DER „SCHWARZE BARON“ - Erfolgreichster Panzerkommandant der Welt

 
Panzerkommandant Kurt Knispel, das Tiger-Ass
 
PANZERHELD KURT KNISPEL
 
Panzer heraus - Panzer voran !
Wenn einer die Russen noch halten kann
dann ist es das deutsche Panzer-Korps,
unmittelbar vor Europas Tor.
 
Die Rote-Armee ist zum Angriff gestimmt,
sie ist auf Terror und Mord getrimmt,
sie will zum Atlantik in einem Stoß;
wird der Gulag auch Deutschlands Los ?
 
Zehn Tage vor Stalins Angriffstermin,
reagiert der Reichskanzler in Berlin.
Die deutsche Wehrmacht rollt gen Ost,
gegen grausame Feinde, Verrat und Frost.
 
Ein Heldenkampf im Großraum steigt,
der deutsche Landser die Kampfkraft zeigt,
die ihm die Rettungstat abverlangt -,
der Riese unter den Schlägen wankt.
 
Dreißigtausend Panzer hatte der Russ,
kämen die ins Rollen, zum stählernen Fluss,
dann wär‘s mit Europas Freiheit vorbei,
gleich welche Parteien, ganz einerlei.
 
Ohne Kampfgiganten von deutscher Art,
ohne die Wehrmacht, der Freiheitswart,
ohne Panzermänner im deutschen Heer
gäbe es heute kein Deutschland mehr.
 
Der beste war jener „Schwarze Baron“,
Kurt Knispel rang nicht um Ordens Lohn.
Er traf hundert russische Panzer gut:
„Tiger“-Kommandant mit Tiger im Blut.
 
Und hätt‘ Mr. Roosevelt, der Bösewicht,
im Krieg gegen Sowjets nie mitgemischt,
hätt‘ er nicht den Satan Stalin gestützt,
keine Übermacht hätte den Roten genützt.
 
Ohne Bomben und Nachschub der USA
wär‘ Europa stark, so wie es einst war.
Ohne Deutsches-Reich als Riegel-Macht,
wird sie einst kommen, die Todesnacht !
 
DER „SCHWARZE BARON“ - Erfolgreichster Panzerkommandant der Welt
 
Kurt Knispel (1921-1945) wurde in Salisfeld, einem Ortsteil von Zuckmantel im Sudetenland geboren. Er gilt als das herausragende Panzer-Ass der deutschen Wehrmacht. Knispel wurde- in Anlehnung an den legendären Jagdflieger des ersten Weltkriegs, dem „Roten Baron“ Manfred von Richthofen, als „Schwarzer Baron“ bezeichnet, denn die Panzermänner trugen eine schwarze Kluft. Dieser Ehrenname kommt auch Michael Wittmann zu, dem anderen Panzer-Ass. K. Knispel fiel als Panzersoldat bei Wostitz, in Südmähren. Seine Kindheit verbrachte Kurt zum größten Teil in Niklasdorf (tschechisch: Mikulovice) wo sein Vater im dortigen Automobilwerk arbeitete. Kurt absolvierte nach seiner Schulausbildung eine Lehre in der Automobilfabrik. Der abenteuerfrohe Junge mochte die Arbeit in der Fabrik nicht sonderlich und trat darum im 15.05.1940 als Freiwilliger der Wehrmacht bei.
 
