„DER TROTTEL AUS OGGERSHEIM“

 
 
„DER TROTTEL
AUS OGGERSHEIM“
 
Wo nimmt ein „linker“ Redakteur
nur immer seine Frechheit her ?
Nie hat „die Linke“ Sinn gemacht,
nur eine Menge Mist erbracht.
 
Ausnahmslos „linke Theorie“,
stets lauthals nach Reformen schrie,
die gingen dann nach Hinten los,
nämlich als Abfall in die Hos‘.
 
Das letzte Schaustück dieser Art,
heißt „Multikult“ als Geisterfahrt.
Wer Volkstod wünscht, als Resultat,
erschafft sich den Vielvölkerstaat.
 
Dagegen wirkte Helmut Kohl,
des „linken“ Schwachsinns Gegenpol;
die „Linken“ spritzten ihren Schleim,
vom tumben Kerl aus Oggersheim.
 
Der Pfälzer galt im „Links-Milieu“,
fast so wie Duc de Richelieu,
gerad‘ so verschlagen, intrigant,
nur mit viel weniger Verstand.
 
Doch wenn man es genau besieht,
was einstens war und heut‘ geschieht,
dann war des Helmuts Politik,
vom feinsten Grade und Geschick !
 
Nicht einer von den „linken Herrn“,
stand weniger weit als meilenfern,
von dem was Helmut Kohl vertrat,
die „Wiedervereinigung“ als Tat !
 
Wenn er das sprach, dann lachte man,
„zwei deutsche Staaten“ man ersann.
Das war der Sinn der „Es-Pe-De“,
darüber fällt sobald kein Schnee !
 
Ohne den Helmut ging es nicht,
mit Ost und West im Gleichgewicht,
mit Gorbatschow und George Bush;
darauf ein Lob, Applaus und Tusch !
 
 
Dr. Helmut Kohl (1930-2017), der kraftvolle, durchsetzungsfähige Pfälzer Junge, Historiker, CDU-Politiker, Europa-Förderer, 6. Bundeskanzler der BRD, hatte seit 1971 seinen Wohnsitz in Oggersheim und empfing dort ab 1982 Staatsgäste. Die linken Medien konnten es nie lassen, Helmut Kohl wie einen Pfälzer Hinterwäldler, quasi den „Trottel von Oggersheim“ hinzustellen. Diese Arroganz der Linksintellektuellen ist typisch für weltanschaulich indoktrinierte Geister, die sich im Besitz einer festumrissenen, alleserklärenden Weltanschauung wähnen, wie es die marxistische Konzeption für sich in Anspruch nimmt. Nachdem ich den Titel meiner schlichten Verse formuliert hatte las ich erst, dass Kohl den Begriff selbst schon gebrauchte, ich lese: Im stillgelegter Tischtennis-Keller in Helmut Kohls Haus in der Marbacher Straße zu Oggersheim sprach der Ex-Kanzler dem Journalisten Heribert Schwan zwischen Frühjahr 2001 und Herbst 2002 insgesamt 600 Stunden lang aufs Tonband. Die aufs Tonband gesprochenen Kohl-Worte seien eine Brandrede, meint Autor Schwan, „er will um seine Ehre kämpfen.“ Das uralte Trauma, das Bild vom „Trottel aus Oggersheim“, habe Kohl nie losgelassen. Ich liege also mit meinem Verständnis genau im Schwarzen.
 
