vom Himmel schwinden den die heiteren Sterne. Glutwirbel umwühlen den allnährenden Weltbaum. - Sie sieht auftauchen zum nächsten Male aus dem Wasser die Erde und neu sich begrünen. - Die Fluten fallen - darüber steiget der Adler, der auf dem Felsen nach Fischen späht.“  Denkt dabei, liebe Freunde, an unser heidnisches Kampfsymbol den Fisch-Adler In der Edda ist er schon beschrieben !

Der Mensch als Integrierter Anteil der Gesamtwerdung, schwingt nach altheidnischer Erkenntnis, in diesen großen Spannungsbögen der Natur mit. Wenn der dahingegangene Mensch nach dem Körpertode in irgendeiner Seinsform weiterexistieren muss, einer Seinsform welcher die Kraft zur Neugeburt innewohnt, dann gelangt das logische Denken zu dem Schluss einer Seelen-Existenz eines unvergänglichen Geistwesens-Mensch. So ist der nordische Kreislaufgedanken gleichlautend auch zwangsläufig ein Seelenwanderungs- also Wiedergeburtsglauben. Im Anschluss an das eddische Helgi-Lied schrieb ein hochmittelalterlicher Kommentator: „In alter Zeit war es Glaube, dass Menschen wiedergeboren würden, heute („in christlicher Zeit“ - könnten wir hinzufügen) gilt das als alter Weiber Wahn !“ Von den Kelten und ihren priesterlichen Druiden, wissen wir es aus dem Munde antiker Schriftsteller, dass sie ebenfalls auf die ewige Seelenwiederkehr hofften. Keltisch-germanisch-heidnisch-nordisch ist also diese Lehre. Die Lehre von der Seelenlosigkeit des Menschen entspricht hingegen dem altjüdisch-christlichen Denken.

Die hebräische Bibel kennt die Zweiheitslehren von Seele und Leib nicht. Für sie bildet der Mensch ein Ganzes und seine Seele ist von Natur nicht unsterblich, sondern Seele und Intellekt leben und sterben mit dem Körper. Es ist nicht unerheblich wenn wir konstatieren: All diese vermeintlich modernen Materialisten, Rationalisten, Biologisten - kurzum jene heutigen „universitären“ Überklugen, die nicht gelten lassen wollen als das was sie an den 5 Fingern ihrer Hände nicht abzählen können - und den 5 Sinnen ihres Körper nicht abfühlen können, - diese Leute sind dem Materialismus auf den Leim gegangen - ganz gleichgültig, ob sie sich nun deutsche Heiden nennen oder Heiden aus Somaliland oder Belutschistan.

In Mose 2. Kap. 7. Vers heißt es: „Und Gott machte den Menschen aus einem Erdenkloß und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase - und also ward der Mensch eine lebendige Seele.“ Durch das Einblasen des Odems Gottes wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele. Es beißt in der Bibel nicht: „Er bekam eine Seele.“ Das einzige, was den Menschen nach jüdisch-christlichem Standpunkt nach seinem Tode verlässt, ist demnach der Odem Jehovas. Aber dieser Odem ist kein Wesen, welches ein unabhängiges Fortleben besitzt. Das hebräische Wort für Seele lautet: „Naephaesch“. Die Bedeutung des Wortes ist überall „Sterblichkeit“. Die Seele dieser Vorstellungswelt kann essen, hungern, man kann sie schlagen, jagen, ergreifen, stehlen, sie kann sterben, kann totgeschlagen werden. Der Seelenbegriff im Neuen Testament wird mit dem griechischen Wort für Seele, „Psyche“, übersetzt. Aber die griechische Bedeutung ist: „Seele, Leben, Herz" als Sitz des Willens. Zwei Seelenbegriffe, der semitisch-jüdische und der indogermanisch-griechische stehen sich hier gegenüber. Der eine bedeutet Sterblichkeit, der andere bedeutet Unsterblichkeit.

