MUHAMMAD ALI

 
 
MUHAMMAD ALI
 
Cassius Clay -, ein großer Neger,
war mehr als Rechts- und Linksausleger,
ein gigantischer Boxer von Format,
ein Mann des Wortes und der Tat.
 
Muhammad Ali war ein Weiser,
war das „Großmaul“, war kein Leiser;
„Ich bin der Größte !“, tönte er -,
wahrhaftig auch, er war ein Bär.
 
Er war ein Mann von Sinn und Ehre,
er gab uns allen eine gute Lehre,
er war aus ganz besonderem Holz,
er hatte schwarzen Rasse-Stolz !
 
So mögen Schwarz und Weiß sich achten,
in Ehren ihre Eigen-Art betrachten:
Ob Rasse, Klasse, ob Geschlecht -,
gleiche Würde, gleiches Recht !
 
Muhammad Ali möcht‘ ich loben,
er hat zurecht sein Wort erhoben.
Mit solchem Mann von Geist und Bein,
wär’s ehrenwert Gut-Freund zu sein !
 
 
 
Muhammad Ali (1942-2016) wurde als Cassius Marcellus Clay geboren, einen Namen den er als einen ihm gegebenen „Sklavennamen“ ablegte, um sich einen selbstbestimmten Namen zu geben. Im Alter von 16 Jahren verließ Clay die Schule mit wenig glänzenden Noten und konzentrierte sich auf ein Boxtraining, von dem er zurecht erhoffte, dass es ihm im Lebenskampf hilfreich sein würde. Wegen seines provozierend zur Schau getragenen Selbstbewusstseins wurde er als „Großmaul“ und Boxer bald berühmt. Überraschend oft traten seine Prophezeiungen über den Ausgang seiner Kämpfe zu und die beschimpften Gegner gingen tatsächlich in den vorhergesagten Runden zu Boden. Wer seinen silbernen Worten goldene Taten folgen lassen kann ist kein „Großmaul“ mehr, sondern entpuppt sich als gefeierter Heroe. Er gehörte, als Schwergewichtsboxer der Weltklasse, zu den herausragenden Athleten seiner Zeit und wurde 1999 vom „internat. Olymp. Komitee“ zum „Sportler des Jahrhunderts“ gekürt. Dreimal gelang es ihm, den Titel des Boxweltmeisters zu gewinnen. 1967 wurde Ali der Titel aberkannt, nachdem er sich geweigert hatte, als US-Soldat ohne echten Grund andere Völker zu bekämpfen: „Nein, ich werde nicht 10.000 Meilen von zu Hause entfernt helfen, eine andere arme Nation zu ermorden und niederzubrennen, nur um die Vorherrschaft weißer Sklavenherren über die dunkleren Völker der Welt sichern zu helfen.“ Dass er so dachte ist verständlich, weil ihm nicht bewusst wurde, dass es den gebrandmarkten Imperialisten nicht um die Unterdrückung der Dunkelhäutigen geht, vielmehr um die Weltherrschaft, bei der die Farbigen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Muhammad Ali kämpfte auch gegen den deutschen Schwergewichts-Europameister Karl Mildenberger am September 1966 vor 45.000 Zuschauern bis in die zwölfte Runde (der damals noch über 15 Runden ausgetragenen Titelkämpfe) einen großartigen Kampf, in dem beide schwer zu schaffen hatten. Karl setzte Ali vor allem in der sechsten und siebten Runde mit seiner gefürchteten Linken unter Druck. „Es war mein schwerster Kampf seit dem Titelgewinn gegen Sonny Liston“, sagte Ali und kündigte an, nie wieder gegen Karl Mildenberger boxen zu wollen. 1967 setzte sich Mildenberger an die Spitze der Weltrangliste. Von den 62 Profi-Kämpfe die er bestritt, gewann er 53. Ali sagte über den Deutschen: „Ein wahrer Gentleman, der zweitschnellste Schwergewichtler der Welt und der am besten aussehende weiße Boxer.“ Als Ali 1967 der Titel aberkannt wurde, war Mildenberger erneut Weltranglistenerster. 1970 wurde die Sperre von Alis Boxlizenz aufgehoben. Sein Reisepass war eingezogen worden und er blieb erzwungenermaßen drei Jahre inaktiv. In dieser Zeit trat er oft im Fernsehen auf und äußerte sich dort sinnvoll-tiefblickend zu gesellschaftspolitischen Fragen. Finanzielle Probleme konnte er dank der Gagen für Fernsehauftritte und Reden in Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen überbrücken. Er war ein körperlich wie geistig starker Mann der konsequent seinen eigenen Weg gegangen ist und dabei sowohl als Sportler wie als Systemkritiker und als profunder Denker eine beträchtliche Anhängerschaft erwerben konnte. Wieder einmal bestätigte sich in der Person des Muhammad Ali, dass es nicht auf Schulbildung ankommt, sondern auf den schulisch unverfälschten gesunden Menschenverstand. Er verurteilte, wie erwähnt, öffentlich den verlogenen US-Vietnamkrieg und verweigerte überaus tapfer eine Beteiligung an diesem politischen Schurkenstück. Als ehrenwerter US-Wehrdienstverweigerer und Unterstützer der afroamerikanischen US-Emanzipationsbewegung ertrug er die vielen sich daraus ergebenden staatlichen Schikanen und blieb doch bis zu seinem Tod ein vorbildhafter Held, eben nicht nur im Ring, vielmehr in zahllosen Auseinandersetzungen in den Arenen des zivilen Alltags. Er trat der radikalen „Nation of Islam“ bei, was durchaus als Protestreaktion gegen die Diskriminierung der schwarzen US-Bevölkerung zu verstehen ist. Muhammad Ali war ein wahrhaft bedeutender, tapferer Mensch der aller Ehren wert ist.
 
Am 16.12.1998 - Muhammad Ali - Henry Maske - Karl Mildenberger.
 
 
Muhammad Ali schlägt typischen weißen „Gutmenschen“ K.O.
Der andere eiert herum, wie es der „Zeitgeist“ vorschreibt !
 
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