DUMPFHEIT DER „RÖMER“

 
Römisches Mosaik einer Arena-Schlächterei
 
DUMPFHEIT DER „RÖMER“
 
Stumpfer, dumpfer Sinn der alten Römer,
die so wie sture Ochsen vor dem Pflug
blutige Furchen durch die Völker zogen,
er lebt noch immer, froh und stark genug.
 
Was war das für ein Staat der Schlächter,
der viele Völkerstämme völlig ausgemerzt,
der selbstgerecht, stoisch und skrupellos
die Welt verhöhnte -, eiskalt wie beherzt ?
 
Es war ein Staat der echtesten Faschisten.
Unter Rutenbündel und der Beile Zwang
kuschten die Bürger, wie die Herde Schafe,
was durch Jahrhunderte perfekt gelang.
 
Wie wär‘ ein solches Wesen zu befrieden,
eine stupide Seele, ohne höheren Sinn,
mit dem banalem Bürgerstolz gepaart ?
Gemeiner Mord galt ihr als Lustgewinn !
 
Die Sklaven wie das Vieh zu schlachten,
das war im alten, bösen Rom so Brauch.
Zwecks Unterhaltung haben Römer gern
Tiere gehetzt auf fremde Menschen auch.
 
Sie taten es nicht nur in den Arenen,
vor Publikum, bei donnerndem Applaus,
auch mancher „sittenstrenge“ Dominus
machte privat der Sklavin den Garaus.
 
Trotz all dem Blutdurst schien man bieder,
das grause Maskentreiben war perfekt.
Ein großes, geiles Schlachthaus hatte sich
zum Fluch der alten Welt emporgereckt.
 
Wer nun da meint das wäre überwunden,
der putz‘ die Brille und schau‘ nach USA.
Dort freut man sich derselben Unterhaltung
der Menschenschlachtung, das ist wahr.
 
Ich rede nicht von Kriegen dieses Landes,
wo man Millionen Menschen totgebombt,
nein, Hollywoods modernes Kolosseum,
befriedigt ärgste Mordinstinkte promt !
 
