STEINE, STEINE

 
STEINE, STEINE
 
Schwere Steine zieh‘n mich an,
schlagen mich in ihren Bann,
schau‘ ich großes Felsgestein,
bebt die Seel’ im Widerschein.
 
Fragte sie: „Erinnere dich,
wo war zur Steinzeit unser Ich,
ahnst du es, weißt du’s genau,
bauten wir am Großsteinbau ?“
 
Seele sagt: „Ich fühl‘ den Hang,
mir wird oft so wissensbang,
vor jedem Großstein denk‘ ich bei,
wie er denn zu bewegen sei ?“
 
Fragte mich: „Wär‘ das Beweis,
dass auf unsrer Seelenreis'
wir zur Steinzeit, ungehemmt,
schwere Steine hoch gestemmt ?
 
Jedenfalls fühl‘ ich die Freud‘,
am Steinefügen jetzt und heut‘,
ergötz‘ mich an der Mauerwand,
die ich schuf mit froher Hand.
 
Mit Rollen-Gang und Hebel-Zug
und muskelstarkem Arm genug,
fügt‘ ich mein Steinzeit-Paradies,
das mancher liebe Gast mir pries.
 
Auch Freundin Eldrit war dabei,
am schönsten Tag im Monat Mai -,
Kirschbaum stand im Blütenschaum
und die Herzen band ein Traum.
 
 
Mit Eldrit im unteren Garten, 7099 n.M.
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