ZELOTEN UND ATTENTÄTER

 

 
ZELOTEN
UND ATTENTÄTER
 
Es fehlt an deutschen Eiferern,
wer kümmert sich ums Vaterland ?
Zwar sind die Deutschen tapfere Kämpfer,
doch fehlt ein deutscher Seelenbrand.
 
Für die Nation wahrhaft zu brennen,
das liegt dem Norden nicht im Blut,
das kann der Orient viel besser,
was dort gedeiht ist glühend-wilde Wut.
 
Im Orient wachsen Tollwut-Menschen,
der Fanatismus ist ihr Teil,
der jähe Hass umlauert ihre Seelen,
rasch werden sie zur Mordgier geil.
 
Für Großes oder Kleines wird gemordet,
für Volk und Gott und Ehren-Eitelkeit,
Zelotentum, aus alten Traditionen,
kennt man seit alters bis in unsere Zeit
 
Dass Patrioten ihren Feind erdolchen,
das übte schon Judas-Ischariot,
dem Sekten-Mitglied der Sikarier,
Judäas Eiferern für ihren Juden-Gott.
 
Und auch Jahrhunderte dann später
gab‘s Mördersekten Mohammeds,
die ihre Opfer suchten und erstachen,
sie folgten damit ihres Herrn Gesetz.
 
Auch heute noch in unseren Tagen
gibt’s „Assassinen“ so wie ehedem,
mordend mit Messern und mit Bomben,
weltweit, bei uns, auch in Jerusalem.
 
Das kann niemals als Vorbild dienen,
Mord ist kein ehrenwertes Mittel,
doch für das Vaterland zu eifern,
ist Deutschlands fehlendes Kapitel.
 
 
Die „Sikarier“
 
Der Beiname des Judas, des zeitweiligen Mitläufers von Jesuha/Jesus, leitet sich von seiner vorausgegangenen Mitgliedschaft bei einer Gruppe von Zeloten (hebrä. Ausdruck für nationalistische Eiferer/Fanatiker) ab, die als Sikarier (vom lat. „sicarius“: „Dolchträger“ im Sinne von Meuchelmörder) bezeichnet wurden, weil sie nach der Art nationalistischer Freiheitskämpfer, Mordanschläge auf Vertreter der römischen Besatzung in Vorderasien sowie deren Kollaborateure verübten. Anders kann der Name des einzigen Verräters der Jesus-Gruppe nicht plausibel gedeutet werden. Der patriotische Widerstandskämpfer Judas verriet den Sektenführer Jesus erst in dem Augenblick als er dessen politische Bedeutungslosigkeit für Israel erkannt hatte. Auch hätte man folgerichtig keinem anderem die Verräterrolle zutrauen können als einem der schon vorher den Charakter eines Mörders unter Beweis gestellt hat. Es gibt keine alternative Erklärung für den Verrat des Judas, denn um des Verratslohnes willen kann seine Tat nicht geschehen sein, war er doch Hüter der Jesuischen-Vereinskasse mit der er hätte einfach türmen können, also war er kein Dieb, vielmehr fühlte er als „Rechtsradikaler“ seine Befreiungshoffnung vom Römerjoch zutiefst betrogen. Sicherlich gab es auch in der Hohenpriesterschaft Jerusalems genügend Freiheitsfanatiker die dem Judas bekannt waren und mit denen er gemeinsam den Verrat arrangierte. (siehe dazu: Leo G. Linder, „Judas, der Komplize: Die Wahrheit über den zwölften Jünger“, 2014)
 
Die „Assassinen“
 
Die mittelalterliche muslimische Vereinigung der „Assassinen“ - die ca. 200 Jahre lang ihr Unwesen trieb -  kann man eindeutig als Mördersekte bezeichnen. Noch heute bezeichnet das Wort „assassin“ im Englischen einen Attentäter oder Meuchelmörder. In Europa wurde der Mythos der Mördersekte, die auf der Burg Alamud am kaspischen Meer gegründet wurde, vor allem durch den Reisebericht Marco Polos aus dem 13. Jahrhundert genährt, wo es heißt: „Der Meister versetzt die Schüler mit einem berauschenden Trank in Schlaf. In einem exotischen Garten wachen sie wieder auf, um dort - umgeben von schönen Mädchen - das Leben für einige Tage in vollen Zügen zu genießen.“ Die mit wollüstischen Erlebnissen und Drogen gefügig gemachten jungen Männer schwärmten anschließend als nahezu willenlose Werkzeuge ihres Herrn in die Welt hinaus und begingen Morde an den politischen und religiösen Widersacher ihres Anführers. Das Merkmal der Assassinen war ihre Todesverachtung, hervorgerufen durch die Hoffnung auf jene „Jenseitsfreuden“ die sie glaubten schon kennengelernt zu haben. Bei den Anschlägen nahmen sie ihren eigenen Tod gelassen in Kauf. Deshalb gelten sie ganz selbstverständlich als die Ahnherren heutiger islamischer Selbstmordattentäter. Man nimmt an, dass zum Hintergrund für die Entstehung der „Assassinen“ politisch-religiöse Auseinandersetzungen unter den schiitischen Muslimen beitrugen. Um 770 kam es zu einem Streit um den rechtmäßigen Nachfolger des Propheten. Ein Teil der Schiiten betrachtete einen gewissen „Ismail“ als legitimen Erben „Mohammeds“ und nannte sich fortan „Ismailiten“, deren radikalster Zweig die Assassinen in Syrien. Dort in der Burg „Masyaf“ residierte der legendäre „Alte vom Berg“, der in Europa auch dadurch bekannt wurde, weil er zuweilen mit christlichen Kreuzfahrern gegen den arabischen Feldherrn Saladin paktierte. Die „Ismailiten“ existieren bis heute. Ihre Glaubensgemeinschaft zählt etwa 20 Millionen Anhänger, die als ihr geistliches Oberhaupt den „Aga Khan“ verehren. (siehe: „Aufbruch ins Morgenland - Weltreligion Islam: Geschichte, Kultur, Gesellschaft“, 2009)
 