Der römische Vielvölkerstaat wurde, ebenso wie die USA, von einer abgehobenen, privilegierten Oberschicht regiert, die über der Masse des Volkes stand. Den herrschenden Konsuln, Legaten und Diktatoren schritten Amtsdiener (Liktoren) voraus, die über ihrer linken Schulter die Fasces trugen, ein Bestrafungs-Rutenbündel, in dem ein Henkerbeil steckte. Das Rutenbündel stand für das Recht des Amtsinhabers, bei Bedarf nach Gutdünken, die Auspeitschung anzuordnen. Und das Beil stand als Symbol für die Todesstrafe die von den Amtsträgern angeordnet werden konnte. Dieses sog. Liktorenbündel wurde zum Symbol des faschistischen Italiens, das damit sein Regime von „Recht und Ordnung“ anzeigen wollte. Die Begleitung römischer Gewaltherrscher von Beil und Rutenbündel wurde in eroberten Gebieten besonders hervorgehoben, was den freiheitsliebenden Germanen derart missfiel, dass sie i.J. 9 n.0 den Arminius-Aufstand wagten. Die Stadt Rom, wie eine Spinne im Netz, begann sich Italien dergestalt zu unterwerfen, dass sie zunächst Etrurien und das keltisch besiedelte Norditalien so gut wie ausrottete und andere italische Völker zwang, sich lieber zu unterwerfen als dem gleichen Schicksal entgegensehen zu müssen. Diese Vorgehensweise schuf die berühmte „Pax Romana“ („Römischer Friede“), was ein Friedhofsfrieden war. Die unterworfenen Menschen wurden zu willfährigen Objekten degradiert, in der manipulativen Hand der Reichen Eliten, die sie für ihre innerrömischen Machtgelüste und außenpolitischen Raubzüge missbrauchten. Im militärischen Bereich wurde der absolute Kadavergehorsam gefordert und durchgesetzt, was man gern „römische Disziplin“ zu nennen pflegt. Um die Großstadtmassen und später die der unterjochten und ausgesogenen Provinzen, ruhigzustellen galt das Herrscherprinzip von „Brot und Spielen“. Es gab keine echte Bürgerfreiheit, allein bedingungslosen Gehorsam gegenüber den Konsuln, Diktatoren und Kaisern, was sich in Formen der religiösen Vergötzung des Staates und seines Gewaltmonopoles ausdrückte. Um ein Ventil für die unterdrückte Bürgerfreiheit zu schaffen, wurde das zweifelhafte Amüsement angeboten, in Zirkusarenen, in tabulosester Freizügigkeit, die Abschlachtungen menschlicher und tierischer Opfer begaffen zu dürfen. Und sogar, durch Heben oder Senken des Daumens, über Tod und Leben mitentscheiden zu können, falls der anwesende Würdenträger nicht gegenteiliger Meinung war. So wurden zahllose Menschen, meist keltische, germanische Kriegsgefangene, zu reinen Unterhaltungszwecken geopfert. Allein im Kolosseum der Hauptstadt sollen bis zu rund 300.000 Menschen ihr Leben gelassen haben. Aber das Amphitheater, das Kaiser Vespasian um 70 n.0 in den Trümmern von Neros „Goldenem Haus“ errichtete, war aber nur eine von mehreren hundert Arenen des römischen Imperiums, in denen Menschen zum Tode verurteilt wurden oder auf Leben und Tod kämpften mussten. Als Kaiser Trajan (53-117) nach Verwüstung und Ausraubung des Daker-Thrakerlandes seinen Triumph feiern ließ, sollen die Todesspiele 123 Tage lang gedauert haben. Etwa 10.000 Opfer-Kämpfer und 11.000 exotische Tiere sorgten dafür, dass der Boden des Kolosseums eine einzige große Blutlache war. Kein Römer nahm daran Anstoß, das vertierte Volk jubelte seinem Schlächter-Kaiser zu. Die amoralische Bedenkenlosigkeit, Gnadenlosigkeit, Gewaltsamkeit die dem Römer seitens der Noblen vorgelebt wurde, übertrug sich auf den römischen Volkscharakter, so dass ein dumpfes, stumpfes Menschenmaterial zur Verfügung stand, das auch die schauerlichsten Befehle ohne Murren und ohne geringste Beanstandungen auszuführen bereit war. Eine fast zombiehafte, gedrillte, entseelte bzw. seelisch vertierte Menschenmasse, die auf Befehl metzelte und sich ebenso selbst metzeln ließ -, darauf beruhte die jahrhundertlange römische Macht über die damals bekannte Welt. Natürlich gab es auch in Rom zuweilen feinere Geister, wie z.B. der Politiker und Geschichtsschreiber Gaius Sallustius Crispus (86-35 v.0), der in seiner fragmentarisch überlieferten „Historiae“ die Niederwerfung des Sklavenaufstands unter Spartacus schilderte. Er, der sich auf Kriegszügen Cäsars selbst schamlos bereichert hat, schrieb später einsichtsvoll (Sallust, Catilina, 3,3–4): „Denn anstelle von Anstand, Zurückhaltung und Tüchtigkeiten herrschten Dreistigkeit, Bestechung und Geiz vor. Und obwohl mein Sinn, solche schlechten Machenschaften nicht gewohnt, diese verabscheute, wurde mein noch zartes Alter, verdorben von Ehrgeiz, inmitten solch großer Laster festgehalten.“
 
