Ein neuer Narrenschuss auf die wehrlosen Runen

 
 
Andreas Lang hat das Strukturprinzip der altgermanischen Sinnzeichen nicht verstanden,
deshalb erfand er seine eigene 24er Runenstabreihe. Er deutet also nicht die Originalquelle,
sondern verfährt, wie sämtliche die „esoterischen“ Runen-Narren vor mir, er fantasiert sich was.
 
Ein neuer Narrenschuss auf die wehrlosen Runen
 
Die Runen können sich nicht wehren und müssen ihr Fell jedem Narrenschuss feilbieten. So schreibt mir ein Runen-Verwirrer namens Andreas Lang: „Sehr geehrter Herr Heß,nachdem ich mir Ihre Seite https://www.oding.org angeschaut habe und den gröszten Teil, wie Sie über die Runenentstehung und Anordenung denken, durchgelesen habe, steht fest, Sie haben manche Dinge richtig erkannt, schieszen aber auch mit Ihrer Runenherleitung gewaltig ins Aus. Ich möchte es gerne kurz begründen. Beginnen wir mit einem Zitat fon Ihnen: „Das altind. Rundjahr wurde mit 360, also 6x60 Ta­gen ge­rechnet. Ganz ähnliche Vorstellungen pflegten die Altgermanen. Die bronze­zeit­liche prächtige goldene Sonnenscheibe aus Glüsing/Norder­dith­mar­sch­­en führt die 6 Spei­chen des Sonnenrades vor.“ Wer ständig mit 360 Thagen im Jahr zählt, kommt schnell durcheinander, da 5 Thage fehlen. Mit genauer Mathematik hat dies nichts zu tun!“ - A. Lang hat nicht verstanden, dass ich bronzezeitlich-nordische Quellen für das Jahr von 360 Tagen vorstellte und auch die Altägypter mit einem solchen Rundjahr rechneten. Ich gehe bei meiner runisch-germanischen Kalender-Erklärung von einem 360-Tage-Jahr nicht aus, sondern vom luni-solaren-kosmischen Jahr. https://oding.org/index.php/religion/runenraetsel-von-rosengaard/485-runenraetsel-von-rosengaard
 
A.  Lang fährt fort: „Die 360 sind damit nicht repräsentierbar führ Ihre Annahme und Begründung, die 6 wäre die follkommene Zahl.Dazu benennen Sie weiter, die Sonnenscheibe aus Glüsing hätte 6 Speichen des Sonnenrades. Nun, ein Sonnenrad besitzt IMMER 4 Speichen und nicht 6. Schauen Sie sich dies hier an: „Goldscheibe fon Moordorf“ = 6 Räder mit 4 Speichen, welche die Sonnenscheibe trägt. Ein Sonnenrad besitzt immer eine Trennung in fier Teile. Ost-West und Mittthag-Mitternacht ergeben das Sonnenkreutz. Da haben wir keine 6 als Ganzheit. Die 6 ist nur eine follkommene Zahl, da damit ein Jahr durchlaufen ist. Zwei mal drei Wendethage = 1 ganzes Jahr. Oder 6 Uhr im Osten schlieszt den 24 Stundenrundlauf ab, bis der neue Thag beginnt. Gerne auch den Rundlaufabschlusz im Westhorizont 6 Uhr (18 Uhr) am Abend. 6 oder Sex ist damit auch die Fereinigung, denn immer wenn die Sonne den Horizont durchfährt, macht diese SEX, da sie die Oberseite mit der Unterseite ferbindet. Ferstehen Sie? Dies nur als kleines Beispiel, warum Ihre ganze Zahlendeutung zu den Runen einfach nicht stimmt!“ Ich habe natürlich nicht behauptet, dass man die 6 deswegen eine „vollkommene Zahl“ nannte, weil das alte Rundjahr mit 360 Tagen gerechnet wurde. Dafür gab es triftigere Begründungen: https://oding.org/index.php/religion/der-runen-vortrag/1728-runen-vortrag-14-loblied-auf-die-sechs   A.  Lang erzeigt sich auch inkompetent was die alte Zahlenmystik anbelangt, dass die von mir dargelegten runischen Zahlenbezüge denen der Antike bis zu denen der Kirchenväter entsprechen, weil sie die alteuropäische Tradition repräsentieren, ist A. Lang unfähig nachzuvollziehen. Ich habe diesen Umstand in etlichen Artikeln nachgewiesen.   https://oding.org/index.php/religion/zahlenmythologie/571-zahlensymbolik-und-runenmythologie
 
