RUF AN DIE FRAUEN

 

 

Rune Meaning Laguz

 
Helgoländer Tanz und Seemannsabschied

 

RUF AN DIE FRAUEN

Steht auf, Ihr Frau’n, zu neuem Leben !
Erweckt in Euch ein frisches Streben !
Spürt ihr den Fingerzeig der Zeit,
die Euch Goth-Odin hat geweiht ?

Erhebet Euch zu tapf’rer Wehr,
und fordert Eure Frauenehr’.
Denn unsres Nordens Geistesreich,
es achtet Herr und Herrin gleich !

Zu lange wurdet Ihr betrogen,
man hat Euch Märchen vorgelogen.
Ein fremder Glaube schalt’ das Weib,
es sei von minderwert’gem Leib.

Lasst Euch die Runenweisheit sagen,
aus Ahnenmütters Urzeittagen:
Der Urmensch galt im Urgefilde
als zwitterhaftes Geistgebilde.

Kein erst’ und zweites Menschenkind
im Ahnenglauben sichtbar sind !
Das Goth ist weder Frau noch Mann,
das von Euch Demut fordern kann !

Ein gleiches Recht ist Euch gegeben -;
zwei Fäden weben alles Leben !
Drum schreitet tapfer durch dies Tal;
Ihr selber tragt den heil’gen Gral.

Und hütet Eures Tempels Schrein,
das Edle will errungen sein !
Das Finstere ist überall
auf Erden in der Überzahl !

Erflehet helle Kinder wieder
in diese Umbruchszeit hernieder.
Bereitet Herz und Hände vor,
und öffnet Eurer Sinne Ohr !

Lasst Wodins Odem euch durchweh’n.
Ihr werdet besser ihn versteh’n,
wenn Ihr erkennt, es ist kein „Er“,
denn Goth ist Frau und Mann und mehr !

So wie die Ahnen sollt Ihr’s halten,
da edle Frauen göttlich galten !

 

 

Worterklärungen:


Goth / Odin / Wodin = die Urform des germ. Gottesbegriffes war sächlich, nicht männlich; das Weib galt/ist mithin nicht weniger gottesteilhaftig als der Mann.

Das Goth = die Gottheit schlechthin wurde von unseren Ahnen als altnord. „Fulltrui”, als „Freundgott“ verstanden, vor dem ein gebücktes Kriechen, wie es gegenüber dem judäochristlichen Gott Jahwe gefordert wurde, undenkbar war.

Der heilige Gral = als „Kessel/Kelch des Lebens“ wurde im urwahren Naturmythus allein das Weib selbst verstanden

In der urdeutschen Artreligion wäre der jüdisch-christliche Unsinn unvorstellbar gewesen, dass die Frau als minderwertige Zweitschöpfung aus der Rippe des Mannes gemacht sei --; und obendrein die Schuldige an der „Erbsünde“ wäre.

Runenzeichen: das 5. germanische Runenzeichen für den Konsonanten „m“ trägt den Begriff „mannus/mannaz“ mit der Bedeutung „Mensch“ -; es zeigt als Bildkürzel, in üblicher Manier der Hieroglyphen, die beiden absolut gleichwertigen Teile aus denen Menschentum gefügt ist, nämlich Frau und Mann -, bzw. Mann (= Mensch) und Männin -, die sich in der Kreuzung zusammenfinden. -- Mann ist das alte Wort für Mensch, das Wort für Mann war Fro !

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