DIE ZAUBERFLÖTE

Zauberflöten-Illustration von Moritz Ludwig von Schwind (1804-1871)
- Tamino und Pamina - 1. Akt 19. Szene -
 
DIE ZAUBERFLÖTE
 
Du Mozart, deutscher Musensohn,
führst uns hinan zum höchsten Thron,
Du schenkst uns dies‘ Mysterium,
der „Z a u b e r f l ö t e“ Heiligtum.
 
Dein Einweihungsdrama lädt zum Sieg,
vom Vogel-Ton zur Sphären-Musik,
vom Pfiff zum Ewigkeiten-Klang,
die Flöte lockt uns mit zum Gang.
 
Im großen JA zum heiligen Stauf,
schwingt uns das Hören mit hinauf,
auf Menschen-Eros Stufen-Pfad,
vom nackten Trieb zum geist‘gen Grad.
 
Zum überird‘schen Liebes-Schwur,
der triebbefreiten Gott-Natur,
die nur das Schöne schauen mag
und dankbar preist den Sonnen-Tag.
 
Der schlicht die gute Ordnung speist,
wie Gottes-Heil in Ringen kreist,
wo kein Glied ungebührlich strebt,
die Ewigkeit ihr Vorbild webt.
 
So wächst die Große Mittagszeit,
des Menschen Herz, von Not befreit,
reicht seine irdische Liebes-Hand,
dem Himmelreich zum Unterpfand.
 
Des Kosmos alter Gegensatz,
sein Widerstreit an jedem Platz,
löst jetzt Dein Zauberflöten-Lied,
das mit uns durch die Sterne zieht.
 
Des Mädchens Mond-Leibes Magie
hat Sonnen-Jünglings Licht-Genie
erkannt, in Liebes-Glückes Rausch,
eint sich mit ihm im Treue-Tausch.
 
Die „Z a u b e r f l ö t e“ lehrte das,
will mahnen auch durch Kontrabass,
dass es nur einen Sünd‘-Fall gibt:
Wenn einer nicht die Liebe liebt !
 
So wie die „Königin der Nacht“,
die lüstern trachtet nur nach Macht,
die unter tausend Masken wirkt,
sich hinter goldenem Schleier birgt.
 
https://www.youtube.com/watch?v=jgXOtFZdDcw&feature=youtu.be
Fritz Wunderlich - „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“
 
„Die Zauberflöte“ ist eine Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), die 1791 im Wiener „Freihaustheater“ uraufgeführt wurde. Das Libretto schrieb Emanuel Schikaneder (1751-1812). Mozart selbst bezeichnete es als „Große deutsche Oper“. Das etwa dreistündige Werk zählt zu den weltweit bekanntesten und am häufigsten inszenierten Musikdramen. Die Melodien der Arien, zu denen so bekannte zählen, wie „Der Vogelfänger bin ich ja“, oder „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“, „Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich“ und die „Rachearie der Königin der Nacht“, sind vielen Menschen vertraut, haben einen hohen Bekanntheitsgrad. Es geht zunächst um die Entführung des Mädchens Pamina durch den als Tyrannen verketzerten Zauberer Sarasto. Die Mutter Paminas ist die abgrundböse Königin der Nacht, sie sendet zur Befreiung ihrer Tochter, den tapferen Prinzen Tamino aus, der einen Wegbegleiter hat, das ängstliche Plappermaul Papageno. Dieser erhält ein Glockenspiel und Tamino eine magische Flöte, die ihnen bei ihrem Vorhaben helfen sollen. Tamino sieht ein Bildnis der Pamina und verliebt sich unsterblich in das Mädchen. Er erfährt, dass der Zauberer nur deshalb Pamina zu sich holte, um sie aus dem unheilvollen Einfluss ihrer Mutter, zu entfernen. Von Hass durchdrungen, ist die Königin der Nacht gewillt, alles zu tun, um Rache an Sarastro zu nehmen. Tamino muss drei Prüfungen bestehen, um Paminas Freiheit und Liebe zu gewinnen. Auf einem symbolreichen Stufenweg schreitet er, unter der wohlwollenden und weisen Führung des Zauberers, zur wahren Liebe und zum Licht empor. Am Ende sieht sich die Königin der Nacht und ihr Gefolge vernichtend geschlagen. Was wie ein zauberhaftes Possenspiel begann, steigert sich im Handlungsverlauf zur Verkündung freigeistiger Ideale, wobei die Königin der Nacht als die eifersüchtige Römisch-Katholische Kirche zu verstehen ist und ebenso alle jene Hintergrundmächte welche die Menschen in ihrem sklavischen Besitz, durch trughafte Vorspiegelungen gefangen halten wollen (links-naturferne Ideologien, Globalisten, Lügenmedien).