XAVIER NAIDOO AUF DÜNNEM EIS

„Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen“ sagte Wolfgang Schäuble auf dem „European Banking Congress 2011“ vor den Vertretern des Geldes, am 18.11.2011.
 
 „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“ sagte Horst Seehofer in der Sendung „Aufgemerkt ! Pelzig unterhält sich - ARD HD“, am 20.05.2010
 
 
 
 
DAS DÜNNE EIS DER WAHRHEIT
 
Den Xavier Naidoo zog es auf die Bühne,
ein bisschen trieb ihn die Ranküne,
denn so ganz gehört er nicht dazu,
das Provozieren liebt er drum partout.
 
Wer nicht dazugehört der stänkert gern,
der großen Mehrheit steht er kritisch fern.
Das macht ihn aber nicht ganz froh,
ein wenig deutsch fühlt er sich irgendwo.
 
Was allen fehlt im grausen Weltgetriebe,
besingt der Naidoo als „Nächstenliebe“.
Weiß oder Braun, man würde gern geliebt,
wofür ein Bühnenkasper alles gibt.
 
Die „Söhne Mannheims“ heißt die Gruppe,
was sie serviert ist gute Alltagssuppe:
Von „Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit“,
wird da geplärrt, zur ausgebuchten Zeit.
 
Sie lagen lange im gewünschten Trend,
„promotet“ wurden sie, wie man das kennt.
Als Mannheims Multikulti-Pop-Genossen,
sind sie die idealen Zeitgeist-Sprossen.
 
Mit Christen-Schmus und seichten Sinnen,
gelang es, manchen Blumentopf gewinnen.
Das macht sich gut, halb Wolf, halb Schaf,
knallhartes Lästern -, Kuschelei und brav.
 
Doch plötzlich hat der Xavier was gemerkt,
was seinen alten Anti-Kurs bestärkt.
Er singt etwas von heutigen „Marionetten“
und dass die keine echte Freiheit hätten.
 
Ach Gott, das ist zwar wahr, jedoch tabu,
Xavier Naidoo, wie kamst Du nur dazu ?
Tanzt Du darüber, zahlst Du hohen Preis,
die Wahrheit ist des Staates dünnstes Eis !
 
 
Xavier Kurt Naidoo (1971-) ist ein sog. „Soul und R&B-Sänger“ und Gründungsmitglied der gemischtvölkischen Musikgruppe „Söhne Mannheims“. Er war Dozent an der „Mannheimer Popakademie“. Naidoos Vater namens Rausammy stammt aus Südafrika, er soll halb indischer und halb deutscher Herkunft sein. Auch seine Mutter ist südafrikanischer und halb irischer Abstammung. Er soll römische-katholisch erzogen worden sein. Naidoo sagte, dass er in seiner Schulzeit manchmal wegen seiner dunklen Hautfarbe gehänselt worden sei, weshalb seine Kindheit und Jugend nicht immer einfach gewesen seien. Welche ist das schon ?! Um sich verteidigen, oder selbst bedrohen zu können, erlernte er das aggressive Kickboxen. Er soll in Schul- und Kirchenchören seine ersten Plärr-Versuche gemacht haben. Einer Lehre als Koch, folgte das modeln für Bademoden, er war Türsteher eines Mannheimer Breakbeat-Clubs, schließlich tingelte er erfolgreich in den USA. Naidoos Debütalbum hieß „Nicht von dieser Welt“. Naidoos Liedtexte befassen sich unter anderem mit „Christentum“, „apokalyptischen“ Szenarien und „Nächstenliebe“. 1994 trat er als Backgroundsänger beim „Rödelheim Hartreim Projekt“ der Frankfurter Produzenten Moses Pelham und Thomas Hofmann auf. Er wurde als Solostar aufgebaut. Mit Sabrina Sethur nahm er 1997 die Single „Freisein“ auf und wurde so erstmals einem größeren Publikum bekannt. Die Kooperation mit 3p endete jedoch im Streit, nachdem Naidoo mit den „Söhnen Mannheims“ erste Produktionen veröffentlicht hatte; das stellte nach Ansicht von 3p einen Vertragsverstoß dar. In der darauffolgenden Klage entschied das Landgericht Mannheim zu Gunsten Naidoos. Eine daraufhin eingereichte Verfassungsbeschwerde wurde 2005 nicht zur Entscheidung angenommen. Im Juni 2005 gab Naidoo mit den Söhnen Mannheims auf Einladung der deutschen Botschaft ein Konzert in der „Oper von Tel Aviv“. Bei der Echo-Verleihung 2006 wurde Naidoo unter anderem als „bester nationaler Künstler“ geehrt.
 