ATTENTÄTER
(Historische Attentate waren überwiegend fremdnationalistisch-antideutsch oder sozialistisch-internationalistisch oder islamistisch motiviert)
 
Ferdinand Cohen-Blind (1844-1866) verübte am 7. Mai 1866 ein Revolver-Attentat auf den preußischen Ministerpräsidenten und späteren deutschen Reichseiniger Otto von Bismarck. Cohen-Blind wurde in Mannheim als Sohn jüdischer Eltern, des Jakob Abraham Cohen und dessen zweiter Frau Friederike, geb. Ettlinger, geboren. Am Nachmittag des 7. Mai lauerte Cohen-Blind „Unter den Linden“, Bismarck auf, der zu Fuß nach Berichterstattung bei seinem König auf dem Heimweg war. Der Täter feuerte zwei Schüsse in den Rücken Bismarcks, dieser drehte sich herum und packte denn Mann, der trotzdem noch drei weitere Schüsse abgeben konnte. Bismarck setzte seinen Heimweg fort und wurde später vom Arzt untersucht, der feststellte, dass die ersten drei Kugeln den Körper nur gestreift hatten und die letzten beiden Geschosse von den Rippen abgeprallt waren und keine größeren Verletzungen hervorgerufen hatten. Der Täter öffnete im Polizeigewahrsam seine Halsschlagader, woran er am Morgen des 8. Mai verstarb.
 
Der italienische Nationalist Luigi Lucheni lauerte am 10. September 1898 der deutsch-habsburgischen Kaiserin Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern (auch Sisi genannt) in Genf auf, direkt am Ufer des Genfer Sees und stieß ihr eine sehr dünne stilettförmige Feile ins Herz. Sie erhob sich nach dem Sturz wieder, bedankte sich bei allen Passanten, die zu Hilfe geeilt waren, und unterhielt sich mit ihrer Hofdame über den Vorfall. Zehn Minuten ging Elisabeth noch weiter. Kurz nach dem Ablegen des Dampfers brach sie zusammen. Ihre letzten Worte waren: „Aber was ist denn mit mir geschehen?“ Alle Wiederbelebungsversuche waren vergeblich. Lucheni wurde wegen des Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 19. Oktober 1910 fand man ihn erhängt mit einem Gürtel in seiner Zelle.
 
Die russische Sozialrevolutionärin Fanny Kaplan (Feiga Chaimowna Roitman - 1890-1918) verübte ein Attentat auf Lenin. Sie war Tochter des der Obrigkeit gegenüber loyalen jüdischen Schullehrers Nachim Roitman. 1906 beteiligte sie sich am Attentat auf einen Regierungsbeamten, worauf sie ein Kiewer Gericht zum Tod verurteilte. Das Urteil wurde später in lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt. Durch die Bombenexplosion hatte Kaplan Sehschäden erlitten. Ihre Familie wanderte 1911 in die USA aus, sie selbst wurde während der „Februarrevolution“ freigesetzt, worauf sie 1917 nach Moskau reiste. Am 30. August 1918 traf sie Lenin beim Verlassen einer Moskauer Fabrik mit zwei fehlgehenden Kugeln, weil sie in ihm einen „Verräter der Revolution“ sah. Sie wurde von der „Tscheka“ im Alexandergarten des Moskauer Kreml erschossen.
 
Emil Heinrich Max Hödel (1857-1878), genannt Lehmann, war ein primitiver Leipziger Klempnergeselle, ein Mitglied der „Christlich-sozialen-Arbeiterpartei“ und Attentäter auf den deutschen Kaiser Wilhelm I., am 11. Mai 1878 „Unter den Linden“. Bei dem Attentat auf den in offener Kutsche fahrenden Kaiser wurde niemand verletzt, da alle abgefeuerten Revolverschüsse den Kaiser verfehlten. Der Sozialist Hödel wurde unmittelbar nach der Tat durch Schutzmänner festgenommen, am 10. Juli 1878 vom Preußischen Staatsgerichtshof zum Tode verurteilt und am 16. August 1878 in Berlin-Moabit enthauptet. Ebenso gab einen nicht ungebildeten Karl Eduard Nobiling (1848-1878) am 2. Juni 1878 zwei Schüsse mit einer doppelläufigen Schrotflinte auf den in offener Kutsche fahrenden greisen 81jährigen Monarchen ab, der nicht allein durch 30 Schrotkörner schwer verletzt wurde. Sein Leben verdankte er allein seiner Pickelhaube, die zwar von 18 Bleikügelchen durchschlagen wurde, ihnen aber die mörderische Energie nahm. Nobiling überlebte seinen anschließenden Selbstmordversuch, starb aber kurz darauf an dessen Folgen. Auch dieser Attentäter stand der Sozialdemokratie (SPD) nahe. Fürst Bismarck nahm die Ereignisse zum Anlass, das „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ vom 21. Oktober 1878 durchzusetzen.
 