H. Kohl studiere zunächst Geschichte und Staatswissenschaften, er promovierte zum Dr. phil.. Schon als Schüler trat er 1946 der CDU bei und war anschließend 1947 Mitbegründer der „Jungen Union“ in seiner Heimatstadt Ludwigshafen. Seine politischen Aktivitäten verfolgte er auch während seines Studiums. 1959 wurde er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Ludwigshafen, von 1960 bis 1969 war er Fraktionsführer der Stadtratsfraktion Ludwigshafen. Auf Landesebene wurde er 1953 Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der CDU in der Pfalz, 1954 stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Rheinland-Pfalz, 1955 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Rheinland-Pfalz. 1959 wurde er als Abgeordneter in den rheinland-pfälzischen Landtag gewählt, in dem er ab 1963 CDU-Fraktionsvorsitzender war. Als Parteivorsitzender formte er die CDU zu einer engagierten Mitgliederpartei um. Kohl versuchte durch einen gemäßigten Kurs die Mitte anzusprechen und die FDP aus der Koalition mit der SPD zu lösen. Die „geistig-moralische Wende“ war ein von Kohl in den politischen Umgang eingeführtes Schlagwort für die Notwendigkeit eines Politikwechsels. Nach dem Zerbrechen der sozialliberalen Koalition wurde er am 01.10.1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt. Am 22.09.1984 trafen sich Helmut Kohl und der französische Staatspräsident Francois Mitterand am Ort der Schlacht um Verdun von 1916, um im versöhnlichen Sinne gemeinsam der Toten beider Weltkriege zu gedenken. Gegen den unversöhnlichen linken Hass-Affekt setze Kohl ein Zeichen indem er gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan am 5.05.1985 in Bitburg einen Kranz auf dem dortigen Soldatenfriedhof niederlegte. Dies wurde in einigen Teilen der zum Verzeihen unfähigen Öffentlichkeit heftig diskutiert, weil dort auch Angehörige der „Waffen-SS“ beerdigt sind. Kanzler Kohl gestaltete den Prozess der deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 entscheidend mit und gilt zurecht auch als ein Motor der europäischen Integration, die in den 1990er Jahren zur Bildung der „Europäischen Union“ und zur Einführung des „Euro“ führte. Die Abkehr von der „D-Mark“ und die Einführung des „Euro“ war das von französischer Seite erzwungene Opfer für die Einheit der Nation. Am 02.05.1998 beschlossen Staats- und Regierungschefs der „EU“ in Brüssel die Einführung des „Euro“. Kohl war sich bewusst, dass er gegen den Willen einer breiten Bevölkerungsmehrheit handelte. Aber damit behielt er sein strategisches Ziel im Auge. In einem Interview vom März 2002, das erst 2013 bekannt wurde, sagte Kohl: „In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro.“ Als sich der Zusammenbruch der DDR abzeichnete und die „Berliner Mauer“ am 9.11.1989 gefallen war, legte Kohl ohne vorherige Absprache mit dem Koalitionspartner und den westlichen Bündnispartnern am 28.11.1989 im Deutschen Bundestag das überraschende „Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas“ vor. Das war der praktische Schritt in die Wiedervereinigung die es ohne Helmut Kohl in unserer Zeit nie gegeben hätte. Willy Brandt sagte mit verächtlich hochgezogenen Brauen, während einer der „Elefantenrunden“ vor einer Bundestagswahl, an Helmut Kohl gewandt, der auf dem grundgesetzlich vorgegebenen deutschen Streben nach Wiedervereinigung bestand, dass „Wiedervereinigung“ ein faschistoides Wort sei, man könne bestenfalls, zu gegebener Zeit, von einer „Neuvereinigung“ reden. Keiner der damals führenden Politiker außer Kohl wollte die Wiedervereinigung, die SPD beharrte auf ihrer Vorstellung von der Realität zweier deutscher Staaten. Und kein Kanzler vor Kohl war in der Lage mit den Spitzenpolitikern von Ost und West gleichermaßen freundschaftlich - ja fast kameradschaftlich - umzugehen und damit eine Atmosphäre zu schaffen, ohne die eine Wiedervereinigung Restdeutschlands damals undenkbar gewesen ist. Das ist das historische Verdienst dieses größten, d.h. erfolgreichsten, deutschen Nachkriegspolitikers. Kohl wurde wegen seiner Rolle in der sog. „CDU-Spendenaffäre“ heftig angegriffen. Sein Durchhaltevermögen und moralische Festigkeit, die Namen der CDU-Spender nicht preiszugeben, erwies ihn als Mensch und Politiker von höchstem Format. Alle urteilsfähigen Deutschen und Europäer ehren Helmut Kohl für seinen Kampf und sein Lebenswerk für eine gutnachbarschaftliche, friedliche europäische Zukunft. 
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Der linke Eier-Werfer und ein mannhafter Kanzler
 
Wie mannhaft Kanzler Kohl gewesen ist, zeigte sich während seiner Rundreise im Mai 1991, wo er zunächst die Buna-Werke besuchte, um dort für deren Erhalt zu sprechen, anschließend fuhr er nach Bitterfeld und Halle. Auf dem Weg vom Ratshof zum Stadthaus wurde er von mehreren hundert Menschen dankbar und freudig empfangen. Etlichen Anwesenden schüttelte er die Hände. Eine kleine Gruppe von linken Demonstranten, hinter einem Absperrgitter stehend, begannen Kohl mit Gegenständen zu bewerfen und trafen diesen am Kopf und auf dem Anzug. Helmut Kohl duckte sich keinen Augenblick. Unverzüglich ging der großgewachsene Kanzler auf die die Gruppe zu und versuche über die Absperrung hinweg den Hauptwerfer am Kragen zu packen. Der linke Wirrkopf war der stellvertretende Juso-Vorsitzende in Halle, ein damals 21-jähriger Jurastudent namens Matthias Schipke, der währenddessen auf den Schultern eines anderen Demonstranten saß und eine Juso-Fahne in der Hand hielt. Hätten Kohls Sicherheitsbeamte ihn nicht von der Menge weggezogen, hätte der Kanzler den Lümmel öffentlich geohrfeigt, wie er es verdiente. Ohne im Geringsten von der Rangelei beeindruckt zu sein, ging er weiterhin auf die positiven Besuchern zu, um ihnen die Hände zu schütteln. Schipke wurde später auf Fernsehaufnahmen identifiziert und verhaftet, blieb jedoch straffrei, da Kohl keine Anzeige erstattete. Die Eierwerfer bezeichnete Kohl als „transportablen Pöbelhaufen“, der mit Halle nichts zu tun habe. Seine offensive Reaktion während der Würfe kommentierte er später einem Journalisten gegenüber mit den Worten: „Da ich nicht die Absicht habe, wenn jemand vor mir steht und mich bewirft, davonzulaufen, bin ich eben auf die zu und da stand ein Gitter dazwischen und das war von Nutzen – für wen habe ich nicht gesagt, das überlasse ich Ihnen.“. Kohl fand für sein offensives Vorgehen gegen die linken Rabauken in der Bevölkerung viel Anerkennung, in den linken Medien dafür umso weniger. M. Schipke, der an der „Protestaktion“ führend beteiligt war, gab später an, dass dies als Spaß geplant gewesen sei, und entschuldigte sich für die Tat: „Ich distanziere mich wirklich von meinem Verhalten. Ich möchte mich auch hier beim Kanzler Kohl dafür entschuldigen. Ich stehe voll dahinter, dass wir eine Kundgebung da gemacht haben. Aber nicht mehr von der Gewalt, die davon ausgegangen ist. Und Eierwerfen ist wahrscheinlich auch Gewalt.“ Streckenweise ist dieser Entschuldigungsversuch noch immer zumindest albern, denn auf kurze Distanz, einem Menschen ein rohes Ei ins Angesicht zu schleudern, ist nicht nur „wahrscheinlich“, vielmehr absolut ein dummer und bösartiger Akt.  
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