DAS HEIDNISCHE PFINGSTFEST

 

DAS HEIDNISCHE PFINGSTFEST
 
Freunde des ODING’s, liebe Odingi -, „Pfingsten“ ist für die Christen das „Fest des Heiligen Geistes“. Es sollte im deutsch-heidnischen Widerspruch dazu das gallo-germanische Fest des ODING sein, denn OD ist das germanische Wort auch für Geist und Seele -, so wäre Pfingsten aus unserer Sicht und Verständnisweise, ein Fest des Od, des ODING. In der isländischen „Edda“ wird der „Óðrörir“ als der zum Dichten und Denken anregende Trunk erwähnt, der „Geist-Seelenerreger“.
 
Geistarme Klamauk-Heiden, wie z.B. „Wotans-Volk“, die unter „Asatru“-HPs firmieren, tun dem Heidentum viel Schaden an, schließen doch flüchtige Betrachter der Scene von deren primitiven Artikulationen auf alle modernen Heiden. Einer der diversen Runen-Narren Deutschlands, seines Zeichens „Vorsitzender des Internationalen Zentralverbandes germanischer Runenforscher“, Rudolf Arnold Spieth, schrieb mir vor einigen Jahren: „Was soll denn das für ein Wort sein ,Oding’, besser würde Sie sagen ,Unding’ !“ Damals teilte mir ein hämischer Anrufer mit, den Namen Oding gäbe es laut Internet „nur in Afrika bei einem primitiven Negerstamm“ ! Selbst die Formen Odingi oder Odingis, als Bezeichnung derer die ihre geistig-religiöse Grundlagenrichtung aus dem germanischen Runen-ODING beziehen, werden von einigen geistigen Pygmäen zuweilen glossiert, es sind zum Teil Ignoranten, die sich mit stolzgeschwellter Brust „Deutsche Heiden“ nennen. Über die intellektuellen Qualitäten der meisten Runenesoteriker in der BRD lässt sich leider kaum streiten, diese ist nach deren eigenen Zeugnissen äußerst dürftig. Vom „Heiligen Geist“ wurden deren Hirne zu keiner Zeit geschwängert !
 
Diese Anlässe bewegen mich, noch einmal im Folgenden auf den Begriff Oding und Odingi etwas näher einzugehen: Die Bewohnerschaft in alter Zeit unterschied man, wie auch bei den Sachsen, in Edelingi (Ethilingi) und Freie (Frilingi). Darunter standen die mehr oder minder Abhängigen, wie sie noch bis in die Neuzeit als Heuerlinge bekannt waren, die von einem größeren Hof abhängig und ihm zu Dienst verpflichtet waren. Bei den germ. Longobarden hießen die Freien Arimanni, der Einzelne Arimannus.

Die Endung -ingi wurde denen zugefügt die als Abkömmlinge einer bestimmten Person oder eines bestimmten Geschlechtes galten. Die Kinder, die Abkömmlinge oder Anhänger und Gläubige des Od-Gottes (Od-Wodin-Odin) mussten nach germanischem Sprachverständnis somit als Odingi bezeichnet werden.

Diese Anhängerschaft ist historisch nachweisbar: In der i.J. 551 vom Goten Jordanis verfassten „Gotengeschichte“ (Kapitel III § 16-24 der Mommsen'schen Ausgabe) werden die verschiedenen Völker der „Insel Skandza" (Skandinavien) aufgezählt, dabei nennt er auch die Otingis. Bei dieser Aufzählung handelt es sich, wie wir heute wissen, nicht immer um Völkernamen im ethnischen Sinne, sondern um die Namen von Kultverbänden, d.h. von Volksgemeinschaften, die einer sie verbindenden religiösen Idee anhingen. So verhält es sich auch bei den Herulern, von denen man auch lange Zeit glaubte, es handele sich um einen germanischen Volksverband; heute wissen wir, dass es eine kultische Gemeinschaft von Runenanhängern war, die auch in den Kriegen des Römerreichbeendigers, des Skiren („des Reinen“) Odowakar, engagiert mitfochten.

