ZEITGESCHICHTE

Sehen wir zu, dass die Unwahrheit Europa nicht zerreißt !
 
ZEITGESCHICHTE
 
Zur wahren, rechten  Religion,
gehört es auch, die Welt begreifen,
nicht nur in Vergangenheiten,
auch die neue Zeit durchstreifen.
 
Siebzig Jahre sind vergangen,
ein volles, langes Menschenleben,
seit der deutschen Freiheit Ende,
als begann das Nachkriegs-Streben.
 
Schicksalsringen war gezeichnet,
von den ärgsten Kampf-Exzessen,
dass ein echter Friede werde,
sei kein Unheil je vergessen !
 
Zur Erinnerung tritt die Wahrheit,
sie allein kann Frieden schaffen,
denn die Lügen der Geschichte
formen sich zu Hass und Waffen.
 
Fordern wir uns Rechenschaften,
streben wir zum bessren Morgen,
dass die Wahrheit Sieger werde,
das sei unsere deutsche Sorge !
 
Konnten wir nicht dominieren,
nicht im heißen Fechten siegen,
darf nicht mit der Niederlage,
auch die Wahrheit unterliegen !
 
 
 
Deutschland befand sich nach Weltkrieg I. in einer Phase des totalen seelisch-geistigen Chaos, die Deutschen erlebten die größte Erschütterung ihres Selbstverständnisses seit Jahrhunderten.
 
Sie hatten an die gerechte Sache geglaubt, sie hatten die „schimmernde Wehr“ des Kaiserreiches bestaunt, sie kannten die imperialen Schweinereien der perfiden Engländer (Opiumkrieg, Indien-Ausbeutung, Burenmassaker); wie hatte es der Herrgott zulassen können, dass Schurken einen Krieg gewannen ? Und nur deshalb weil die heuchlerischen USA, als Zünglein an der Waage, den deutschfeindlichen Ausschlag gaben. Man fühle sich vom Schicksal falsch und ungerecht behandelt.
 
Dazu kam die Perspektivlosigkeit der Millionen aus dem erfolglosen Krieg heimgekehrten Männer, sie waren arbeitslos, hungerten, die Selbstmordraten schossen in die Höhe, dazu kamen die pausenlosen Entwürdigungen durch die Siegernationen; die von den Franzosen angezettelten Separatistenumtriebe, Saarlandbesetzung, Ruhrgebietsausbeutung, Erschießungen deutscher Freiheitskämpfer, Reparationszahlungen von unfassbaren Summen (erst Oktober 2010 zahlte die BRD letzte Reparationsrate an USA von 1918). In den Städten wütete der Rote Mob und postulierte offen und unverschämt, dass es seine Absicht sei, aus Deutschland eine Räterepublik zu machen, um sie der Sowjetunion anzuschließen. Welche Massenmorde dort geschehen waren (Ermordung der Zarenfamilie nur marginal), war nicht unbekannt geblieben, siehe Bela Kuhn in Ungarn und die Kulaken-Vernichtung in der Ukraine mit über 20 Millionen Toten. Die berechtigte Angst ging um im deutschen Bürgertum.
 
Den Deutschen ging es im Nationalen und im Privaten hundsmiserabel, und da kam einer, der überzeugend-glaubhaft reden konnte, der von nationaler Schande sprach, von Ehre und Gewissen und der den Menschen sagte, es gäbe trotz alledem eine Wiedererweckungschance für das niedergetretene Volk, sie müssten nur zusammenstehen, nicht verzagen und ihr Schicksal gegen die großen „teuflischen überstaatlichen Mächte“ aufnehmen -, also endlich einmal für sich selber kämpfen und nicht - wie in all den Jahrhunderten vorher - für Christianismus, Katholizismus, Papismus, Protestantismus, Monarchismus, Kapitalismus, Kommunismus, Demokratismus.
 
Damit sprach er die danach hungrige deutsche Seele an, die immerzu nach der echten großen Erklärung und Lösung gesucht hatte -, so begann Hitlers Aufstieg --, und schließlich auch die Verbündung der Weltmächte zur erneuten Niederschlagung der Deutschen.
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