DIE RUNEN-FRAGE

 
Runenstein von Karlevi auf Öland/Schweden,
aus um 1000 n.0
 
 
DIE RUNEN-FRAGE
 
Ein Runen-Neuling fragte mich:
„Meister, dass man das Rechte trifft,
ich hörte viel -, weiß nichts genau,
wie ist das mit der deutschen Schrift ?
 
Deutsche Schrift benennt man Runen,
die Buchstaben aus alter Zeit -,
weiß man ihr Rätsel aufzuklären,
in strenger Wissenschaftlichkeit ?“
 
Ich sagte ihm: „Mein junger Freund,
ein schönes Thema wählst Du Dir,
mit dieser wahrhaft deutschen Schrift
öffnest Du zu Dir selbst die Tür.
 
Hörst Du schon leis‘ der Runen Lied,
wie es aus fernem Dämmer dringt
und wundersüß, wie urverwandt,
in Deiner Seele wiederklingt  ?
 
Die Runen-Mystik schätz‘ ich wohl,
doch die Scholastik geht voran !
Wer mit den falschen Runen übt,
der ist fürwahr kein schlauer Mann !
 
Geh‘ keinem Laffen auf den Leim,
sonst bleibst Du nur ein Runen-Affe.
glaub‘ all‘ den Runen-Panschern nicht,
die lügen oftmals wie ein Pfaffe.
 
Die Runen-Weisheit, uralt-echt,
aus Mutter Odilias Od und Mund,
geb‘ ich getreu, Gerhard der Hess‘,
im Ring des ODING-FUThARK kund !
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