RUNEN-RAD – RUNEN-RAT

 
 
 
RUNEN-RAD - RUNEN-RAT
 
 
Die Runen raunen gar redlichen Rat,
einem Jeden der ehrlichen Herzens bat;
an zweitausend Jahre bieten sie schon,
der Ahnenverehrung heiligsten Lohn.
 
Runen -, der Deutschen heilige Schrift,
von Feinden verfolgt mit Galle und Gift,
verketzert, verleumdet und angespien,
so wie die Ketzer als unhold verschrien.
 
Doch sind sie der Ahnen einziges Buch,
steh’n schweigend über jeglichem Fluch,
und öffnen die Arme dem Sucher weit,
sind, sich zu verschenken, allzeit bereit.
 
Und wer sie wahrlich zu lieben begehrt,
dem haben sie köstliches Wissen gelehrt,
von Kosmos, Gottheit und Jahres-Rad -,
auch von ihres Schöpfers titanischer Tat.
 
Wie ein gotischer Dom der sich genügt,
wie steinernes Maßwerk sind sie gefügt -;
jeglicher Run-Stein, dort wo er gefunden,
ist den Geschwistern stützend verbunden.
 
Sie raunen, sie reden in Laut und Zahl,
sie zeigen den Sinn durch des Bildes Mal,
sie weisen allein mit zweimal zwölf Zeichen,
wie weithin zur Gottheit die Wege reichen.
 
So klang einstens und heut’ der Befund,
Ideales ist göttlich -, ist endlos -, ist rund -;
so ringen auch Runen den heiligen Reigen,
um der Gezeiten Rhythmus zu zeigen.
 
Drum waren sie Zeitweiser unserer Ahnen,
die an der Mondstände Feiern gemahnen -;
den Jahreskreis regelt der Runen-Kalender,
ein Sonnen-Mond-Feste Zeiten-Spender.
 
Kein Volk der Welt hat solch eine Schrift,
die die Gotteslehre in gleicher Art trifft,
die aus Buchenstäben den Jahrkreis malt,
aus dem das Genie ihres Schöpfers strahlt.
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