Nichtexistente „Fossum-Kalenderscheibe“

Herman Wirth falsches Jahres-Schema,
welches die Frühlings-Runen im Herbst und die Herbst-Runen im Frühling zu erklären versucht,
wodurch die große Wirth’sche-Verwirrung entsteht.
H. Wirths Irrtum entstand durch eine irreführende Nacht-Fotografie (siehe Foto).
 

H. Wirths Handskizzen-Kärtchen-Kartei, 1935/36, mit Fossum-Objekt, 
die er vor Ort anfertigte, ohne seinen Irrtum zu erkennen.
 

Herman Wirths Fossum-Gipsabguss, Ausbeute der „Expedition Deutsches Ahnenerbe“ 1935/36,
von der sog. „Kalenderscheibe von Fossum“, Bezirk Tanumshede, im schwed. Bohuslän.
H. Wirth stand davor und weigerte sich, zu akzeptieren,
dass die Nachtaufnahme (vgl. Bild 1), vom Ende der 20er Jahre, ihn getäuscht hatte.
 
 
 
Das Wirth‘sche Runen-Jahres-Schema mit seinen beiden Kardinalfehlern:
1.) Falsches rechtsläufiges Ur-Runenreihen-„Ende“: „DO“ anstatt „OD“.
2.) Falscher Runenreihen-Lesebeginn von links nach rechts, anstatt rechtsbeginnend.
 
 
 
Der Original-Papier-Handabrieb von G. Hess zeigt die Faktenlage:
Keine Runen, keine Kalenderscheibe, vielmehr tanzende menschliche Gestalten
im Kultkreis, möglicherweise beim Vollzug von Vollmondriten. 
 

In seinem unveröffentlichten Buch „Des Großen Gottes ewige Runen“, 1939, verbreitet sich Herman Wirth über die Möglichkeiten der besten Lesbarmachung von skandinavischen Felsritzbildern. Er erwähnt die guten aber ungenauen Abmalereien von Lauritz Baltzer, die Abformungen mittels Gipsplatten, die Nachtfotografie sowie die „scharfe Anstrahlung durch Seitenlicht“ der Originalritzungen wie auch seiner Abgüsse. Wirth hatte leider nicht begriffen, dass es bei jeder Anstrahlung mittels Seitenlicht - bei den kreisrunden Bildritzteilbereichen (!) - unweigerlich zu Bildverzerrungen kommen muss, indem die im rechten Winkel zur Lichtquelle liegenden Teile durch Schlagschattenbildung hervorgehoben, während die parallel zur Lichtquelle liegenden Bildteile weggeleuchtet werden. Die so viel billigere, leichtere und genauere Methode der Relief-Abreibungen mit Kohlepapier oder Naturfarbenträgern war ihm nocht nicht bekannt.    
 
Herman Wirth war ein Gigant des Fleißes, des Wissens, des Könnens und der persönlichen Moral, als treuer Ehemann,  sorgender Familienvater und guter Volksgenosse -, wie es dazu kommen konnte, dass er dieses beharrlichen Fossum-Fehlganges fähig war - der mehr war als nur ein Fauxpas - bleibt letztlich unerklärlich. H. Wirth war ein inbrünstig Suchender, ein verzweifelt Liebender, ein Überzeugter der meinte, er hätte die Heilsangebote in Händen, doch nur die Wahrheit kann uns frei machen. Wir liegen in den Fesseln fremder Kirchenlügen, dagen können wir nur die strenge, bedingungslose Wahrheitsliebe setzen !
 
H. Wirths unveröffentlichte Monografie
„Die Kalenderscheibe von Fossum“, 1948

 

In den Jahren 1935/36 waren die „Ahnenerbe“-Exkursionen nach Schweden, unmittelbar anschließend wurde Wirth kaltgestellt und die Felsbildabguss-Sammlung von Himmler konfisziert. H. Wirth erhielt quasi öffentliches Rede- und Schreibverbot. 1938 ist er aller seiner Ämter, mitsamt seiner Forschungsprofessur enthoben worden. Aber er saß in Marburg und schrieb und schrieb über seine gewonnenen Erkenntnisse und seine darüber weit hinausreichenden unbelegbaren Konstrukte. Und schließlich geschieht das Unbegreifliche, 1948 beendet er eine in den Kriegsjahren begonnene Monografie „Die Kalenderscheibe von Fossum“, und zwar so, als habe er nie die wahre Struktur dieses Felsbildes in Augenschein genommen. Er verfasste 180 eng beschriebene Schreibmaschinenseiten über einen Bildkomplex den es - wie er ihn ausmalte - nur in seiner Fantasie gegeben hat.
 
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Gesucht hat Herman Wirth das Richtige, dass er es nicht fand, war die Tragik seines Lebens.
 
Von Licht geboren, zu Licht erkoren,
wir kommen aus langer, dunkler Nacht,
wir kommen von weiten, irren Wegen,
wir wollen heimwärts, dem Licht entgegen,
aus Suchens Mühen und Kämpfens Wacht,
aus Darbens Not und Sehnens Macht.
Wir tragen im Herzen in treuer Hut
den letzten Funken heil‘ger Glut,
den fernen, lichten Glauben unserer Ahnen.
Nun wollen wir den Weg uns bahnen
zum Abendland als Gotteserde,
dass es der Freiheit Einheit werde.
 
Herman Wirth
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