SCHNEEMÄNNER-LEID

 

SCHNEEMÄNNER-LEID

Zum Schneemann sprach die Schneemannfrau:
„Mir wird es untenrum so flau,
ich glaub' ich muss mich mal entstauen,
du weißt ja wie das ist bei Frauen !

Wir müssen immer bald auf's Töpfchen,
um dort zu lassen ein paar Tröpfchen.
Doch nun ist's mehr, ganz außer Frage,
ich glaub' ich kriege ,meine Tage' !

Oder, oh weh -, die Zeit verrinnt,
ich denke gar, mir kommt ein Kind ?“

Sie stöhnte nur noch: „Ach - vertrackt !“,
  da
war sie unten weggesackt.

Ihr Schneemann-Mann schaute bestürzt
zur Frau, die unterleibsverkürzt,
sich neben ihm am Boden wand
und später ganzheitlich verschwand.

Der schuldige Täter an dem Mord,
stand nicht mehr lange dort vor Ort;
er kam aus Krögers nahem Krug,
dort tankte er sich voll genug.

Dann goss er seine zwanzig Biere
der Schneemann-Frau an deren Niere.
Und die Moral von der Geschicht':
Schnee-Frau steh' vor Kneipen nicht !

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