Herr Lang weiter: „Ihre Herleitung der Runenentstehung ist schnell obsolet, wenn Sie ferstehen würden, was Runen in Wirklichkeit bedeuten. Es sind 24 Sonnenlaufzeichen mit einem jeweiligen Orth-Laut-Sinn-Ferbund, welcher sich im Jahressonnenlauf als Zeichen eindeutig wiederfindet.“ Hier wird der Mann nun albern. Herman Wirth vor mir schon und ich seit 1981 verbessert - durch Erkenntnis der originalen rechtsbeginnenden Runenlesung - behaupten nichts anderes. Die gemeingermanische Sprache bestand lange vor der Runenkonzeption. Keine Schrifterfindung kann vor Entstehung einer Sprache liegen ! Lang: „Die deutsche Sprache ist mit diesen sinnbelegten Runenzeichen konstruiert worden. Wundern Sie sich denn nicht, warum die Deutsche Sprache sich so dermaszen fon anderen Sprachen fon Ihrer absoluten Genauigkeit unterscheidet?“ Warum gibt es bspw. nur im Deutschen die Artikel? Nur im Englischen ist the erhalten geblieben. Keine andere Sprache hat Artikel!Hier ein übersichtlicher Link dazu: http://www.deutonia.de/aha/htm/worthfergleich.htm Fällt Ihnen bei der Sichtung etwas auf? Denken Sie nach, denn denken können Sie doch recht gut.“ Die „Genauigkeit“ der deutschen Sprache ist aus den 24 Runenbegriffen natürlich nicht herauszulesen. Geheimrat J.W. v. Goethe benutzte 100.000 deutsche Begriffe und man geht heute von ca. 145.000 aus. Nicht nur im Deutschen gibt es die Artikel, A. Lang sollte sich z.B. in der chinesischen Sprache umsehen ! A. Lang blödelt weiter: „Wenn Sie ferstehen würden, wie die deutsche Sprache aufgebaut und fom Sinn her konstruiert wurde, dann erschliesze sich Ihnen auch, dasz Ihre Sicht der mathematischen Herleitung und Entstehung der Runen nicht stimmen kann.“ Mit keinem Wort habe ich je behauptet, die Runen und die germanisch-deutsche Sprache wäre aus den Zahlen konstruiert worden. Lang hat mein Buch und meine mehrere hundert Artikel dazu nicht gelesen, hätte er erst studiert bevor er schwadroniert, hätte er nicht solchen Unsinn unterstellt. 
 
Herr Lang meint: „Ich weisz, wenn Menschen einmal etwas mit fiel Härtzblut erarbeitet haben, dann glauben diese fest an deren Korrektheit. Bei Ihnen wird dies wohl nichts anderes sein, denn dann wären Sie die absolute Ausnahme! Sie werden wohl aller Wahrscheinlichkeit nach, egal was man Ihnen auch erklärt und aufzeigt, an Ihrer Falschsicht festhalten und die korrekte Herleitung ablehnen. Ist es nicht so? Der Falschheit überführte Mensch neigt stark zur Gesprächsferweigerung. Wie ist dies bei Ihnen? Machen wir doch die Probe.“ Seit 1983 halte ich zu meinem Thema der Runen-Entschlüsselung Vorträge und Gesprächsrunden während denen ich mit zahllosen Menschen gesprochen und diskutiert habe; sowohl mit Laien wie mit Fachwissenschaftlern. Meine Gespräche und Korrespondenzen pflegte ich auch mit Wissenschaftlern wie mit der Runen-Kapazität Herrn Professor i.R. Dr. Klaus Düwel, der mir zum 23. Januar 1994 handschriftlich u.a. antwortete: „Ich bezweifele nicht, dass die von Ihnen vorgelegte Lösung zur Reihenfolge des älteren Futhark in sich stimmig und wohl auch richtig ist….“
 
