PUPPEN-SPIELE ?

 

PUPPEN-SPIELE ?

Es gibt heute solche Püppchen,
  tragen nicht nur rote Bäckchen,
können trinken sogar Süppchen,
haben Pillermann und Schneckchen.

Darf ein Kind an Puppen spielen ?
Pädagogisch ernste Frage !
Tun’s nur manche, tun’s die vielen -,
wer ist zum Urteil in der Lage ?

Geht es um ein Spiel mit Röckchen,
gibt’s wohl keinerlei Bedenken.
Hosen, Hemden und die Söckchen,
mögen Kinder Puppen schenken.

Anzieh’n, auszieh’n, das ist üblich,
machen es doch auch die Großen,
das ist mädchenhaft wie büblich -,
weit entfernt von den Psychosen.

Doch was sieht das Kind darunter,
was gewahrt es unterm Stoffe -,
wird des Kind’s Interesse munter,
was ich zu ergründen hoffe.

Ganz bestimmt sind Soziologen
diesen Fragen nachgegangen,
haben derlei längst erwogen,
um Erkenntnis zu erlangen.

Doch mir ging es um den Glauben !
Darf ich denn als frommer Vater
meinem Kind dies’ frei erlauben ?
Dafür sucht’ ich den Berater !

Drum den Pfarrer tät ich bitten,
dass er mir Bescheid gewähre -,
über christlich gute Sitten,
dass ich nicht die Seel’ beschwere.

Dass mein Kind nicht sündig würde,
wenn’s an Puppenteilen fingert -;
wohl der Sünde schwere Bürde,
bis zum Tod’ sich nicht verringert ?!

Klar war'n meines Pfarrers Worte,
der die Bibel kennt wie keiner:
Püppchen NIE von dieser Sorte -
geschlechtslos bleiben Kinder reiner !“

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