Auffällig eindeutig, noch in unserer Zeit, ist dies: In der zweitgrößten Wallfahrt Deutschlands (hinter Altötting / Altoting Bayern), geht die christlich-fromme Wanderung von der altgläubigen Asenhochburg Osnabrück aus zur Wallfahrtskapelle in Telgte, das eine deutsche Meile vor Münster / Westfalen liegt. Über die altheilige Stätte der Iburg, wo die, oder eine Irminsul stand, geht es zum Rittergut Oedingberge, wo an der dortigen Klause die erste Rast mit „Wortgottesdienst und Predigt“ eingelegt wird. Diese Wallfahrt muss eine Erinnerung sein aus alten Missionstagen, wo man besonders vor den altheidnischen Weiheorten Flagge zeigen wollte !

Diesem Oedingberge liegt derselbe Wortsinn zugrunde wie der germ. Buchstabenreihung namens ODING, demzufolge könnte diese „Burg des Oding“ der altheilige Sitz eines priesterlichen Vorstandes und Lehrkörpers gewesen sein. Etwa 75 km westlich liegt die kleine westfälische Burgsiedlung Oeding (alte Bezeichung Oding) im Kirchspiel Südlohn. Ausgerechnet der „Heilige“ Otger (ahd. „Besitzer des Speeres“ - Wer denkt da nicht an unseren Geistspeer-Gott Wodin ?!) soll hier der älteste christl. Glaubensbote im 6./7. Jh. am Niederrhein gewesen sein und ist auch Patron der Oedinger „Mutterpfarre“, der „Urpfarre Lon“ bzw. Nordlohn/Stadtlohn. Wenig nördl. davon liegt Ottenstein. Des weiteren findet sich ein Oedingen / Odingen (bei Eslohe) im oberen Sauerland, das noch zur sächsischen Herrschaft Engern gehörte. Vom Oedinger Berg, mit seiner alten Wall- und Fliehburg, die im Jahre 1.000 als Grundlage für die Errichtung eines Nonnenklosters diente, spricht eine Urkunde von 1533: „tho Odingen uff deine Berge...“. Germanische Oding-Kultstätten gab es - wenn wir danach forschend Ausschau halten - etliche in den Landen. Die bäuerliche niederländische Gemeinde Borger-Odoorn, in der Provinz Drenthe, liegt in einem Gebiet mit einer Vielzahl von Großsteingräbern. Die größte Megalith-Anlage befindet sich in Borger; direkt daneben wurde ein „Hunebedcentrum“ (Hünengrabzentrum) errichtet. In einem Schreiben des Klosters „Ten Nije Licht“ aus dem Jahr 1327 wird der Ort Oderen genannt, in einem Manuskript von 1393 oods, in einem von 1545 Oideren und 1548 heißt es „die pastoer von Oderen". Der Chor der Kirche von Odoorn besteht aus einem Granitfelsen der aus einem Dolmen genommen wurde. Diese Gegebenheiten genügen, um bei der Stätte Oderen einen altgläubigen-altgermanischen Kultplatz der „Oding-Religion“ zu vermuten. Auch als Familienname erhielt sich dieses Wort. Im ca. 55 km nordwestlich Richtung liegenden Kirchspiel Emsbüren (nördl. Rheine) ist für d.J. 1450 ein Heinrich Oding nachgewiesen (vgl. Rolf Süwolto’s Ortssippenbuch). Ebenso erscheinen in mittelalterlichen Listen der Grundherrschaft des Klosters Ebstorf bei Uelzen die Familien Albert und Jacob Oding in den Dörfern Bohlsen und Gerdau.
 
Ich rege deshalb an, das christliche Pfingst-Fest als einen heidnischen ODING-Feiertag zu begehen. Der Begriff „Pfingsten“ ergab sich aus dem „fünfzigsten Tag“ des Osterfestkreises, also 49 Tage nach dem Ostersonntag. Gefeiert wird von der Christenkirche die Entsendung und Aufnahme des „Heiligen Geistes“. Der altdeutsch-gallo-germanische „Heilige Geist“ wird vom OD-Gott und seiner weltlichen Botschaft, dem ODING-Wizzod, repräsentiert. Das christliche Pfingstfest findet sich erstmals im Jahr 130 n.0 erwähnt, zu einer Zeit also, in der der ODING-Runen-Kanon längst in die Wirklichkeit getreten war.
 
Bild: Original aus dem Stundenbuch „Les Trés Riches Heures“ des Herzogs de Berry (15. Jh.) - Wenn wir uns die dargestellten Gläubigen als Heiden in einem Heidentempel denken, wären diese in gleicher dankbarer Andachtsmanier - den feurigen Lichtgeist des Od-Gottes empfangend - aufzufassen. Allerdings eher in Gottes freier Natur !
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