„DAS DING AN SICH“

 
„DAS DING AN SICH“
 
Das ODING meint das Du und Ich,
das ODING ist „Das Ding an sich“.
Es spricht vom Wir, sowie vom Wie,
es singt die Weltkreis-Melodie.
 
Der Mensch kreist zwischen „i“+„o“,
von Widersinn zum Frohsinn, so.
Doch mit dem „o“, als Seelen-Laut,
er erstmals auf die Erde schaut.
 
„O“, haucht die Seele ganz spontan,
noch frei von jedem Welten-Wahn,
beim Anblick all der schönen Ding‘,
gering, als wie ein Schmetterling.
 
Das „i“ entfährt dem Seelengrund,
wird einem Menschen Ekles kund.
Sieht er der Schlangen Kriechmanier,
wähnt er des Teufels Hof-Getier.
 
Dies‘ alles ist kein leerer Wahn,
das lehrt die Erd‘ von Anfang an.
Von „o“ bis „i“ - „Odem“ bis „Eis“,
so geht des ODINGs halber Kreis.
 
Vom ersten Atem-Stoß zum Tod
ringt Leben sich in Freud‘ und Not.
Doch folgt dem OD das junge ING,
bleibt Ewigkeit im Runen-Ring.
 
Du Runen-Volk, acht‘ hoch die Lehr‘,
beschränke jede Gier nach mehr.
An erster Stell‘ steht „Od“, der Geist,
der Gold und Gier ans End‘ verweist.
 
Denn „Fuða“ meint dass Hinterteil,
das sei den geistigen Toten feil.
Ob leiblos, oder noch mit Fleisch,
das ODING macht geistreich sogleich.
 
Die Runen-Lehr‘, ODING-FUÞARK,
zum Sinnen wie zum Schreiben stark,
vom Od-Genius bis Fuð-Genital,
erhellt's der Heiden Freudental.
 
„O-Ding / Od-Ing“ ist die Bezeichnung - nach seinen ersten drei rechtsbeginnenden Anfangsbuchstaben - für die Strukturbildungserkenntnis des 24-er Runenstäbe-Systems unserer germanischen Vorfahren, welches etwa ein bis zwei Generationen vor dem Beginn christlicher Zeitrechnung von einem Nordgermanen (der Kimber Erul ?) entwickelt worden ist. Dabei assoziiert sich sofort „Das Ding an sich“, was ein Begriff in der modernen Erkenntnistheorie ist, die wesentlich von Immanuals Kants dualistischer Philosophie geprägt wurde, wobei sie Kant in seinem Gesamtwerk in zahlreichen Bedeutungen verwendet hat. Vorwiegend gilt der Terminus als Oberbegriff für sogenannte intelligible (lat. „geistig erfassbar, erkennbar“) Gegenstände oder für die denkmögliche Entität (mittellat. „seiend, ein Ding“) einer intelligiblen Ursache.
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