15.03.2022
Die drei ersten Runenstäbe der rechtsbeginnend zu lesenden 24-er Ur-Runen-Reihe verkörpern das Symbol des altgermanischen ODING-Glaubens, wie er von Gerhard Hess - dem neuzeitlichen Vater der Ariosophie - gelehrt wird.
 
RUNENKRÄFTE
 
Runen-Kraft löst Wellen-Kreise,
hin in fernste Welten-Zonen,
tragen ihren Od-Ing-Glauben.
wo Götter und Dämonen wohnen.
 
Wie sie vor- und rückhin schwingen
wird das Große Allverbinden,
damit menschlich-übermenschlich,
sich die Wesen wiederfinden.
 
Nur im Od und Od-Gott-Glauben,
steht das Erdenheil geschrieben;
wenn die letzten Schleier fallen,
ist das Lieben nur geblieben.
 
Alles kommt und geht aus Dreien,
ihren Farben: schwarz, rot, golden,
die die Gottesmacht bezeichnen,
der drei-heilig-hohen Holden.
 
Schwarz, der androgyne Urstrom.
Rot der Himmelsmächte Hammer.
Nicht der Mammon, aber doch
Sonnen-Gold vertreibt den Jammer.
 
Vergolden mag allein die Sonne,
die ur-gesundes Leben segnet,
damit durch sonnenklares Denken,
es Trost und nicht Dukaten regnet.
 
Trost erlangt der Mensch im Wissen,
um das Höchste, um das Kleinste,
wie‘s die deutschen Runen künden,
als der Schriften Reinste-Feinste !
 
Die heilige Drei Götter/Könige Skandinaviens.
 
Detail vom Wikinger-Wandteppich aus der Skog-Kirche, Halsingland, Kommune Söderhamn, Schweden, 12. Jahrhundert. Er befindet sich im „Statens historiska museum“ in Stockholm. Sein Bildinhalt wird als Streit zwischen Heiden- und Christentum interpretiert. Der Gobelin zeigt in der Mitte eine Stabkirche mit der Gemeinde. Am Dach der Kirche befinden sich zwei Drachenköpfe. Glockentürme befinden sich in und neben der Kirche. Löwen nähern sich von der linken Seite, während Pferde und Soldaten von rechts kommen. Traditionell ist dies als Angriff auf die Kirche gesehen worden. Am linken Rand stehen drei große Figuren, die für die drei heiligen skandinavische Könige (Olaf, Knud und Erik) gehalten werden und ebenso die Götter Thor, Odin und Freyr sein können. Die beauftragten Weberinnen oder ihre Auftaggeber selbst, waren entweder mit der heidnischen Mythologie nicht mehr recht vertraut, oder beabsichtigten, als Christen, keine exakten heidnischen Informationen zu tadieren. Denn die linke Gestalt soll offenbar der einäugige Odin sein, trägt aber die Axt des Gottes Thor.  
 
Die drei germanischen Wesenskräfte der Hauptgottheiten, wie sie noch im schwedischen Spätheidentum, beispielsweise im Tempel von Alt-Uppsala, hervortraten, waren die Geistkraft Wodin-Odin, die Kraft- und Wettergewalt Donar-Thor und die Sonnen-, Fruchtbarkeitswirkmacht der erotischen Liebe sowie des Erntsegens Frō-Freyr. Seit der chritlichen Zeit werden die drei Götter weiter als die drei heiligen Könige Skandinaviens verehrt als hl. Knud, hl. Olaf, hl. Erik. Sie tragen folgende Attribute: hl. Knut die Lanze Wodins, hl. Olaf die Axt Donar-Thors und hl. Erik der Fruchtbarkeitszweig des Feyrs.
 
Die zuzuordnenden Farben sind:
 
1.)       Schwarz für die wodinische Macht die als „Schwarze Sonne“ auch bei Dunkelheit und im Winter allgegenwäartig ist.
2.)       Rot für die donar-thorische Feuerkraft des Blitzes, mit dem die bedrohlischen Riesen niedergehalten werden und der griech. Zeus die Titanen bändigte. Rot war die Farbe Donar-Thors.
3.)       Gold für das Sonnenglück aller menschlichen Erfolge und Wohltaten.
 
Empfohlene Literatur zu dem hl. drei nordischen Königen: Christian Oertel, „Heiliger Vorfahr und rex perpetuus? Quellenkritische Gedanken zum Kult des heiligen Erik im Schweden des späten 12. und frühen 13. Jahrhunderts“, 20012