Mit seinen Liedtexten, den politischen Aussagen und dem Propagieren von „Verschwörungstheorien“ löste er Kontroversen aus. Im Juli 2009 erschien das „Söhne-Mannheims-Album Iz On und das vierte Soloalbum von Xavier Naidoo, „Alles kann besser werden“. Auf diesem Album propagiert Naidoo in dem Stück „Goldwaagen/Goldwagen“ unter anderem „Verschwörungstheorien zum 11. September 2001“. Es heißt dort: „9/11, London und Madrid, jeder weiß dass Al-Qaida nur die CIA ist.“ - „World Trade Center Nr. 7, warum ist von dem Gebäude nichts mehr übrig geblieben ?“ Als Refrain wird vielfach das Wort „Gladio“ wiederholt, der Name einer 1990 aufgedeckten italienischen Geheimorganisation. Naidoo gibt an, am Silvesterabend 1992 ein persönliches „Bekehrungserlebnis“ erfahren zu haben. Er ist überzeugt, in der „Endzeit“ zu leben, und glaubt an einen „Bibel-Code“, der zukünftige Ereignisse vorhersagen könne. Seine Heimatstadt Mannheim identifiziert er mit dem „Neuen Jerusalem“, er glaubt in „Naherwartung auf das Erscheinen Christie“.
 
Bei Wikipedia heißt es: „Xavier Naidoo ruft zur Gewalt gegen Politiker auf, ganz unverhohlen. Was denkt er sich ? Was macht er damit seiner enormen Popularität ? Der Song hatte für bundesweite Diskussionen gesorgt. Der Text enthalte rechtes Gedankengut, sei ein Hass-Lied gegen Politiker. Die reagierten auch dementsprechend, es hagelte Widerstand aus den Parteien. Die deutsche Kunst- und Kulturszene hielt sich hingegen zurück.“ Seit Tagen steht Xavier Naidoo wegen seines neuen Songs „Marionetten“ in der Kritik. In dem Stück heißt es über Politiker unter anderem: „Teile eures Volks nennen euch schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter.“ Xavier Naidoo: „Deutschland ist kein souveränes Land. Wir sind nicht frei.“  Viele deutsche Künstler wollen sich zu der Debatte nicht äußern. Der Radiosender „Bremen Vier“ hat sich nun aber deutlich von dem Künstler distanziert: Geplant war eine Übertragung des Bremer Konzerts der Söhne Mannheims und von Naidoos Auftritt im kommenden Dezember, von beiden Events nimmt man nun Abstand. Kritiker meinen: „Wenn man sich aber ,Marionetten‘ anhört, ist der Song im Ganzen im besten Falle sehr missverständlich.“ Er befeuere Verschwörungstheorien und nehme mehrfach Bezug auf die Theorien der ,Reichsbürger‘ und der ,Rechtspopulisten‘ - „und zwar in einer Art, die man kaum anders verstehen kann, als dass dies die Meinung von Xavier Naidoo ist und er nicht nur darüber singt“, schreib Haas. Zudem rufe der Song zu Selbstjustiz auf und verneine im Kern die Unabhängigkeit demokratisch gewählter Parlamente.
 
