SCHMETTERLINGE

 
 
SCHMETTERLINGE
 
Schmetterlinge, Schmetterlinge,
flattern heut‘ in meinem Bauch;
ach, mein Schätzchen, süßes Täubchen,
spürst Du diese Sehnsucht auch ?
 
Muss hinaus in Gottes Garten,
durch die Wiesen in den Wald;
ob in Wolken, ob im Bächlein,
seh‘ ich Deine Wohlgestalt.
 
Seh‘ die langen schwarzen Flechten,
die um weiße Schulten gleiten,
seh‘ die Rosenblütenlippen,
die sich mir zum Kusse weiten.
 
Seh‘ die schmalen, feinen Knie,
wie sie auseinanderwippen,
seh‘ die zarten Busenspitzen,
wie sie an Dein Hemdchen tippen.
 
Seh‘ die festen Apfelbäckchen,
die sich Dir im Höslein runden,
die als schelmisches Versprechen
mir Dein Glücksgeschenk bekunden.
 
Seh‘, wie sich der Sommerhimmel,
in den blauen Augen spiegelt,
spür‘ den Druck der kleinen Hände,
der den Liebesbund besiegelt.
 
Hör‘ im Wind Dein Silberlachen,
denk‘ an Dich in trauter Minne;
Schmetterlinge, Schmetterlinge,
flattern heut‘ durch meine Sinne.
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