„MÄNNER HERRSCHEN“

 

„MÄNNER HERRSCHEN“

Wenn ich auf die Gründe blicke,
leiten Männer die Geschicke.
Nur der Männer Kräfte gelten,
Männer schaffen neue Welten.

Männer kämpfen, Männer planen,
Männer bauen neue Bahnen.
Männer forschen, grübeln, sinnen,
tiefstes Wissen zu gewinnen.

Nur der Mann hat diesen Willen,
seinen Tatendrang zu stillen.
Er allein fühlt seine Stärke,
grundbereit zum Schöpfungswerke.

Also ist der Mann der König,
neben ihm gilt alles wenig,
er mag herrschen und diktieren,
ganz allein die Welt regieren.

Doch das Weib hat eine Öse,
wär’ ein Kerl auch bitterböse,
jeder trägt - hoch und gering,
solch ein Ding als Nasenring.

Und die Frau zieht ihre Bänder,
mitten durch die Ösen-Ränder,
hält sie fest in ihren Händen,
eines Mannes Weg zu wenden.

So beherrscht der Mann die Welt,
wie es seiner Kraft gefällt,
aber ihn beherrscht das Weib,
je nach Lust und Zeitvertreib.

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