DER 1. MAI

Der 1. deutsche Mai
 

 

DER 1. MAI

GEBALLTE FAUST ODER OFFENE HAND ?

Der 1. Mai steht unter der Fragestellung nach Art und Weise der Konfrontation zwischen Arbeitertum und Finanzkapital. Hassparolen, geballte Fäuste und militante Aufmärsche dienen niemals der Volksbefriedung und des gedeihlichen Miteinander von Einzelmenschen, Parteien und Ständen. Der Marxismus hat es zum Nachteil der Volksgesamtheit meisterhaft verstanden, die Arbeiterschaft in ihrem Kampf gegen den Liberalkapitalismus irrezuführen. In geschickter Verwirrung der Begriffe drehte er das Gesicht des Arbeitnehmers einseitig gegen das Industriekapital und hier wiederum besonders gegen den Unternehmer selbst. Arbeitnehmer und Arbeitgeber gehören aber zusammen im Produktionsprozess, denn ohne Lenkung und Leitung, ohne konstruktive und geistige Vorarbeit kann der Handarbeiter ja gar nicht arbeiten. Erst die Verbindung der Arbeiter des Denkens und der wirkenden Hände ergibt die Möglichkeit zur produktiven, schöpferischen, schaffenden Gestaltung.
 
Dass wir im Finanzkapitalismus aber ein System erkennen müssen, das gewissermaßen hinter der Arbeit steht, nicht als Helfer oder notwendiger Produktionsfaktor, sondern in seinen hundertfach nachzuweisenden Auswüchsen als Schröpfer und verantwortungsloser Ausbeuter, das hat der von ideologisch engsichtigen Sympathisanten, Presseleuten und Drahtziehern geleitete Marxismus der Arbeiterschaft immer wieder insofern zu verbergen verstanden, indem er Hass und Neid gesetzt hat zwischen diejenigen, die an sich wesensmäßig zusammengehören und ihre Kräfte gegen das sie alle ausbeutende Finanzkapital vereinigen sollten. Übergriffe und Lohndrückereien von Seiten unsozialer Arbeitgeber sollen keinesfalls in Schutz genommen werden oder Entschuldigung finden. Will man die Dinge aber wirklich erkennen, muss man sie ganz schlicht und einfach betrachten, wie sie sind:
 
NUR AUS ARBEIT ALLEIN ENTSTEHEN ALLE GÜTER DIESER WELT, NIEMALS AUS GELD !
 
Geld ist immer nur Hilfsmittel zum Austausch von Gütern, Geld ist niemals Produktionsfaktor im eigentlichen Sinne. Damit irgendwelche Waren entstehen, müssen sie aber von irgendjemand erzeugt werden, also vom ARBEITER im weitesten Sinne des Wortes. Zur Erzeugung gehört aber als Ausgangspunkt der geniale Gedanke, die Erfindung, also GEISTIGE ARBEIT. 
 
Aus Kurzsichtigkeit oder bewusstem Täuschungswille der linken Demagogen wurden diese nach Harmonie rufenden Zusammenhänge außer Acht gelassen und Hass und Neid zum Parteiprinzip erhoben. Die Menschen, die gemeinsame Arbeit verbinden sollte, verstanden sich nicht mehr. Den marxistischen Hass- und Neidparolen - wie sie noch heute unablässig von der Linksfront in die Welt geblasen werden - setzte der Unternehmer z.T. seine scharfmachende und lohndrückerischen Arbeitgeberverbände gegenüber, welche allerdings seit Jahren so gut wie keine durchschlagenden Möglichkeiten mehr besitzen, sich gegen Streikdrohungen der linken Verbände zur Wehr zu setzen. Die Folgen sind die andauernden Kostenerhöhungen des täglichen Lebens zu Lasten von Ottonormalverbraucher.
 
Der frühere, mit seinem Unternehmen aufs engste verbundene Arbeitgeber, der wusste, dass die Wohlfahrt seiner Arbeiter durch ihre Arbeitswilligkeit und ihr persönliches Interesse sich am besten für das eigene Unternehmen auswirkt, wurde ersetzt durch den Generaldirektor oder den Aufsichtsrat, die lediglich das Interesse des hinter den Kulissen spielenden Finanzkapitals zu vertreten haben.
Das Finanzkapital aber hat überhaupt kein Interesse an bester und billigster Bedarfsdeckung, sondern nur an Zins und Dividende. Zins und Dividende werden aber möglichst hoch, wenn die Produktionskosten möglichst herabgedrückt, die Qualität möglichst verschlechtert und gleichzeitig die unbequeme Konkurrenz beseitigt wird. So muss dieses Streben notwendiger Weise zur Konzernbildung und Vertrustung führen. Immer wieder werden freie und selbstständige Unternehmen insbesondere von finanzstarken US-amerikanischen Heuschrecken aufgeschluckt und ausgesogen und stillgelegt, bis in einer Branche eine Monopolstellung erreicht ist.
 
