R E I B U N G E N

 

R E I B U N G E N

Wo Mann und Frau zusammenpassen, tut es beiden gut,
es passt problemlos angenehm sein Stift in ihre Nut.
So hat es die Natur gewollt und auch perfekt erschaffen,
es funktioniert seit altes her bei Affen und Giraffen.

Es ist ein wundervolles Spiel das alle Wesen lieben,
drum haben die Geschlechter sich unzählbar oft gerieben.
Das Reiben aneinander, im Lieben wie im Streiten,
das war die Weltgeschichte bis heut’ in unsere Zeiten.

Das Reiben in der Liebe, erzeugt dem Mensch’ die Kinder,
doch das im Krieg und Streiten macht ihre Anzahl minder.
So reguliert das Reiben im höchst’ und tiefsten Sinne,
im Auftrag unserer Ur-Natur Verluste und Gewinne.

Drum kann es niemals ganz gelingen, das zu unterbinden,
die Menschheit wird zur Reiberei stets ihre Wege finden;
für blutige Reiberei im Streit, gibt es genügend Gründe
und dieses zarte Liebes-Reiben war sowieso nie Sünde.

Wenn es der Papst in seinem Wahn, zur Sünde hat erklärt,
hat doch der Christen Irrtumssinn die Menschen nie bekehrt.
Todsünde sollt’ die Liebe sein -, so hatten sie's gepredigt,
unbändig hat der Reibetrieb des Zwanges sich entledigt.

Es leben zwar noch dort und hier gar kümmerliche Frauen,
die, unverbesserlich im Hirn, den Lügensprüchen trauen.
Die glauben einen Bibel-Gott und Katechismus-Thesen,
erhoffen, dass im Jenseits einst, zu Englein sie genesen.

Drum halten sie sich streng bedeckt an allerfeinsten Stellen,
wo bei der triebgesunden Frau die Reibgelüste quellen;
sie legen ihre Finger drauf und sagen: „Nicht mit mir !“,
und leiden still am Lustverlust so schlimm wie ein Fakir.

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