WISSENSCHAFT

Kerosin-Gift-Spritzen-Flieger
 
VOGEL- UND INSEKTENSTERBEN
 
Das Vogel- und Insektensterben
ist, weiß Gott, nicht zum Erstaunen,
angesichts der Gift-Sprit-Massen,
von denen Test-Berichte raunen.
 
Kerosin braucht man zum Fliegen
und ebenso auch zum Fliegen-Töten,
die Falter, Vögel, Flattermäuse,
verenden unter gleichen Nöten.
 
Denn darin ist Benzol enthalten !
Bei zwei Prozent im Luftvolumen
führt das unweigerlich zum Tode,
sicher schadet‘s auch den Blumen.
 
Schließlich, unter Sonnenstrahlung,
wie geht‘s weiter, was geschieht ?
Benzol scheidet sich zu Wasser,
sowie zum „bösen“ Kohlendioxid.
 
Sei das „gefährlich“ oder „harmlos“,
darauf kommt es doch kaum an,
denn erst gilt oft als „unbedenklich“,
was trotzdem tödlich wirken kann.
 
Viele Menschen werden leidend,
das ist längst nicht mehr normal.
Betroffen sind oft Haut und Lunge,
das Leben wird zur Höllen-Qual.
 
Die Luftverpestung durch die Flieger
müsst‘ endlich unterbunden werden.
Den Sprit verbrennen und versprühen,
muss alle Umwelt stark gefährden !
 
Einstmals kam das Heil von oben,
Sonnenschein und sauberer Regen,
heute rieselt Gift vom Himmel,
ganz „normaler“ Flieger wegen.
 
„Welt online“ - 31.07.2018 - Ein Frachtflugzeug der Luxemburger Fluggesellschaft Cargolux musste rund 90 Tonnen Kerosin ablassen. So etwas passiert häufig, um im Notfall das Landegewicht zu verringern. Trotzdem war dieser Fall außergewöhnlich. Das Manöver nennt sich Fuel Dumping oder Treibstoffablassen in der Luft und hat vor allem ein Ziel: Das Flugzeug soll für eine Landung an Gewicht verlieren. Jetzt hat ein Frachtjumbo der Luxemburger Frachtairline Cargolux über Süddeutschland gut 90 Tonnen Kerosin versprüht. Umgerechnet sind das gut 110.000 Liter. Es ist der diesjährige Rekordwert bei diesem Manöver, heißt es bei der Deutschen Flugsicherung. Die zweithöchste Menge waren 55 Tonnen. Eine Sprecherin von Cargolux erklärte auf Anfrage, dass es nach dem Start von Flug CV794 von Luxemburg nach Singapur zu Problemen mit dem Fahrwerk kam. Der Pilot des Boeing-Frachters vom Typ 747-8 entschloss sich daher am Samstagnachmittag zur Rückkehr nach Luxemburg. Aber er hatte ein Problem: Der Jumbo war für den Langstreckenflug vollbetankt und damit zu schwer für die Landung. Der Pilot musste Treibstoff ablassen. Die Deutsche Flugsicherung spricht von 92 Tonnen Kerosin, die in etwa 14.000 Fuß Höhe, also rund 4,3 Kilometer, und höher abgelassen wurden. Etwa eineinhalb Stunden nach dem Start landete der Jumbo wieder in Luxemburg. Nach den Daten des Flugportals Flightradar24 wurde der Treibstoff vor allem über der Pfalz versprüht. Immer wieder lassen Flugzeuge über der Region Kerosin ab. Weltweit geschehen Fälle wie diese über dem Pfälzerwald in Rheinland-Pfalz alle paar Tage: Ein Flugzeug hat technische Probleme, oder es gibt einen medizinischen Notfall bei einem Passagier, sodass dem Piloten nur die Option einer schnellen Landung bleibt. Tritt dieses Szenario bei einem vollbetankten Großraummodell kurz nach dem Start auf, dann übersteigt das Gewicht die Zulassung für eine sofortige Landung. Zuviel Gewicht kann Beschädigungen am Fahrwerk oder kostspielige Nachuntersuchungen am Flugzeug wegen Überlastung nach sich ziehen. Zum Kerosinablassen muss der Pilot nur auf einen Knopf drücken – und es sprühen Tonnen bzw. Tausende Liter Kerosin von den Flügelenden Richtung Erde. Der Treibstoffschnellablass kommt über Deutschland durchschnittlich etwa 22-mal im Jahr vor – davon drei- bis viermal durch Militärflugzeuge. [Das sind die offiziellen Angaben und dürften in der Realität weit übertroffen werden !] Die dabei versprühte Gesamtmenge schwankt stark. 2015 waren es rund 612 Tonnen, 2016 rund 492 Tonnen und 2017 wieder ein Anstieg auf bundesweit rund 580 Tonnen. Die jetzt versprühten 90 bis 92 Tonnen von Cargolux liegen in der Spitzengruppe der vergangenen Jahre.“ Der Treibstoff enthält das hoch giftige Benzol. Benzoldämpfe sind beim Einatmen giftig; die Symptome akuter Vergiftungen treten erst bei relativ hohen Konzentrationen ein. Leichte Vergiftungen äußern sich in Schwindelgefühl, Brechreiz, Benommenheit und Apathie. Bei einer schweren Vergiftung kommt es zu Fieber und Sehstörungen bis hin zu vorübergehender Erblindung und Bewusstlosigkeit. Nach den internationalen Vorschriften darf Kerosin dabei nur über möglichst dünn besiedeltem Gebiet, in mindestens 1.800 Meter Höhe und bei mindestens 500 km/h Geschwindigkeit abgelassen werden. Über die Gefahren für Mensch und Umwelt durch Fuel Dumping wird seit Jahren ergebnislos diskutiert.
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