Ist oft während des Kampfes um die Monopolstellung eine unerhörte Preisschleuderei das Mittel, um den wirtschaftlich solide Qualitätswaren erzeugende Unternehmer zu ruinieren, so ist jedes Mal, wenn die unbequeme Konkurrenz auf diese Weise erledigt wurde und der Zusammenschluss erreicht ist, eine gewaltige Preissteigerung zu Lasten der Verbraucher die Folge.
 
Mit anderen Worten: Mit echt kapitalistischen Methoden war das ersehnte Ziel erreicht, die Beherrschung des Marktes zum Schaden der Arbeiterschaft durch  Arbeitsplatzverlust und der Verbraucher durch Preisverteuerung. Die Arbeitgeberschaft ist in Deutschland in unzähligen Produktionsbereichen bereits vernichtet und nur einige Riesenkonzerne, zumeist regiert von fremdländischen Finanzdiktatoren, beherrschen den Markt. Diese Finanzgroßmogule gehen immer wieder, wie es die jüngste US-Bankenkrise unleugbar vorführte, nach Verschiebungen unglaublicher Milliardensummen, in Konkurs und der Steuerzahler wird von Seiten des Staates zur „Rettung“ dieser Haie zur Kasse gebeten.
 
DIE ERSTE MAI-FEIER
 
Der „Weltfeiertag“ zum 1. Mai wurde von der roten Internationale in Paris im 19. Jahrhundert beschlossen und spielte, wie bei so vielen anderen internationalen Arbeiterangelegenheiten, stets nur in Deutschland eine erwähnenswerte Rolle.
 
Die Nationalsozialistische Bewegung strich den „Proletariertag“ 1933 aus dem Kalender, um ihn durch den „Tag der deutschen Arbeiterschaft“ zu ersetzen. So wie das Schlagwort „Internationale Solidarität“ nur den deutschen freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter ergriff, während die organisierte Arbeiterschaft aller übrigen Länder sich von der praktischen Betätigung fernhielt und lediglich schmunzelnd die mit deutscher Gründlichkeit gesammelten Arbeitergroschen deutscher Gewerkschaftler einstrich, genau so ging es auch mit dem „Weltfeiertag“.
 
Die Feier des 1. Mai machte sich weder in Frankreich noch England, weder in Amerika noch Italien, weder in Afrika noch in Asien auffallend bemerkbar. Immer und alle Jahre spielte sich dieses „Fest der Verbrüderung“ einzig in Deutschland in der Öffentlichkeit mit großem Getöse ab. Die Auseinandersetzung der deutschsprachigen Führer der zweiten Internationale und des internationalen Gewerkschaftsbundes auf den jeweiligen Konferenzen mit Arbeiterführern der außerdeutschen Länder haben immer wieder dargetan, wie wenig Interesse die „Arbeitsbrüder“ in Frankreich, in England, in den USA am internationalen Weltfeiertag hatten.
 
Beschämend ist es, das auszusprechen zu müssen, aber um der Wahrheit willen muss es sein. Alle die Führer der außerdeutschen Arbeiter haben ihre vornehmste Aufgabe darin gesehen, ohne Rücksicht auf die internationale Solidarität-Phraseologie stets und stets nur die Belange ihrer eigenen Volksgenossen allem anderen voranzustellen. Wir brauchen gar nicht in die Zeit vor dem 1. Weltkrieg zurückschauen, es genügt auf die Stellungnahmen der Arbeiterparteien und Gewerkschaften der europäischen Länder zu verweisen, die so viel wie nichts getan haben, um die Knebelung der deutschen Wirtschaft und der Not des deutschen Menschen durch die uns aufgezwungenen „Friedensverträge“ aufzuheben oder zu mildern, obwohl sie wussten, dass ihr deutscher „Arbeitsbruder“ derjenige war, der unter dieser Last als Erster zusammenbrechen musste. Das hat die marxistischen Arbeiterdemagogen in Deutschland nicht abgehalten, Jahr für Jahr die Arbeiter am 1. Mai auf die Straße herauszuführen und ihnen die Lüge von der „Internationalen Solidarität“ vorzuplärren.
 