Der serbische Nationalist Gavrilo Princip (1894-1918), ein Mitglied der serbisch-nationalistischen Untergrundverschwörung „Mlada Bosna“ („Junges Bosnien“), erschoss am 28. Juni 1914 in Sarajevo den Thronfolger Österreichs-Ungarn Erzherzog Franz-Ferdinand und seine Gemahlin in der offenen Kutsche bei ihrem dortigen Staatsbesuch. Die Erzherzogin erlitt einen Bauchschuss, die andere Kugel zerfetzte die Halsvene ihres Mannes, beide verbluteten noch im Wagen. Trotz seiner schweren Halswunde sagte der Erzherzog noch zu seiner Frau zu sagen „Sopherl, Sopherl, sterbe nicht. Bleib am Leben für unsere Kinder !” Insgesamt waren es drei bosnische Serben, die an dem Mordplan beteiligt waren. Sie standen in Verbindung zu den radikalen serbisch-nationalistischen Untergrundorganisationen „Narodna Odbrana“ („Nationale Verteidigung“) und „Ujedinjenje ili Smrt“ („Vereinigung oder Tod bzw. Schwarze Hand“), die ihnen Waffen besorgt, Schießunterricht gaben und sie Ende Mai 1914 von Serbien nach Bosnien-Herzegowina geschleust hatten. Im Prozess, der vom 12. bis zum 23. Oktober 1914 dauerte, bekannte sich Princip zu seinen Idealen und zum Gedanken des „Tyrannenmords“. Als sein Ziel gab er die Zerstörung der Habsburgermonarchie an, die einem panslawistischen Zusammenschluss der südslawischen Völker im Wege stünde. Princip wurde nur zur zwanzigjährigen Haftstrafe verurteilt. Schließlich starb er im Gefängnislazarett an Tuberkulose.
 
Friedrich Wolfgang Adler (1879-1960) war ein Politiker in der österreichischen „Sozialdemokratischen Arbeiterpartei“ (SDAP) mit Neigung zum Fanatismus. 1916 erschoss er den österreichischen Ministerpräsidenten Karl Stürgkh aus Protest gegen die angebliche Kriegspolitik der Regierung im Weltkrieg I. Er wurde zum Tode verurteilt, dann aber vom Kaiser Karl zu nur 18 Jahren Haft begnadigt und schon 1918 amnestiert. Er war der Sohn des Gründers und Vorsitzenden der österreichischen „Sozis“ Victor Adler, welcher als ältestes von fünf Kindern des jüdischen Kaufmanns Salomon Markus Adler und seiner Frau Johanna (geb. Herzl) in Prag geboren wurde. Friedrichs Mutter Emma Adler war Sozialistin und Schwester der reichsdeutschen Sozialdemokraten Heinrich Braun und Adolf Braun. Seit seiner Studienzeit (Diplom als Fachlehrer für Mathematik und Physik) war er mit Albert Einstein freundschaftlich verbunden. Er entschied sich für eine politische Laufbahn. 1901 übernahm er die Vorstandsfunktion im Verband der „Internationalen Arbeitervereine“ in der Schweiz. Er arbeitete als einer der vier Parteisekretäre der „SDAP“ und als Redakteur der programmatischen Monatsschrift „Der Kampf“ -, dem Adolf Hitler glaubte, mit seinem „Mein Kampf“, dem aus seiner Sicht „Jüdischen-Sozialimus“ den „Deutschen Sozialismus“ entgegenzusetzen. Adler kämpfte so gut wie gegen alle Seiten, seine Isolation wuchs, schließlich griff er zur Waffe. Am 21. Oktober 1916 erschoss F. Adler den österreichischen Ministerpräsidenten im Speisesaal eines Wiener Hotels. In der „Arbeiter-Zeitung“ bezeichnete Friedrich Austerlitz die Tat als „der ganzen sozialistischen Ideenwelt fremd und unbegreiflich“. Adler sei ein Mensch, „der einem Wahne folgt“ und sich in einer „unseligen Tat […] im Fanatismus der Selbstzerstörung […] selbst dahin gibt und grausam vernichtet, was noch ein reiches Blühen versprach.“ Den Mordprozess, in dem Adler von Gustav Harpner vertreten wurde, instrumentalisierte Adler als Bühne für eine Abrechnung mit der eigenen Partei. Er beklagte, dass dort bereits der „bürokratische Apparat die Oberhand über die Zukunftsinteressen des Proletariats gewonnen“ habe. Es sei ein Attentat „gegen die österreichische Moral“, zweitens ein „Bekenntnis zur Gewalt“ eines Sozialisten, der auf der Basis des Massenkampfes stehe, der nach den sozialistischen Grundsätzen „mit allen zweckdienlichen Mitteln“ zu führen sei. Adler flüchtete ab 1938 nach Übersee. Man liest bei Wikipedia: „Friedrich Adlers Leistungen für die österreichische Sozialdemokratie und für Österreich waren grundlegend für das heutige Österreich. Er war es, der während des Ersten Weltkriegs das Ende des Schulterschlusses mit der dem Untergang geweihten Monarchie einleitete. Er war es, der auf der Basis seiner Popularität, die er durch den Mord an einem Symbol der Kriegspolitik erworben hatte, nach diesem Krieg auch den linken Parteiflügel bei der Stange halten konnte.“ Wien besuchte er nach dem Krieg nur noch einmal, und zwar 1952 zum 100. Geburtstag seines Vaters. Die Partei bereitete ihm einen würdigen Empfang.
 