Dass es in der überschaubaren Eroberungsgeschichte der USA feststellbare Tendenzen gibt welche an die politische Vorgehensweise des Römischen Imperiums erinnert, soll nicht heißten, dass die beiden imperialen Machtgebilde - das antike und das neuzeitlich - identisch wären, es ist nur so, dass die Besorgung eines casus belli in beiden Staaten oftmals bedenkenlosen Machtinstinkten folgte. Natürlich trifft dieses auch auf andere expansive Staaten zu. Die damit einhergehenden Massenmorde waren erschreckend, auch das trifft auf andere Staaten zu, wobei es kaum abschätzbar ist inwieweit die Relativitäten eine Sonderrolle der USA - als die Weltmacht Nr. 1 - bestätigen können. Um genau zu sein, dürfe auch nicht von einem „Schurkenstaat USA“ gesprochen werden, wie das, gemünzt auf andere Staaten, der US-Präsident George Walker Bush wiederholt tat. Seine Lügen zum Kriegseintritt gegen z.B. den Irak sind strenggenommen nicht der Nation anzulasten die er vertrat, sondern zuerst ihm persönlich. Solche Relativierungen sind unverzichtbar bei der Beurteilung von Nationen. Was aber durchgängig auffällig bleibt, hinsichtlich der US-Politik, ist das staatspropagandistisch hervorgekehrte Saubermannimage - trotz aller dagegensprechenden Staatsaffären - während die gleichzeitigen Pauschalverurteilungen der kleineren „Gegnerstaaten“ der USA, seitens staatlicher US-Medien, gewissermaßen traditionell rücksichtsloseste Verunglimpfungen propagieren; insbesondere den eliminierten deutschen NS-Staat. Es geht also verkürzt gesagt, um eine signifikante Scheinheiligkeit des „Uncle Sam“, was keine Schmähung der Gesamtbevölkerung bedeuten kann und soll. Fest steht indes, dass sich die USA mit Restdeutschland einen Helotenstaat geschaffen hat: US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski: „Deutschland ist ein amerikanisches Protektorat und ein tributpflichtiger Vasallenstaat“. Kurt-Georg Kiesinger: „Wir sind doch faktisch ein Protektorat der Vereinigten Staaten.“ (21.05.1958 „DER SPIEGEL“) Das Römerreich war ebenso eine Oligarchie und Plutokratie wie die USA, in der ein Mensch ohne finanzkräftige Unterstützung niemals die geringste Chance hätte, Präsident aus eigenen Talenten zu werden. An die Spitze des Staates gelangen Leute entweder durch ihre gewaltigen Privatvermögen, oder als gesponserte Strohmänner der Finanzlobby. Die demokratischen Wahlen werden durch Medienkampagnen lanciert. Die reichen Familienclans sehen im Staat oftmals manipulierbare bis kassierbare Objekte, die wie private gewinnträchtige Wirtschaftsunternehmungen geführt werden, deren kriegerische Eroberungen einer Gewinnmaximierung der Clans zu dienen haben. Wie die Römer sich in die gewünschten Kriege hineingetrickst haben ist Historikern hinlänglich bekannt. In den zweiten punischen Krieg log sich Rom, über den Vorwurf, Hannibal hätte sich die iberische Stadt Sagunt ohne Rechtsgrundlage angeeignet. Die karthagische Abwehr des Massinissa-Überfalls nahmen die Römer als fingierten Casus-Belli für ihren erneut vom Zaun gebrochenen „Dritten Punischen Krieg“. Es ging nie um Recht, es ging um die Vormachtstellung im Mittelmeerraum. Jede Finte, jede Täuschung scheint in diesem Spiel der Großen erlaubt. Der US-Präsident verfügt über die gleiche so gut wie unbegrenzte Macht wie ein römischer Kaiser und der Senat nickt - wie  im alten Rom - seine Kriegspläne regelmäßig ab. Die Bluffs und Kniffe der US-Führer, beginnend mit den Annexionen des Westens von Indianern und Kaliforniens von Mexiko, bis zu massenhaften Intrigen und fingierten Casus Belli: „RMS Lusitania“, „A-Bombenbau gegen Deutschland ab 1939“, provozierter und vorausbekannter „Pearl-Harbor-Überfall“, „Dresden-Bombing“ aus militärisch sinnloser Zerstörungs- und Mordlust, „Atombomben-Test-Abwürfe Hiroshima und Nagasaki“, „Reichsbank-Gold-Cuop“, „Rheinwiesenlager-Kriegsgefangenen-Massenmorde“, „US-Lager-Moosburg-Gefangenenmorde“, „Malmedy-Massaker-Lügenprozess“, „Tonkin-Zwischenfall“, „Massaker von Mỹ Lai”, „Agent-Orange-Entlaubung“, „CIA-Aufbau der Mudschaheddin“ gegen die Russen in Afghanistan, 2 völkerrechtswidrige Angriffskriege gegen den Irak, „Saddam Husseins nicht existente Massenvernichtungswaffen, Fernraketen, Biowaffen“, „Anthrax-Briefchen-Lüge“, „Brutkasten-Lüge“, „Guantanamo-Folterlager“, „Abu-Ghuraib-Folterskandal“, „Falludscha-Zivilistenmorde“ („Symbolstadt für die Abgründe des Irakkrieges“), „Blackwater-Zivilistenmorde“, „über eine Million Tote bei Irak-Überfall“, Schandtaten bis zur intriganten Umformung Restdeutschlands in einen Multikult-Vielvölkerstaat nach US-Vorbild, beginnend mit dem US-Befehl, Anfang der 60er Jahre, Türken in der BRD anzusiedeln. Bei dem Vergleich zwischen dem altrömischen und dem US-amerikanischen Empire schneiden die USA deutlich „erfolgreicher“ ab, was Rom nie gelang, nämlich die Eroberung und Unterjochung Germaniens, die US-Invasoren konnten es realisieren. Die USA bzw. Mächte aus den USA haben entscheidenden Anteil daran genommen, mittels zweier Kriege die mitteleuropäische Zentral- und jahrhundertelange Schutzmacht zu zerstören und anschließend Restdeutschland durch antideutsche Desinformationspolitik und Schuldkomplexvermittlung geistig zu destabilisieren und dauerhaft zu entmilitarisieren, was ja als eines der Hauptzielsetzungen bei den Potsdamer-Verträgen des Jahres 1945 erklärt worden ist. Gleichzeitig wurde auf Kosten deutscher Gebietsabtretungen Polen zu einem Großflächenstaat aufgebaut und der für Europa gefährliche russische Vielvölkerstaat ebenso extrem gestärkt. Die historische Zukunftsprognose drängt sich zwanglos auf, dass das installierte mitteleuropäische Abwehrvakuum in Zukunft die Mächte des Ostens einladen wird, die allslawischen Grenzen noch weiter nach Westen vorzuverlegen, denn mit dem Erreichen der Oder-Neiße-Linie dürfte der jahrtausendealte Druck nach Westen nicht für alle Zeit gesättigt worden sein. So gesehen, haben die USA mit der Zerschlagung Deutschlands, Europa einen Bärendienst erwiesen. 
 