Im biblischen Hiob-Buch (Hiob 14 10- 12) lesen wir folgendes: „Aber der Mensch stirbt und ist dahin; er verscheidet und wo ist er ? Wie ein Wasser ausläuft aus dem See, wie ein Strom versiegt und vertrocknet, so ist der Mensch, wenn er sich legt und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen, noch von seinem Schlaf erweckt werden - so lange der Himmel bleibt.“ In  Psalm 115,17 heißt es: „Die Toten werden dich Herr nicht loben, noch jene, die hinuntergefahren sind in die Stille !“ Jesaja 57 1-2: „Denn die Gerechten werden weggerafft von dem Unglück und die in Gerechtigkeit wandeln, kommen zum Frieden und ruhen in ihren Särgen.“ Auch der eigentliche Religionsgründer des Christentums, der rabbinische Theologe Saul/Paul, der bei dem berühmten Thoralehrer Gamiel studiert hatte, ging von diesen Vorstellungen nicht ab. Er ging lediglich von der Auferstehung der Toten aus, wenn Christus zur Erde niedersteigen würde, um Gericht zu halten !

Siehe: 1. Korinther-Brief 15, 51-53 - 1. Thessalonicher 4, 15-16: „Wir werden nicht alle entschlafen !“ Er glaubte und predigte keine unsterbliche Seele, sondern den Tod, auch Seelentod der meisten und die körperliche Unsterblichkeit einiger weniger Auserwählter bzw. Christusanhänger. Da bisher alle, alle, alle gestorben sind, gab es ersichtlich bisher nicht einen einzigen wahren Christusanhänger ! Das angebliche Jesuswort: „Wahrlich, ihr werdet den Tod nicht schauen bis ich in großer Herrlichkeit wiederkehre“, das hat sich als falsche Versprechung herausgestellt -, die Menschheit ist dadurch trotzdem nicht weiser geworden. Fliegen fängt man mit Fliegenleim und Menschen fängt man mit unsinnigen, nicht einhaltbaren Versprechungen von Demagogen - in Politik wie in der Religion.

Ganz folgerichtig meinte „Justin der Märtyrer“ (gestorben 165 n.0): im 50. Kapitel seines Gespräches mit Tryphon: „Kommt ihr zusammen mit Leuten, die sich Christen nennen und behaupten ihre Seelen würden schon beim Tode in den Himmel genommen werden, dann haltet sie nicht für Christen.“

Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele ist nicht biblisch-christlich, sondern indogermanisch-griechisch. Die griechischen, streng denkenden, logisch sich herantastenden Philosophen, haben sie aus dem Geist des Nordens in die Sprache ihrer Zeit gesetzt. Die heutige christlich genannte Seelenlehre ist rein heidnisch-griechisch - und nordisch, auch germanisch !

Aus den Lehren des Thrakers Orpheus, des Pythagoras und anderer, wurde sie übermittelt. Im arischen Indien singen die heiligen Schriften der Veden, der Uphanishaden, der Brahmanas bis zur hinduistischen Bagavadgita, das Lied der Zweiwesigkeit von Körper und Seele und der Ewigen Wiederkehr. Christliche Stimmen sagen es zuweilen selbst ohne jede Missdeutigkeit. So heißt es in einem neueren christlichen Erbauungstraktätchen: „Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele hat Satan selbst aufgebracht. Hören wir seine erste Predigt: Da sprach die Schlange zum Weibe: ,Ihr werdet mitnichten des Todes sterben’ (1. Mose 3,4) Aber Jehova sprach: ,Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollt ihr nicht essen, denn welchen Tages ihr davon esset, werdet ihr des Todes sterben.’ (1. Mose 2,17)

Jehova sagte: Der Mensch wird sterben - der Satan dagegen versprach Ewiges Leben. Dass die Satansschlange in jüdisch-christlichen Gedankengängen völlig identisch ist mit dem Heidentum, muss eigentlich nicht hervorgehoben werden. Der heidnische Teufel, der Heiden-Teufel, gilt also im Judentum bezeichnenderweise als Urheber der Irrlehre von der Seele und hrem Ewigkeitswert.

