DAS KUSCHEL-HEIZKISSEN

 
DAS KUSCHEL-HEIZKISSEN

Ich höre wohl, du liebst ein Ding,
an dem stets deine Sehnsucht hing,
das drückst du zwischen deine Beine
und presst es an die Brust, die reine.

Du legst es dir auch an den Rücken,
um dich von hinten zu beglücken -;
wenn die Schultern einmal zwacken,
legst du das Ding dir in den Nacken.

Da deine Füßchen meistens kühl,
dich ärgern durch dies’ Eis-Gefühl,
erlebst du gern dafür die Wärmung,
gerad’ wie auch über der Gedärmung.

Und tut dir dein Popöchen weh,
auch dorten hilft der gleiche Dreh,
des Kissens Hitze tut dir gut,
es macht dir vorn und hinten Mut.

Du willst’s im Bette niemals missen,
dein geliebtes Aufheiz-Kissen -;
liebst es mehr als Brötchenkrümel,
nach dem Bettfrühstücks-Getümel.

Es ist dir lieber als ein Buch,
als Schwiegermamas Blitz-Besuch -;
es steht gewiss im Sieger-Flor,
noch weit vor dem Sarotti-Mohr.

Da du Wärmung höchstens schätzt,
die Kälte dich zumeist vergrätzt,
biet’ ich mich dir als Kissen an,
denn preiswerter bin ich als Mann.

Ich hab’ `nen glühend heißen Bauch,
ganz ohne jeden Stromverbrauch,
und heize dich an jeder Stelle,
allmählich, langsam, oder schnelle.

Mehr oberflächlich, oder tief,
gerad’ wonach dein Bedürfnis rief -;
ruf’ mich nur an, ich komm’ sofort,
an jeden, auch den fernsten Ort.
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