Die US-Amerikanische Hegemonialpolitik der konsequenten Gebiets- und Einflussausweitung und Völkerversklavung entspricht ebenso dem imperial-römischen Vorbild, wie wesentliche Bereiche der US-Unterhaltungsindustrie Hollywoods. Insbesondere deren „Western-“ und Kriegsfilm-Produzenten schaffen in Masse eine Art von Unterhaltungsstreifen deren Primitivität und Abnormität der schlichtesten humanitären Sensibilität ins Gesicht schlägt. Die Menschenverachtung feiert dort Triumphe wo reihenweise Menschen abgeknallt werden, wie die Tontauben. Schlächtereien in natura oder virtuell, das bleibt sich gleich im Befriedungseffekt aufs primitive Publikum. Und das erzieherische Signal ist so eindeutig wie verheerend: Der potentielle Gegner ist grundsätzlich ein Abschusskandidat, der bei bewundernswert schnellen Aktion des cleveren Pistoleros, ausgeschaltet werden kann. Die Lust am Töten und die Freude, Menschen sterben zu sehen, ist ein archetypischer bestialischer Unmenschen-Affekt, der grundsätzlich nicht gefördert werden dürfte. Nicht ein einziger diese abartigen Abknallfilmchen ist jemals von der deutschen UFA angefertigt worden; er wäre im deutschen Filmschaffen ganz undenkbar. Die Niveaudifferenz zwischen deutschem und dem US-amerikanischen Empfinden ist unübersehbar. Unterschwellig sind diese US-„Western“, in denen Indianer und Mexikaner serienweise abgeschossen werden und US-Kriegsfilme in denen ebenso serienweise Deutsche („Krauts“), Japaner („Japse“) oder Orientalen („Lumpenköpfe“) abgeschossen werden, klar rassistisch. Ein besonders drastisches Beispiel für diese filmische Machart stellt der englischsprachige Italowestern dar: „Zwei glorreiche Halunken“, 1966, Regisseur Sergio Leone und Schauspieler Clint Eastwood. Über die idiotischen Ungereimtheiten des Films könnte man ein ganzes Büchlein verfassen. Da hört einer der hellwachen Schnellschießer zwar ein leises Sporenklicken durch die geschossene Tür, nicht aber, dass unmittelbar hinter ihm ein Kerl ins offene Fenster einsteigt, oder dass auf offenem Feld ein Überraschungsgast urplötzlich unbemerkt neben dem „Helden“ steht, oder dass bei einem Wüstenritt zwar Wasser für den Mann mitgeführt wird, nicht aber für sein Pferd, oder dass die beiden hellhörigen Halunken ganz erstaunt sind, als sie unmittelbar neben einem US-Bürgerkriegsschlachtfeld, von dem keiner ein Tönchen vernommen hatte, aufgegriffen werden, ganz abgesehen davon, wie unmöglich es ist, dass die Revolverartisten ständig die Mützen vom Kopf ihrer Mitmenschen schießen, ohne deren darunter sich rundenden Köpfe zu treffen. Unmögliche, geschmacklose, unlogische Spielzüge reihen sich aneinander, das alles ist nur Beiwerk, die einzige rote Line des Streifens ist die banale Brutalität, Alltäglichkeit und Achtungslosigkeit hinsichtlich eines Menschenlebens, also Menschen vom Leben zum Tod zu befördern. Der an typisch amerikanischer Geschmacksverirrung leidende US-Filmkritiker Roger Ebert lobte den Schundstreifen als „Meisterwerk“ und jubelte darüber, Leones Filme seien „bigger, starker, more brutal, more dramatic, than life“. Unübersehbar ist, dass derartige Unterhaltungs- und Spielfilme das Töten zur Unterhaltung veralltäglichen und den Mord zum Amüsement machen, genau wie es im alten Rom innerhalb des Kolosseum-Rondells, in Gestalt der Gladiatorenkämpfe und Sklavenverstümmelungen, von den Kaisern zelebriert worden ist. Unzweifelhaft werden die Zuschauer durch derartige Bildfolgen gegenüber dem Menschenmord abgestumpft bis eingestimmt und damit als brauchbare Soldaten für den nächsten Kriegsfall emotionell vorbereitet, was als militärische Vor- und Einübungen der Bürger, die konzeptionelle Philosophie eines imperialistischen Staatswesens ergänzt.