Seine Grundausbildung erhielt er bei der 4. Kompanie der „Panzerersatz-Abteilung 15“ in Sagen (Niederschlesien). Nach der Schusswaffenausbildung folgte die Ausbildung auf den Panzertypen Panzer I und II und III.Bei einem Manöver auf dem Truppenübungsplatz Putlos zeigte er das erste Mal seine Fähigkeiten als Richtschütze. Er hatte ein außerordentliches räumliches Vorstellungsvermögen und extrem schnelle Reflexe. Zu seinem Ärger blieb er aber in seiner Position als Ladeschütze. Von November 1940 bis November 1942 gehörte er dem Panzerregiment 29 (12. Panzer-Division) an. Er war zunächst Lade- und Richtschütze eines Panzer IV. Ab Juli 1941 war Knispel mit der Division an der Ostfront beim Russlandfeldzug eingesetzt. Im Verlauf der Operation gelangte er unter dem Kommando von Leutnant Hellman schnell in die Position des Richtschützen. Sein erstes Gefecht bestritt Knispel im August 1941 in einem Pz. IV. Wegen einer Erkrankung war er ab dem 19. November 1942 in einem Feldlazarett bei Naltschik (Nordkaukasus) in Behandlung. Danach unterstand er ab April 1943 der mit schweren Tigerpanzern ausgerüsteten „Schweren Panzer-Abteilung 503“, die bis zum Ende des Krieges an der Ostfront eingesetzt war. Er stand mit Panzerkommandanten wie Oberfeldwebel Rondorf, Feldwebel Heinz Gärtner und Hauptmann Clemens Graf Cageneck an den Brennpunkten des Ost-Krieges im Einsatz. Im Kaukasus, an der russischen Nordfront, bei der Operation Zitadelle, im Kessel von Tscherkassy und vielen anderen kriegsentscheidenden Schlachten als Feuerwehr eingesetzt, kämpfte er mit seiner Abteilung gegen einen zumeist zahlenmäßig übermächtigen Gegner. Knispel unterstand ab April 1943 der mit schweren Pz.VI „Tiger I“ ausgerüsteten 1. Kompanie der schweren Panzer-Abteilung 503. Bei dieser nahm er als Flankenschutz für die 7. Panzer-Division in der Schlacht um Kursk teil. Er bewährte sich gleichmäßig auf den verschiedensten Schlachtfeldern wie Kursk, Winniza, Jampol, Kamenez-Podolsk, dem Kessel von Korsun-Tscherkassy, beim Rückzug aus der Normandie in Cean und dann wieder an der Ostfront bei den Gefechten von Mezotur, Torokszentmiklos, Kecskemet, Cegled, dem Brückenkopf von Gran, Bab, Laa, Nitra, Gyula. In der 503. erhielt er auch das Kommando über einen Pz.VI Ausführung B „Tiger II”. Da er oftmals gegen gegebene Befehle seiner Infanteriekommandeure verstieß, denen er mit seinem Zug unterstellt war, wurden ihm die verdienten Auszeichnungen versagt. Er griff oftmals ohne Befehl den Gegner an. Nach seinem 101. Abschuss wurde er am 25.04.1944 im Wehrmachtbericht folgendermaßen erwähnt: „Der Unteroffizier Knispel in einer schweren Panzerabteilung im Osten schoss in der Zeit von Juli 1942 und März 1944 101 Panzer ab.“ Er erzielte bei einer Entfernung von ca. 3.000 Meter den Abschuss eines sowjetischen T-34. Er erhielt das „Eiserne Kreuz 1. Klasse“ nach 15 Abschüssen, das „Panzerkampfabzeichen in Gold“ nach 100 Abschüssen, nach der Zerstörung des 126. Panzers das „Deutsche Kreuz in Gold“, am 20.05.1944. Er war der einzige nicht kommandierende Offizier im 2. Weltkrieg der im „Wehrmachtsbericht“ lobend erwähnt wurde. Kurt Knispel wurde vier Mal für das Ritterkreuz vorgeschlagen, erhielt diesen Orden allerdings nie. Da sein Ehrgeiz nicht im Gewinn von Ruhm und Orden lag, kümmerte ihn dies wenig. Wo auch immer er im Gefecht stand - neben, vor oder hinter seinen Kameraden -, an ihm kam kein gegnerischer Panzer vorbei. Ihm wird nachgesagt, dass er einige seiner eigenen Abschüsse anderen Kameraden zusprach anstatt sie selbst zu beanspruchen. Knispel scheute Diskussionen hierüber und war für seine kameradschaftliche Art bekannt. Als Panzerkommandant war er in seinem Element. Es geschah nicht selten, dass er überlegene Gegner alleine stellte, um den eigenen Truppen die besten Möglichkeiten für den eigenen Vorstoß oder Rückzug zu bieten. Alfred Rubbel, einer der ersten Kommandanten Knispels, erklärte, dass Knispel auf dem Schlachtfeld auch unter den übelsten Bedingungen und der hoffnungslosesten Situation nie aufgab. Am 20.05.1944 wurde ihm das „Deutsche Kreuz“ in Gold verliehen. Knispel wird als verwegener Panzerfahrer-Haudegen eine betont unmilitärische Haltung nachgesagt. Sein Mangel an Respekt höheren Befehlsrängen gegenüber trug zu seinem extrem langsamen Aufstieg in den Rängen bei. Nur seine hohe Erfolgsquote und die damit verbundenen Abschüsse als Panzerkommandant sollen ihn vor weiteren Konsequenzen bewahrt haben. So trug er sein Haar länger als erlaubt, trug eine Tätowierung und einen Spitzbart. Außerdem hatte er das Mitglied einer Einsatzgruppe angegriffen, dem er mit der Faust ins Gesicht schlug, wegen despektierlicher Behandlung eines sowjetischen Kriegsgefangenen. Knispel wurden insgesamt 168 Abschüsse feindlicher Panzer zugerechnet, davon 126 als Richtschütze und 42 als Panzerkommandant. Weitere 30 Abschüsse sind unbestätigt. Keiner der anderen deutschen Panzerkommandanten, wie Michael Wittmann, Ernst Barkmann, Johannes Bölter, oder Otto Carius erzielten mehr Abschüsse. Knispel errang die höchste Anzahl von Abschüssen die je durch einen Soldaten während des 2. Weltkrieges erzielt wurde. Er erhielt das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse sowie das Panzerkampfabzeichen. Am 29.04.1945, wenige Tage vor Ende des Krieges, fand Feldwebel Kurt Knispel mit seiner Besatzung in seinem Tiger - von feindlichen Panzern umzingelt - den Tod. Er wurde durch einen Granatsplitter am Kopf schwer verwundet, als sein Tiger II im Kampf getroffen wurde und die mitgeführte Munition explodierte. Er starb zwei Stunden später im Lazarett. Am 12.11.2014 wurden von der „Deutschen Kriegsgräberfürsorge“ seine sterblichen Überreste, die 2013 in einem Feldgrab nahe Urbau (tschechisch: Vrbovec) gefunden wurden, im deutschen Soldatenfriedhof des Zentralfriedhofs von Brünn (Slowakei) beigesetzt. - Franz Kurowski schrieb das Buch „Ritterkreuzträger - Feldwebel Kurt Knispel - Der erfolgreichste Panzerschütze und Panzerkommandant des 2. Weltkriegs“, 2013 (Franz Kurowski (17.11.1923 in Dortmund-Hombruch) ist ein deutscher Autor und lebt in Dortmund. Er nahm als Fallschirmjäger im Deutschen Afrikakorps am Zweiten Weltkrieg teil. Seit 1958 betätigt er sich als freier Schriftsteller. Er hat etwa 100 Sachbücher, insbesondere zum 2. Weltkrieg, und eine ähnliche Zahl an Jugendbüchern geschrieben.
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