Ein Zahntechniker namens Otto Rothstock (1904-?) unternahm am 10. März 1925 ein Revolver-Attentat auf Maximilian Hugo Bettauer (1872-1925) in dessen Redaktionsräumen. Die Verletzungen in Brust und Armen führten zum Tod. Während Bettauer im Krankenhaus lag, kam es im Wiener Gemeinderat zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Über die Motive des Attentäters wurde lange gerätselt. Dieser behauptete, er habe ein Fanal gegen die Sittenlosigkeit des Autors setzen wollen, der mit seinen sexuell freizügigen Schriften berühmt geworden ist. Otto Rothstock soll ehemaliges Mitglied der „NSDAP“ gewesen sein. Sein Anwalt Walter Riehl argumentierte, dass sein Mandant schuldig, aber verrückt sei. Das Gericht veranlasste die Einweisung des Attentäters in eine psychiatrische Klinik, die er nach 18 Monaten Ende Mai 1927 als „geheilt“ wieder verließ. Das Opfer M.H. Bettauer war ein österreichischer Vielschreiber, der in Wien als Sohn des Börsenmaklers Arnold (Samuel Aron) Betthauer aus Lemberg geboren wurde. 1890 konvertierte Bettauer vom jüdischen zum evangelischen Glauben. Mit 24 Jahren trat das beachtliche väterliche Erbe an, das er durch eine Spekulation verlor. Seine hohe Meinung steigerte sich bisweilen in Selbstüberschätzung und Arroganz. 1899 übersiedelte er nach New York und wurde US-Staatsbürger. Als Journalist ging er nach Berlin; dort griff er die Berliner Polizei und preußische Beamte wegen Bestechlichkeit an. Nachdem er die Korruption des Direktors der Berliner Hoftheater angeblich aufdeckte, der darauf Selbstmord beging, musste Bettauer, der auch als „Asphaltliterat“ bezeichnet wurde, Preußen verlassen. Sein bekanntester Roman wurde 1922 „Die Stadt ohne Juden“, in dem er schildert, wie sich Wien entwickeln würde, wenn alle Juden auswandern müssten. Er ließ seinen Roman auch mit dem „Einsehen“ der Christen enden, dass die Juden zum Wohle der Stadt zurückgeholt werden müssen. Das Thema  wurde 1924 unter Regisseur Hans Karl Breslauer mit Hans Moser und Ferdinand Maierhofer verfilmt. Er setzte sich unter anderem für ein liberales Scheidungsrecht, Schwangerschaftsabbruch, sexuelle Freiheiten und Straffreiheit für Homosexualität ein. Ab 1924 war er Mitherausgeber von „Sie und Er - Wochenschrift für Lebenskunst und Erotik“. Die Zeitschrift wurde als sittengefährdend beschlagnahmt. In dem anschließenden sogenannten „Pornographie-Prozess“ wurde er überraschend freigesprochen. Nach einer längeren Medienkampagne gegen den Autor kam es zu dem Attentat.
 
Der 26jährige Attentäter David Frankfurter (1909-1982) erschoss mit einem Revolver den gesundheitlich angeschlagenen „biederen Bankbeamten“ aus Schwerin, Leiter der Schweizer Landesgruppe der NSDASP im Kanton Graubünden Wilhelm Gustloff in seiner Wohnung im Luftkurort Davos, am 4. Februar 1936. Auch David Frankfurter litt seit Kindheitstagen an einer schmerzhaften Knochenmarkentzündung, die seinen Gemütszustand wie auch sein Medizinstudium beeinträchtig. Dem Täter öffnete die Ehefrau und bat den Gast im Arbeitszimmer Platz zu nehmen, als Gustloff den Raum betrat, schoss Frankfurter drauflos und traf viermal. Das Opfer sank tot zusammen. Der Mörder floh, irrte zwanzig Minuten im Schnee herum und stellte sich dann einem Polizeiposten. Er war ein Sohn des kroatisch-deutschen Oberrabbiner Mosche Frankfurter und seiner Frau Rebekka. Frankfurter stammte aus Jugoslawien und wollte in Frankfurt Medizin studieren, wich dann aber 1933 in die Schweiz aus. Mit einem Attentat wollte er ein jüdisch-nationalistisches Zeichen gegen die deutsch-nationale NS-Bewegung setzen. D. Frankfurter wurde für den Mord am 14. Dezember 1936 in Chur zu achtzehn Jahren Haft und anschließender lebenslanger Landesverweisung verurteilt. Nach Kriegsende wurde Frankfurter am 1. Juni 1945 freigelassen und ausgewiesen. Frankfurter wanderte ins britische Mandatsgebiet Palästina aus und wurde Staatsbediensteter.
 
