ROTKÄPPCHEN LÄSST GRÜSSEN

SATIRE !
 
 
NABU-Kreisverband Gotha: Rotkäppchen lügt ! - NABU räumt mit Märchen auf - Der Wolf ist zurück - Auch bei uns !- Sei es bei „Rotkäppchen“ oder den „Sieben Geißlein“, das Image des „bösen Wolf“ ist Canis lupus bis heute nicht losgeworden. Genau diese Vorurteile führten zur gnadenlosen Verfolgung und letzendlich völligen Ausrottung des Wolfes in Deutschland vor über 100 Jahren. Doch jetzt ist er zurück und er wird bleiben !
 
 
 
ROTKÄPPCHEN LÄSST GRÜSSEN
 
„Vorurteil !“, so hört‘ man krähten,
von denen die die Märchen schmähen.
„Rotkäppchen“ sei nur ein Schwindel,
gerad‘ ebenso wie’s „Münchner Kindl“.
 
Der Wolf sei, heißt’s bei diesen Schlauen,
ganz ungefährlich anzuschauen,
würd‘ man ihn nur freundlich grüßen,
scharrt‘ er höflich mit den Füßen.
 
Man soll sich vor ihm nicht schaudern,
man könne herrlich mit ihm plaudern.
Als angenehmer Waldbewohner,
sei der Wolf ein Autochthoner.
 
Der Isegrim sei meistens brav,
lässt man ihm zum Fraß sein Schaf.
Mancher Wolf ist gar so frei,
tritt ein in eine Links-Partei.
 
Heute gilt er als Migrant
und die brauchen wir im Land,
sie bereichern die Kultur,
beleben Deutschlands Wald und Flur.
 
In diesem Sinne sagt man knapp:
„Baut die Vorurteile ab,
lasst Euch nicht so lange bitten,
nehmt den Wolf in Eure Mitten !“

 

30.09-2017 - Focus - Seit eine britische Touristin in Griechenland vermutlich von einem Wolf getötet wurde, ist auch in Deutschland die Angst vor dem Räuber wieder groß. Das Bundesland Niedersachsen zum Beispiel denkt laut über den Abschuss ganzer Rudel nach. Jetzt hat auch CSU-Bundesagrarminister Christian Schmidt Konsequenzen gefordert. In einem Gespräch mit der „Bild“-Zeitung sagte Schmidt: „Die Zeit des Redens ist jetzt vorbei: Wir müssen die Bestände auch durch Abschüsse so regulieren, dass für Mensch und Nutztierhaltung keine Gefahr vom Wolf ausgeht.“ Der 60-Jährige setzt sich seit Jahren für eine Eingrenzung der Wolfspopulation in Deutschland ein und will diese mit „gezieltem Wolfsmanagment“ regulieren. Denn in den Augen des Ministers ist der Wolf „kein Kuscheltier“, im Gegenteil. „Der Wolf ist das größte in Deutschland lebende Landraubtier und hat bei uns keine natürlichen Feinde“, sagte Schmidt der „Bild“. Versuche, den Wolf weiterhin zu schützen, kritisiert er scharf. Zwischenfälle wie den in Griechenland möchte Schmidt vermeiden: „Ich will nicht, das so etwas auch bei uns passiert“, sagte Schmidt dem Blatt. Um die Wolfsbestände in Deutschland gezielt regulieren zu können, hat der Bundesagrarminister nun der EU einen Brief geschrieben. In dem Schreiben an den EU-Umweltkomissar Karmenu Vella [ein Malteser] bittet Schmidt laut dem Blatt „nachdrücklich“ darum, den „sehr strengen Schutzstatus der in Deutschland lebenden Wolfspopulationen zu überprüfen“ um gegebenenfalls Abschüsse von Wölfen zu ermöglichen.
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