A.  Lang: „Die Runen sind fom Sinn und der Bedeutung her nun zu 100 % entschlüszelt, sowie die daran gebundene Sinnsprache Deutsch, fon der sich alle anderen indogermanischen Sprachen ableiten. Die Runen sind reine Sonnenlaufzeichen, übernommen aus dem Jahressonnenlauf [Genau das lehre ich seit 1981 und veröffentliche es 1993] und wurden dann fom Sinn her miteinander kombiniert. So entstanden ALLE deutschen Worthe! All dies ist eindeutig und wird auf meiner Seite unmiszferständlich nachgewiesen. Da bleiben KEINE Fragen mehr offen. Und nur so erklären sich die ganzen Doppeldeutigkeiten der rund 400 deutschen Wörther, welche auf den ersten Blick keinen gemeinsamen Ursprung haben. Beispiele:an = Licht brennt, Schiff legt an - aus = Licht erloschen, Behälterinnenentnahme - gefallen = auf den Boden geknallt, es war wunderschön - Satz = Schriftzeile, Bodenablagerung, Bohrereinheit, Katzensprung - Sechs = Zahlenwert 6, Liebe machen - Schauen Sie sich diese Ausarbeitung genauestens an und dann werden Sie sehen und erkennen, wie Sie an Ihrer bisherigen Meinung krampfhaft festhalten wollen und wohl auch werden, obwohl ALLES was Sie auf meiner Seite erlesen konnten, logisch und stimmig bis in die letzte Rune ist und sich KEINE Widersprüche finden laszen.“ Zu diesem Lang‘schen Tinnef wäre wohl jede argumentative Entgegnung reine Zeitverschwendung. Das logische und sachbezogene Denken und Darlegen ist leider nicht jedermann geschenkt worden. Die Gottnatur verteilt ihre Güter ungerecht, dem einem gibt sie Biederkeit, Weisheit und Fleiß, dem anderen als Ersatz dafür, Selbstüberschätzung. A. Lang weiter: „Sie werden es ferweigern, mit mir in eine sinnhafte und fernünftige Sachdiskuszion einzutreten, da Sie dabei wohl wiszend und fühlend den Kürzeren ziehen würden und mir widerwillig zustimmen müszten. So ist der Mensch nun leider einmal gehirntechnisch angelegt. Das limbische System, Sitz der Gefühle, ist immer handelungssteuerend, nicht aber der Ferstand und die Fernunft! Hat der Mensch sich erst einmal eine Meinung gebildet, welche sich gefühlsmäszig im Unterbewusztsein einfrist, beharrt er bis zu seinem Tode darauf, egal wie oft diese Falschmeinung auch widerlegt wurde. Kritik an dieser Meinung ist wie der Angriff auf die eigene Identität. Daher ist es so schwer, einen Fehlsichtigen zur korrekten Einsicht zu bringen. Wäre dem so, könnte man alle Religionsfanatiker fon ihrem Falschglauben abbringen. Dem aber ist nicht so. Nun gut. Gerne lasze ich mich aber eines Beszeren belehren und erwarte Ihre Kritik oder Ihre Anerkennung oder Ihre auf Kränkung basierende Gesprächsferweigerung. Grusz ... Andreas Lang --- www.deutonia.de PS: Auf dieser Seite erklärt sich dann auch die hier abweichende Rechtschreibung“ Herr A. Lang unternimmt den sinnlosen Versuch, dem Alphabet der 26 griech.-lateinischen Buchstaben, die 24 Runen aufpressen zu wollen. Die beiden Systeme haben rein nichts miteinander zu tun. In beiden gibt es Lautzeichen die nur sie besitzen. Das runische „z“ beispielsweise wurde nur als Endzischlaut benutzt, im Alphabet kann es auch am Beginn eines Wortes stehen. Das ABC ist eine reine Lautzeichenfolge zum Schreiben von Begriffen, aber das germanische ODING-FUThARK ist als Kerbstock der germ. Religion und als Sakralkalender erdacht worden. Aufgrund seiner grandiosen Doppelfunktion können wir heutigen Deutschen noch immer jedes Wort unserer Sprache mit Runen niederschreiben. Wir würden, streng genommen, das ABC nicht benötigen. Es ist unseren glücklichen heidnischen Vorfahren im Zuge der kirchenchristlichen Unterjochungsmission aufgenötigt worden, mitsamt dem schrecklich-irren Glaubenskonzept eines am Galgenkreuz getöteten Zimmermanns den man als Erlösergott hochstilisierte. A. Lang hat nichts, aber auch gar nichts von unseren heiligen Runen begriffen !
 
 
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