Herschel Feibel Grynszpan (1921-1945 ?) war ein polnischer Staatsbürger jüdischen Glaubens der am 7. November 1938 in Paris ein Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst von Rath verübte. Der Vater Sendel Grynszpan war Schneider und verheiratet mit Ryfka, geb. Silberberg. Die Familie war im April 1911 aus Russisch-Polen nach Hannover umgezogen. In Hannover war Herschel Mitglied der Zionistengruppe „Misrachi“ und des Sportclubs „Bar Kochba“. Mit Unterstützung der hannoverschen jüdischen Gemeinde besuchte er die rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa“ in Frankfurt am Main, um auch Hebräisch zu lernen, er brach die Schule nach elf Monaten wieder ab. Grynszpan war als 14-Jähriger im Jahr 1935 aus Deutschland nach Frankreich emigriert, weil es für ihn als Juden in Deutschland keine Zukunft gab. Er kaufte in Paris einen Revolver für 235 Franc, suchte die Deutsche Botschaft auf, wurdevom Amtsgehilfe Nagorka ohne Anmeldeformalitäten in Raths Amtszimmer vorgelassen und schoss sofort fünfmal auf Rath, wobei zwei Kugeln trafen, eine in Höhe des Brustbeins, die andere im Unterleib. Die Verletzungen waren so schwer, dass Rath ihnen zwei Tage später erlag. Herschel Grynszpan wollte mit dem Attentat - nach eigner Aussage - „Demütigungen und schlechte Behandlung seiner Eltern, seiner Verwandten und Freunde rächen“. Die französischen Behörden leiteten einen Mordprozess gegen Grynszpan ein. Die französischen Verwandten von Grynszpan Abraham und Chawa Grynszpan wurden, da sie durch die Unterstützung von Grynszpan gegen das Ausländerrecht verstoßen hatten, am 29.11.1938 zu vier Monaten Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Dem Mörder gelang zunächst die Flucht, wurde aber schließlich den deutschen Behörden übergeben. Verurteilt wurde er nicht und soll, laut der Archivleiterin des „Jüdischen Museums Wiens“, Christa Proksch, nach einer Meldung von Ende 2016, möglicherweise noch 1946 in Bamberg gelebt haben.
 
Der Holländer Marinus van der Lubbe (1909-1834) war ein kommunistischer Arbeiter, der in der Nacht vom 27./28. Februar 1933 das „Deutsche Reichstagsgebäude“ anzündete und so gut wie abbrannte, wobei er festgenommen wurde. Am 23. Dezember 1933 wurde van der Lubbe wegen Hochverrats und Brandstiftung zum Tode verurteilt. Die Schuld van der Lubbes wurde zwar immer wieder einmal angezweifelt, doch weniger aus erkenntnistheoretischen und juristischen als vielmehr aus politischen Gründen, weil man hartnäckig versuchte, dem ungeliebten NS-Staat die Schuld in die Schuhe zu schieben. Marinus wuchs vaterlos mit zwei Brüdern in einer blutarmen Familie auf. Die Mutter starb, als der Junge zwölf Jahre alt war. Er wurde ein bärenstarker Maurer, den seinen Freunde nach dem US-Boxer „Dempsey“ nannten. Nach einer Schlägerei mit dem Sturz in ungelöschten Kalk wurde seine Sehstärke stark beeinträchtigt und Lubbe arbeitsunfähig. Er blieb aggressiv, im Wohlfahrtsamt schlug er eine Scheibe ein und wurde in Utrecht zu einer Haft von drei Monaten verdonnert. Vorher hatte er versucht, in die Sowjetunion zu gelangen, dem damals sog. „Vaterland aller Werktätigen“. Er vagabundierte durch Berlin, Budapest, Tschechoslowakei und Polen, wo er über die russische Grenze wollte. Bei seiner Vernehmung gab er an, Mitglied des Jugendverbandes der „Kommunistischen Partei Hollands“ („CPH“) gewesen zu sein, wo er mehrere Ordnungsstrafen erhielt und dann ausgeschlossen wurde. Danach wurde er Gegner der „CHP“ und ging zu den konkurrierenden „Rätekommunisten“ („GIC“). Im Februar 1933 wurde er von politischen „deutschen Freunden“ nach Berlin eingeladen, was er einem kommunistischen Freund so erklärte, dass in Berlin „wichtige Dinge passierten“ und „dass in Berlin die Kameraden warten, weil sie ihn zu dringender illegaler Arbeit brauchen“. Am 18. Februar 1933 traf van der Lubbe in Berlin ein, wo er im Männerheim/Alexandrinenstraße unterkam. Sicher ist, dass er ihm bekannte Personen bzw. Kontaktadressen aufsuchte, die ihm von „GIC“-Leuten übergeben worden waren. Nach eigenen Angaben beging van der Lubbe am Abend des 25. Februar drei Brandstiftungen: am Wohlfahrtsamt Neukölln, am Berliner Rathaus und am Schloss. Am 27., etwa 21.20 Uhr, ließ er sich im brennenden Reichstagsgebäude festnehmen. Man beschuldigte ihn der willentlichen Brandstiftung, die er auch zugab. Am 9. März wurde gegen ihn und den damaligen Vorsitzenden der Reichstagsfraktion der „KPD“ Ernst Torgler sowie die drei bulgarischen Kommunisten Georgi Dimitrow, Blagoi Popow und Wassil Tanew Anklage erhoben. Van der Lubbes Anstifter und Mittäter müssen eine kleine „KP“-Gruppe gewesen sein, nicht aber die Hauptvertreter der „KPD“; er wurde vom Henkerbeil gerichtet.
 
