KLAUS KINSKI

Pola Kinski: „Er war schon ein Schwein.“
 
 
 
KLAUS KINSKI
 
 
Ein wahrer Mime war er nie,
der Nakszynski, der Klaus Kinski,
Schauspieltalent blieb ihm verwehrt,
zu Unrecht hat ihn wer verehrt !
 
Zum Bühnenkasper mochten taugen,
seine großen Seehund-Augen,
sowie sein breiter Karpfen-Mund,
der unterm Schnüffelrüssel stund.
 
Unfein dicke Kohlblatt-Ohren,
erblicke man, wenn er geschoren,
drum trug er gern die Walle-Wolle,
mit blond gefärbter Franzel-Tolle.
 
Abgrundschmierig sein Charakter,
sich steigernd immer abgewrackter,
vergriff er sich an seinen Mädchen -;
wer fänd’ an ihm ein gutes Fädchen ?
 
Und dieser Strolch will Jesus spielen,
mit frommer Attitüde dealen -,
will Bibel-Sprüchlein rezitieren,
sie keifend in die Ohren schmieren.
 
Abscheulich waren die Exzesse,
wenn er mit übler Raffinesse,
Tobsuchtsanfälle inszenierte -,
sich vor den Nüchternen blamierte.
 
Schaum im Munde und Krakeelen,
seinen Abgrund stets verhehlen,
und durchtränkt vom Größenwahn,
nichts mehr als nur ein geiler Hahn !

 

 
 
Klaus Kinski (1926-1991), eigentlich Klaus Günter Karl Nakszynski, in der freien deutschen Reichsstadt Danzig geboren, neigte zu extremen Gefühls- und Wutausbrüchen, um sich in Szene zu setzen bzw. um Aufmerksamkeit zu erregen, die ihm aufgrund seiner kleinen, mageren Gestalt versagt geblieben wäre. Ab 1946 wirkte Kinski, obwohl er nicht klassisch ausgebildet war, als Schauspieler an den wenigen von den Bomben einigermaßen verschont gebliebenen Berliner Bühnen, u. a. an dem Schlossplatz-Theater von B. Barlog, wo er einmal vor Wut die Scheiben des Theaters einschlug. Er pflegte seine Beziehungen zu Berliner Halbweltkreisen. Seine erste Filmrolle erhielt er in dem damals noch unzeitgemäßen antideutschen Hetzfilm „Morituri“ von Arthur Brauner. Es hagelte Drohbriefe und ein Hamburger Kino wurde zertrümmert. Im Jahr 1950 befand er sich in psychiatrischer Behandlung in einer Berliner Klinik, nachdem er eine ihm bekannte Ärztin belästigt und tätlich angegriffen, sowie einen Selbstmordversuch mit Medikamenten unternommen hatte. Am 20. November 1971 versuchte sich Kinski als Jesus-Rezitator mit einem skandalträchtigen Auftritt in der Berliner Deutschlandhalle mit dem Titel „Jesus-Christus-Erlöser“. Nach Zwischenrufen von Zuschauern und einem ausfälligen Wortgefecht kam es zum Abbruch der Veranstaltung und der geplanten Tournee. Er beschimpfte als „Jesus“ seine Zuhörer mit „Du dumme Sau“ und „Scheiß-Gesindel“. -- In vielen billigen Streifen wirkte er mit. In den „Edgar-Wallace-Filmen“ reißt er immer nur mal kurz abgründig-gefährlich-wirken-sollend die Augen auf. Kinski agierte in den umstrittenen Werner-Herzog-Filmen „Fitzcarraldo“ und „Aguirre, der Zorn Gottes“, in denen er schon aufgrund der schlechten Drehbücher so gut wie keine mimischen Leistungen erbringen musste. Er steht nur herum und glotzt unmotiviert in die Gegend. Kein Beschauer kann dem mageren verkrüppelten Zwerg Aguirre-Kinski die Rolle als gefährlichen „Zorn Gottes“ abnehmen. Ebenso vermag der kanariengelb eingefärbte Fitzcarraldo nicht glauben machen, dass mit Sackleinen behängte, wilde „Nacktärsche“ für ihn den technologischen Aufwand betreiben, ein Schiff über den Berg zu ziehen. Sein einziges Kapital war sein auffälliges Gesicht, von dem er meinte, es würde genügen, wenn er es „in die Kamera schrauben“ würde. Auch W. Herzog erlag dieser Täuschung. Beides sind völlig verfehlte und unglaubwürdige Machwerke, in denen Herzog seine Unfähigkeit bewies, geeignete Schauspieler zu engagieren. So dicklich, weislich und bubihaft, wie in „Aguirre“, sahen jedenfalls keine Konquistadoren aus, die auf Flößen wochenlang den Amazonas hinab trieben ! Dabei bleibt keiner fett und hellgesichtig mit manikürten Fingernägeln ! Diese verunglückten Filme werden kurioserweise als Glanzleistungen Kinskis besprochen. -- Das Ekel Kinski wurde von Tochter Nastassja als „Tyrann“ beschrieben, vor dem sie fürchterliche Angst hatte und der die Familie terrorisierte. Er habe sie „niederträchtig beschimpft“. Sie habe ihn nicht als Vater gesehen: „Ich würde alles dafür tun, dass er auf Lebzeiten hinter Gitter kommt. Ich bin froh, dass er nicht mehr lebt.“ Tochter Pola wurde von ihrem Vater vom 5. bis 19. Lebensjahr sexuell missbraucht. In München begrapscht er sie im Luxushotel. Sie ist neun Jahre alt, trägt ihr Kommunionkleid. Er zieht seiner Tochter das Kleid vom Leib, küsst sie überall, drückt mit dem Kopf die Schenkel auseinander. Sie schreibt: „Ich schreie, kein Ton verlässt meine Kehle.“ Später: „Tagsüber spielt mein Vater den Revolutionär in ,Doktor Schiwago', der für Freiheit und Menschenrechte kämpft, und abends macht er sich über sein Kind her.“ Da ist sie zwölf. - „Er hat es versucht“, sagte auch Nastassja Kinski. Der Schauspieler habe sie zwar nicht vergewaltigt, aber „viel zu sehr angefasst“. Meist habe sie Angst vor ihm gehabt. Kinskis ältere Brüder erklärten, dass die Ausführungen in seiner Biographie der Wahrheit nicht entsprächen, und warfen ihm Falschdarstellungen in Bezug auf seine Kindheit und Jugend vor. -- Kinski hat zu Lebzeiten kein Geheimnis aus seiner sexuellen Vorliebe für minderjährige Mädchen gemacht. Im Jahr 1975 veröffentlichte er seine Memoiren „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“, eine schockierende Darstellung seines Lebens und seiner Perversität. Seine jüngere Schwester Inge hat er im Teenie-Alter verführt, gab er an. Eine 15-Jährige vergewaltigt er, stellte den Fernseher lauter, weil sie so laut schrie. In der erweiterten Neuauflage „Ich brauche Liebe“, wurden die drastischen Passagen entfernt bzw. abgemildert. Eine Übernachtung im Bordell mit der damals etwa dreijährigen Tochter Pola - die er der Mutter aus den Armen gerissen hatte - war für Kinski eine Selbstverständlichkeit...............
 
Foto: Klaus Kinski mit seinem betatschten Töchterchen Nastassja
Pin It