Wenn die marxistischen Parteiführer allein das v o r dem 1. Weltkriege getan hätten, so könnte man das noch halbwegs begreifen, denn ihre Aufgabe war ja die marxistisch geplante Zersetzung des Volkstums, dass aber die Gewerkschaftsführer in der Zeit n a c h dem 1. Weltkrieg diesen Wahnsinn weiter mitmachten, wird immer ein schmutziger Fleck auf ihrem ohnehin schmuddeligen Hemde bleiben, denn ab da ging es um die Gefügigmachung der Arbeiterseele für die Moskauer Oberparteizentrale und deren skrupellose Weltmachtinteressen bzw. zuerst um die angestrebte „Weltrevolution“, welche ohne ein weltweites schauerliches Blutbad in keinem Moment denkbar gewesen sein kann.
 
Es gab nach dem 1. Weltkrieg keine Maifeier mehr, auf der nicht landesverräterischer Pazifismus gefeiert worden wäre. Die Demonstrationen am 1. Mai wurden zu wüsten Hetzen gegen alles, was deutsch war und deutsch dachte.  Wären die Gewerkschaftsführer nicht so unheilbar mit Blindheit geschlagen gewesen, so hätten sie sehen müssen, wie von Jahr zu Jahr die Anziehungskraft bei den Massen sich minderte. Der deutsche Arbeiter entzog sich in wachsender Zahl dem undeutschen, vielfach von fremdvölkischen Elementen gepredigten Marxismus und schaute sehnend aus nach dem, was ihm seine Führer des 9. November 1918 versprochen hatten. In ihm stieg der Unglaube auf, es ward ihm offenbar, dass das Theater des „Weltfeiertags“ wahrhaftig nur Theater war. Der alte Arbeiter dachte daran, wie viele seiner Kollegen um Arbeit und Brot gekommen waren wegen der Beteiligung am Weltfeiertag, doch dem 1. Mai der Nachkriegszeit stand er zumeist verständnislos gegenüber. Die Maifeier war nicht mehr ein Fest der Arbeit, sie war zu einer Orgie der „Verproletarisierung“ des Arbeiters verkommen. Ab 1933 ist dieser unselige „Weltfeiertag“ dann nie mehr gefeiert worden.
 
Doch, so dachten die Verantwortlichen, die 1933 angetreten waren, um alles besser zu machen als bisher, sollten die national geläuterten Arbeiter den Feiertag der aufbrechenden Mutter Erde zum Maibeginn nun nicht mehr begehen, nur weil gewisse Bonzenhirne und marxistische Ideologen ihn geschändet hatten ? Wie so vieles, was die Vorherigen zerschlagen und verhöhnt hatten, wurde auch dieser Feiertag im Dritten Reich neu belebt und mit besser erscheinenden Inhalten dem Volke zurück geschenkt. Doch leider erwies die Geschichte, dass auch die neue völkische Ideologie, zwar dichter an der Natur und allem Natürlichen, doch in ihrer grob eingreifenden Härte, einerseits so viele Schattenseiten aufwarf, wie sie anderseits Lichtblicke vermittelte.
 
Doch unabhängig vom immer zu tadelnden streng parteilichen und inhumanen Denken ist der Feiertag des 1. Mai ein Naturfest des altgläubigen Sommerbeginnes. So wie die Natur an diesem Tage ihr schönstes Kleid anzieht und hinaus ins Freie lockt, so zogen in der Zeit, nach Überwindung der roten Kampfideologie, die Menschen und insbesondere die deutschen Arbeiter des Kopfes und der Hände durch die feiertäglichen Straßen, um das „Fest der deutschen Arbeit“ zu begehen. Nicht eine trügerische Verbrüderung mit der ganzen Welt, die es ohnehin nicht geben kann, sondern der Festgedanke war, dem deutschen Arbeiter den ehrenvollen Weg in die Gemeinschaft des ganzen Volkes zu bahnen. Und dieser Gedanke war, ist und bleibt ein löblicher. Dieser Impuls ist auch nach Ende des 2. Weltkrieges weiterentwickelt worden. Den verachteten Arbeiter der alten Zeit gibt es glücklicherweise nicht mehr, obschon die Schere zwischen Arm und Reich so weit auseinander klafft wie eh und je.
Der verbrecherische Klassenkampf- und Weltrevolutionswahnsinn sollte aus den Herzen der nach links verführten Volksgenossen ausgerodet werden. Die nach der entgegengesetzten Doktrin fehlgeleiteten Massen hat die schreckliche Kriegsniederlage ernüchtert. Die Zukunft sollte möglichst, ohne Extremposition, dem friedlichen und nach Ausgleichen suchenden Verständigungswillen dienen. An dieser Aufgabe hat sich bis heute für die vernünftigen Deutschen und verantwortlich Denkenden rein nichts geändert. In diesem unverrückbaren Sinne können auch Neuheiden den 1. Mai als „Tag der Arbeit in Deutschland“ begehen.
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