JUNG UND ALT

 

JUNG UND ALT

Junge Dachse -, alte Schachteln,
alte Säcke -, junge Wachteln,
passen wunderbar zusammen,
stehen rasch in hellen Flammen.

Alte Haut braucht junges Feuer,
frischer Trieb macht Altes neuer -;
wollen Feuer schon ermüden,
sucht die Hündin heiße Rüden.

Müder Trieb braucht starke Reize,
dass ein frischer Ansporn heize,
den die jungen Leiber spenden,
Altersschlaffheit abzuwenden.

Darum schau’n die alten Böcke,
sehnsuchts-lüstern kurze Röcke,
und darunter schmale, feine,
unschuldsreine Mädchenbeine.

D’rum auch wissen reife Frauen,
jungen Lenden ist zu trauen,
bügeln Kummerfalten glatt,
machen manchen Hunger satt.

Ganz natürlich ist dies’ Streben,
so im Tier- und Menschenleben -;
die alten Bullen sich bemühen,
zu imponier’n den jungen Kühen.

Und alte Riken sind „human“,
lassen junge Böckchen ran -;
so kombiniert sich kompatibel,
der Gegensatz nach Bios Bibel
.

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