So schreibt Dr. F. W. A. Korff, Universität Amsterdam: „Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele gründet sich auf eine Trennung von Körper und Seele, aber die Bibel lehrt dies nicht !“ Und Pfarrer Petry im Deutschen Pfarrerblatt 1938 Nr. 34, schrieb: „Es muss mit aller Bestimmtheit gesagt werden: Den Verfassern der Schriften des AT und NT ist, weil sie auf Grund göttlicher Offenbarungen schrieben, der heidnische Glaube an ein Fortleben der Seele im Tode völlig fremd....“ Ergo: Was der Volksglauben dazu meint, ist unerheblich, die wahre christliche Lehre ist frei vom Glauben an eine unsterbliche Seele und an ein Weiterleben unmittelbar nach dem Tode. Gibt es nach Christenlehre ein Weiterleben, ein Ewiges Leben ? Jawohl, aber erst nach Christi Wiederkunft ! Da Jesus-Christus aber weder in den letzten 2.000 Jahren wiederkehrte, noch in der Zukunft jemals wiederkehren wird, bleiben alle Christen nach ihrem eigenen Glauben, absolut tot und nichts als tot.

DAS CHRISTENTUM ist, demnach auch in metaphysischer Hinsicht, ein TODESKULT - ein teuflisch, abgründig-infamer Täuschungs- und Todeskult !

Wie sind diese sehr unterschiedlichen, ja konträren Geisteshaltungen zwischen Nord- und Südvölkern zu erklären ? Als vor 12.000 Jahren in wenigen Generationen der Eisschild unter der Nordeuropa begraben lag, zurückwich - Moose, Gräser, Moorbirken, Birken und Fichten ihren Eroberungszug in die nördlichen Gebiete antraten - Tundren sich ausbreiteten -, der Flora auch die Fauna folgte, da begann auch der Mensch seine Erkundungsunternehmungen in Richtung Norden. Die Ahrensburger (Hamburger) Jägergruppen aus der Deutschen Bucht und dem Elbmündungsraum, suchten sich in ihren fellbespannten Booten aus Rengeweihspanten (wie es mein Freund Dietrich Evers, der bekannte experimentelle Archäologe nachgebaut hat) an den Küsten entlang zum Nordkap hinauf. Manche blieben in Westskandinavien hängen, siedelten als Fischer und Jäger im großen Nordraum. Die Doggerbank war noch eine Insel die zwei weite Meeresbecken, der südlichen und der nördlichen Nordsee, voneinander trennte. In diesem herben Lebensraum, der Wasser und Land, Sturm und Licht und Finsternis miteinander mischte wie kaum ein anderer, wuchs im Laufe der Jahrhunderte eine Menschenart heran, die sich rüstete, einmal der ganzen Welt ihr geistiges Herrentum aufzuprägen. Wir fassen diese frühen Nordbewohner in den Fundplätzen der Maglemose-  und Kungmose-Kultur (8.000 v. 0). Katastrophen von titanischen Ausmaßen gingen über diese, Nordmenschen, unsere Vorfahren, dahin. Die Doggerbank-Insel wurde verschlungen von mehreren ungeheuren Sturmfluten. Die Überlebenden wurden nur noch härter. Es entwickelte sich die  Erteböllekultur (5.300 v. 0) der wilden Hochseejäger in Schleswig-Holstein, den Dänischen Inseln, Südschweden und Südnorwegen. Sie bauten hochseetüchtige Schiffe, sie beherrschten Meer und Küstensaum, sie fuhren weit ins deutsche Binnenland hinein und wurden Herren, soweit ihre Waffen reichten bildeten die Oberschicht und den Kriegeradel eines entstehenden Mittel-Nordeuropäischen Reiches der Trichterbecher-Zivilisation. Es reichte vom Rheinstrom bis zum Baltikum und bis zur Schwarzmeerküste -, und vom Nordkap bis zu den Alpen. Es entstand die Megalithkultur (4.800 v. 0).

Die Religion, die Weltanschauung, das Gottesverständnis dieses großen Kulturverbandes wurde geprägt vom archetypischen, nordischen Seelenerlebnis der Mitternachtssonne, dem untergangslosen Kreisen der nordischen Sonne um den Horizontring -, dem hochsommerlichen Sonnentanz unter der Himmelskuppel -, dem ewigen schmerzhaften und dann wieder Jubel auslösenden Rhythmus von strahlendem Leben und monatelangem winternächtigem Tod.