Johann Georg Elser (1903-1945) war ein Kunstschreiner und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime und seine tragenden Persönlichkeiten. Am 8. November 1939 führte er im Münchner Bürgerbräukeller ein Bomben-Attentat auf Hitler und gleichzeitig nahezu die gesamte NS-Führungsspitze aus, das auf mysteriöse Weise scheiterte. Elser war der Sohn von Maria Müller, Tochter eines Wagners und Bauers. Seine Mitgliedschaft im „Holzarbeiterverband“ und im „Roten Frontkämpferverband“, einer Organisation der „KPD“, zeigen seine kommunistische Gesinnung auf. Georg Elser war ein sehr geschickter Arbeiter der mit Hilfe zweier unabhängig voneinander funktionierender Uhrwerke dem Zünder der Bombe im Bürgerbräukeller konstruierte. Er stahl für seinen Bombenbau in seiner Firma Pulver-Pressstückchen und Dynamit in einem Steinbruch. 1939 zog er nach München und suchte den Bürgerbräukeller jeden Abend auf, nahm dort eine Arbeitermahlzeit ein und versteckte sich dann in der Besenkammer. Dort verharrte er mehrere Stunden, bis das Gasthaus abgeschlossen wurde. In über 30 Nächten höhlte er in mühevoller, riskanter Kleinarbeit eine Säule aus, um darin die Bombe mit Zeitzünder zu deponieren. Es ist ein Wunder, dass diese umfänglichen Arbeiten nicht auffielen. Ohne die Mitwisserschaft zumindest einer Kellnerein ist diese große Arbeit eigentlich kaum vorstellbar. Der Hohlraum befand sich oben in einer Säule, die unmittelbar hinter dem Rednerpult Adolf Hitlers stand. Am 8. November 1939 waren im Bürgerbräukeller etwa 1.500 bis 2.000 Zuhörer, darunter nahezu die gesamte NS-Führungsspitze, zum Gedenken an den 9. November 1923 versammelt. Erklärt wird Hitlers Rettung so: Weil der Rückflug nach Berlin wegen Nebels ausfiel und Hitler stattdessen auf einen Sonderzug ausweichen musste, redete er kürzer als sonst und beendete seinen Aufenthalt im Bürgerbräukeller früher als erwartet. Er verließ mit seinem Führungsstab das Gebäude 13 Minuten vor der Explosion der Zeitbombe um 21:20. Der Sprengsatz verwüstete den Saal, tötete 8 Menschen, 16 wurden schwer verletzt und weitere 63. Elser wurde gegen 20:45 Uhr bei dem Versuch, in die Schweiz zu fliehen, noch auf deutscher Seite vom Zollgrenzschutz in Konstanz festgenommen, weil er sich verdächtig machte, da seine Grenzkarte abgelaufen war und seine Tasche u. a. eine Ansichtskarte des Bürgerbräukellers und Teile eines Zünders enthielt. Unter dem Rockaufschlag trug er das Abzeichen des „Rotfrontkämpferbundes“. Elser sagte bei der Vernehmung, dass er die Führung treffen wollte, darunter verstand er die Obersten: Hitler, Göring und Goebbels. Als „Sonderhäftling des Führers“ wurde er in Haft gehalten, vergleichsweise gut behandelt, hatte eine eigene Werkbank und eine Zither. Als sich der Krieg zu Ende neigte ist er erschossen worden.
 
