MÄNNER ALS HÄNGEMATTEN

 

MÄNNER ALS HÄNGEMATTEN

Ja, die Weiber sind ein Wunder,
zuckersüß und prall und runder,
faszinierend ist ihr Bauch -,
und das wissen Frauen auch.

Männer sind, egal wie tüchtig,
nach der Frauen Leiber süchtig,
haben sie kein Weib zur Hand,
bringt sie das um den Verstand.

Von Natur sind Männer böse -,
dass das Weib den Mann erlöse,
ist ihr Liebreiz ausgedacht -,
  damit des Mannes Zorn verflacht.

Ein Dummer sich dazu verstieg:
wegen Frauen gäb’ es Krieg -;
richtiger doch ist hienieden:
nur die Frauen schaffen Frieden !

Und weil Krieg oft störend ist,
zumindest in des Sommers Frist,
wenn der Mann genießen will,
hält er mit dem Kämpfen still.

Dass ihm dieses auch gelingt,
ihn sein Streitsinn nicht bezwingt,
kalkuliert er dies’ Kapitel,
die Ehe als Beruhigungsmittel.

Also sucht er sich ein Weibchen,
sättigt sich an ihrem Leibchen -,
lässt sich dafür alles bieten,
zahlt ihr Essen, Kleidung, Mieten.

Die Frauen nutzen’s weidlich aus,
bleiben schön bequem zu Haus,
gebrauchten füglich ihre Gatten
nicht anders als wie Hängematten.

Das ist Mannes Schicksalsrolle,
für die Frau, die wundervolle -,
macht er sich zu ihrem Knecht,
die Frauen finden das gerecht.

 

 

Das ist die These der Esther Vilar (Esther Margareta Katzen) - In ihrem Buch „Der dressierte Mann“,1971 formulierte sie die amüsant geschriebene und lesenswerte Auffassung, dass nicht - wie von der Frauenemanzipierungsbewegung  behauptet - die Frau durch den Mann unterdrückt werde, sondern umgekehrt der Mann durch die Frau.

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