Gott muss das Licht sein, sagten unsere Vorfahren, sie nannten ihn Di, Ti, Tiu, Ziu, Zeus, Dies, der Tag das Licht - Gott - es war für sie ein und das Gleiche. Und so wie sie dieses Gotteslicht heiligten, sich nach ihm sehnten, in den langen nordischen Wintern - diese Gotteshelligkeit liebten und verinnerlichten, so wurden auch ihre Körper immer heller und heiler, denn nach den physiologischen Gesetzen der somatischen Lichtsehnsucht, setzte die Entpigmentierung ihrer Leiber ein und gestaltete diese zu den heilhäutigen, hellhaarigen, blauäugigen göttergleichen Geschöpfen, die wir aus den Kulturschöpfer-Sagen und Mythen der Welt kennen. Die harte Natur schuf eine gnadenlos-heilige Auslese; wer im Norden gedieh, der war durch Wogen und Nacht und Frost gestählt. Der nordische Neu-Mensch, Friedrich Nietzsche würde sagen „Übermensch“, begann seine Glieder zu recken.

Zwischen dem 3. und 2. Jahrtausend vor Null begann der Großraum des Trichterbecherreiches menschliche Energiesalven - gleich einer rotierenden Sonne - in die Welt zu senden. Die arischen Wanderzüge begannen -, bis nach Italien, Griechenland, Anatolien, nach Indien und weiter und weiter -, bis nach Ägypten, Nordafrika -, das blonde Blut düngte und segnete den Erdball. Ihren Nordkap-Glauben führten sie mit, die Nordleute: Nach den kosmischen Gesetzen kehrt das Lebendige-Lichtgottgeliebte im Kreislauf immer wieder zurück: „Das Gute kehrt wieder !“. So wie die Sonne aus der Nacht wieder und wieder in den Norden zurückkehrt, so kehrt auch die gotteskraftliche Menschenseele nach jeder Todesnacht wieder herauf ins Licht des Lebens.

Der nordische Mythos ist die Lehre der „Ewigen Wiederkehr“, der Rückkunft der guten Lichtschöpfung, der doch Mensch / Sonnenmensch und Seele / Sonnenseele ganz entschieden angehören. Galt ja der helle Mensch als bester Teil der hellen Lichtgottesschöpfung. 12.000 Jahre alt ist dieser indogermanische Mythos von der „Ewigen Wiederkehr“. Er begann aufzuleben, als sich die ersten Nordleute auf der Wegsuche zum Nordkap befanden. Not und Tod, Kampf, Krampf, Verzweiflungen und wohl zuweilen Lebensüberdruss, Bitterkeit und auch Träume von einem unbekannten, besseren Leben, mag sie oft genug begleitet haben -, es waren ja Menschen mit all ihrem menschlich-allzumenschlichen Belastungen und Überforderungen.

Und als in unseren Zeiten, 12.000 Jahre später, ein titanischer deutscher Geist, die Riesenkraft aufbrachte, sich von 2.000-jähriger judäo-christlicher Geistessklaverei zu befreien - ich spreche von Friedrich Nietzsche - der die Ketten einer verlogenen Mitleidsmoral sprengte - da fand der große Sucher und Kämpfer nichts anderes als unter allen Verkrustungen nichts anderes als den genannten Nordischen Mythos. Der erste wahrhaft heidnische Philosoph und Künder und Glaubensstifter der Neuzeit predigte uns die arische Lehre vom  „Übermenschen“ und der „Ewigen Wiederkunft“.

Es ist von so unfassbarer, wundersamer höherer Stimmigkeit, dass der Geistestitan Nietzsche - „Vater Nietzsche“ - möchte ich verehrend sagen, aus tiefster Seelendüsternis, nervenleidend und todessüchtig, also förmlich den ganzen möglichen Menschheitsjammer spürend, in sich konzentrierend, stellvertretend für das Geschlecht des leidfähigen Erdenbewohners, von diesem Erkenntnisrausch der „Ewigen Wiederkehr“ gepackt und - man möchte sagen - gottgleich emporgehoben wurde. Ihn überkam - wie er schrieb - diese Zarathustra-Gestalt im August des Jahres 1881 - 6.000 Fuß jenseits von Mensch und Zeit - im Oberengadin, während einer Bergwanderung. Die Grundkonzeption des Werkes verknüpft den Übermenschen mit dem Wiederkunftsglauben - dieser höchsten Form der Bejahung die überhaupt erreicht werden kann. Sein Werk „Also sprach Zarathustra“ ist das monumentalste Gedankenwerk und Verdichtungswerk der deutschen Geistesgeschichte, in einer vorher, wie nachher, nie gekannten Sprache -, rein heidnisch - germanisch – heroisch. Und, Sie werden staunen, zutiefst ODINGisch !