Am 20. Juli 1944 kam Claus Schenk Graf von Stauffenberg morgens gemeinsam mit seinem Adjutanten Werner von Haeften zu einer Lagebesprechung in das Führerhauptquartier Wolfsschanzebei Rastenburg in Ostpreußen. Haeften führte in einer Aktentasche zwei mit chemischen Zeitzündern versehene Pakete mit je einem Kilogramm plastischem Sprengstoff aus britischer Herstellung mit sich, die Oberst Wessel Freiherr von Freytag-Loringhoven beschafft hatte. Im Hauptquartier gelang es den beiden nur einen Sprengsatz scharf zu machen. Solange Hitler in der Vorkriegszeit und mit den Blitzkriegen der Wehrmacht Erfolge feiern konnten, wagte niemand ein Attentat auf den Führer. Es wäre auch kaum möglich gewesen in der deutschen Bevölkerung eine solche Aktion zu rechtfertigen. Immerhin stand die große Mehrheit hinter dem nationalsozialistischen Regime. Nun, nachdem der Krieg so gut wie aussichtslos geworden war, sah die Lage anders aus. Stauffenberg deponierte die Sprengstoff-Tasche im Besprechungsraum in der Nähe des Führers unter dem schweren Eichentisch und verließ unter einem Vorwand den Raum. Währenddessen wurde die Tasche achtlos weggeschoben. Um 12:42 Uhr detonierte die Bombe, wobei vier Personen getötet und weitere neun schwer verletzt wurden. Adolf Hitler wurde durch hunderte von Holzsplitter verletzt, die er sich ohne Narkose ziehen ließ, dazu erlitt er Prellungen, Schürfwunden und Verletzungen seiner Trommelfelle. Stauffenberg glaubte, Hitler sei tot und machte sich gemeinsam mit von Haeften zurück auf den Weg nach Berlin. Doch Adolf Hitler überlebte die Sprengstoffexplosion. Stauffenberg und drei Mitverschwörer wurden noch in der folgenden Nacht erschossen. Um 110 weitere Mitverschwörer wurden anschließend zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die „New-York-Times“schrieb am 9. August 1944 zum Attentat: Es handele sich nicht um ein Verhalten, wie man es „normalerweise vom Offizierskorps eines Kulturstaates“ erwarten würde.
 
Der spätere israelische Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Menachem Begin stand hinter dem Paketbomben-Attentat vom 27. März 1952 auf Konrad Adenauer, welches misslang, weil zwei aufgeweckte Jungen Verdacht schöpften. Ein „fremder merkwürdiger Mann“ hatte sie gebeten, ein Paket zur Post zu bringen. Sie sprachen schließlich einen Schutzpolizisten an, der das Paket zum Polizeipräsidium brachte. Die Bombe, die in dem ausgehöhlten Buch versteckt lag, flog in die Luft und riss Sprengmeister Reichert beide Arme ab; kurze Zeit später starb er. Zwei der Polizisten erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Die Polizei nahm wenige Tage nach dem gescheiterten Attentatsversuch in Paris fünf israelische Staatsbürger fest. Die französischen Kriminalbeamten verdächtigten sie, das Attentat inszeniert zu haben. Vier von ihnen waren Mitglieder der „Cheruth“-Partei, die aus der jüdischen Widerstandsorganisation „Irgun Zwai Leumi“, kurz auch „Etzel“ genannt, hervorgegangen war. Chef dieser Partei war Menachem Begin, der damals in Opposition zu David Ben Gurion stand. Es ging darum, eine „Aussöhnung mit Deutschland“ zu verhindern, wobei der Untergrundkämpfer und Bombenspezialist Elieser Sudit Begin vorschlug, ein Attentat auf Adenauer zu begehen, wozu sich Begin einverstanden erklärte. Er sollte später zum israelischen Ministerpräsidenten aufsteigen und 1978, gemeinsam mit dem ägyptischen Präsidenten Anwar al Sadat, den Friedensnobelpreis bekommen.
 
Wolfgang Lotz (1921-1993) war der Sohn eines deutschen Theaterbesitzers  und einer jüdischen Schauspielerin. Er wuchs ab dem Jahre 1933 im Gebiet des späteren Israel auf und nahm den Namen Ze'ev Gur Arie an. Während Weltkrieg II. diente er in der britischen Armee, trat dann in die israel. Streitkräfte und den Geheimdienst Mossad ein. Er war mit einer Jüdin verheiratet. Sein deutscher Pass und sein deutsches Erscheinungsbild halfen ihm erfolgreich, getarnt als deutscher Geschäftsmann, die Deutsche-Kolonie in Kairo auszuspionieren, wo er sich als ehemaliger Offizier der Wehrmacht ausgab. Im Visier waren vornehmlich die deutschen Flugzeug- und Raketenwissenschaftler die Anfang der 60er Jahre in ägyptischen Diensten tätig waren wohl, weil sie im Nachkriegsdeutschland keine echte Verwendung fanden. In den Fabriken arbeiteten zu dieser Zeit unter anderem rund 200 Deutsche. Diese Aufrüstungshelfer waren den Israelis ein Dorn im Auge. Lotz sollte gegen sie mittels Briefbomben vorgehen. Die Berichte des Agenten waren z.B. auch entscheidend für die Vernichtung der gesamten ägyptischen Militärflotte, die buchstäblich am Boden zerstört wurde. Aber die ägyptische Abwehr spürte ihn auf, nahm ihn fest, er wurde verurteilt, nicht aber als Jude erkannt und drei Jahre später gegen gefangene Ägypter nach Israel freigelassen. Nach seiner Rückkehr aus Ägypten ließ sich Lotz von den israelischen Medien feiern. Der israelische Geheimdienst hatte im November 1962 mehrere Briefbomben-Anschläge auf den deutschen Raketentechniker Wolfgang Pilz und seine Mitarbeiter verübt, wobei fünf Ägypter getötet wurden und die deutsche Sekretärin von Pilz, Hannelore Wende, schwer verletzt wurde und erblindete, als sie am 27. November 1962 einen an ihren Chef gerichteten Sprengstoff-Brief öffnete. Professor Hans Kleinwächter entging gerade noch unverletzt einem Anschlag, der im heimatlichen Lörrach auf ihn verübt wurde. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ schreibt am 03.11.2012: „,Gezielte Prävention‘ nennt die israelische Armee die Politik der gezielten Tötung von Feinden des jüdischen Staats. Die Regierung rechtfertigt das Vorgehen damit, dass es die Sicherheit des Landes stärke und Feinde abschrecke. … 1962 startete der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad eine Welle gezielter Tötungen im Rahmen der Operation ,Damokles-Schwert‘ … Sie zielte auf deutsche Wissenschaftler, die einst für die Nazis am Raketenprogramm in Peenemünde gearbeitet hatten und die nun für Ägypten ein Raketenarsenal aufbauen sollten. Wieder verschickten die Israelis Briefbomben mit Hamburger Poststempel … Zwei weitere Anschläge auf den deutschen Wissenschaftler Hans Kleinwächter scheiterten, weil die Täter daneben zielten oder die Waffe klemmte. Hans Krug, Chef einer ägyptischen Tarnfirma in München, verschwand im September 1962 spurlos. Israelische Medien berichteten Jahre später, er sei vom Mossad umgebracht worden. Nachdem zwei israelische Agenten in der Schweiz festgenommen wurden, ordnete Ministerpräsident David Ben-Gurion ein Ende der Operation ,Damokles-Schwert‘ ab. … Die Bundesregierung bot den Wissenschaftlern Jobs in Deutschland an, bis Ende 1963 zogen sie aus Kairo ab.“
 
