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ODING-Runen- kalendarische Treffsicherheit
 
über 7.000 Jahre hinweg !
 
 
>> Tod des Gottes-Stieres zu Winterbeginn - Versiegen der Befruchtungskraft <<
 

   

Mit der Uruz-Rune - der Stieropfer-Chiffre - begann die altgläubige Jul-Zeit

 

ODING-Ur-Runen-Kalenderkreis mit 23. Stieropfer-Rune, Mitte November
 
Grundriss vom Steinzeit-Kultplatz Goseck mit den Stieropfer-Gehörn-Funden.
Die Stieropfer-Funde massieren sich am Untergangsort der Wintersonnwend-Sonnenbahn
 
 
Weihnachtliches Stieropfer in Kultanlage Goseck vor 7.000 Jahren
 
 
Die Ur-Rune (Zeichen des Ur-Rindes / Auerochsen) -
eine schon steinzeitliche Hieroglyphe des Nordens
 
Das Steinkammergrab der Wartberg-Kultur von Züschen bei Fritzlar stammt aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v.0, einige seiner Steine tragen eingeritzte Bildzeichen von Wagen und Rindern und Rinderwagen. Die gleichen Zeichen finden sich auf dem Deckstein des Warburger Großsteingrabes (Kr. Höxter), der aufgrund von Begleitfunden auf 2.974 v.0 zu datieren ist. Der Stierkopf wurde als einfacher „U“-Bogen geritzt, entsprechend der „U“-Rune in der ODING-FUThARK-Reihe. Die naheliegende und verständlichste Form, das tote/geopferte Rind darzustellen, ist es, das Stiergehörn-Zeichen auf den Kopf zu stellen, wie es die Urrind-/Uruz- bzw. „U“-Rune zeigt.
 
20 km westlich von Goseck liegt Obermöllern, wo ein altthüringisches Gräberfeld aus Wende 5./6. Jh. n.0 der Merowinger-Zeit ergraben wurde und sich der Goldbrakteat „Obermöllern IK477“ aus Grab 20 fand.
 
Abb. a Abb. b 
Abb. a - Der altthüringische Goldbrakteat „D-Obermöllern-IK477“
zeigt das Sonnenstier-Opfer mit der „Stiertod-Chiffre“ (rot markiert).
 
Abb. b - Holzschnitt: „Der Bär und die beiden Ochsen“ (der Zugochse und der tote Ochse),
in Thomas Lirer, „Schwäbische Chronik“, Ulm, 1485
 
 
GOSECK - GOTTES-FELD - WEIHNACHTSKULTPLATZ
 
Der steinzeitliche Kultplatz von Goseck, nahe Naumburg (Lkr. Weißenfels/Sachsen-Anhalt), gilt als ältestes Sonnenobservatoriums. Die 7.000 Jahre alte Anlage gibt Einblicke in die geistige und religiöse Welt der ersten Bauern Europas. Allein in Sachsen-Anhalt sind bislang sechs solcher Kreisanlagen als Landschaftsverfärbungen auf Luftbildern gesichtet worden. Die einst etwa zwei Meter hohe doppelte Palisaden-Anlage, mit einem Durchmesser von 71 Metern, liegt nur rund 25 Kilometer vom Fundort der 3.600 Jahre alten „Himmelsscheibe von Nebra“ entfernt. Trotz des zeitlichen Abstands von rund 3.000 Jahren hänge die Nebra-Scheibe mit der Goseck-Stätte unverkennbar zusammen. „Man hat offenbar Jahrtausende lang Phänomene beobachtet, die man dann in der Himmelsscheibe bildlich umgesetzt hat“, betonte Landesarchäologe Meller. Die Anordnungen der beiden seitlichen goldenen Horizontbögen auf der Scheibe dienten, ebenso wie die Toranlagen im Goseck-Rondell, zur Erkennung der Winter- und Sommersonnenwenden. 
 
Die Tore in den Palisadenringen von Goseck markieren exakt die Aufgangs- und Untergangspunkte zur damaligen Wintersonnwende am 21. Dezember; eine Toröffnung wies zum generellen Ausrichtungspunkt nach Norden. Unsere urdeutschen „stichbandkeramischen“ Vorfahren begingen also das Weihnachtfest mit religiösen Gemeinschaftsfeiern bereits vor über 7.000 Jahren. Wie aus den Funden hervorgeht, verbanden sich mit den Wintersonnwendfeiern Stieropfer-Riten. Aus vielen Funden unseres nordischen Kulturkreises ist ersichtlich, dass die Menschen glaubten, die Sonne würde nach ihrem Untergang im großen West-Meer von einer Barke aufgenommen, die sie wieder an ihren östlichen Aufgangsort zurück brächte. Die Sonnenbarke ist auf der Nebra-Scheibe abgebildet. 
 
Die Ortschaft Goseck wird im 9.Jh. des Hersfelder Zehntverzeichnis als „Gozacha civitas“ erwähnt, sie war Stammburg der Grafen von Goseck; Graf Dedi gilt z. B. als Stammvater der Wettiner. Das Wort Goseck lässt sich etymologisch erklären aus den beiden begrifflichen Bestandteilen „goz/gos“ und „acha/eck“, welche zusammengezogen als „Gottesacker / Gottesfeld“ zu deuten sind. Das ist eine weitere erschütternde Sensation, ein heiliger Bezirk, ein „Gottesacker“, der als solcher bereits in der Steinzeit genutzt wurde, trägt bis in unsere moderne Zeit hinein, seinen alten ehrwürdigen Namen.
 
Gozacha bzw. Gozzesburg aus Mitte 9. Jh. (später Gotza, Gozca, Gozacha, Gezeka) wäre als Gottes- bzw. Götzenacker (ahd. acchar Acker) deutbar, wenn die sprach­liche Schwankungs­möglichkeit zwischen „t“ und „z“ berück­sich­tigt wird. Der negativ verstan­dene Begriff Götze ist von Gott abzuleiten, wie es Vornamen belegen, beispiels­wei­se Götz, Gotti, Gotze, Gotzi, Gozzo, den Kurz- und Koseformen des Na­mens Gott­fried (ahd. got-fridu = Gott u. Friede, Schutz), auch Gozzan für Gottschald (siehe auch Ez­zo­/Ehr­en­­fried). Zwar verstand man mhd. Gôz, als das „gegossene Bildwerk“ -; seit dem 14. Jh. gelangte Götze zur allgemeinen Bedeu­tung „Bildwerk“ und wurde wohl erst seit M. Luther auf den Abgott bezogen. Ob die althoch­deutschen Vornamen Côzpreht, Gozbert, Gotz­hart, Goz­heri, Gozleib, Gozwin, Gozmund usw. auf Gott oder den Volksnamen der Goten zurückzuführen sind, die sprach­geschichtlich ohnehin aus gleicher Wurzel kom­men, muss offen bleiben. Im Mittelhoch­deutschen gibt es die Eigen­namen Götz, Goetz, Gôz und Wutegôz, Wüetelgôz -; mit mhd. Gôz/s Kerl bzw. Tölpel, ist der überalterte Namen ins Abschätzige gesunken, wie auch der Götze seit dem 15. Jh. mit der Bedeutung Dummkopf gebräuchlich war. Gozacha/Go­zzes­burg könnte also ebenso das Gottes-/Götzenfeld/-burg bedeuten, wie auch als Gründung im 8. Jh. eines Thürin­ger Grafen namens Gottfried/Gottschald Gozzo/Gozzan zu verstehen sein.
 
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Siehe auch:
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