Die uralte Kreislaufidee des Nordens wurde zur Grundlehre der modernen, zukunftweisenden  Nietzsche’schen Weltanschauung und der zu gründenden Religion. Der Glaube an die Wiederkunft soll tragender Glaube, und das Ziel der Gemeinde soll der Übermensch sein -; Zarathustra aber ist zugleich der Prophet dieser neuen Lehre und der Vorbild-Typus des Übermenschen.

Nietzsche hat nie Religionsgeschichte studiert - er gelangte zu diesen heidnischen Grundlagen seiner Lehre allein durch Inspiration und seinen messerscharfen, analytischen Verstand. Unser germanischer Vorfahre Erul, der Runenvater vor über 2.000 Jahren, der Schöpfer des ODING, legte diese drei Grundgedanken ebenso in sein Runenwerk hinein: KREISLAUF, WIEDERGEBURT und ÜBERMENSCH -, das heißt, die Identität von Mensch und Gott. Die gematrischen Werte von Mannaz-Mensch und Wodanaz-Geistgott sind wertgleich. Wer meine diesbezüglichen das ODING erklärenden Aufsätze kennt, weiß auch in dieser Hinsicht, um die Sprache des ODING.

So sehen wir vor unserem inneren Auge eine geistige Brücke über die Jahrtausende gebaut. Vom auslösenden Natureindruck und der spirituellen Erfassung kosmischer Gesetzmäßigkeiten - über die heiligen Lehrbücher unserer arischen Völkerfamilie - bis zu den germanischen ODING-Runen und bis in unsere Neuzeit, in der der unsterbliche heidnische Volksgeist der Deutschen sich in einem seiner gewaltigsten Köpfe inkarnierte. Diese Schau trägt eine stolze, herrliche Bestätigung an jeden Einzelnen von uns heran: Wir Nordmenschen besitzen eine Erkenntnis- und Glaubenstradition welche Jahrzehntausende überdauert hat - sich immer aufs neue verlebendigte, sich stets treu blieb, sich jeder Zeit anpasste -, unsterblich wie unsere Art, wie unsere Seelenkraft. Immer aufs neue feiern wir JUL, ein Fagnadaröl, ein Begrüßungsfest - uns geht die Sonne nicht unter - immer wieder erleben wir einen Aufgang und ein Begrüßungsfest unseres Seelengestirns. So soll es bleiben ewiglich, das soll uns Kraft und Zuversicht vermitteln, auch in unserer Zeit der politischen Finsternisse. - gibu auja asa !

Hätte Friedrich Nietzsche die Runenlehre gekannt, hätte er womöglich gerufen:

„O wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein
und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe, - dem Ring der Wiederkunft ?!
Sagtet ihr Jemals Ja zu einer Lust ? - O meine Freunde,
so sagtet ihr Ja auch zu allem Wehe.
Alles von Neuem, Alles ewig, Alles verkettet, verfädelt, verliebt,
o so liebet ihr die Welt, -
Ihr Ewigen, liebt sie ewig und allezeit:
und auch zum Weh sprecht ihr, vergeh, aber komm zurück !
Denn alle Lust will - Ewigkeit !
will tiefe, tiefe Ewigkeit.
Singt mir nun selber das Lied, des Name ist ‚Noch Ein Mal’
des Sinn ist ‚in alle Ewigkeit‘ !
Singt, ihr höheren Menschen des ODINGs Rundgesang !“
 

Ich danke, dass Sie mir gefolgt sind - ich wünsche uns allen einen guten Festverlauf !

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