„Islamistischer Terrorismus“ ist eine Gefahr seit Beginn der Weltislamisierung im 8. Jahrhundert. Islamistische Terroristen berufen sich zur Rechtfertigung ihrer Mordaktionen auf die klaren und weniger deutlichen Tataufrufe im „Koran“ (Geistige Ausrichtung der Islamgläubigen) und der „Sunna“ (Überlieferung, Brauch). Islamistische Terroristen haben zu allen Zeiten, aber verstärkt wieder im 21. Jahrhundert weltweit eine Vielzahl schwerer Mordanschläge verübt. Die dschihadistischen (Dschihad = militärischer Kampf gegen die Nichtislamisten) Aktivitäten stellen eine ständige Bedrohung der nichtislamischen Nationen der Welt dar. Kein Volk ist vor dem Willen der Islamisten sicher vor aggressiver Ausweitung und Verteidigung des islamischen Einflussgebietes (Dar-al-Islam). Dabei ist das zugrunde liegende imperiale Denkmuster die islamische Einteilung der Welt in den „Dar-al-Islam“ (Haus des Islam) und dem „Dar-al-Harb“ (Haus des Krieges). Mohammedaner können deshalb grundsätzlich nicht friedlich und ungefährlich sein, denn sie teilen die Welt ein in bereits eroberte und in zukünftig zu erobernde Gebiete. Ein nichtkriegerisch eingestellter Islamist ist demnach nichts anderes als ein temporärer „Schläfer“, schon sein Sohn kann koran- und sunna-bewusster werden und - lebt er im „Dar-al-Harb“ - Terrorist.
 
31.01.2018 - nach Focus - Zwölf Deutsche getötet - Wegen des Anschlags auf eine deutsche Reisegruppe vor der Blauen Moschee in Istanbul im Januar 2016 sind drei Hintermänner zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die drei syrischen Angeklagten müssen wegen Versuchs zur gewaltsamen Änderung der Verfassung lebenslang in Haft, wie das Gericht in Istanbul am Mittwoch urteilte. Bei dem Selbstmordanschlag waren zwölf Deutsche getötet worden. Vor Gericht mussten sich drei junge Syrer und ein Iraker verantworten, die den syrischen Attentäter Nabil Fadli bei der Vorbereitung des Anschlags unterstützt haben sollen, bei dem am 12. Januar 2016 zwölf deutsche Touristen getötet wurden. Der Iraker wurde am Mittwoch freigelassen. Alle Angeklagten bestritten vor der Urteilsverkündung erneut die Vorwürfe. In dem Prozess waren insgesamt 26 Verdächtige angeklagt, jedoch erschienen nur die vier Hauptangeklagten am Mittwoch vor Gericht. Vier der Mitangeklagten sind flüchtig. Die Vorwürfe reichten von illegalem Sprengstoffbesitz über Mitgliedschaft in einer Terrororganisation bis hin zu Beihilfe zum Mord. Hinter dem Anschlag wird die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vermutet, doch bekannte sich die Extremistengruppe selbst nicht zur Tat. Als Drahtzieher gilt ein flüchtiges IS-Mitglied mit dem Namen Omar Ebu Abid, der laut Anklageschrift Auslandschef der IS-Miliz war. Er soll den 1988 in Saudi-Arabien geborenen syrischen Attentäter Fadli angeleitet haben.
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