1. JULMONDNACHT 99

 
 
1.  JULMONDNACHT 99
 
Dein Bild geht mir im Kopf herum,
die Worte werden stumpf und stumm -
was sind schon Worte gegen das -
ich fühl’ Dich ohne Unterlass !
 
Ich riech’ den Duft von Deinem Haar,
ich seh’ was ich im Mondschein sah:
den weißen Schimmer Deiner Haut,
Dein’ Augenglanz so nah vertraut.
 
Nur Du und ich im heil’gen Hain,
wie schlürft’ ich Deiner Lippen Wein;
die Hand lag still in Deinem Schoß -
das Herz wuchs mir zum Springen groß.
 
Der Orion hört’ meinen Schwur:
„Unlösbar bleibt der Liebe Spur
in meiner Seele ewig steh’n,
und mag auch Zeit und Raum vergeh'n.
 
Und stürzt’ der Himmel auf die Erde,
wenn Leib und Blut zu Asche werde -,
wir sind in einen Ring gestellt,
in dieser und in jener Welt !“
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