ANGEKOMMEN

 

ANGEKOMMEN

Mein Lebtag habe ich das Schwert gewetzt,
so wie ein Krieger -, getrieben und gehetzt -;
im Aufruhr immer -, jagend und gejagt -;
hab’ stets gesucht, gerungen und gefragt.

Nur einmal war es mir, als schwieg’ die Hast,
in einem Augenblick verlor sich alle Last -,
das war, als meine Augen dich vernommen,
da fühlt’ ich so, als sei ich angekommen !

Der große Sinn stieg auf, des Wortes Frieden -;
nie hat’ ich danach je gesucht hienieden.
Und plötzlich klangen mir die Namen wieder,
vom Liebespaar -, der Frieda und dem Frieder.

Nur der Geliebte mag wahren Frieden geben,
nur in der Liebsten ruht des Mannes Streben;
jeglicher Kummer schrumpft im Nu dahin,
in der Befriedung, im Liebesfrieden-Sinn.

Du mochtest mir dies’ Köstlichste gewähren,
ich durfte dich in Liebe friedvoll ehren -;
und sank beglückt zurück aus der Erbauung,
du Heimat meiner Friedensliebe-Schauung.

  Nur wer die Liebe traf kann Frieden leben,
mag aus erfülltem Herzen Liebesfrieden geben.
Wer Liebes-Lust und -Seligkeit bekommen,
der ist im Land des Friedens angekommen !

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