DIE EWIGE LOCKUNG

 

DIE EWIGE LOCKUNG


Die Liebe bleibt sich immer gleich,
ob in Ägyptens altem Reich,
ob in Germanien, oder Rom,
wie heute war es damals schon:

Das Mädchen wie die reife Frau,
sie wissen doch nur zu genau,
wie sie auf Männer nunmal wirken,
mit den geheimen Lustbezirken.

Die werfen ihre Schlingen aus,
und in der Falle sitzt die Maus -;
sie zappelt hin, sie zappelt her,
fühlt sich wohl und will nicht mehr.

Die Männer sind dabei die Mäuse,
die immer, mit und ohne Läuse,
sich von den Reizen fangen lassen,
weil sie so gern an Reize fassen.

Und wie einstmals wird es bleiben,
so lange Menschen Zahlen schreiben;
selbst, wenn Zahlen längst vergessen,
die Leute wieder Wurzeln fressen.

Denn immer, immer lockt das Weib,
mit seinem zauberhaften Leib,
und seinen wirren, irren Launen,
die uns ein Leben lang erstaunen.

Die Frauen halten uns auf Trapp;
wie wäre doch das Leben schlapp,
ohne das Antriebselement,
das Mann allein im Weib erkennt.

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