DIE EINZIGE WIRKSAME DIÄT

Bild aus: „Abnehmen mit Getslim.de“
 
 
DIE EINZIGE WIRKSAME DIÄT
 
Deutsche werden dick und dicker,
also muss das Volk vergammeln,
wenig kann‘s den Fetten nützen
Diät-Vorschriften einzusammeln.
 
Von Patienten hört‘ ich immer,
immer neue Ess-Vorschriften,
die Entspeckung garantieren,
damit die Pfunde sich verlieren.
 
All das greift nicht, liebe Leute,
damit werdet ihr‘s nicht schaffen,
unwirksam sind die Rezepte,
eure Speckschicht wegzuraffen.
 
Es gibt nur ein probates Mittel
und das will ich euch verraten:
Ihr müsst das Bewusstsein ändern,
wie’s die alten Meister taten.
 
Eines müsst zuerst ihr kennen:
„Kraft durch Freude“, weiß der Weise,
ist unzweifelhaft vonnöten,
auf des Menschen Lebensreise.
 
Bleibt als „Freude“ euch das Futtern
und lebt dabei schwach beweglich,
ist das schlecht für alle Glieder,
nur für Bauch und Hintern pfleglich.
 
Streicht in eurem Kopf die Hoffnung,
auf was Leckeres zur Belohnung,
bald fühlt ihr euch wie verwandelt,
in verjüngter Körper-Wohnung !
 
Doch Ersatz müsst ihr schon finden,
auf die Freud‘ muss man sich freuen,
streicht das Kochen aus der Liste !
Dann habt ihr nichts zu bereuen.
 
Freut euch auf der Liebsten Lippen,
lutscht an ihren sieben Sachen,
knabbert an den süßen Knubbeln,
die folgenfrei Behagen machen.
 
Freut euch auf köstliche Lektüren,
auf den Trimmpfad durch die Auen,
auf den Vortrag kluger Männer
und die Grazie schöner Frauen.
 
 
Gesundheitsexperten warnen - Deutsche werden immer dicker !
 
Immer mehr Deutsche werden dick - und die Dicken werden noch dicker. Fast die Hälfte aller Frauen (2030: 47 %; 2010: 44 %) und knapp zwei Drittel der Männer (2010: 62 %; 2030: 65 %) haben den Prognosen der Forscher zufolge im Jahr 2030 Übergewicht. Fast jeder vierte Mann (24 %; 2010: 21 %) und etwas mehr als jede fünfte Frau (21 %; 2010: 15 %) könnten dann fettleibig sein.
 
Eine „Adipositas-Epidemie“ beklagen Experten inzwischen: Angesichts dessen müsse der Staat eingreifen und gesündere Lebensbedingungen schaffen, forderte der Präsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG), Prof. Martin Wabitsch auf einer Jahrestagung 2016 in Berlin.
 
Fettsucht sei nicht etwa die Folge eines Fehlverhaltens Einzelner: „Adipositas ist eine Krankheit des Gehirns“, betonte er. Gerade die junge Generation sei gefährdet, da sie inmitten Betroffener aufwachse, so der Ulmer Kinder- und Jugendarzt.
 
Mehr Ausdauersport in der Schule, mehr Fahrradwege oder etwa eine veränderte Preispolitik bei Lebensmitteln halten die Fachleute für ratsam. „Vollkornbrot müsste billiger sein als Toast, der Apfel günstiger als der Schokoriegel“, forderte die Pharmakologin Prof. Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam.
 
Sie sieht das „kontinuierliche Essen“ als Knackpunkt: Um Fettreserven abzubauen, müssten Übergewichtige Snacks zwischen den Hauptmahlzeiten reduzieren oder zwei Fastentage pro Woche einlegen.
 
Anders bei Adipositas: Auf der Berliner Tagung waren sich die Experten einig, dass auch Verhaltens- und Bewegungstherapie die Pfunde nicht langfristig purzeln lassen. Mit einem strengen Lebensstil könnten Betroffene lediglich ihr Gewicht kontrollieren. „Wer einmal in der Fettfalle steckt, hat kaum Chancen, das zu bekämpfen“, sagte der Chirurg Jürgen Ordemann von der Berliner Charité.
 
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