MECKERLIESEN

 

MECKERLIESEN

Die Frauen hab’ ich oft gepriesen,
doch aber es gibt Meckerliesen,
die schwärzen ihre Nachbarn an,
so arg wie kaum ein Mann es kann.

Sie gucken giftig in die Runde,
zu jeder frühen -, späten Stunde,
und schauen nur und nicht nach mehr,
ob wo was zu bemäkeln wär’.

Mit ihren spitzen Schnüffel-Nasen,
sind sie tagein, tagaus am rasen,
als Kontrolleure stets vor Ort
und hoffen auf ein falsches Wort.

Ganz fürchterlich sind sie am triefen,
im Wachen oder ob sie schliefen,
vom reinen, frommen Gutmenschtum,
und sonnen sich in solchem Ruhm.

Wer anders denkt als diese Frauen,
den würden sie zu gern verhauen,
trotz ihrer bösen Dissonanz,
schwätzen sie gern von Toleranz.

Jene die andere Leut’ anscheißen,
die hat man Blockwart einst geheißen,
der Blockwart lebt, er ist nicht tot,
ob demokratisch -, braun -, ob rot.

Oft sind’s die alten Lehrerinnen,
die keinen Beifall mehr gewinnen,
die Männer sowieso verkraulen
  und deshalb friedlos zetern, maulen.
 
Die meisten sind dazu noch blind,
weil sie des „Lehrplans“ Opfer sind;
Scheuklappen taten ihre Pflicht,
was sie nicht seh’n, das gibt es nicht.
 
Pfui Teufel, ihr Gesinnungsschnüffler,
ihr Besserwisser und ihr Rüffler,
lasst doch den Leuten ihren Kopf
  und prüft den eigenen Suppentopf !
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