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„M Merkur.de“ schreibt am 08.05.2017: „Wie lange noch wollt ihr Marionetten sein; Seht ihr nicht, ihr seid nur Steigbügelhalter; Merkt ihr nicht, ihr steht bald ganz allein; Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter“, singt Xavier Naidoo in seinem neuen Song „Marionetten“. Ohne Hintergrundinformationen wird aus der ersten Strophe von „Marionetten“ noch nicht deutlich, was mit dem Liedtext gemeint ist: Wer sind die Marionetten, wer die Steigbügelhalter ? Indirekt könnte diese harmlos wirkenden Passage jedoch ein altes antijüdisches Vorurteil enthalten - darauf weist unter anderem die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Das Bild des jüdischen „Puppenspielers“, der die Fäden im Hintergrund zieht, ist schließlich ein bekanntes Element des Antisemitismus. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ warnt, dass „Verschwörungstheorien, die Juden Macht und Einfluss in der Finanz- oder Medienwelt“ zuschreiben, häufig nur unterschwellig und teilweise auch unbewusst transportiert würden. Möglicherweise ist dies auch hier der Fall. „Und weil ihr die Tatsachen schon wieder verdreht; Werden wir einschreiten; Und weil ihr euch an Unschuldigen vergeht; Werden wir unsere Schutzschirme ausbreiten; gehen die Lyrics von „Marionetten“ weiter. Verdrehte Tatsachen ? Das klingt verdächtig nach einer Anspielung auf Worte wie „Lügenpresse“, also den Vorwurf gesteuerter Medien. In den vergangenen Monaten hat dieser Begriff zum Beispiel bei Pegida-Anhängern ein Revival erlebt. Ursprünglich stammt der Begriff „Lügenpresse“ aus dem ersten Weltkrieg - damals betitelte man die Medien der Feindstaaten mit dem Wort. In der NS-Zeit benutzte das Propagandaministerium „Lügenpresse“ allerdings für Hetze gegen Kommunisten und Juden.“ - Die vorstehenden Auslassungen entbehren zum Teil der Vernunft. Lügenpressen - gleichgültig wer das Wort erstmalig gebraucht hat - gibt und gab es zu allen Zeiten, so auch heute ! Mit Sicherheit gehen diese Verdächtigungen zu weit, man kann dem Sänger manches vorwerfen, doch als moderner Christ, Bibelfreund - ja als „christlicher Fundamentalist“, wie ihn Marcus Steiger bezeichnete (Ex-Chefredakteur von Rap.de) - sind zwar bei seinen Texten zeitkritische Anklänge unmissverständlich herauszuhören aber sind wirklich ernsthafte antisemitischen bzw. antijüdischen Animositäten zu erkennen ? Jene Vorstellung von „Puppenspielern“ auf finanzjüdische Einflussnahmen ausdeuten zu wollen scheinen mit den Haaren herbeigezogene Albernheiten. Werden da die Flausen, die man anprangern will, nicht erst künstlich aus alten Teppichen hervorgeklopft ? Unter dem Titel ,Raus aus dem Reichstag‘ soll Naidoo die jüdische Bankiersfamilie Rothschild attackiert haben. Wenn das zutrifft - ich kann es nicht prüfen - dann überschreitet der Sänger mit dieser Aussage eindeutig die bundesrepublikanische Demarkationslinie.
 
08.05.2017 schreibt Focus: Kurz nach seinem musikalischen Durchbruch im Jahr 2000 wird Naidoo beim Fahren ohne Führerschein erwischt. Wenig später gibt’s wieder Ärger mit der Polizei. Im Rahmen einer Drogen-Razzia finden Beamte Marihuana bei Naidoo. Keine große Überraschung, denn aus seinem Hang zu Gras macht er nie ein Geheimnis. „Ich rauche ziemlich viel Marihuana“, sagte er damals der Zeitschrift „Bunte“. Für seine Vergehen wird Naidoo später zu 20 Monaten Haft auf Bewährung und 100.000 Mark verurteilt. Kritik wegen eines antisemitischen Songtextes erntet der überzeugte Christ im Jahr 2009. Unter dem Titel Raus aus dem Reichstag“ attackiert Naidoo die jüdische Bankiersfamilie Rothschild. Drei Jahre später wird Naidoo „Homophobie“ [Schwulenfeindlichkeit] vorgeworfen. In dem Song „Wo sind sie jetzt ?“, den er zusammen mit Rapper Kool Savas auf dem Album „Xavas“ (2012) veröffentlicht, heißt es unter anderem: „Warum liebst du keine Möse ? Weil jeder Mensch doch aus einer ist.“ Es folgt eine Strafanzeige der Jugendorganisation der Linkspartei wegen Aufruf zur schweren Körperverletzung und wegen Volksverhetzung. Vor allem aber Naidoos Auftritt bei einer Kundgebung von Rechtspopulisten und sogenannten Reichsbürgern vor dem Berliner Reichstag im Jahr 2014 mausert sich zu einem echten Skandal. Damals stellt er die deutsche Verfassung infrage und behauptet, Deutschland sei noch immer von den USA besetzt. Sogar den Terror-Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 hält er für eine kontrollierte Sprengung. - Soweit der Focus-Texter, der sachliche und unsachliche Vorwürfe zusammenmixt, wie es hierzulande üblich ist, wenn eine Person zum medialen Abschuss freigegeben werden soll. Was aber lehrt die Causa-Naidoo ? Sie lehrt die Multikulti-Strategen der BRD, dass nicht jede angeblasene Schlammblase - womit die Person des Xavier nicht gemeint ist, vielmehr das Phänomen - in die gewünschte Richtung zur Oberfläche aufsteigt. 
 
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