DA WAR DOCH WAS ?

 

DA WAR DOCH WAS ?

Da war doch was, da war doch was,
das wurde bei den Mädchen nass ?!
Ein wunderbares, süßes Stellchen
und rund herum ein zartes Fellchen.

Ich würde mich so gern entsinnen,
doch die Erinnerung will zerrinnen,
weiß nur noch, dass es köstlich war
und niemals war’s für jeden da.

Die Mädchen hielten damit haus,
man nannt’ es Muschi, oder Maus;
im allgemeinen war’s versteckt,
es schlummerte meist unentdeckt.

Ich tät einmal ein Mädchen kennen,
das war bereit, mit mir zu pennen -,
das fragt’ ich oft im Säusel-Ton:
„Schläft denn unsre Muschi schon ?“

„Ja“
, sagte sie an meisten Tagen,
wenn abends wir beisammen lagen:
„Muschi schläft schon, sie ist müde,
lass’ mir ne Pause, wilder Rüde !“


Die Muschi hob zum Himmel auf,
  ich war ganz versessen drauf,
doch wie das ging und wo sie saß,
weiß ich nicht mehr als alter Has’.

Hock’ hier in meiner Hasenkuhle,
gänzlich vereinsamt, ohne Buhle,
träum’ vom einst’gen frohen Hoppeln,
über frisches Gras und Stoppeln.

Vor Tagen kam Frau Nachbarin,
besuchte mich auf ein Glas Gin.
Da fasst’ ich mir mein altes Herz,
befragte scheinbar sie im Scherz:

„Könnt ihr mir raten, sagt doch frei,
wo’s Muschilein zu finden sei -,
ich weiß nur noch, da war es warm,
saß es nicht unterm linken Arm ?“


Sie dachte hin -, sie dachte her,
sie wusst’ es aber auch nicht mehr.
So steigt in mir die Ahnung kaum,
es war wohl nur ein Jugendtraum.

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